#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 20. Januar

1942: Wannseekonferenz beginnt

Am 20. Januar 1942 beginnt die Wannsee-Konferenz in Berlin. Dabei einigen sich 15 führende Vertreter des NS-Regimes auf die europaweite Koordination und systematische Durchführung des Völkermordes an den Juden. Gestapo-Chef Reinhard Heydrichs und "Judenreferent" Adolf Eichmann haben die Federführung bei der "Endlösung der Judenfrage". Adolf Eichmann fertigt ein Protokoll über das Besprochene an. Darin wird deutlich: Widerspruch gegen den Massenmord an den europäischen Juden gibt es von keinem der Anwesenden.


1961: John F. Kennedy wird US-Präsident

Am 20. Januar 1961 tritt John F. Kennedy als jüngster jemals gewählter US-Präsident sein Amt an. Für viele Amerikaner verkörpert er die Aufbruchstimmung, die im Land herrscht. Kennedy will unter anderem das Bildungs-, Gesundheits- und Steuersystem reformieren. Wirklich große Veränderungen kann der Präsident allerdings nicht durchsetzen. In seine Amtszeit fallen einige Höhepunkte im Kalten Krieg wie die Kuba-Krise, der Bau der Berliner Mauer und der Wettlauf ums Weltall. 1963 wird "JFK" im Alter von 46 Jahren bei einem Attentat erschossen.


1992: Urteil im ersten "Mauerschützenprozess"

Am 20. Januar 1992 wird das Urteil im ersten "Mauerschützenprozess" verkündet. In dem Prozess ging es um den Tod des 20-jährigen Chris Gueffroy, der im Februar 1989 bei einem Fluchtversuch erschossen wurde. Der Todesschütze wird schließlich zu vier Jahren Haft verurteilt, die Mitangeklagten zu Bewährungsstrafen. Das Bundesverfassungsgericht hebt das Urteil gegen den Todesschützen aber wieder auf. Begründung: Das Strafmaß sei zu hoch gewesen, da der Schütze in der militärischen Hierarchie ganz unten gestanden und nur auf Befehl gehandelt habe. Von Mauerbau 1961 bis Mauerfall 1989 werden nach offiziellen Angaben zufolge mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet.