25. Geburtstag Sieben magische Fakten, die Sie noch nicht über Harry Potter wussten

Zauberei ist unsterblich - das erklärt, weshalb die Saga um den Zauberschüler Harry Potter immer wieder neue Generationen von Lesern in ihren Bann zieht. 25 Jahre ist es mittlerweile her, dass der erste Harry-Potter-Band erschienen ist - und noch immer sind nicht alle Geheimnisse aus J. K. Rowlings Welt der Muggel und Zauberer gelüftet. Zum halbrunden Geburtstag sieben neue magische Fakten.

Portraitfoto der Darsteller der Harry-Potter-Filme
Happy Birthday! Vor 25 Jahren wurde der erste Harry-Potter-Band veröffentlicht. Bildrechte: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

Es war einmal ein milder Sommertag in London. Am 25. Juni 1997 wurde "Harry Potter und der Stein der Weißen" in einer Erstauflage von gerade einmal 500 Exemplaren veröffentlicht. Fast unbeachtet landete der 256-Seiten-dicke Roman in den Buchläden - als eine von vielen Kinderbuch-Neuerscheinungen.

Bücher und Filme: Harry Potter - eine 25-jährige Erfolgsstory

Heute, 25 Jahre später, ist die Buchreihe in rund 80 Sprachen übersetzt worden, ging weltweit mehr als 500 Millionen Mal über die Ladentheken. Allein in deutscher Sprache wurden über 33 Millionen Harry-Potter-Bücher verkauft. Eine Erfolgsstory, wie sie im Buche steht - selten passte diese Floskel so gut.

Anfang der 2000er-Jahre wurden die Bücher in acht Teilen fürs Kino verfilmt - und erneut konnte der Schüler der Zauberei punkten. Bis heute zählen die Harry-Potter-Filme zu den kommerziell erfolgreichsten Produktionen der Filmgeschichte. 

Mittlerweile sollen rund 15 Prozent der Deutschen (Stand 2020) Harry Potter gelesen oder gesehen haben. Zum halbrunden Jubiläum sieben zauberhaften Fakten - direkt aus Hogwarts.

1. Aller guten Dinge sind 13: Zwölf Verlage lehnten J.K. Rowlings Harry Potter ab 

Die 13 gilt in vielen Kulturen als Unglückszahl. J. K. Rowling aber brachte die Zahl Glück. Unglaubliche zwölf Mal wurde ihr Harry-Potter-Manuskript von Verlagen abgelehnt. Erst beim 13. Versuch klappte es.

Der britische Verlag Bloomsbury wagte das Experiment und brachte 500 Exemplare des Fantasy-Romans auf den Markt. Man wollte sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Der Rest ist Geschichte ... Nur ein Jahr später wurde die Story ins Deutsche übersetzt, nach drei Jahren gelang Harry der Sprung vom Papier auf die Kinoleinwand. 

Die Neuausgaben aller sieben Harry-Potter-Bände stehen in den Räumen des Carlsen-Verlages.
Verjüngungskur: Zum 20. Geburtstag erhielten die Potter-Romane eine neue Optik. Bildrechte: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

2. Willkommen in der Winkelgasse

Ein Shoppingbummel durch die legendäre Winkelgasse? Davon haben sicher schon tausende Harry-Potter-Leser geträumt. Schade, dass das für "Muggel" (so nennen Zauberer Menschen ohne magische Kräfte) nicht möglich ist. Oder vielleicht doch? 

Ein Blick auf die Winkelgasse (Diagon Alley) der Warner Bros. Studios Tour London des jährlich wiederkehrenden "Hogwarts in the snow" (Hogwarts im Schnee), bei dem die Schaufensterfronten und Bürgersteige der Winkelgasse mit Kunstschnee bedeckt sind.
Ein Einkaufsbummel in der Winkelgasse? Das ist tatsächlich auch für Sterbliche möglich. Zum einen in den Warner-Studios bei London oder in der City selbst. Bildrechte: dpa

Die geheime Einkaufsstraße, in der sich Zauberlehrlinge mit Schulsachen eindecken, soll es wirklich geben. Mitten in London liegt Goodwin's Court, eine versteckte Gasse in Covent Garden, die Autorin J. K. Rowling als Vorbild für die Winkelgasse gedient haben soll.

Winkelgasse aus den Harry-Potter-Filmen
Willkommen in der Goodwin's Court! Um hier entlangzuschlendern, muss man nicht erst nach einem versteckten Portal Ausschau halten. Bildrechte: imago/i Images

3. Spenden: J. K. Rowling hält ehrbaren Rekord

Seit Veröffentlichung des ersten Harry-Potter-Teils raste der Hogwarts-Express an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Aus der alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin J. K. Rowling wurde die bestverdienende Autorin der Geschichte.

J.K. Rowling im Porträt
Spendet gern: J.K. Rowling verdiente sich mit Harry Potter eine goldene Nase. Doch das Geld gibt sie lieber anderen. Bildrechte: dpa

"Forbes" schätzte ihr Vermögen auf über eine Milliarde Dollar. Doch Geld scheint für die Autorin nur wenig Magisches zu haben. Statt es zu behalten, spendete sie einen großen Teil ihrer Einkünfte. Joanne K. Rowling ist die einzige Person, die je von der Forbes-Liste der reichsten Milliardäre der Welt gestrichen wurde - weil sie ihr Vermögen spendete.

Ihre neueste Herzensangelegenheit: Die Autorin der Harry-Potter-Romane sammelt Geld für Kinder in der Ukraine. Die 56-jährige Britin teilte einen Spendenaufruf der von ihr gegründeten Hilfsorganisation "Lumos" mit dem Versprechen, für jede Spende bis zu einer Gesamthöhe von einer Million Pfund den gleichen Betrag draufzulegen. Zur Orientierung: Das sind umgerechnet ganze 1,2 Millionen Euro.

4. LGBTQIA+-Community in Hogwarts

Der nächste Fakt überrascht uns fast nicht mehr: Harry Potter war in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter. Kein Wunder, dass die Zaubererwelt viel aufgeklärter und mehr "woke" war, als die Welt der Sterblichen zu dieser Zeit. Denn wie J. K. Rowling verriet, gab es in Hogwarts eine queere Szene ... na ja fast. 

Richard Harris als Professor Dumbledore
Der Hogwarts-Schulleiter Dumbledore verliebt in einen Mann? Ja, tatsächlich – das verriet Autorin J.K. Rowling. Und sie muss es ja wissen. Bildrechte: dpa

Die Autorin hat nach Abschluss der Harry-Potter-Serie verraten, dass Dumbledore schwul sei. Insider scheinen sogar zu wissen, in wen der Hogwarts-Schulleiter verliebt war: nämlich in den attraktiven Zauberer Gellert Grindelwald. Als dieser sich allerdings der dunklen Magie verschreibt, bricht Dumbledore mit dem einstigen Freund.

5. Dumbledores Abschied von Hogwarts

Wo wir gleich bei Dumbledore sind: J. K. Rowling gab im Nachgang ein weiteres Geheimnis des Hogwarts-Lieblings preis. Für seine Beerdigung hätte der Schulleiter gerne Frank Sinatras "My Way" als Hymne gewählt. Schade, dass dieser letzte Wunsch nie in Erfüllung ging. 

6. Ein blonder Harry Potter? 

Für die meisten ist Daniel Radcliffe der geborene Harry Potter. Doch um Haaresbreite wäre jemand ganz anderes zum berühmtesten Zauberschüler der Welt geworden. 

US-Nachwuchsschauspieler Haley Joel Osment am 9.1.2000 bei den 26. People's Choice Awards in Pasadena. Der Film "The Sixth Sense", in derm er mitspielt, wurde dort als beliebtester Film ausgezeichnet. Die Gewinner der Preise werden von der amerikanischen Öffentlichkeit ausgewählt. In dem Streifen spielt Osment einen kleinen Jungen, den Geister aus dem Jenseits heimsuchen. Ein Psychologe versucht, dem Kind zu helfen.
Hätte Haley Joel Osment Harry Potter verkörpern können? Bildrechte: dpa

Laut Steven Spielberg sollte nicht Daniel, sondern der damals überaus erfolgreiche Kinderstar Haley Joel Osment den kleinen Harry verkörpern. Viele kennen Osment durch seine Rolle in "The Sixth Sense" (sein berühmtes Zitat: "Ich sehe tote Menschen"). Doch Radcliffe konnte sich im letzten Moment gegen rund 300 Bewerber durchsetzen.

7. Läuse-Alarm am Filmset

Wer Kinder hat, der kennt es: Irgendwann hat der Nachwuchs mit Läusen zu kämpfen. Während der Dreharbeiten zum zweiten Teil "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" gab es ein mächtiges Problem mit den kleinen Biestern. Die Läuse gingen um und befielen so viele Schauspieler, dass sogar extra Krankenschwestern ins Studio geordert wurden.

BRISANT/carlsen.de/spiegel.de/forbes.com

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 26. Juni 2022 | 17:00 Uhr

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