Porträt Ev.-Lutherische Kirche Schmannewitz

Ev.-Lutherische Kirche Schmannewitz
Bildrechte: Kirchgemeinde Schmannewitz/Christian Mette

Die Ev.-Luth. Kirche zu Schmannewitz wurde 1732 nach Plänen von George Bähr erbaut. Im Zuge der Erneuerung des Turms im Jahr 1962 fand sich ein Dokument im sogenannten "Turmknopf", das den Erbauer der Dresdner Frauenkirche auch als Baumeister der Schmannewitzer Kirche auswies. Die barocke Gestaltung der Kirche, die Grundform des Kreuzes und der Kanzelaltar tragen die Handschrift des bekannten Meisters. Bemerkenswert ist die zweite Empore auf der Nordseite. Sie wurde erst später eingebracht und stammt aus einer Kirche, die dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallen war.

Die Kirchgemeinde Schmannewitz-Bucha ist mit 410 Gemeindegliedern nicht groß, weist aber ein reges Gemeindeleben auf. Der Austausch mit den Nachbargemeinden wird im Rahmen eines Regionalisierungsprozesses derzeit intensiviert. Schwerpunkt der Gemeindearbeit ist die Kirchenmusik, ebenso wie die Arbeit mit Kindern und jungen Familien. Ein "Neugeborenenläuten" wurde eingeführt, um öffentlich die Geburt eines Kindes hörbar zu machen.

Unmittelbar neben Kirche und Gemeindehaus befindet sich ein Freizeit- und Rüstzeitheim, das von der Gemeinde unterhalten wird. Dort gibt es Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten. Das Haus ist Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Nicht selten bereichern die Gäste des Hauses auch die Gottesdienste in der Schmannewitzer Kirche.