Bargeldlos zahlen Abschaffung der EC-Karte - das sind die Vor- und Nachteile der Debitkarte

Fast jeder nutzt eine EC- oder Girokarte. Doch im Sommer 2023 soll Schluss sein mit der EC-Karte - zumindest für diejenigen, die eine neue Karte beantragen. Ersetzt werden soll sie durch die sogenannte Debitkarte. Kreditkarten wird es allerdings weiterhin geben. Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Bezahlkarten - und wo gibt es derzeit noch Probleme?

EC-Karte wird über Lesegerät gehalten
EC-Karten wird es bald nicht mehr geben. Sie werden durch Debitkarten ersetzt. Bildrechte: IMAGO/Wolfgang Maria Weber

EC-Karte bald abgeschafft

Eine EC-Karte hat in Deutschland fast jeder - und nutzt sie auch. Mit der klassischen Girocard kann man zwar im In- und Ausland an der Supermarkt-Kasse zahlen, doch beim Online-Einkauf ist das in der Regel nicht möglich. Das ist einer der Gründe, weshalb zahlreiche Banken die EC-Karten durch sogenannte Debitkarten ersetzen - und EC-Karten nur noch gegen eine Gebühr anbieten.

Ein weiterer Grund für das bevorstehende Aus der EC-Karte ist die Ankündigung von Mastercard, die Maestro-Funktion von EC-Karten ab Juli 2023 einzustellen. Wer dann eine noch gültige EC-Karte besitzt, kann sie allerdings weiter nutzen.

Wodurch unterscheiden sich Debitkarte und Kreditkarte?

Die Debitkarten, die künftig die EC-Karten ersetzen sollen, sind ein Mix aus Giro- und Kreditkarte. Der wesentliche Unterschied liegt in der Abrechnung: Während Kreditkarten meist einmal im Monat abgerechnet werden, werden bei der Debitkarte die einzelnen Beträge direkt nach der Bezahlung vom Konto abgezogen - wie bisher bei der klassischen EC-Karte. Ein kurzzeitiger Kreditrahmen wird nicht gewährt.

Und: Möchte man im Ausland ein Auto mieten oder ein Hotel reservieren, ist das meist nur mit einer klassischen Kreditkarte möglich. Dafür werden beim Geldabheben und Bezahlen mit Kreditkarte im Nicht-EU-Ausland häufig hohe Gebühren erhoben. Das kann aber auch bei der Debitkarte der Fall sein.

Verschiedene Karten zum bargeldlosen Bezahlen
Kredit- oder Debitkarte? Auf den ersten Blick sind die Karten kaum voneinander zu unterscheiden. Bildrechte: IMAGO/aal.photo

Nicht alle Händler akzeptieren Debitkarte

Der Haken an der Debitkarte: Noch akzeptieren nicht alle Händler die neuen Debitkarten. Der Grund: Die Gebühren, die die Transaktionen via Debitkarte kosten, sind bis zu viermal so hoch wie bei der Girokarte. Für kleinere Händler mit niedrigen Umsätzen ist das ein echtes Problem. In der Regel können die Debitkarten überall dort genutzt werden, wo man auch mit Kreditkarte zahlen kann.

Und noch einen Nachteil haben die Debitkarten: Das sichere ChipTan-Verfahren beim Onlinebanking gibt es für die Debitkarte nicht.

Karte der DKB
Noch akzeptieren nicht alle Händler die neuen Debitkarten. Bildrechte: IMAGO/aal.photo

Werden auch die Kreditkarten abgeschafft?

Obgleich man mit den neuen Debitkarten online einkaufen und auch im Ausland bezahlen kann, scheint es die Kreditkarten auch weiterhin zu geben. Nötig wären sie eigentlich nicht - zumindest dann nicht, wenn die Debitkarten überall akzeptiert würden und man nicht auf den kurzfristig gewährten Kredit einer Kreditkarte angewiesen ist.

BRISANT/verbraucherzentrale.de

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. Oktober 2022 | 17:15 Uhr

Mehr Ratgeber-Themen