Audiowalk, Steinzeithimmel, Urban Art Ausflugsziele für Sachsen-Anhalt: Kultur unter freiem Himmel

Genießen Sie den Herbst mit Kultur an der frischen Luft: Wandern Sie auf Heinrich Heines Spuren durch den Harz oder spazieren Sie durch Quedlinburg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz oder auf dem Kunstweg Arche Nebra. Auch ein Besuch im Gradierwerk Bad Kösen oder in der Wirkungsstätte Max Klingers direkt am Weinberg lohnt sich. Unsere Tipps für Ausflüge in Sachsen-Anhalt werden regelmäßig aktualisiert. Hier finden Sie auch Informationen wie Adressen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

Romantisch gelegen ist der Max-Klinger-Weinberg in Großjena bei Naumburg am Saale-Unstrut-Tal. Das ehemalige Anwesen des bekannten Bildhauers, Malers und Grafikers (1857-1920) wird von einem gepflegten Weinberg, einem kleinen Museum und dem ehemaligen Wohnhaus sowie seinem Grab geprägt.
Romantisch gelegen ist der Max-Klinger-Weinberg in Großjena bei Naumburg am Saale-Unstrut-Tal. Bildrechte: dpa

Nebra: Archäologie, Kunst und Naturerlebnis verbinden

Besucher des Fundplatzes der über 3.600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra können im direkten Umfeld mehrere Kunstwerke betrachten. Auf dem etwa drei Kilometer langen Weg vom Besucherzentrum "Arche Nebra" zum Mittelberg sind drei Werke platziert, die sich mit archäologischen Themen auseinandersetzen. Sie wurden im Rahmen eines Kunstwettbewerbs ausgewählt. Unter dem Motto "Zwischen Welt und Kosmos" soll der Kunstweg Archäologie, Kunst und Naturerlebnis verbinden.

Arche Nebra, Besucherzentrum der Himmelsscheibe Nebra
Vom Besucherzentrum aus führt der drei Kilometer lange Kunstweg zum Fundort der Himmelsscheibe. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Weitere Informationen

Ausgangspunkt ist das Besucherzentrum "Arche Nebra":
An der Steinklöbe 16
06642 Nebra

Barrierefreiheit:
Der Kunstweg ist für gehbehinderte Personen nur eingeschränkt nutzbar. Die Höhendifferenz beträgt rund 130 Meter.

Naumburg: Welterbe, Weinberg und "Wilde Zicke"

Die Stadt Naumburg ist aus vielerlei Gründen einen Besuch wert: Der Naumburger Dom ist UNESCO-Welterbestätte und nicht nur architektonisch ein beeindruckendes Werk. Berühmt sind die Stifterfiguren des Naumburger Meisters in dem Gotteshaus, darunter Ekkehard und Uta. Der Leipziger Maler Neo Rauch gestaltete drei Glasfenster für die Elisabeth-Kapelle.

Nach dem Dombesuch hat eine Fahrt mit der nostalgischen "Wilden Zicke", der DDR-Straßenbahn, die durch Naumburg bummelt, besonderen Charme! Unweit der Stadt liegt Großjena, wo der Leipziger Künstler Max Klinger lebte und wirkte. Ein Besuch seines Radierhäuschens mitten im Weinberg verspricht eine idyllische Zeit. Der Saale-Wein-Weg der Gegend führt rund 25 Kilometer am Flußlauf entlang. Wer nicht wandern will, kann die Tour auch per Fahrrad machen. Wer von Großjena aus durch den Blütengrund kommt, kann auch das Steinerne Festbuch bestaunen, ein großes Relief mit Szenen aus dem Alten Testament zur Arbeit im Weinberg, dem Weingenuss und dessen Folgen.

Naumburger Dom
Weltkulturerbe Naumburger Dom Bildrechte: Falko Matte

Weitere Informationen

Naumburger Dom
Domplatz 16/17
06618 Naumburg

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Montag bis Samstag 9 bis 18 Uhr
Sonntag/kirchliche Feiertage 11 bis 18 Uhr
November bis Februar: Montag bis Samstag 10 bis 16 Uhr
Sonntag/kirchliche Feiertage 12 bis 16 Uhr
24. Dezember 9 bis 12 Uhr
31. Dezember 9 bis 14 Uhr

Max-Klinger-Weinberg
Max-Klinger-Straße 19
06618 Großjena


Bad Kösen: Wandern in und um das Solebad

Der seit 1859 als Solbad Bad Kösen bezeichnete Kurort bietet vielseitige Erholung: Das Gradierwerk Bad Kösen bietet von Mai bis Oktober Freiluftinhalation an, bei der die gesunde salzhaltige Luft genossen werden kann. Verschieden lange Wanderungen sind auf dem Geopfad oder dem Saale-Wein-Wanderweg möglich: Es locken Ausblicke auf die Rudelsburg, Burg Saaleck oder ein Besuch auf dem Landesweingut "Kloster Pforta".

Weitere Informationen

Gradierwerk Bad Kösen
Rudolf-Breitscheid-Straße
06628 Naumburg (Saale)

Freiluftinhalation auf dem Gradierwerk (1. Etage)
April und Oktober: Samstag, Sonntag, Feiertage 13 bis 17 Uhr
Mai bis September: Montag bis Freitag, 15 bis 17 Uhr und Samstag, Sonntag, Feiertage, 13 bis 17 Uhr

Gradierwerk-Besichtigung Oberdeck: Sonntag, Feiertage, 13 bis 17 Uhr


Bad Schmiedeberg: Erholen in der historischen Kurstadt

Die kleine Kurstadt in Sachsen-Anhalt ist weniger bekannt, besticht aber durch eine idyllische Lage im Naturpark Dübener Heide. Bad Schmiedeberg ist ein Ort der Ruhe mit großer Naturvielfalt und ein kleiner Geheimtipp für Architektur-Fans. Besondere Entdeckungen sind das Renaissance-Rathaus von 1570, das alte Stadttor aus dem Jahr 1490 und das nahezu komplett im Original erhaltene Kurhaus von 1907. Das Jugendstil-Gebäude hat ein beeindruckendes Foyer und einen Festsaal. Angrenzend liegt der Kurpark, der zu einem Spaziergang einlädt.

Bad Schmiedeberg Kurpark Kurhaus
Ein Besuch des Bad Schmiedeberger Kurhauses und des Kurparks lohnt sich. Bildrechte: IMAGO / Steffen Schellhorn

Weitere Informationen

Kurhaus Bad Schmiedeberg
Kurpromenade
06905 Bad Schmiedeberg

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr
Samstag, 8 bis 12 Uhr


Dübener Heide: Wanderausflüge im Naturpark

Natur pur im Naturpark "Dübener Heide"! Ob Wandertouren allein, romantisch zu zweit, mit Freunden oder mit der Familie – in der Dübener Heide kann man wunderbar zu Fuß unterwegs sein. Viele verschiedene Wanderwege stehen hier zu Auswahl, sind gut ausgeschildert und führen vorbei an einsamen Lichtungen und idyllischen Waldseen. Familien können als "HeideWächter" auf Schatzsuche rund um das "NaturparkHaus" gehen. Am Ende dieser digitalen Schnitzeljagd wartet eine Schatzkiste, die gefunden werden will.

Hochmoor in der Dübener Heide
Die Dübener Heide ist der größte Mischwald Mitteldeutschlands und erstreckt sich zwischen Elbe und Mulde. Bildrechte: IMAGO / Shotshop

 


Gräfenhainichen: Das Freilichtmuseum Ferropolis

Ferropolis – die Stadt aus Eisen: Das sind fünf stählerne Bagger-Giganten auf einer Halbinsel im ehemaligen Braunkohle-Tagebau Golpa-Nord. Nach einer Idee vom Bauhaus Dessau wurde das Gelände im Rahmen der Expo 2000 zu einem Ankerpunkt auf der Europäischen Route der Industriekultur. Die Bagger bieten nicht nur eine einmalige Kulisse für zahlreiche Konzerte und Festivals, sondern sind auch ein Freilichtmuseum. Denn die einstigen Bergbau-Geräte können besichtigt und teilweise sogar bestiegen werden. Die Geschichten der Bergbauarbeiterinnen und -arbeiter sollten nicht verloren gehen. Studierende der Burg Giebichenstein führten Interviews, um sie in eine App einzuspeisen. Am besten anhören kann man sie sich vor Ort.

Ferropolis von oben. 45 min
FERROPOLIS ist ein einmaliger Ort der Industriekultur, unweit von Gräfenhainichen. Wo andernorts ein See nach dem anderen die von der Kohle geschundenen Landschaften flutet, sind auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Golpa Nord fünf imposante Großgeräte Dreh- und Angelpunkt einer außergewöhnlichen Vision geworden. Schaufelradbagger, Eimerkettenbagger, Absetzer. Am Bauhaus Dessau erdacht, ist Ferropolis heute Industriedenkmal und Veranstaltungsareal – zum Staunen, Anfassen, Klettern. In ihren 25 Jahren seit der Gründung hat sich "Die Stadt aus Eisen" mit internationalen Festivals wie Melt! und Splash! sowie großen Konzerten von Puhdys bis Metallica einen europaweiten Ruf als einmalige Kulisse für Künstler und Publikum gemacht. Gleichzeitig stehen die imposanten Stahlkolosse für die bewegten Lebensgeschichten der hier tätigen Bergarbeiter. Ferropolis Bildrechte: MDR/Günther & Bigalke

Weitere Informationen

Ferropolis – Stadt aus Eisen
Ferropolisstraße 1
06773 Gräfenhainichen

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr

Eintritt: 6 Euro/ermäßigt 3 Euro


Quedlinburg: UNESCO-Weltkulturerbe besuchen

Verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser, mittelalterliche Plätze: All das zieht Besucherinnen und Besucher nach Quedlinburg. Seit 1994 gehören die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Sandsteinbau der Stiftskirche können bis heute die Königsgräber von Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde besucht werden. Außerdem befindet sich dort die Schatzkammer mit dem Domschatz, der ebenfalls von Heinrich I. begründet wurde.

Fachwerkhäuser in Quedlinburg
Malerische Fachwerkhäuser in Quedlinburg Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Wernigerode: Bürger- und Miniaturenpark

Einer der schönsten Miniaturenparks Deutschlands zeigt mehr als 60 Harzer Sehenswürdigkeiten in einer faszinierenden Miniatur-Landschaft mit Zwerggehölzen, Felsen und Wasserläufen. Zwischen den Modellen schlängeln sich schnaubend die Harzer Schmalspurbahnen zum Brocken empor. Der anschließende Besuch des Bürgerparks mit seinen Themengärten, Spielplätzen und Picknickecken, dem Tiergehege und den wunderschönen Blickachsen auf die Harzer Landschaft, runden den Aufenthalt ab.

Der "Kleine Brocken" im Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode
Der "Kleine Brocken" im Bürger- und Miniaturenpark Wernigerode Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Weitere Informationen

Park und Garten GmbH Wernigerode
Dornbergsweg 27
38855 Wernigerode, Sachsen-Anhalt

Kassenöffnungszeiten:
Mai bis September: Täglich 9 bis 19 Uhr
Oktober: Täglich 9 bis 18 Uhr
Der Bürgerpark kann bis Einbruch der Dunkelheit über die Drehtore verlassen werden. Wetterbedingte Teilschließungen sind möglich.

Eintritt:
Miniaturenpark 2021 (inklusive Bürgerpark)
Tageskarte Erwachsene: 7 Euro
Tageskarte ermäßigt: 5 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder): 17 Euro

Es können Rollstühle oder Bollerwagen ausgeliehen werden.


Hötensleben: am Grenzdenkmal über die Deutsche Teilung informieren

Hötensleben war bis 1989 von einer massiven Grenzsperranlange umgeben. Denn die Gemeinde im Landkreis Börde lag unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Die Anlage ist in Teilen erhalten und bietet heute ein beeindruckendes Zeugnis des DDR-Grenzregimes. Besucherinnen und Besucher können den 350 Meter langen und erhaltenen "Schutzstreifen" aus Mauer, Metallgitterzäunen, Signaldrähten, Minenfeldern und Wachtürmen anschauen. Tafeln informieren beispielsweise über die Funktionsweise von Selbstschussanlagen und die Unmenschlichkeit der Grenzeinrichtung.

Das Grenzdenkmal gehört zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, die etwa 15 Autominuten von Hötensleben entfernt liegt.

Teil einer Grenzanlange mit Stacheldrahtzaun, umgegrabener Erde und Mauer
Teil einer Grenzanlange mit Stacheldrahtzaun Bildrechte: MDR/Julia Heundorf

Weitere Informationen

Grenzdenkmal Hötensleben
Mühlenweg 29
39393 Hötensleben

Das Gelände ist frei zugänglich.
Führungen werden über das ganze Jahr kostenfrei angeboten. Anmeldung erforderlich.


Sangerhausen: die Berg- und Rosenstadt

Die Stadt Sangerhausen im Kreis Mansfeld-Südharz ist vor allem bekannt für den Bergbau und sein Rosarium, in dem es mehr als 8.600 Rosensorten zu bestaunen gibt. Alle sind mit Namensschildern versehen, von "Rose du Roi" bis "James Bond" – eine Art Gen-Datenbank für Rosen. Die Gartenanlage im Rosarium ist mit Skulpturen und Teichen herrlich gestaltet.

Darüber hinaus lädt die mehr als 1.000 Jahre alte Stadt zum Schlendern ein: Fachwerkhäuser, eine mittelalterliche Stadtmauer und der Jakobikirche mit ihrem schiefen Turm zieren das Stadtbild. Das älteste Bauwerk der Stadt, die St.-Ulrich-Kirche, gehört zur Straße der Romanik.

Marktplatz Sangerhausen
Der Marktplatz der mehr als 1.000 Jahre alten Stadt Sangerhausen Bildrechte: MDR/Mandy Schalast-Peitz

Weitere Informationen

Europa-Rosarium
Am Rosengarten 2A
06526 Sangerhausen

Öffnungszeiten:
Juni bis August, täglich 9:30 bis 19 Uhr
September bis Mai: täglich 9:30 bis 17 Uhr

Eintritt:
Juni bis August: 12,50 Euro, Kinder 5 Euro
Mai, September, Oktober: 6 Euro, Kinder 2 Euro

Allstedt: Burg- und Schlossmuseum

Heute sieht es rund im die Anlage beschaulich aus. Dabei hielt der radikalste der Reformatoren, Thomas Müntzer, 1524 in der Hofstube einst seine berühmt-berüchtigte Fürstenpredigt: Die Obrigkeit sollte sich seinen Vorstellungen vom urchristlichen Leben anschließen, andernfalls werde das Volk sie entmachten. Noch vor Luther hielt er die Messe in deutscher Sprache und lockte tausende Bauern und Bergknappen nach Allstedt. Seit 2015 gibt es einen Thomas-Müntzer-Weg in Allstedt, der auf der Burg beginnt.

Deren Geschichte beginnt schon weit früher, als eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches. Ende des 9. Jahrhunderts wurde sie erstmals erwähnt. Nahezu alle deutschen Könige und Kaiser waren von 935 bis 1200 hier zu Gast. So ist die Burg eine Station auf der Straße der Romanik. Friedrich der Weise ließ die Anlage im 15. Jahrhundert zum Renaissance-Schloss umgestalten. Im 17. Jahrhundert wurde es barock. Noch einmal 100 Jahre später hinterließ Goethe seine Spuren, 1779  verfasste er drei Akte seines Dramas "Iphigenie auf Tauris" in Allstedt. Und Filmkulisse war die Burg auch schon, für "Katharina Luther" wurde hier gedreht.

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Burg und Schloss Allstedt Bildrechte: imago images/imagebroker

Weitere Informationen

Burg und Schloss Allstedt
Schloss 8
06542 Allstedt

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
November bis März: Dienstag bis Freitag, 10 bis 16:30 Uhr
Samstag, Sonntag: 13 bis 17 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 6 Euro
Wrmäßigt: 3,50 Euro


Dessau-Wörlitz: UNESCO-Welterbe Gartenreich

Mehr als 250 Jahre ist das Dessau-Wörlitzer Gartenreich alt. Ab 1764 ließ Fürst Leopold III. den Landschaftspark von Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff anlegen. Die Idee war dabei von der Aufklärung beeinflusst: Der Fürst wollte, dass Mensch, Natur und Kunst miteinander in Harmonie verbunden werden. Bauten, Teiche und Brücken können sich sehen lassen: Seit dem Jahr 2000 zählt das Gartenreich Dessau Wörlitz zum UNESCO-Welterbe.

Die Sehnsucht nach Italien und der römischen Antike prägte das Gartenreich und lässt es wie ein begehbares Lexikon von der Antike bis zur Neuzeit erscheinen. Hier kann man spazieren, die Zeit vergessen und staunen.

Blick auf das Schloss im Wörlitzer Park
Blick auf das Schloss im Wörlitzer Park Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Wernigerode: ein märchenhaftes Schloss

Schloss Wernigerode diente bereits verschiedenen Märchenfilmen als Kulisse. Dabei erhielt das Schloss sein märchenhaftes Aussehen erst ausgehenden 19. Jahrhundert. Im zauberhaften Innenhof kann der faszinierende Architektur-Mix bestaunt werden, der bis auf das Mittelalter zurückgeht. Der Weg zum Schloss lädt zum Wandern ein, kann aber auch mit der Bahn abgekürzt werden. Oben angekommen kann der Ausblick genossen werden.

Weitere Informationen

Schloss Wernigerode
Am Schloß 1
38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:
Bis 6. November 2021: Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
7. November bis 21. Dezember 2021: Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr sowie Samstag/ Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 7,00 Euro, Ermäßigt 6 Euro, Kinder 6 bis 14 Jahre 3,50 Euro, Kinder unter 6 Jahren freier Eintritt, Familienkarte 17,50 Euro  


Halle: Lyonel-Feininger-Audiowalk

Mit den Stimmen interessierter Fans von Lyonel Feininger im Ohr, lässt sich in Halle dieser große Künstler der Moderne kennenlernen. Ein Hörspiel, das gemeinsam vom Kunstmuseum Moritzburg und Studierenden der Hochschule Merseburg entwickelt wurde, führt durch die Stationen des Rundgangs – draußen und viel lebendiger als bei einer Museumsführung.

Auf der Suche nach spannenden Motiven für seine eindrucksvollen Malereien war Feininger zwischen 1929 und 1931 in Halle unterwegs und schuf elf beeindruckende Meisterwerke. Auf Informationsstelen an den Stopps des Audiowalks sind Feiningers Gemälde abgebildet. Wer sich genau hier positionierst, kann Feiningers Perspektive nachempfinden, die er in seinen Bildern eingefangen hat und die reale Umgebung direkt mit Feiningers künstlerischer Interpretation abgleichen.

Feininger-Infotafel in Halle
Infotafel zu Lyonel Feininger an der Marktkirche in Halle Bildrechte: MDR/Hanna Romanowsky

Goseck/Pömmelte/Langeneinchstädt: Archäologie & Astronomie

Mehrere Orte in Sachsen-Anhalt geben beeindruckende Einblicke in die Steinzeit. Dazu gehört das Sonnenobservatorium in Goseck. Die jungsteinzeitliche Kreisgrabenanlage ist einer der frühesten archäologischen Belege für Himmelsbeobachtungen. Vor 7.000 Jahren wurden der kreisförmige Graben und die zwei konzentrischen Palisadenringe mit Toren zur Sonnenbeobachtung erbaut. Ähnlich eindrückliche steinzeitliche Anlagen sind u.a. das Ringheiligtum Pömmelte südlich von Magdeburg und das Grab der Dilmengöttin von Langeneichstädt.

Ein mit Rasen bepflanzter Weg ist jeweils rechts und links von hohen Holzzäunen flankiert
Die Konstruktion aus Holzzäunen diente als Gradmesser für die Sonnenbewegung. Bildrechte: MDR/Heike Opitz

Weitere Informationen zum Sonnenobservatorium in Goseck Das Sonnenobservatorium ist ganzjährig frei zugänglich.

Das zugehörige Informationszentrum ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro


Weißenfels: Klangspaziergänge zu Heinrich Schütz

Heinrich Schütz gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des Frühbarock. Mit einer Soundwalk-App kann man seinen Spuren an den Stellen seines Wirkens nachgehen, beispielsweise in Zeitz, aber auch Bad Köstritz (Thüringen) und Dresden (Sachsen). Die meisten Stationen gibt es aber in Weißenfels, wo sich das Heinrich-Schütz-Haus, Wohnhaus und Alterssitz des Komponisten, befindet. Kommt man an eine Hörstation, wie etwa das Wohnhaus, startet automatisch eine Audiodatei: Mal berichtet ein Erzähler aus dem Leben von Schütz, mal hört man seine Musik. Die App "Swalk Heinrich Schütz" gibt es für Android- und iOS-Smartphones.

Über eine Applikation in einem Smartphone und Kopfhören hören sich zwei Besucher „Klangspaziergänge“ des Projektes "Swalk Heinrich Schütz“ vor dem Heinrich Schütz Haus in Weißenfels an.
Besucher beim Klangspaziergang "Swalk Heinrich Schütz“ vor dem Heinrich Schütz Haus in Weißenfels Bildrechte: dpa

Diesdorf: Freilichtmuseum in der Altmark

In Diesdorf in der Altmark wurde schon vor über 100 Jahren das volkskundliche Museum Diesdorf angelegt, um den Alltag der Bauern zu zeigen. Damit gehört es zu den ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. In historischen Bauernhäusern, Ställen, Scheunen und Gärten wird das Landleben zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert erlebbar.

Wer noch mehr Geschichte erkunden mag, kann im Ort romanische Architektur bestaunen, wie die Klosterkirche St. Maria und Crucis. Außerdem gibt es einen Wanderweg rund um den Ort, an dem man Überreste von Gräbern aus der Steinzeit entdecken kann.

Mehr Informationen:

Freilichtmuseum Diesdorf
Molmker Straße 23,
29413 Diesdorf

Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 10 bis 17 Uhr
montags geschlossen

Eintritt:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Kinder haben freien Eintritt

Freilichtmuseum Diesdorf - Backhaus und Speicher im Herbst
Das Backhaus und der Speicher im Freilichtmuseum Diesdorf. Bildrechte: MDR KULTUR

Halle: Urbane Kunst in der Freiraumgalerie

Die außergewöhnliche Graffiti-Kunst an den Häuserwänden in Halles Stadtviertel Freiimfelde bringt Farbe zwischen den grauen Stadt-Beton. In der Nähe des Hauptbahnhofs kann man hier an der frischen Luft viele großformatige Kunstwerke bewundern. Und auch im Stadtviertel Halle-Neustadt bekommen immer mehr Plattenbauten durch Graffiti einen modernen, hippen Touch. So große Leinwände hat man selten gesehen!

Kunst an der Hauswand - Ein Mann schmiegt sich an eine Roboterfrau.
Kunst an einer Hauswand in Halle Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ilsenburg: Harzer Heinrich-Heine-Weg zum Brocken

1824 soll der Dichter und Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856) diesen Weg hinauf zum Brocken gewandert sein. Seine Erlebnisse verarbeitete er in der bekannten Reisebeschreibung "Harzreise". Der 26 Kilometer lange Rundwanderweg führt durch urwüchsige Buchenwälder des Ilsetals, vorbei an den Ilsefällen und am Heinrich-Heine-Denkmal bis hoch zum Brockenplateau.

Blick in das Ilsetal mit den Ilsefällen.
Blick ins Ilsetal mit den Ilsefällen Bildrechte: dpa

Mehr Informationen

Route des Wanderwegs: von Ilsenburg bis zum Brockengipfel und zurück
Länge: ca. 26 km
Dauer: Je drei bis vier Stunden für Auf- und Abstieg einplanen


Altmark/Börde: die Moorlandschaft Drömling entdecken

2021 soll der große Moment kommen, die Anerkennung des Naturparks als Biosphärenreservat durch die UNESCO. Im 18. Jahrhundert wurde die Senke auf Anweisung von Friedrich dem Großen entwässert, weil es wegen des geringen Gefälles zu den Flüssen Aller und Ohre immer wieder zu Überschwemmungen kam. Die Menschen der Umgebung hoben mehrere Gräben aus, die das Wasser auch in Weser und Elbe ableiteten. Dadurch entstand vor allem für Otter ein großes Jagdrevier. Mehrere Radwege führen durch den Drömling und laden dazu ein, diese in Deutschland einzigartige Landschaft kennen zu lernen.

Wasser fließt durch eine Wiesenlandschaft
Das Moor Drömling ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Bildrechte: MDR/Andreas Müller

Ausflugsziele in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

Kultur in Zeiten von Corona

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 29. September 2019 | 08:59 Uhr

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