Zum Tag des Kaffees Kaffeesatz als Wundermittel im Haushalt und Garten

Kaffeesatz in den Müll werfen? Lieber nicht, denn er eignet sich als Dünger, Peeling oder Reinigungsmittel. Unsere Tipps für Kaffeesatz im Haushalt, Garten und in der Kosmetik.

Ein voller Kaffeefilter.
Viel zu schade für den Bio-Müll. Mit Kaffeesatz lassen sich viele Produkte aus der Drogerie ersetzen. Bildrechte: IMAGO/imagebroker

Kaffee brühen, trinken und weg mit dem gebrauchen Filter? Werfen Sie die Reste nicht in den Müll, denn Kaffeesatz eignet sich hervorragend als Dünger, Peeling oder Fleckentferner. Zuerst müssen Sie den Kaffeesatz trocknen, damit er nicht schimmelt. Danach lässt er sich beliebig weiterverwenden.

Getrockneter Kaffeesatz auf einem Teller
Kaffeesatz am besten auf einem Teller trocknen. Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Kaffeesatz im Haushalt

Eingebranntes Fett auf dem Grillrost? Schmirgeln Sie die Stellen einfach mit Kaffeesatz ab. Eignet sich auch für Arbeitsplatzen, aber Vorsicht bei empfindlichen Materialien!

Das Pulver neutralisiert Gerüche und eignet sich daher bestens für eine Duftkur im Kühlschrank. Käsemief oder Zwiebelgestank haben dann keine Chance mehr.  Funktioniert auch im Badezimmer oder Auto. Auch in müffelnde Schuhe können Sie etwas trockenen (!) Kaffeesatz geben, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag aussaugen.

Kleine Kratzer in dunklen Holzmöbeln lassen sich prima kaschieren, indem man etwas feuchten Kaffeesatz aufträgt.

Kaffeesatz in der Kosmetik

Teures Peeling können Sie sich sparen, wenn Sie stattdessen zu einem Mix aus Kaffeesatz und Öl greifen. Als warme Packung um die Oberschenkel gewickelt (Frischhaltefolie um das Bein wickeln) soll der Getränkerest sogar Cellulite mildern. Forscher der Uni in Rio de Janeiro konnten allerdings keinen positiven Effekt feststellen. Immerhin wird die Haut schön glatt.

Getrocknete Kräuter-Blumen-Mischung, aromatische hausgemachte Peelingpaste aus Kaffeesatz und Ölen.
Peeling mit Kaffeesatz - selbst gemacht und fast gratis. Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

Kaffeesatz im Garten

Kaffeesatz enthält Kalium, Phosphor und Stickstoff - Nährstoffe, die den Pflanzen gut tun. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, den Kaffeesatz entweder mit Blumenerde zu mischen oder ihn nachträglich in den Topf oder auf das Beet zu geben. Eignet sich für alle Blumen im Garten und lockt Regenwürmer an, die den Boden auflockern. Vorsicht bei Zimmerpflanzen, da das Pulver schimmeln kann. Auch Stecklinge gehen leider ein.

Kaffeesatz ist vor allem für Pflanzen geeignet, die einen sauren Boden brauchen. Dazu gehören Tomaten, Rhododendron, Hortensie, Azalee, Heidelbeere, Zitruspflanzen, japanischer Ahorn, Kamelie und Petunie.

Blau und rosa Blütenbälle an einer Bauernhortensie
Hortensen mögen sauren Boden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Außerdem soll Kaffee Schnecken und Ameisen abhalten. Das Pulver einfach um die Pflanzen streuen. Schnecken schreckt das Koffein ab, Ameisen hingegen verwirrt der Geruch. Soll auch gegen Nachbars Katze wirken!

Wer Blattläuse bekämpfen möchte, sollte es mit einem Kaffee-Wasser-Gemisch im Verhältnis 1:1 versuchen. Dafür brauchen Sie keinen frischen Kaffee brühen, der alte Satz reich völlig aus - einfach erneut aufbrühen und abkühlen lassen. Das Gemisch auftupfen oder aufsprühen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 30. September 2022 | 17:15 Uhr

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