Ausflugstipp Mehr als Rosen: Darum lohnt es sich, Sangerhausen zu besuchen

Besucherinnen und Besucher zieht meist die größte Rosensammlung der Welt nach Sangerhausen. Aber darüber hinaus hat die Stadt in Mansfeld Südharz kulturell einiges zu bieten: Ein Original-Mammutskelett beispielsweise sowie den einzigen Ort, wo man die Welt unter Tage im Mansfelder und Sangerhäuser Bergbaurevier noch besuchen kann. Fünf Gründe für einen Besuch in Sangerhausen

Rosen
Sangerhausen ist vor allem für seine Rosenpracht bekannt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Größte Rosensammlung

Sangerhausen ist Rosenstadt: Sie besitzt die größte Rosensammlung der Welt. Zu sehen ist sie im Europa Rosarium. Mehr als 8700 Rosenarten und Rosensorten sind auf einer Fläche von 13 Hektar angepflanzt. Die nächste große Blüte wird Ende August erwartet. Zwischen den vielen Rosen sind bis zum 7. August außerdem noch Skulpturen zu entdecken. 24 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Arbeiten aus Speckstein, Metall, Glas oder Sandstein.

Weitere Informationen Am Rosengarten 2a
06526 Sangerhausen

Öffnungszeiten:
Im Mai täglich von 9.30 bis 17 Uhr
Von Juni bis August täglich von 9.30 bis 19 Uhr
Von September bis Oktober täglich von 9.30 bis 17 Uhr

Skulptur
Aktuell sind mehrere Skulpturen im Sangerhausener Rosarium zu ausgestellt Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mammut aus der Eiszeit

Ein beeindruckendes Skelett eines Steppenmammuts ist im Regionalmuseum von Sangerhausen, dem Spengler-Museum, zu sehen. Ausgegraben wurde es in den 1930er-Jahren in einer Kiesgrube wenige Kilometer südlich von Sangerhausen vom Heimatforscher Gustav Adolf Spengler – nach dem das Museum auch benannt ist. Während in vielen Museen nur Abgüsse der Knochen zu sehen sind, kann man in Sangerhausen ein Original-Skelett bestaunen.

Tier-Skelett
Neben dem originalen Mammutskelett gibt es im Spengler-Museum noch mehr zu entdecken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Außerdem kann man in dem Mehrsparten-Museum viel über die Geschichte des Ortes lernen, von der Urgeschichte bis heute. Dem aus Sangerhausen stammende Theaterregisseur, Schriftsteller, Maler und Fotograf Einar Schleef ist ein weiterer Teil des Museums gewidmet.

Weitere Informationen Bahnhofstr. 33
06526 Sangerhausen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr

Die romanische Ulrichskirche in Sangerhausen

Eine Station der Straße der Romanik ist auch in Sangerhausen zu finden: Die Ulrichskirche. Die Straße verbindet die Dome, Burgen, Klöster und Kirchen, die in der Zeit vom 10. bis Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden sind.

Bauwerk
Die Ulrichskirche in Sangerhausen ist eine Station auf der Straße der Romantik Bildrechte: Schütze Rodemann

Mit ihrem Entstehungszeitraum, der auf 1116 bis 1123 geschätzt wird, ist die dreischiffige romanische Kirche in Sangerhausen ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Den Kirchengrundriss macht so besonders, dass sich am östlichen Ende der Kirche fünf gewölbte Chornischen, sogenannte Apsiden, befinden. 

Weitere Informationen Riestedter Str. 24
06526 Sangerhausen

Öffnungszeiten
von Mai bis Oktober täglich von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
von November bis April täglich von 10 bis 16 Uhr nach telefonischer Voranmeldung

Historischer Flair im Sangerhausener Stadtkern

Kleine Straßen winden sich durch den historischen Altstadtkern von Sangerhausen, der mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Viele Baustile sind hier zu bewundern: Barockhäuser stehen neben klassizistischen Bauten, aber auch Fachwerkhäuser verschiedener Stile und an das Bauhaus angelehnte Häuser kann man entdecken.

Ein Sandstein-Wasserbassin auf dem Kornmarkt ist in der Stadt ebenso zu sehen wie Überreste der alten Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert, oder auch historische Gebäude, wie Rathaus, Altes und Neues Schloss. Ein besonderes Highlight: Die Jakobikirche auf dem Marktplatz mit leicht schiefem Turm, vergoldeter Monduhr am östlichen Zifferblatt des Turms und Hildebrandtorgel.

Platz in einer Stadt
Architektonisch gleich Sangerhausen einer Wundertüte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In die Bergbauwelt eintauchen

Wer nach Sangerhausen fährt, dem fällt auch sofort ein Berg auf: Die Abraumhalde des ehemaligen Kupfer-Bergwerks, die 150 Meter in die Höhe ragt. Denn: Sangerhausen und der Bergbau sind eng miteinander verbunden. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier Kupfer abgebaut.

Mann
Museumsleiter Thomas Wäsche für durch den Röhrigschacht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In die Bergbauwelt eintauchen kann man im Röhrigschacht in Wettelrode, im Erlebniszentrum Bergbau, der nur wenige Kilometer von der Innenstadt entfernt ist. Das der Besuch beginnt mit einer Seilfahrt in knapp 300 Meter in die Tiefe. Unten geht es dann auf Bahnschienen weiter. Danach gelangt man in ein Abbaufeld, wo man die unfassbare enge unter Tage nachvollziehen kann - ein Kennzeichen des Kupferbergbaus. Der Röhrigschacht ist der einzige Ort, an denen man heutzutage noch die Welt unter Tage im Mansfelder oder im Sangerhäuser Bergbaurevier besuchen kann.

Weitere Informationen Lehde 17
06526 Sangerhausen
OT Wettelrode

Öffnungszeiten
Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 26. Juli 2021 | 07:10 Uhr

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