Nach "RUST"-TRAGÖDIE FBI-Analysten widersprechen Alec Baldwin

Knapp zehn Monate ist es her, dass Kamerafrau Halyna Hutchins (†42) während der Dreharbeiten zum Western "Rust" durch einen versehentlich abgefeuerten Schuss ums Leben kam. Die Tatwaffe hielt US-Star Alec Baldwin in der Hand. Seinen Aussagen zufolge soll sich der folgenschwere Schuss automatisch gelöst haben. Das FBI glaubt seiner Theorie nicht.

Alec Baldwin am Set in seinem Kostüm für den Film 'Rust'.
Gegen Alec Baldwin wird nach dem tragischen Unglück weiter ermittelt.  Bildrechte: dpa

Tatort Filmset: Was ist während der Dreharbeiten zu "Rust" wirklich passiert? Das FBI hat die forensische Analyse zu dem Unfall nun abgeschlossen, wie das Büro des Sheriffs von Santa Fe laut der "Los Angeles Times" mitgeteilt hat. Ein geleakter Bericht, der "ABC News" vorliegt, bringt nun neue Erkenntnisse. Die Fakten belasten Alec Baldwin dabei schwer.

FBI widerspricht Alec Baldwins Theorie

Alec Baldwin, Hauptdarsteller und Produzent von "Rust", hielt die Waffe in der Hand, als seine Set-Kollegin Halyna Hutchins mit ebendieser getötet wurde. Er beteuerte jedoch sowohl gegenüber den Behörden als auch in zahlreichen Interviews, dass sich der Schuss automatisch gelöst habe. Alec Baldwin habe den Abzug nie aktiv betätigt. Die Filmwaffe sei ihm "kalt", also mit Platzpatronen, überreicht worden. Er hätte zum Tatzeitpunkt lediglich den Hammer, also das Schlagstück der Waffe, gezogen.

Derzeit wird ermittelt, ob der Tod Hutchins' Alec Baldwin juristisch angelastet werden kann.

Wie "ABC News" nun wissen will, sind Alec Baldwins Behauptungen jedoch widerlegbar. Denn auch nach mehrfachen Schießtests des FBI’s konnte die Waffe nicht "ohne Abzug zum Schießen gebracht werden".

Rückblick: Das ist passiert

Am 21. Oktober 2021 war die Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen versehentlich abgefeuerten Schuss am Filmset des Westerns "Rust" so schwer verletzt worden, dass sie wenig später starb. Tragisch: Eine Requisitenwaffe war mit scharfer Munition geladen worden.

Eine Luftaufnahme eine Holzkirche.
Noch konnte nicht eindeutig geklärt werden, was am Filmset in Santa Fe, New Mexiko, wirklich passiert ist. Bildrechte: dpa

Das bedeuten die neuen Erkenntnisse für Alec Baldwin

Auch wenn die neuen Testergebnisse Alec Baldwins Aussagen klar widerlegen und ihn schwer belasten, bleibt offen, ob sie an dem Fall etwas ändern. Erst muss noch geklärt werden, ob die Filmwaffe eine technische Fehlfunktion hatte und deswegen vielleicht doch ohne gedrückten Abzug abgefeuert werden konnte. Zudem ist nach wie vor nicht geklärt, warum sich im Revolver echte Patronen befanden.


Brisant/ABC News/Los Angeles Times

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. August 2022 | 17:15 Uhr

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