Einfach genial | 31.05.2022 | 19:50 Uhr So wird der Fahrradtransport leichter

Immer mehr Menschen steigen aufs Rad. Erfindungen für mehr Komfort beim Transport mit Lastenrädern und eine Rucksack-Fahrradtasche unterzieht Henriette diesmal dem Praxistest.

Henriette Fee Grützner
Henriette testet Fahrraderfindungen für einen leichteren Transport aus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das teilbare Lastenrad

Ein Erfinderteam aus Sachsen und Niedersachsen entwickelte ein Lastenrad, das zum Handwagen werden kann. Der Umbau ist leicht und mit zwei Handgriffen erledigt. Im Gegensatz zu Anhängern fürs Rad ist bei der Erfindung die Transportbox vorn. Um sie besonders sicher zu machen, haben die Entwickler sie aus Carbon gebaut und mit Kevlar-Fasern verstärkt. 50 Kilogramm können in die Transportbox geladen werden.

Kontakt: Alexander Nieß
Tel.: 0159/ 06834332
E-Mail: info@nutzrad-studio.de

Die Rucksack-Fahrradtasche

Eine Kombination aus Rucksack und Fahrradtasche ist die Entwicklung von Karl Fischer aus Aachen. Durch eine clevere Konstruktion unterscheidet sie sich von ähnlichen Kombitaschen. Wenn die Fahrradtasche nämlich während der Fahrt dreckig wird, kann der Schmutz beim Rückbau zum Rucksack bei der Erfindung einfach verschwinden. Denn, was vorher außen war, ist dann innen. Und die Seite mit den Rucksackträgern ist somit geschützt.

Kontakt: Karl Fischer
Tel.: 0176/ 45838923
E-Mail:karl.fischer@2bag.de

Das Kombi-Rad

Der Produktdesigner Arian Bronner aus Freiburg möchte mit seiner Idee jedes Fahrrad bei Bedarf zu einem Lastenrad machen. Das Element aus Gabel, einem kleineren Rad und einer Lastenplattform wird statt des bestehenden Vorderteils des Fahrrades angebaut. Arians Idee: Das Vorderteil soll je nach Bedarf an- und abbaubar sein. Bei seinem Prototyp ist das noch nicht möglich. Hier hat er das Hinterteil seines Mountainbikes fest mit dem Anbau verbunden. Um eine kleine Serie produzieren zu können, hat er eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

Kontakt: Arian Bronner
Tel.: 0176/21476261
E-Mail: info@Aprikobikes.com

Nachgefragt: Minigrill

Carolin Kunert aus München hat einen mobilen Holzkohlegrill entwickelt, den man wie einen Korb am Fahrrad transportieren kann. Essen und Grillkohle lassen sich leicht im Inneren verstauen. Zum Grillen lässt sich die Erfindung auf die doppelte Größe erweitern. Bis zu acht Personen kann man beköstigen. In den letzten Jahren entwickelte ihr Team die Idee weiter. Heute gibt es eine Halterung, mit der der kleine Grill an nahezu jedes Balkongeländer passt. Und weil es vielen Mietern verboten ist, einen Holzkohlegrill auf dem Balkon zu betrieben, brachten sie eine Gasvariante heraus.

Kontakt: Carolin Kunert
Tel.: 089 95876060
E-Mail: support@knister-grill.com

Der Weberheber

Jede Erfindung, die unnötige Autobahnsperrungen verhindern kann, ist Gold wert. Das dachte sich auch der fränkische Tüftler Manfred Weber, der mit seinem Werkzeug, dem hydraulischen Weberheber, den Rückbau von Schilderbrücken vereinfacht und verkürzt. Herkömmlicher Weise werden die Stahlgerüste zerstört und in Einzelteilen abtransportiert. Dafür müssen die Fahrspuren zeitweise voll gesperrt werden. Ökologisch ist das Verfahren auch nicht, da die Konstruktionen nicht wiederverwendet werden können. Der Weberheber verhindert die Zerstörung und hebelt die tonnenschweren Säulen während des laufenden Verkehrs aus dem Fundament. Dann können sie in kürzester Zeit einfach von einem Kran weggehoben werden.

Kontakt: Manfred Weber
E-Mail: weber@webermetallbau.de

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 31. Mai 2022 | 19:50 Uhr

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