Märchenhafte Drehorte Ausflug im Winter: Die schönsten Märchenfilm-Drehorte – Burgen, Schlösser, Türme

"Rotkäppchen", "Schneewittchen", "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Hänsel und Gretel" und "Rapunzel": In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden zahlreiche Märchenfilme gedreht. Wo sonst gibt es so verwunschene Schlösser wie die Moritzburg, mächtige Burgen wie in Falkenstein und märchenhafte Wälder wie rund um Tambach-Dietharz? MDR KULTUR stellt Ihnen die Original-Drehorte von Märchenfilmen vor, die ideale Winter-Reiseziele für die ganze Familie sind.

Schnee liegt auf den Bäumen im Moritzburger Schlosspark. Im Hintergrund ist das Schloss zu sehen.
Schloss Moritzburg scheint wie geschaffen als Filmkulisse. Bildrechte: dpa

SACHSEN


"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973): Schloss Moritzburg

Das Schloss Moritzburg in Sachsen ist die märchenhafte Kulisse des Kultfilms "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Der Filmklassiker mit Libuše Šafránková in der Hauptrolle wurde 1973 unter anderem in dem nach Herzog Moritz benanntem Barockschloss nahe Dresden gedreht. Fans können auf der ganzjährig geöffneten Parkanlage auf den Spuren der Prinzessin wandeln und dort ein besonderes Denkmal der Bau- und Gartenkunst entdecken.

Aschenbrödels Schuh als Metallskulptur auf der Treppe am Schloss Moritzburg.
Mit diesem Schuh auf der Schlosstreppe wird an die Aschenbrödel-Verfilmung auf Schloss Moritzburg erinnert. Bildrechte: Sebastian Rose

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Schloss Moritzburg
Schloßallee, 01468 Moritzburg

Öffnungszeiten:
Schloss Moritzburg ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet
Der Schlosspark ist von April bis September täglich von 6 bis 22 Uhr und von Oktober bis März täglich von 6 bis 19 Uhr geöffnet.

Extra-Tipp: Das Schlösserland Sachsen bietet Smartphone-Audioguides zur Geschichte des Schlosses an.

Mit dem Bus 477 erreicht man Schloss Moritzburg von Dresden-Neustadt su Richtung Radeburg. Ebenso mit der Busline M von Meißen nach Moritzburg. In der Nähe des Schlosses gibt es für Individualreisen mehrere gebührenpflichtige Parkplätze.


"Das kalte Herz" (2016): Felsenlabyrinth Langenhennersdorf

Das Glasmännchen aus der Neuverfilmung des Märchens "Das kalte Herz" lebt nicht etwa im Schwarzwald, sondern im Elbsandsteingebirge. Das Märchen von Wilhelm Hauff wurde 2016 mit Schauspielern wie Milan Peschel und Frederick Lau im Felsenlabyrinth Langenhennersdorf gedreht. Mitten im sächsisch-böhmischen Wald lässt sich zwischen Nikolsdorfer Wänden und Bernhardstein nicht nur eine schöne Aussicht genießen, sondern auch mit Kindern ein kleines Naturabenteuer erleben.

Eine Frau im weißen Kleid und ein Mann im Anzug stehen auf einem kleinen Felsen.
Während die DEFA-Verfilmung von "Das kalte Herz" in den Filmstudios Babelsberg gedreht wurde, bot das Elbsandsteingebirge die Kulisse für die Neuverfilmung im Jahr 2016. Bildrechte: MDR/SWR/Schmidtz Katze Filmkollektiv

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Felsenlabyrinth Langenhennersdorf
Harald-Schurz-Weg, 01816 Langenhennersdorf

Öffnungszeiten:
Die Anlage ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet.

Die Tour durchs Felsenlabyrinth ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Die Anfahrt erfolgt von Pirna oder Königstein. Der Parkplatz vor Ort ist kostenlos.


"Der Zauberlehrling" (2017): Görlitz, Kromlauer Park und Fürst-Pückler-Park

Der Märchenfilm "Der Zauberlehrling" ist inspiriert von der gleichnamigen Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, in der bei einem unerfahrenen Zauber-Azubi so ziemlich alles schiefgeht. Gedreht wurde der Film in der für Filmkulissen schon häufig genutzten Görlitzer Altstadt. So befindet sich die Apotheke am Untermarkt, der Zaubermeister sitzt im Alten Rathaus und im Kulturhistorischen Museum ist die Geheime Bibliothek.

Zudem wird der Kromlauer Park zum magischen Reich und das Neue Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau dient natürlich als Märchenschloss der Königin. Schauspieler Felix von Manteuffel ist in dem Film als Altmeister Zacharias zu sehen, Christoph Bach als Zaubermeister Ambrosius und Sandra Borgmann als Königin Anna. Die jugendlichen Hauptfiguren werden gespielt von Max Schimmelpfennig und Pauline Renevier.

Schloss Muskau, umgeben von Wasser  im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau
Schloss Muskau im Fürst-Pückler-Park ist von Wasser umgeben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Die Görlitzer Altstadt ist für alle frei zugänglich. Die Geschäfte, das Rathaus sowie das Kulturhistorische Museum haben ihre individuellen Öffnungszeiten.

Der Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau sowie der Muskauer Park sind ebenfalls ganzjährig frei zugänglich.

Öffnungszeiten:
Das Schloss ist vom 1. April bis 31. Oktober 2023, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


SACHSEN-ANHALT


"Die Gänseprinzessin" (2022): Schloss Wernigerode

Hoch oben auf dem Berg thront in Wernigerode das Schloss und genau so stellt man sich ein verwunschenes Märchenschloss vor. Seine heutige prunkvolle Gestalt bekam es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, jedoch gab es hier schon im Mittelalter eine Burg. Natürlich wird das Schloss gern als Märchenfilmkulisse genutzt. Aktuell entsteht hier für die beliebte Märchenserie "Sechse auf einen Streich" der Film "Die Gänseprinzessin" nach Motiven des Märchens "Die Gänsehirtin am Brunnen" der Brüder Grimm. Erzählt wird von einem Land in schwierigen Zeiten und von der Kraft des Lachens, es geht um Widerstand, Trauer sowie den Austausch zwischen Generationen und das Heranwachsen. Der Film wird im Weihnachtsprogramm 2022 im Ersten zu sehen sein.

Luftaufnahme des Schlosses Wernigerode im Nebel
Wie in einem Traum erscheint das Märchenschloss Wernigerode, wenn es halb vom Nebel verborgen ist. Bildrechte: Andy Jahr

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Schloss Wernigerode
Am Schloss 1, 38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:

7. November bis 23. Dezember:
Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

25. Dezember bis 8. Januar 2023:
täglich von 10 bis 18 Uhr

9. Januar bis 2. April 2023:
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Die Stadt ist per Eisenbahn erreichbar. Mit dem Auto gelangt man über die Bundesstraßen 6 und 244 dorthin. Rund um Wernigerode gibt es viele Ausflugsziele und Wanderwege. Der Brocken ist nur 12 Kilometer entfernt.


"Der Teufel vom Mühlenberg" (1955): Harz um Wernigerode

Bereits 1955 erschien der DEFA-Märchenfilm "Der Teufel vom Mühlenberg". Darin geht es um Sagen aus dem Harz, der auch als Drehort fungierte. Weit über vier Millionen Menschen sahen den Film damals in den Kinos und reisten auf diese Weise in die Gegend um Wernigerode. So ist die Steinerne Renne westlich von Hasserode zu sehen, eine lange Schlucht, in der die Holtemme in einem steinernen Flussbett fließt, wodurch der Ort seinen Namensursprung als steinerne Rinne erwarb.

Kleiner Wasserfall in einem Nebenarm der Holtemme Hotel Steinerne Renne
Die Steinerne Renne war Kulisse für den Märchenfilm "Der Teufel vom Mühlenberg". Bildrechte: imago images / Kai Horstmann

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Schloss Wernigerode
Am Schloss 1, 38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:

7. November bis 23. Dezember:
Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr

25. Dezember bis 8. Januar 2023:
täglich von 10 bis 18 Uhr

9. Januar bis 2. April 2023:
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Die Stadt ist per Eisenbahn erreichbar. Mit dem Auto gelangt man über die Bundesstraßen 6 und 244 dorthin. Rund um Wernigerode gibt es viele Ausflugsziele und Wanderwege. Der Brocken ist nur 12 Kilometer entfernt.


"Schneeweißchen und Rosenrot" (1979): Harz mit Traunstein, Quedlinburg, Schloss Wernigerode und Burg Falkenstein

Der Harz mit seinen verwunschenen Waldwelten und märchenhaften Schlössern ist der ideale Drehort für Märchenfilme. Auch der DEFA-Film "Schneeweißchen und Rosenrot" hat dieses Potential genutzt und eine filmische Harzrundreise unternommen. Es wurde in den Tälern bei Trautenstein gedreht, in Quedlinburg vor dem Klopstockhaus und am unteren Schlossberg. Für das Königsschloss dienten Schloss Wernigerode und Burg Falkenstein als Kulisse.

Die stimmungsvollen Aufnahmen brachten dem Film im Lexikon des internationalen Films die Erwähnung "schöne Naturaufnahmen über dem Mittelmaß" ein. Und es gibt noch einen Grund, den Film zu sehen: Hauptdarsteller Pavel Trávníček wird vielen bekannt vorkommen – er hat in dem Märchenfilm-Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den Prinzen gespielt.

Schneeweißchen und Rosenrot, zwei Frauen mit Zöpfen in Kostümen mit weißer Haube
Märchenfilm aua dem Harz: Harz Katrin Martin als Rosenrot (l.) und Julie Jurištová (r.) als Schneeweißchen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Klopstockhaus und Unterer Schlossberg
Schlossberg 12, 06484 Quedlinburg

Öffnungszeiten:
Das Klopstockhaus ist ganzjährig Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Quedlinburg ist per Bahn mit dem Abellio, dem Harz-Berlin-Express oder der Selketalbahn zu erreichen. Auch mit dem Bus kommt man in die Stadt. Mit dem Auto erreicht man Quedlinburg über die Nordharz-Autobahn A36 aus Richtung Osten mit Anschluss an die A14 aus den Richtungen Magdeburg (Nord) und Halle/Leipzig (Süd).

Schloss Wernigerode
Am Schloss 1, 38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:
Schloss Wernigerode ist vom 4. April bis 6. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Stadt Wernigerode ist per Eisenbahn erreichbar. Mit dem Auto gelangt man über die Bundesstraßen 6 und 244 dorthin. Rund um Wernigerode gibt es zahllose Ausflugsziele und Möglichkeiten, im Wald zu wandern. Der Brocken ist nur 12 km entfernt.

Burg Falkenstein Pansfelde
Burg Falkenstein 1, 06543 Falkenstein (Harz)

Öffnungszeiten:
Burg Falkenstein ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Burg ist mitten im Naturschutzgebiet und durch einen zauberhaften Wanderweg zu erreichen. Knapp 2 Kilometer von der Burg entfernt befindet sich ein Parkplatz, von dem aus die beschilderte Wanderroute begangen werden kann. Auch per Zug und Bus kommt man in die Nähe des Wanderweges. Zur Burg werden Kremserfahrten angeboten.


"Schneewittchen" (2009): Baumannshöhle und Kloster Ilsenburg

"Schneewittchen" ist einer der bekanntesten Märchenklassiker der Gebrüder Grimm und wurde schon vielfach verfilmt. 2009 entstand eine neue Auflage, die sich eng an die Vorlage hält. Dabei wurden viele Drehorte in Sachsen-Anhalt wie die Baumannshöhle in Rübeland im Landkreis Harz und Kloster Ilsenburg gewählt. Aber auch in Sachsen wurde gedreht, etwa in der Burg Kriebstein bei Waldheim. Hauptdarstellerin Laura Berlin ist eigentlich Model und hier in ihrer ersten Filmrolle zu sehen. Jaecki Schwarz spielt den König, Sonja Kirchberger die Königin und böse Stiefmutter. Jörg Schüttauf ist als Narr zu sehen.

Zwei Schauspielerinnen in mittelalterlichen Kleidern und ein Schauspieler mit Krone im Königskostüm.
Märchen auf Burg Kriebstein: Sonja Kirchberger, Laura Berlin und Jackie Schwarz (vlnr.) während der Dreharbeiten zu "Schneewittchen". Bildrechte: imago/suedraumfoto

Weitere Informationen

Baumannshöhle
38889 Rübeland

Öffnungszeiten:
14. November bis Februar 2023:
täglich von 9:30 bis 15:30 Uhr geöffnet, Besichtigung sind jedoch ausschließlich mit Führung möglich.

Der nächstgelegene Zug-Bahnhof befindet sich in Wernigerode. Von dort aus erreicht man die Baumannshöhle mit dem regionalen Busverkehr, Bushaltestelle "Rübeland Tropfsteinhöhlen". Für die Anreise mit dem Auto gibt es zwei offizielle Parkplätze in 38889 Rübeland, in der Mühlental 11 und in der Blankenburger Straße 35.

Kloster Ilsenburg
Schloßstraße 26, 38871 Ilsenburg

Öffnungszeiten:
Kloster Ilsenburg ist von Mai bis Oktober täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr und von November bis April täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Die Stadt Ilsenburg ist mit der Bahn erreichbar. Die Anfahrt mit dem Auto aus Richtung Halle erfpögt über die A 14 bis Kreuz Bernburg, dann A 36 Richtung Braunschweig und Ausfahrt Ilsenburg.

Burg Kriebstein
Kriebsteiner Straße 7, 09648 Kriebstein

Öffnungszeiten:
Burg Kriebstein ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und Samstag/Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Burg Kriebstein liegt auf der Wanderroute des sächsischen Lutherwegs. Sie ist per Zug erreichbar mit Ausstieg Waldheim und Weiterreise von dort per Bus. In der Nähe der Burg befinden sich Parkmöglichkeiten.


THÜRINGEN


"Rotkäppchen" (2005): Freilichtmuseum Hohenfelden, Sächsische Schweiz

Die ZDF-Verfilmung basiert auf dem gleichnamigen Grimmschen Märchen, einem der bekanntesten Klassiker der Märchenliteratur. Hier gelangt die Hauptfigur per Zeitreise ins Märchenland und trifft dort auf andere berühmte Märchenfiguren wie Froschkönig und Schneewittchen. Drehort war unter anderem das Freilichtmuseum Hohenfelden, wo seit 1979 ländliche Bauwerke nach und nach errichtet werden. Mittlerweile sind es etwa 30 Gebäude. Sie stammen aus verschiedenen Epochen von 1604 bis 1911.

In dem Freilichtmuseum finden sich eine Dorfschmiede, ein Gemeinde-Hirtenhaus, ein Dorfbrauhaus, ein Tagelöhnerhaus sowie eindrucksvolle Bauernhöfe. Am Originalstandort belassen, ist der ehemalige Pfarrhof des Dorfes Hohenfelden, in dem sich jetzt die Dorfschule befindet. Da auch die landwirtschaftliche Umgebung in das Projekt einbezogen ist und verschiedene Arbeitsutensilien und Tiere dazu gehören, vermittelt das Freilichtmuseum auch ohne Dreharbeiten ein Zeitreiseerlebnis. Neben Hohenfelden wurde "Rotkäppchen" auch in der Sächsischen Schweiz gedreht.

Ein alter Bauernhof mit Fachwerkhäusern und einem kleinen Turm
Das Freilichtmuseum Hohenfelden wirkt wie eine Märchenkulisse. Bildrechte: MDR / Heike Neuhaus

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Freilichtmuseum Hohenfelden
Am Eichenberg 1, 99448 Hohenfelden

Öffnungszeiten:
Das Freilichtmuseum ist vom 2. April bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Per Bus erreicht man Hohenfelden mit er Linie 155 von Erfurt aus, von April bis Oktober an den Wochenenden auch als Radwanderbus. Mit der Bahn und danach dem Fahrrad ist eine Tour über die Strecke Weimar-Kranichfeld möglich, Radtransport ist vorgesehen. Von Kranichfeld bis Hohenfelden fährt man dann nochmal etwas sechs Kilometer. Mit dem Auto erreicht man Hohenfelden über die A4, bei Ausfahrt Erfurt-Ost/Zentrum in Richtung Kranichfeld sowie über die A71, Ausfahrt Arnstadt-Süd. Parkplätze gibt es am Eichenberg, am Ortseingang Hohenfelden sowie vor dem Pfarrhof im Dorf.

Sächsische Schweiz:
Einer der Ausgangspunkte für den Besuch der Sächsischen Schweiz ist Bad Schandau, von dort lässt sich die Gegend durchwandern. Sportler nutzen aber auch gerne die Möglichkeiten, die zahlreichen eindrucksvollen Berge zu ersteigen. Der wohl schönste Reiseweg zur Sächsischen Schweiz ist per Dampfschiff auf der Elbe. Startpunkt ist hier unter anderem Dresden. Auch die Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn, einer nostalgischen Straßenbahn, ist ein Erlebnis. Per Bahn geht es mit der Nationalparkbahn Sächsisch-Böhmische Schweiz in die Gegend, auch das Regional- und Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn bietet zahlreiche Reisemöglichkeiten. Mit dem Auto erreicht man die Sächsische Schweiz über die Autobahnen A17 oder A4. Es empfiehlt sich, am Autobahndreieck Dresden-West von der A4 auf die A17 zu wechseln und dann ab Abfahrt Pirna weiter auf der B172 Richtung Bad Schandau zu fahren.


"Hänsel und Gretel" (2006): rund um den Thüringer Wald

In diesem Film werden die armen Geschwister Hänsel und Gretel im Thüringer Wald ausgesetzt und treffen dort auf die böse, kannibalistische Hexe – die sie zum Glück töten können, bevor sie ihnen etwas zu Leibe tut. Regisseurin Anne Wild hat sich eng an die Vorlage des Grimm'schen Märchens gehalten, die eigentlich für Kinder ungeeignet sein müsste – und auch diese sehenswerte Verfilmung ist für die Kleinsten weniger geeignet.

Gedreht wurde "Hänsel und Gretel" an zahlreichen Orten in Thüringen rund um den Thüringer Wald, so in Elgersburg, Friedrichroda, Georgenthal, Manebach, Mühlberg, Schnepfenthal und Tambach-Dietharz. Ortsansässige können während des Films also ein familiäres Städteraten machen und Nichtthüringer bekommen einen Einblick in die märchenhafte Schönheit des Bundeslandes.

Ein kleines Fachwerkgebäude auf Steinmauern
Der Hexenturm in Georgenthal war Teil der Filmkulisse für "Hänsel und Gretel". Bildrechte: MDR/Ruth Breer

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Der Thüringer Wald ist immer eine Reise wert. Verbinden Sie erholsame Waldspaziergänge mit Städtereisen nach Friedrichroda, Georgenthal, Gotha, Manebach, Mühlberg, Elgersburg, Schnepfenthal und Tambach-Dietharz.


"Die goldene Gans" (2013): Schloss Burgk, Tambach-Dietharz, Kloster Veßra

Auch dieser Film nutzt die märchenhafte Vielfalt Thüringens. Gedreht wurde "Die goldene Gans" auf Schloss Burgk, in Tambach-Dietharz und im Hennebergischen Museum in Kloster Veßra, das eigentlich ein Freilichtmuseum ist, in dem die Landwirtschaftstechnik vergangener Tage gezeigt wird. Auch die Bauten aus der Klosterzeit und verschiedene Fachwerkhäuser können hier erkundet werden. Die Waldaufnahmen für den Film fanden in den Wäldern um die Stadt Tambach-Dietharz statt.

Das Königsschloss ist Schloss Burgk an der Saale, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, als wirklich noch Königinnen und Kaiser, Burgfräulein und Ritter die Welt beherrschten. In dem Film über die Aufheiterung einer melancholischen Prinzessin mittels einer aneinander festklebenden Menschenschlange spielen unter anderem Ingo Naujoks, Ulrike Krumbiegel, Jella Haase, Marc Bischoff und Jeremy Mockridge mit.

Das Prunkzimmer, ein Sofa, ein Sessel und ein Tisch, rundum prachtvoll verzierte Wände
Im Prunkzimmer im Schloss Burgk an der Saale wurde der Märchenfilm "Die goldene Gans" verfilmt. Bildrechte: imago/Steve Bauerschmidt

Weitere Informationen

Hennebergisches Museum
Anger 35, 98660 Kloster Veßra

Öffnungszeiten:
Das Museum ist von Mai bis September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet und von Oktober bis April Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Der Werratal-Radwanderweg führt direkt am Museum vorbei. Auch mit Bahn oder Bus ist Kloster Veßra zu erreichen. Mit dem Auto gelangt man über die A 71 (Anschlussstelle Meiningen Süd aus Richtung Schweinfurt), über die B 89 oder über die A 73 (Anschlussstelle Schleusingen aus Richtung Coburg bzw. Suhl/Erfurt) nach Kloster Veßra. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe zur Klosteranlage.

Schloss Burgk, 07907 Burgk/Saale

Schloss Burgk ist von Dienstag bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Mit dem Bus erreicht man Schloss Burgk mit der Linie B 611. Von der A9 fährt man mit dem Auto an der Anschlussstelle Schleiz ab in Richtung Saalburg und folgt Sie der Ausschilderung Richtung Burgk. Geparkt wird am besten dem Parkplatz am Ortseingang, denn die gesamte Ortslage ist für den Verkehr gesperrt. Von dort sind es nur noch etwa 500 m Fußweg zum Schloss. Von der B2 kommend folgt man in Schleiz der Ausschilderung Richtung Saalburg/Lobenstein, an der Autobahnabfahrt Schleiz geht es weiter auf die L 1095 bis zum Abzweig Burgk, dann über die K 555/558 in die Ortslage Burgk.

99897 Tambach-Dietharz

Die Landstadt Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha liegt an verschiedenen Wanderwegen, die zur Entdeckung des Waldes einladen.


"Rapunzel oder der Zauber der Tränen" (1988): Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen u.a.

Der Dreh dieses Films fand in allen drei mitteldeutschen Bundesländern statt: auf Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen wurden die Hofszenen gefilmt, in einer Felsenschlucht am Brocken in Sachsen-Anhalt wurde es naturnah und in der evangelischen Kirche im sächsischen Mildenau ist die Hochzeitsszene gedreht worden. Der Rapunzelturm wurde allerdings nicht in Mitteldeutschland sondern in Brandenburg errichtet. Da das Grimmsche Märchen eigentlich sehr bekannt ist, erstaunt es, dass dieser DEFA-Märchenfilm aus dem Jahr 1988 die erste filmische Umsetzung des Stoffes ist. Und man sorgte unbewusst für Nachhaltigkeit, der lange, blonde Zopf von Rapunzel wurde bei einer weiteren Verfilmung 2009 nochmal genutzt.

Schloss Reinhardsbrunn
Dieser Turm von Schloss Reinhardsbrunn wurde nicht für die Dreharbeiten genutzt, stattdessen ein Turm in Brandenburg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Weitere Informationen

Schloss Reinhardsbrunn
Reinhardsbrunn, 99894 Friedrichroda

Öffnungszeiten:
Das Schloss kann nicht von Innen besichtigt werden, jedoch steht der Schlosspark für einen Besuch zur Verfügung. Parkführungen gibt es vom 15. April bis 30. Oktober, immer Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr.

Die Gothaer Thüringerwaldbahn verkehrt direkt am Gelände des Schlosses vorbei.

Für den Aufstieg zum Brocken stehen verschiedene Wanderwege zur Verfügung. Beliebt ist dabei der Ausgangspunkt Schierke. Sportler können den Weg auch mit dem Fahrrad erkämpfen. Romantisch ist auch die Fahrt mit der dampflokbetriebenen Brockenbahn, die sich schnaufend den Berg emporkämpft, was aber kein billiges Unterfangen ist, gerade wenn mehrere Personen fahren wollen.

Evangelische Kirche
Mildenau Dorfstraße 78, 09456 Mildenau

Die Gemeinde lässt sich per Bahn oder Auto besuchen.

Mehr Ausflugsziele

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 25. November 2021 | 16:10 Uhr

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