Wenn es zieht und sticht Migräne und Co. - Diese Apps helfen bei Kopfschmerzen

Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerzen - zahlreiche Menschen leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen. Mittlerweile gibt es einige Apps, die Betroffenen dabei helfen, die Beschwerden zu dokumentieren und ihnen auf den Grund zu gehen. BRISANT stellt drei der Anwendungen vor.

Illustration - eine Figur mit einem Rotkreuz-Kasten läuft zu einem Gehirn
Die Mehrheit der Deutschen leidet unter Kopfschmerzen. Spezielle Apps sollen den Betroffenen helfen. Bildrechte: Colourbox.de

Etwa 54 Millionen Menschen in Deutschland - das sind rund 70 Prozent der Bevölkerung - leiden unter vorübergehenden oder anhaltenden Kopfschmerzen. Am häufigsten werden Spannungskopfschmerzen, Migräne und Cluster-Kopfschmerzen diagnostiziert.

Um herauszufinden, unter welcher Art von Kopfschmerzen man leidet, hilft es, ein Migräne-Tagebuch zu führen. Das ist besonders einfach mit einer sogenannten Migräne-App. Davon gibt es mittlerweile einige. Was können sie - und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Eine Frau fasst sich wegen Kopfschmerzen an die Stirn
54 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Migräne-App

Die "Migräne-App" ist von der Techniker Krankenkasse, der Schmerzklinik Kiel und dem bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetz gemeinsam entwickelt worden. Mithilfe dieser App können der Migräne- und Kopfschmerzverlauf stetig dokumentiert werden. Mögliche Auslösefaktoren, wie Wetterveränderungen werden automatisch hinzugefügt.

Pluspunkt: Die App warnt vor Überschreitungen in der Medikamenteneinnahme. Zudem können sich die Nutzerinnen und Nutzer über aktuelle Nachrichten zu Migräne- und Kopfschmerzbehandlung informieren. Zur Migräne-App gehört außerdem der "TK-Kopfschmerzcoach", der moderne Kopfschmerzvorbeugung digital vermittelt. Erhältlich ist die kostenfreie Anwendung im Google Play Store oder im App Store.

Illustration - eine Figur zwischen roten Fragezeichen
Apps können helfen, der Ursache für den Kopfschmerz auf den Grund zu gehen. Bildrechte: Colourbox.de

M-Sense App

Die M-Sense-App hilft bei Migräne und Spannungskopfschmerz, indem sie die individuellen Ursachen für die Beschwerden analysiert. Droht eine Kopfschmerz-Attacke, schlägt die App Gegenstrategien vor.

Der Haken: M-sense Basic ist kostenfrei, die Therapiebegleitung durch M-sense Active kostet jedoch Geld. Einige Krankenkassen bezahlen ihren Mitgliedern die Anwendung.

Eine Frau liegt kreank im Bett und schaut auf ihr Smartphone.
Die M-Sense-App bietet Gegenstrategien bei Kopfschmerz-Attacken.(Symbolbild) Bildrechte: dpa

Migraine Buddy

Das Migräne-Tagebuch Migraine Buddy eignet sich, um Migräne- und Kopfschmerz-Attacken zu dokumentieren. Das ist nicht nur hilfreich, um den Überblick zu behalten, sondern auch, um den behandelnden Arzt zu unterstützen.

Alle Berichte werden werden in der Anwendung gesammelt und können in einer Übersicht jederzeit eingesehen werden. Weiterer Pluspunkt: Migraine Buddy ist kostenlos und zudem komplett werbefrei.

Ein Mann steht in einem Buerogebaeude in Berlin im Fahrstuhl und faesst sich gestresst an die Stirn
Mit dem Migraine Buddy lassen sich Kopfschmerz-Anfälle dokumentieren. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

App ersetzt nicht den Arztbesuch

Wichtig: So hilfreich eine App zur Beobachtung und Dokumentation von Kopfschmerzen auch sein kann, den Arztbesuch ersetzt sie nicht. Ob in Sachen Medikamentierung oder auch um ernstere Ursachen auszuschließen, sollte bei anhaltenden Kopfschmerzen immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.


BRISANT/krankenkassen.de/dmkg

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | BRISANT Classix | 01. Dezember 2022 | 18:10 Uhr

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