Ausflugsziele Interessante Museen in Dessau, Halle, Magdeburg und anderen Orten in Sachsen-Anhalt

In Dessau den Geist des Bauhaus erkunden, in Eisleben auf den Spuren Martin Luthers wandeln oder in Halle erstklassige Gemälde von Wassily Kandinsky, Franz Marc oder Lionel Feininger anschauen – wie wäre es mit einem Ausflug ins Museum? Wir empfehlen spannende Ausstellungen in Sachsen-Anhalt, die man mit einer Stadtbesichtigung oder einer Wanderung kombinieren kann.

Das Gebäude des Arche-Nebra-Museums. Ein langgezogenes goldenes Dach mit einem relativ schmalen Fensterfront an der Spitze
Ausgefallene Präsentationen, liebevolle Sammlungen und wertvolle Kunstschätze: In Sachsen-Anhalts Museen gibt es viel zu entdecken, u.a. hier, in der Arche Nebra Bildrechte: IMAGO / imagebroker
Eventuell gültige Corona-Besuchsregeln entnehmen Sie bitte der jeweiligen Webseite des Museum.

Bad Kösen: Romanisches Haus

Eigentlich wollte die am 17. September 1883 unter dem bürgerlichen Namen Katharina Simon geborene Käthe Kruse Schauspielerin werden. Im Alter von 17 Jahren erhielt sie ein Engagement am Berliner Lessingtheater. Doch das Zusammentreffen mit ihrem Ehemann Max Kruse änderte ihre Pläne: Da der Bildhauer nicht bereit war, für die gemeinsamen Kinder Puppen zu kaufen, begann Käthe Kruse 1905 mit der eigenen Herstellung von Spielpuppen.

Mit der Ausstellung "Spielzeug aus eigener Hand" 1910 in Berlin wurden ihre Puppen über Nacht berühmt. Als zwei Jahre später eines der vier Kinder erkrankt, führt der Weg Kruse in die Kurstadt Bad Kösen. Hier baute sie ihre erste Puppenwerkstatt auf, in der sie mehr als 15 verschiedene Puppentypen fertigte, von kleinen Puppenstubenfiguren bis zu beweglichen Schaufensterfiguren. Heute erinnert eine Dauerausstellung im Romanischen Haus an die wohl bedeutendste Bürgerin der Kurstadt, die insgesamt 38 Jahre ihes Lebens hier verbrachte.

Das Romanische Haus in Bad Kösen
Das Romanische Haus in Bad Kösen Bildrechte: imago/Köhn

Informationen zum Museum Romanisches Haus
Am Kunstgestänge, 06628 Bad Kösen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Das Museum zeigt außerdem Ausstellungen zur Geschichte Bad Kösens, zum Kloster Pforta sowie zur Salinetechnik.

Das Romanische Haus gilt als ältester Profanbau Mitteldeutschlands und war einst Bestandteil eines Wirtschaftshofes (Grangie) des Zisterzienserklosters Pforta. Es stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und darf somit für sich beanspruchen, der älteste erhaltene Steinbau einer klösterlichen Außenwirtschaft in Sachsen-Anhalt zu sein.

Blankenburg: Kloster Michaelstein

Das ehemalige Zisterzienserkloster Michaelstein ist ein Ort kultureller Vielfalt um Natur, Klostergeschichte und Musik an der Straße der Romanik. In den Klosterräumen lassen sich Geschichte und Alltagsleben der weißen Mönche von Michaelstein nachvollziehen. Auf dem Gelände lässt sich die Zeit angenehm vertreiben: In der Sonne im Kräutergarten spazieren gehen oder im kühlen Kreuzgang und abends ein Konzert in der Musikscheune genießen.

Musik hat im Kloster eine lange Tradition, beginnend mit den Gesängen der Mönche. Besucher können mit einer interaktiven Musikausstellung das Geheimnis der Musik ergründen. Eine Attraktion ist die die Musikmaschine des Salomon de Caus von 1616

Informationen zum Museum Kloster Michaelstein
Michaelstein 3 | Michaelstein 15
38889 Blankenburg (Harz)
T: +49 3944 9030-0
kloster-michaelstein@kulturstiftung-st.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, 11:00-16:00 Uhr

Havelberg: Prignitz-Museum

Das Prignitz-Museum Havelberg ist ein feines, kleines Museum, das sich der regionalen Geschichte widmet. Es befindet sich in der ehemaligen Klostersälen neben dem ebenfalls sehenswerten Havelberger Dom. Alle Bauten stammen aus dem Mittelalter und beeindrucken durch ihre traditionelle Backstein-Bauweise.

Vorgestellt wird die Siedlungsgeschichte der Region, von den Jägern und Sammlern über Germanen, Slawen, Sachsen und Juden bis zur modernen Zeit. Wichtige Epochen sind durch die christliche und jüdische Kultur und Geschichte geprägt. Auch verheerende Kriege, die Pest und Pogrome werden betrachtet.

Die Bauherren des Havelberger Domes gehörten zum Prämonstratenser-Orden, der im Jahr 2021 sein 900-jähriges Jubiläum feierte. Ihr Wirken wird hier umfassend dokumentiert. Unterschiedliche Sonderausstellungen ergänzen das Museumsprogramm, zuletzt "Küchenleben" über die Historie der Orte der Speisezubereitung und bis zum 1. Mai die Schau "Zwischen Krieg und Frieden".

Luftbild vom Dom zu Havelberg und der Klosteranlage, die Gebäude wirken wuchtig und stabil und haben spitz zulaufende Dächer mit Ziegeln
Der Dom zu Havelberg mit der zugehörigen Klosteranlage Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Informationen zum Museum Prignitz-Museum am Dom Havelberg
Domplatz 3, 39539 Havelberg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

Rollstuhlfahrer, Gäste mit Gehbehinderungen sowie mit Kinderwagen können am Westflügel den Aufzug zum Prignitz-Museum nutzen. Der separate Eingang ist vom Domplatz aus erreichbar.

Dessau: Bauhaus Museum und Meisterhäuser

Dessau-Roßlau, die drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts, lockt Touristen mit weltberühmter Architektur: Das Dessauer Bauhaus gilt als Ikone der Moderne und seine Stätten gehören seit 1996 zum Unesco-Welterbe. Die Kunst-, Design- und Architekturschule wurde 1926 nach den Plänen des Gründers und Architekten Walter Gropius errichtet und ist nach wie vor ein lebendiger Ort, an dem auch gelehrt wird.

Viele Ausstellungsstücke aus der zweitgrößten Bauhaus-Sammlung der Welt sind seit September 2019 im neuen Bauhaus-Museum zu sehen: Rund 1.000 bedeutende Bauhaus-Exponate lassen sich dort auf 1.500 Quadratmetern entdecken. Die Ausstellung folgt hierbei keiner chronologischen Aufteilung, die Objekte finden in einem scheinbar schwebenden Riegel Platz. Der Charakter des Bauhauses als Schule, Lehrgemeinschaft und Versuchsstätte soll so gezeigt werden.

Sehr sehenswert sind auch die Meisterhäuser von Walter Gropius, die in einem kleinen Kiefernwäldchen an der nahe gelegenen Ebertallee stehen. Das Ensemble besteht aus drei Doppelhäusern und einem Einzelhaus, die für die Bauhausmeister und den Direktor errichtet wurden. In den 20er-Jahren waren die Meisterhäuser eine richtige Künstlerkolonie. Für Besucher sind sie heute komplett zugänglich und vermitteln einen Eindruck vom damaligen Wohnen. László Moholy-Nagy und Walter Gropius richteten ihre Häuser zum Beispiel komplett mit Möbeln von Marcel Breuer ein. Zu den prominenten Mietern gehörten auch Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee, die hier mit ihren Familien lebten und die Meisterhäuser im eigenen Stil einrichteten.

Informationen zu den Museen und Häusern Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
täglich 10 bis 17 Uhr

Bauhaus Museum
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Meisterhäuser
Ebertallee 59–7
06846 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
November bis März: täglich 11 bis 17 Uhr,
April bis Oktober: täglich 10 bis 17 Uhr

Aufgrund von Sanierungsarbeiten können eine Hälfte des Hauses Kandinsky, Klee sowie Teile des Bauhausgebäudes derzeit leider nicht besichtigt werden.

Halberstadt: Gleimhaus

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803). Es beherbergt den Nachlass Gleims mit seinen drei "B": Bilder, Bücher und Briefe.

Gleim, ein Genie der Freundschaft, war mit vielen der bedeutendsten Schriftsteller seiner Zeit befreundet und versammelte sie in Bildnissen an seinen Wänden. So trug er die größte Porträtgalerie großer Geister des 18. Jahrhunderts zusammen, seinen sogenannten „Freundschaftstempel“. Lessing, Klopstock, Herder, Jean Paul, Anna Louisa Karsch, Elisa von der Recke und viele andere blicken den Besucher an. Die Atmosphäre dieser Räume ist einzigartig. Daneben baute Gleim eine umfangreiche Bibliothek und eine bedeutende Handschriftensammlung auf.

Das Gleimhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Halberstädter Dom, Domplatz und Liebfrauenkirche. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, wo es Einiges zu entdecken gibt, z. B. das Berend-Lehmann-Museum für Jüdische Geschichte und Kultur.

Das Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt
Das Literaturmuseum Gleimhaus in Halberstadt Bildrechte: dpa

Informationen zum Museum Gleimhaus – Museum der deutschen Aufklärung
Domplatz 31
38820 Halberstadt

Öffnungszeiten:
Di – So und feiertags
10:00 – 16:00 Uhr (November - April)
10:00 – 17:00 Uhr (Mai - Oktober)

Eisleben: Martin Luthers Sterbehaus

Eisleben ist eine durch und durch von Martin Luther geprägte Stadt. Hier wurde der große Reformator geboren und hier ist er gestorben. Am Andreaskirchplatz im historischen Stadtkern steht ein Haus, das man lange Zeit für das Sterbehaus Luthers hielt. Neuere Forschungen widerlegten das zwar, doch das so genannte Sterbehaus blieb eine Luther-Gedenkstätte und wurde ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Die Ausstellung "Luthers letzter Weg" erzählt von Luthers letzter Reise nach Eisleben, um den Streit der Mansfelder Grafen zu schlichten. Sie dokumentiert Luthers Tage vor Ort und zeigt seine Bedeutung als Seelsorger. Der Rundgang führt Besucher schließlich in die "Sterberäume", die eindrucksvoll historisch ausgestattet wurden. Ein Nachbau von Luthers Bett wurde mit dem originalen Bahrtuch bedeckt, das 1546 auf seinem Sarg lag.

Wer im Anschluss weiter auf den Spuren Luthers wandeln möchte, der hat in Eisleben viele Möglichkeiten. Luthers Geburtshaus mit einer Ausstellung über seine Herkunft und die St. Petri-Pauli-Kirche, in der er getauft wurde, beispielsweise. Sie liegen nah beieinander und können bei einem Spaziergang durch die Stadt erkundet werden.

Nachbau von Luthers Schlafzimmer mit seinem Bett, vor dem lange Vorhänge seitlich gerafft sind. Daneben steht ein sehr alter Stuhl
In Luthers vermeintlichem Sterbehaus in Eisleben wurde das Schlafzimmer des Reformators mit seinem Bett nachgebaut. Bildrechte: imago/epd

Informationen zum Museum Luthers Sterbehaus
Andreaskirchplatz 7, 06295 Lutherstadt Eisleben

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Montag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr,
November bis März: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Hötensleben: Grenzdenkmal

Die Gemeinde Hötensleben liegt im Landkreis Börde, an der Grenze zu Niedersachsen. Unmittelbar vor dem Ort verlief bis 1989 die innerdeutsche Grenze. Somit war Hötensleben mit einer massiven Grenzsperranlange versehen. Diese ist heute in Teilen erhalten: Das Grenzdenkmal Hötensleben ist ein beeindruckendes Zeugnis der DDR-Grenzbefestigung und wurde nur auf Initiative eines Bürgervereins in diesem Umfang bewahrt.

Besucher können den 350 Meter langen erhaltenen "Schutzstreifen" aus Mauern, Metallgitterzäunen, Signaldrähten, Minenfeldern und Wachtürmen anschauen. Das Gelände ist frei zugänglich. Auf Infotafeln kann man sich beispielsweise über die Funktionsweise von Selbstschussanlagen informieren - die Unmenschlichkeit der Grenzeinrichtung wird dem Besucher hier unmittelbar vor Augen geführt.

Das Grenzdenkmal gehört zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, die etwa 15 Autominuten von Hötensleben entfernt liegt. Wer mehr erfahren möchte, kann hier eine Ausstellung zur Geschichte der Grenzübergangsstelle Marienborn besuchen.

Ehemalige Grenzanlagen aus Stacheldraht und ein Wachturm
Stacheldraht und Wachturm: In Hötensleben ist die ehemalige Grenzanlage der DDR als Denkmal erhalten. Bildrechte: dpa

Informationen zum Museum Grenzdenkmal Hötensleben
39393 Hötensleben

Das Grenzdenkmal ist ganzjährig begehbar. Kostenlose Führungen können über die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn angemeldet werden.

Halle: Kunstmuseum Moritzburg

Die spätgotische Moritzburg in Halle überdauerte Jahrhunderte. Zum Teil als Ruine, zum Teil erhalten, baute man hier in den 20er-Jahren eine moderne Kunstsammlung auf, die in die erste Liga der deutschen Museen aufrückte. Im Jahr 2008 schließlich wurden moderne Museumsräume in die alten Mauern integriert, und so verwandelte sich die Moritzburg in ein Kunstmuseum mit 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Sie beherbergt sechs Sammlungen mit Gemälden, Plastiken, Fotografien und mehr – Werke von Wassily Kandinsky, Gustav Klimt, Max Beckmann oder Otto Dix sind hier zu sehen, das Werk des Mode-Designers und Fotografen Karl Lagerfeld nach einer großen Retrospektive in einer 360-Grad-Präsentation übrigens nun digital.

Die Dauerausstellung zeigt in drei Bereichen Kunst von 1900 bis 1918 mit dem Schwerpunkt Expressionismus, Kunst von 1919 bis 1933 mit dem Schwerpunkt Neue Sachlichkeit und Abstraktion sowie Kunst von 1933 bis 1945. Neben Werken, die während der Zeit des Nationalsozialismus als "entartet" deklariert wurden, zeigt das Museum ganz bewusst auch Werke, die den Nationalsozialisten als "anerkannte Vertreter der Staatskunst" galten, wie zum Beispiel das Bild "Abendfriede" von Emil Nolde. 2017/18 wurde im Haus die Sammlungspräsentation "Wege der Moderne. Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert" eingerichtet, die zur sachlichen Auseinandersetzung mit der Kunst in der DDR beitragen soll. Zuletzt war hier die große Willi Sitte-Retrospektive zu sehen.

Familien mit Kindern wird der Zugang zur Kunst mit Workshops und altersgemäßen Führungen erleichtert. Nach dem Besuch lädt das Moritzkunstcafé mit Freisitz im Innenhof zum Verweilen ein. Oder man steuert eines der zahlreichen Cafés in Halles Innenstadt an – die Kleine Ulrichstraße mit vielen Lokalen liegt nicht weit entfernt.

Ein altes Burggemäuer mit einzelnen modernen Wänden aus Beton. Darin befinden sich aufgestellte Wände, an denen die Ausstellungsbilder hängen
Ein Blick in die Ausstellung "Wege der Moderne. Kunst in Deutschland 1900–1945" im Kunstmuseum Moritzburg. Bildrechte: Marcus-Andreas Mohr

Informationen zum Museum Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Mittwoch geschlossen

Halle: Beatles-Museum

Was Halle an der Saale mit der Liverpooler Band "The Beatles" zu tun hat? Allerhand! Denn mitten in Halle, nahe dem Marktplatz, befindet sich das Beatles-Museum – die weltweit älteste und umfangreichste öffentliche Einrichtung zu den Beatles. Ursprünglich befand sich das Museum in Köln. Als mehr Platz benötigt wurde, suchte man deutschlandweit nach einem Standort und fand in einem halleschen Barockhaus ein neues Zuhause. Heute entführt die liebevoll zusammengestellte Sammlung Besucher ins England der 60er-Jahre.

Die Ausstellung dokumentiert die Bandgeschichte von der Gründung 1960 bis zur Auflösung 1970 sowie die Solopfade, auf denen die Bandmitglieder darüber hinaus wandelten. Zu sehen sind Fotos, Artikel und Poster aus BRAVO-Zeitschriften sowie jede Menge skurrile Fanartikel. Dazu gibt es Musik: Schon im Foyer ertönen Beatles-Songs und an Musikstationen kann man die Beatles-Hits hören. Im "Rockband-Raum" können Besucher die Songs mit einem Konsolenspiel selbst spielen.

Das Beatles-Museum ist ein sehr entspannter Ort, es gibt auch ein kleines Café mit Terrasse. Einen kurzen Spaziergang entfernt befindet sich die Innenstadt mit Hallmarkt und Marktkirche.

Ein nachgestaltetes Zimmer im Beatles Museum Halle, mit Postern an der Wand, einer Standpuppe mit langem T-shirt, auf dem die Beatles-Köpfe zu sehen sind. Auf einem Tisch ein sehr alter Röhrenfernseher
Das Beatles-Museum lässt die Euphorie um die britische Band – die "Beatlemania" – wieder aufleben. Bildrechte: Beatles Museum Halle (Saale)

Informationen zum Museum Beatles-Museum
Alter Markt 12, 06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr,
Montag geschlossen

Halle: Meckelsche Sammlungen

In einem Backsteingebäude in der Großen Steinstraße in Halle befindet sich das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Uni Halle. Hier kann man eine der umfangreichsten anatomischen Sammlungen in Deutschland sehen.

Johann Friedrich Meckel (der Jüngere) war Anfang des 19. Jahrhunderts Professor für Anatomie und Physiologie in Halle. Er stammte aus einer Ärztefamilie und baute die Meckelsche Sammlung zu Spitzenzeiten auf mehr als 12.000 Präparate aus. Heute sind noch etwa 8.000 Präparate im Anatomie-Institut zu sehen. Für Außenstehende ein wahres Gruselkabinett: Vitrinen mit Organen, Knochen und Schädeln dienen zur Lehre der menschlichen Anatomie. Spannend sind auch die "vergleichend-anatomischen" Exponate, also Skelette von Fischen, Amphibien, Reptilien und Säugetieren sowie tierische Feuchtpräparate.

Weil die Sammlung wissenschaftlich genutzt wird, kann sie nur im Rahmen einer Führung besucht werden, für die man sich vorher anmelden muss. Im Anschluss an den Besuch kann man noch durch das nahe gelegene Paulusviertel schlendern. Die Wohnhäuser im Historismus- und Jugendstil sind rund um die Pauluskirche mit einem kleinen Park angeordnet.

Informationen zum Museum Meckelsche Sammlungen
Große Steinstraße 52, 06108 Halle (Saale)

Besuch nur mit Führung (Mindestalter 16 Jahre), Infos und Voranmeldung auf der Website des Instituts.

Köthen: Schloss und Museen

Das Schloss Köthen hat seine Bekanntheit vor allem dem Komponisten Johann Sebastian Bach zu verdanken, der hier von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister gewirkt hat. Musikinstrumente, Notendrucke, zeitgenössische Porträts und Stiche in der Bachgedenkstätte im Kellergeschoss des Schlosses gewähren einen Einblick in das Leben des Komponisten am Musenhof Köthen.

Doch nicht nur für Bach-Fans lohnt sich ein Besuch: Die Gedenkstätte ist Teil des Historischen Museums im Ludwigsbau des Schlosses, das mit Schlosskapelle, Spiegelsaal und Apothekengewölbe auch architektonisch interessant ist. Zu sehen ist dort außerdem eine Ausstellung zu Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und der von ihm mitbegründeten ersten großen deutschen Sprach- und Gelehrtenakademie: Die Fruchtbringende Gesellschaft.

Im Ferdinandsbau befindet sich Naumann-Museum. Herausragend ist die seit dem frühen 19. Jahrhundert nahezu unverändert erhaltene Vogelsammlung, die rund 1.300 Präparate umfasst und in 113 originalen Vitrinen untergebracht ist.

 Prinzessinnenhaus in Köthen am Schlossplatz mit Marstall im Stadtzentrum von Köthen.
Prinzessinnenhaus in Köthen am Schlossplatz mit Marstall im Stadtzentrum von Köthen Bildrechte: imago/Rainer Weisflog

Informationen zum Museum Köthen Kultur und Marketing GmbH
Schlossplatz 5
D-06366 Köthen (Anhalt)

Öffnungszeiten:
Di. bis So. 10 bis 17 Uhr

Telefon: +49 (0) 3496 700 99 260
Telefax: +49 (0) 3496 700 99 29
E-mail: info@schlosskoethen.de

Lutherstadt Wittenberg: Melanchthonhaus

Das im Stil der Renaissance erbaute Melanchthonhaus ist ein architektonisches Kleinod und gilt als eines der schönsten Bürgerhäuser der Lutherstadt Wittenberg. Seit 1996 steht es auf der Liste der UNESCO Welterbestätten. Die Dauerausstellung zeigt Handschriften, Drucke, Gemälde und Büsten, die von der Bedeutung Melanchthons für die Reformation und für die Entwicklung des Protestantismus erzählen. Unter den Exponaten befinden sich bisher unveröffentlichte Gehaltsquittungen und Stadtgeschichten sowie ein überlebensgroßes, aufwendig restauriertes Portrait Melanchthons.

Die Ausstellung beinhaltet Elemente, die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt wurden. So erhalten die Kinder einen gusseisernen Schlüssel, der ihnen Zugang zu Truhen, Schränken und versteckten Spielen gewährt. Melanchthons zehnjährige Tochter Magdalena führt die Kinder visuell und auditiv durch die Reformationsgeschichte und durch den Alltag der Familie Melanchthon.

Melanchthonhaus von 1536, Wohnhaus von Philipp Melanchthon,und recht der Museumsneubau von 2013 in der Lutherstadt Wittenberg
Melanchthonhaus von 1536: Das Wohnhaus von Philipp Melanchthon und rechts der Museumsneubau von 2013 in der Lutherstadt Wittenberg Bildrechte: imago images / imagebroker

Informationen zum Museum Melanchthonhaus
Collegienstraße 60
06886 Lutherstadt Wittenberg
Telefon: 03491 4203171

Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober
Mo – So, 10:00–18:00 Uhr

1. November bis 31. März
Di – So, 10:00–17:00 Uhr

Magdeburg: Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Das älteste erhaltene Bauwerk Magdeburgs ist das romanische Kloster "Unser Lieben Frauen" zwischen Altstadtkern und Elbe. Einmalig ist, dass sich in diesen beeindruckenden Räumen aus dem 12. Jahrhundert ein Kunstmuseum befindet. Die Sammlung umfasst vor allem deutsche und internationale Kunst der Gegenwart, die in den drei Gewölben des Nordflügels ausgestellt wird.

Das Kloster Unser Lieben Frauen in der Magdeburger Altstadt. Rechts das Kirchenschiff mit einem quadratischen Turm, flnakiert von zwei runden Türmen. Links daneben ein von alten Gemäuern umbauter Klosterhof.
Das Kloster Unser Lieben Frauen in der Magdeburger Altstadt beeindruckt auch heute noch Bildrechte: imago images/epd

Alle Formen der bildenden Kunst, Malerei und Grafik, aber auch Installation, Fotografie und Video, finden sich in der Ausstellung, die mit eben dieser Vielfalt begeistert. Neben zeitgenössischer Kunst sind Skulpturen der klassischen Antike, mittelalterliche Holzskulpturen und Bildhauerkunst des 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts ausgestellt. Besucher können das Museum multimedial erkunden. Die Guides sind neben den üblichen Audios auch mit Bildern, Videos und einem eigens für Kinder zusammengestellten Rundgang ausgestattet.

Vor den Türen des Museums geht es weiter: Im Skulpturenpark sind mehr als 60 Werke zu sehen. Vor allem die Spiegelinstallation "Transreflex" der Künstlergruppe "realtities:united" sollte man sich anschauen – die Berliner Brüder Tim und Jan Edler haben sich mit digitaler Fassadenkunst einen Namen gemacht. Im Anschluss lädt das Klostercafé zum Verweilen ein.

Informationen zum Museum Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6, 39104 Magdeburg

Dienstag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr
Sonnabend und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen

Nebra: Arche Nebra

Die Arche Nebra steht golden glänzend auf einem freien Feld im Unstruttal, nahe den Orten Nebra und Wangen. Sie ist der berühmten Himmelsscheibe von Nebra gewidmet.

Als man die Scheibe aus der Bronzezeit 1999 fand, war das eine archäologische Sensation. Über 3.600 Jahre alt, ist sie die älteste bekannte Darstellung des Kosmos weltweit. Zwar liegt das Original inzwischen im Landesmuseum für Frühgeschichte in Halle, doch das Besucherzentrum Arche Nebra widmet sich allen Fragen rund um den Fund auf ungewöhnliche, sehr spannende Art. Es ist eine modern konzipierte Ausstellung mit Comics, Filmen und einer virtuellen Figur: In die Vitrinen projiziert, führt der "Hausgeist" charmant durch die Arche Nebra. Im Obergeschoss befindet sich das Planetarium: In einer 20-minütigen Show erfahren Besucher mehr über das erstaunlich komplexe, astronomische Wissen der Bronzezeit.

Die Arche Nebra bietet sich besonders für einen Familienausflug an, Kinder finden hier ein Kasperletheater zur Fundgeschichte und eine Spielecke. Im Anschluss kann man im Restaurant einkehren – von der Sonnenterasse aus hat man einen tollen Blick ins Grüne. Wer möchte, unternimmt eine 3,5 Kilometer lange Wanderung zum genauen Fundort der Himmelsscheibe auf dem Mittelberg. Dort steht ein spektakulärer Aussichtsturm, von dem man das Kyffhäusergebirge sehen kann.

Informationen zum Museum Arche Nebra
An der Steinklöbe 16, 06642 Nebra

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: täglich 10 - 18 Uhr
November bis Februar: Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertage, 10 - 17 Uhr

Randau: Steinzeitdorf

Dass sich eine Fahrradtour sehr gut mit einem Museumsbesuch verbinden lässt, zeigt sich im kleinen Randau zwischen Magdeburg und Schönebeck. Direkt am Elberadweg liegt ein Freilichtmuseum: das zwei Hektar große Steinzeitdorf Randau.

Besucher werden hier bis zu 7.500 Jahre zurück in die beginnende Jungsteinzeit, das Neolithikum, entführt. Grundlage für das Dorf bildete ein Fund in der Magdeburger Börde, der aus dieser Zeit stammt. Das so genannte bandkeramische Haus wurde nach heutigem Wissen rekonstruiert. Nach und nach entstand ein ganzes Dorf mit steinzeitlich eingerichteten Häusern, die mit nachgebildeten Werkzeugen und Waffen ausgestattet sind. So bekommt man einen Eindruck, wie die ersten Menschen lebten, die hier sesshaft wurden, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht: Besucher können selbst lernen, Jagdwaffen herzustellen, Wolle zu Spinnen oder Feuer zu machen.

Mit dem Elberadweg und dem Erlebnispfad Elbaue gibt es viele Möglichkeiten, den Besuch des Steinzeitdorfs mit einer Wanderung oder einem Radausflug zu verbinden – mit Auenwäldern und Wiesen, den Elbdörfern und zahlreichen Rastmöglichkeiten.

Informationen zum Museum Steinzeitdorf Randau
Müllerbreite 40, 39114 Magdeburg

Öffnungszeiten:
Nur von Mai bis Oktober
Montag bis Freitag, 9:30 bis 16 Uhr

Sangerhausen: Europa-Rosarium

Das Europa-Rosarium in der traditionsreichen Bergbaustadt Sangerhausen wurde 1903 von Rosenzüchtern gegründet. Im Laufe der Zeit hat sich das Gelände zu einem riesigen botanischen Garten entwickelt: 8700 Rosenarten und Rosensorten sind hier zu finden, rund 80.000 Rosenstöcke sind es insgesamt. Das Rosarium ist auch ein Wissenschaftspark über die Geschichte der Rose. Wegen der ausgestellten Kunst im Gelände kann man den Park auch als Freiluft-Galerie bezeichnen. Viele gastronomische Angebote runden den Ausflug in das Europa-Rosarium ab.

Informationen zum Europa-Rosarium Am Rosengarten 2a
06526 Sangerhausen
Tel.: 0346458980
E-Mail: organisation@sangerhausen-tourist.de

Öffnungszeiten:
Haupteingang (Am Rosengarten 2a):
Mai: täglich 09:30 – 17:00 Uhr
Juni – August: täglich 09:30 – 19:00 Uhr
September und Oktober: täglich 09:30 – 17:00 Uhr
November - April (Eintritt frei!): täglich 10:00 - 16:00 Uhr

Stadteingang (Beyernaumburger Straße):
Mai: täglich 11:00 – 16:00 Uhr
Juni – August: täglich 10:00 – 17:00 Uhr
September und Oktober: täglich 11:00 – 16:00 Uhr
November - April (Eintritt frei!):
Mo-So 10:00 - 16:00 Uhr

Stendal: Winckelmann-Museum

Einer der bedeutendsten Söhne Stendals ist der 1717 geborene Archäologe und Begründer der modernen Kunstwissenschaft Johann Joachim Winckelmann. Seinem Leben und Wirken widmet sich die Winckelmann-Gesellschaft und das dazugehörige Museum, das 1955 an der Stelle seines Geburtshauses, der heutigen Winckelmannstraße 36, eröffnet wurde.

Der dramaturgische Ausgangspunkt der Dauerausstellung ist übrigens der grausame Mord Johann Joachim Winckelmanns 1768 in Triest. In einem weiteren Ausstellungsbereich mit dem Titel "8.000 Jahre Kunst – das Mäzenaten-Museum" werden Werke und Künstlernachlässe gezeigt, die von Mitgliedern der Winckelmann-Gesellschaft gestiftet wurden. Wechselnde Sonderausstellungen widmen sich unterschiedlichen Aspekten der Kulturgeschichte.

Vor den Türen des Museums laden der Skulpturenhof und der Winckelmann-Park zum Verweilen an der frischen Luft ein. Neben dem größten begehbaren Trojanischen Pferd der Welt bietet der Park außerdem ein Hörtheater, eine Spielstraße und ein Labyrinth.

Ein Holzpferd
Das begehbare Trojanische Pferd im Winckelmann-Park Bildrechte: Heiko Janowski

Informationen zum Museum Winckelmann-Gesellschaft e.V.
mit Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38
D-39576 Stendal
Telefon: (03931) 21 52 26
info@winckelmann-gesellschaft.com

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10:00-17:00 Uhr

Freyburg: Weinmuseum auf Schloss Neuenburg

Schloss Neuenburg liegt oberhalb der Winzerstadt Freyburg, inmitten der malerischen Saale-Unstrut-Region, dem nördlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands. Die Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel und hat mehrere Auststellungen zu bieten, wobei das Weinmuseum besonders sehenswert ist.

Die ständige Ausstellung "Zwischen Fest und Alltag – Weinkultur in der Mitte Deutschlands" dokumentiert mehr als tausend Jahre Weinanbau in der Region. Im besonderen Ambiente des Galeriegewölbes kann man Exponate wie historische Weingeräte der Winzer und Kellermeister sowie Trink- und Schenkgefäße sehen. Besucher können auch in die Tiefen des Weinkellers hinabsteigen und eine Sammlung von historischen Weinkeltern, Fässern und Weinbergsgerätschaften entdecken.

Es wäre wohl kein echtes Weinmuseum, wenn man nicht auch probieren dürfte: In der Schänke des Museums kann man klassische und Raritätenweine verkosten. Auf dem Schloss gibt es darüber hinaus eine Wirtschaft und eine Brennerei. Vom Zwinger der Burganlage hat man eine großartige Aussicht auf die Weinberge und das Unstruttal.

Ausstellungsobjekte des Weinmuseums auf Schloss Neuenburg in einem Keller mit einer Rundbogendecke
Das Weinmuseum befindet sich im Erdgeschoss des Galerieflügels auf Schloss Neuenburg. Bildrechte: Thomas Tempel

Informationen zum Museum Museum Schloss Neuenburg
Schloss 1, 06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag 10 bis 13:30 Uhr, 14:30 - 18 Uhr

Quedlinburg: Lyonel-Feininger-Galerie

Quedlinburg, nördlich des Harzes, hat mit seinem Schlossberg und der Stiftskirche ein beeindruckendes Wahrzeichen über der Stadt. Am Fuße dieses Berges befindet sich die Lyonel-Feininger-Galerie. Hier kann man den umfangreichsten und umfassendsten Bildbestand des deutsch-amerikanischen Malers außerhalb der USA sehen.

Lyonel Feininger (1871–1956) lebte überwiegend in Deutschland, bis sein Werk von den Nazis als "entartet" diffamiert wurde und er in die USA zurückkehrte. Einen Teil seiner Arbeiten übergab er vor seiner Ausreise an einen Quedlinburger Kunstsammler, der sie in seiner Heimatstadt versteckte. Neben dem einzigartigen Feininger-Bestand kann man im Museum Werke von Künstlern der Klassischen Moderne sehen, Emil Nolde, Erich Heckel und Ernst-Ludwig Kirchner zum Beispiel. Eine Rarität stellen die Grafiken "Friedericus Rex" von Lovis Corinth dar. Er war einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Seine Lithographien zu Preußens König Friedrich II. sind fast vollständig verbrannt, in Quedlinburg kann man einige Exemplare sehen.

Wer die Stadt noch nicht kennt, sollte etwas mehr Zeit einplanen und die romanische Stiftskirche St. Servatius besichtigen sowie Quedlinburgs wunderschöne Altstadt mit ihren Kirchen und Fachwerkhäusern erkunden.

Informationen zum Museum Lyonel-Feininger-Galerie
Museum für grafische Künste
Schlossberg 11, 06484 Quedlinburg

Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch bis Sonntag, 10–12 Uhr, 13–15 Uhr, 16–18 Uhr
Dienstag geschlossen

Weißenfels: Heinrich-Schütz-Haus

Heinrich Schütz (1585-1672) gilt als "Vater der modernen Musik" und erster deutscher Komponist von europäischem Rang. Das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels ist das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten. In seiner "Komponierstube" unter dem Dach arbeitete Schütz an seinen Spätwerken.

Das um 1552 erbaute Renaissancegebäude wurde von 2010 bis 2012 aufwendig saniert. Die neu eröffnete Dauerausstellung stellt das Leben und Wirken des Komponisten am authentischen Ort seines Schaffens vor mit Klangbeispielen und Filmen. Auf so genannten "Schütz-Sofas" können Besucher dem betagten Komponisten persönlich begegnen: In fiktiven Hörspielen erinnert sich Heinrich Schütz an wichtige Stationen seines Lebens. Besucher können sich an einem Chorsatz von Schütz probieren und ein Architekturpfad macht auf wertvolle bauliche Details und Funde im Haus aufmerksam.

das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels, Sachsen-Anhalt
Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels Bildrechte: imago images/imagebroker

Informationen zum Museum Heinrich-Schütz-Haus
Nikolaistraße 13
D-06667 Weißenfels

Tel: + 49 (0) 3443 - 30 28 35

Di-So, 10:00-17:00 Uhr

Zeitz: Museum Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg in Zeitz
Schloss Moritzburg in Zeitz Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Das barocke Schlossensemble der Moritzburg Zeitz besteht aus dem dreiflügeligen Hauptgebäude im hinteren Schlosshof, sowie der gotischen Schlosskirche St. Peter und Paul, dem barocken Torhaus und den Nebengebäuden, die sich um den vorderen Schlosshof gruppieren. Die Anlage ist von Wehranlagen und einem Wallgraben umgeben.
Im Schloss sind mehrere Sammlungen sowie wechselnde Sonderausstellungen zu besichtigen. Dazu gehört das Deutsche Kinderwagenmuseum mit einer europaweit einmaligen Sammlung von ca. 1.000 Kinder-, Puppen- und Sportwagen. Die Ausstellung gibt Einblicke über 100 Jahre Industriegeschichte.

Kinderwagen
Kinderwagen aus der Ausstellung Bildrechte: imago/Köhn

Außerdem zu sehen sind barocke Residenzkultur in Zeitz, Mobiliar und Kunsthandwerk von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert sowie Werke von Künstlern aus der Region.

Das Museum ist umgeben von einem zwölf Hektar großen Schlosspark. Der Garten wurde 2004 mit der ersten Landesgartenschau Sachsen-Anhalt neu gestaltet. Neben mehreren Themen- und Lustgärten gibt es auch historische Bauten wie die Orangerie und das klassizistische Badehaus.

Informationen zum Museum Schloss Moritzburg
Schlossstraße 6
06712 Zeitz

Tel.: (03441) 212546

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 16:00 Uhr

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturtipps | 27. Juli 2018 | 09:45 Uhr

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