Fakt ist! | am 14.03.2022 aus Magdeburg | ab 20:30 Uhr im Livestream Ohnmacht, Angst, Solidarität – was tun?!

Erstmals seit fast 80 Jahren tobt in Europa wieder ein Angriffskrieg. Was viele Menschen sich nicht vorstellen konnten, ist Realität. Was gegen Angst und Ohnmacht hilft – darüber diskutiert die Runde bei "Fakt ist!" aus Magdeburg am 14. März 2022. Zu sehen ist der MDR-Talk ab 20:30 Uhr im Livestream auf mdr.de/tv und auf dem MDR-YouTube-Kanal sowie um 22:10 Uhr im MDR-Fernsehen und im Anschluss in der ARD Mediathek.

Ein Demonstrant hält bei der Auftaktkundgebung am Jungfernstieg ein Plakat mit der Aufschrift «Peace - No War!» auf einer ukrainischen Flagge.
Viele Menschen sind in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um für Frieden zu demonstrieren. Bildrechte: dpa

Die Bilder und Eindrücke, die uns derzeit aus der Ukraine erreichen, hatten wir Europäer längst überwunden geglaubt. Nun schauen die Menschen mit Entsetzen auf den Krieg und die humanitäre Katastrophe, die sich nur einige hundert Kilometer entfernt von ihrer Heimat abspielen.

Ohnmacht und wachsende Sorge

Ins Entsetzen mischt sich Ohnmacht. Ohnmacht angesichts des Leids der Flüchtlinge. Ohnmacht aber auch gegenüber den immer lauter werdenden Forderungen an den Westen, einzugreifen. Zugleich wachsen Sorge und Ungewissheit, ob der Konflikt weiter eskalieren und sich ausweiten könnte. Ob noch unfassbarere Szenarien nun denkbar werden.

All dies wird potenziert durch eine nie dagewesene Bilderflut, nicht nur in den etablierten Medien, sondern auch auf unzähligen Social-Media-Kanälen. Wohl aus keinem anderen Konflikt erreichten uns bisher so viele ungefilterte Bilder von Grauen und Leid. Es ist längst auch ein Informationskrieg, in dem sich viele Angaben nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen lassen.

Angst und Solidarität

Der Krieg in einem europäischen Nachbarland berührt die Menschen in unterschiedlicher Weise. Die einen lähmt er vor Angst, andere sorgen sich wegen der teuren Folgen der Sanktionen um ihre Existenz. Viele zeigen sich solidarisch: gehen demonstrieren, geben Geld, sammeln Sachspenden. Manche nehmen Flüchtlinge bei sich zuhause auf. 

Was hilft gegen die gefühlte Ohnmacht angesichts von Gewalt und Leid? Wie gehen wir gut mit unseren Ängsten um? Und welche Rolle dabei spielt gelebte Solidarität mit den Menschen in der Ukraine?

Darüber diskutiert Anja Heyde mit folgenden Gästen:

Lachende, blasse junge Frau mit dunkelroten offenen Haaren vor einer gelben Wand
Bildrechte: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Annegret Wolf

Annegret Wolf

Psychologin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

"Dieser Krieg ist eine Ausnahmezustand – auch für unseren Kopf."

Brünette, weiße Frau mit langen, offenen Haaren in weißem Kleid und orangem Schal vor einer Glaswand
Bildrechte: Swen Reichhold, Universität Leipzig

Prof. Solveig Richter

Prof. Solveig Richter

Heisenberg-Professorin für Internationale Beziehungen und transnationale Politik, Universität Leipzig

Blonder Mann mit kurzen Haaren und grauem Blazer im Porträt vor eine Frühlingswiese
Bildrechte: Florian Korb

Igor Matviyets

Igor Matviyets

Hallenser mit ukrainischen Wurzeln

Älterer Mann mit Brille und leuchtend blauem Blazer im Porträt in der Natur
Bildrechte: Landeshauptstadt Magdeburg

Krzysztof Blau

Krzysztof Blau

Geschäftsführer der Auslandgesellschaft Sachsen-Anhalt

"An den Frieden denken heißt, an die Kinder denken."

Bürgerreporter Stefan Bernschein ist vorab in der Gemeinde Muldestausee unterwegs, wo engagierte Einwohner und Bürgermeister Ferid Giebler die bereits mehr als 30 Frauen und Kinder aus der Ukraine geholt haben. Einige werden bei ihm zu Gast sein, wie auch andere Zuschauer, die ihre Meinungen, Sorgen und Ängste in die Sendung einbringen.

Die Moderatoren Anja Heyde und Stefan Bernschein.
Es moderieren Anja Heyde und Stefan Bernschein (Archivbild). Bildrechte: MDR/Andreas Lander

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Merhr zum Thema Krieg in der Ukraine

MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | FAKT IST! | 14. März 2022 | 22:10 Uhr