Porträt St. Johannis-Kirche Plauen/Vogtland

St. Johannis-Kirche Plauen
Bildrechte: Holger Treutmann

Die St. Johanniskirche zählt zu den ältesten Kirchen des Vogtlandes. Sie ist eine gotische Hallenkirche, die in der üblichen Ausrichtung mit dem Altarraum nach Osten errichtet wurde. Die Weiheurkunde des Naumburger Bischofs Dietrich aus dem Jahre 1122 bezeugt, dass sie Maria, der Mutter Jesu, und dem Täufer Johannis gewidmet ist. Graf Adalbert von Everstein hatte unweit seiner Burg (das heutige Malzhaus) diese erste Kirche gestiftet. Ein Stadtbrand im Jahre 1548 fügte der Johanniskirche schwere Schäden zu. Das Kirchenschiff musste daraufhin neu errichtet werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurden der Südturm und der Dachstuhl beschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte von 1951 bis 1959, eine umfassende Außen- und Innenerneuerung in den Jahren 1991-2002. Die Kirche war im Jahr 1989 Kraftquelle und Ausgangpunkt für Demonstrationen, in deren Folge es zur friedlichen Revolution und zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten kam.