Vakzin-Update nötig? Omikron-Variante: Moderna arbeitet an Impfstoff

Die neue Coronavirus-Variante "Omikron" sorgt weltweit für Aufruhr. Auch die Impfstoff-Hersteller beschäftigen sich jetzt mit der Mutante. Nach Angaben von Moderna könnte ein Impfstoff-Update Anfang 2022 zur Verfügung stehen, sollte es nötig sein.

Ampullen mit Moderna-Impfstoff
Moderna arbeitet bereits an der Anpassung seines Impfstoffs. (Archiv) Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Der Impfstoffhersteller Moderna hat nach eigenen Angaben bereits mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die neue Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag "Thanksgiving" angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, so der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton.

Ist ein Impfstoff-Update nötig?

Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Wie auch das Mittel von Biontech gehört das Vakzin von Moderna zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.

Moderna-Chef ist zuversichtlich

"Das ist ein gefährlich erscheinendes Virus", sagte Burton. Dennoch hatten sich Virologen und Impfstoffhersteller bislang zuversichtlich gezeigt, dass die existierenden Impfstoffe auch gegen die neue Variante gut wirken. Von Moderna heißt es nun: "Ich glaube, die Wirksamkeit hat auf keinen Fall das gleiche Niveau wie gegen die Delta-Variante." Dennoch sei Burton zuversichtlich, dass man genügend Werkzeuge im Arsenal habe, um es zu bekämpfen.

(BRISANT/dpa)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. November 2021 | 17:00 Uhr

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