Sachsen-Anhalt entdecken Ausflugsziele: Ausstellungen unter anderem in Magdeburg, Halle und Halberstadt

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle stellt medienkritische Bildteppiche im Großformat aus, das Gleim-Haus Halberstadt beleuchtet die spektakuläre Biografie der ersten beruflichen Dichterin Anna Louisa Karsch aus dem 18. Jahrhundert, und das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Dessau zeigt Fotos, die die Kraft des Wassers einfangen. Weitere Empfehlungen für sehenswerte Ausstellungen in Sachsen-Anhalt finden Sie in unserer Übersicht.

Der Whistleblower Julian Assange umgeben von einer Gruppe von Lego-Männchen auf dem schwarzweißen Wandteppich der Künstlerin Margret Eicher
Medienkritik im Großformat - im Kunstmuseum Moritzburg in Halle sind derzeit Bildteppiche der Künstlerin Margret Eicher zu sehen. Bildrechte: Foto: Punctum/Bertram Kober © VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Halberstadt: Gleimhaus feiert Poetin Anna Louisa Karsch mit Ausstellung

Das Gleimhaus Halberstadt feiert mit einer Ausstellung eine der interessantesten Dichterinnen des 18. Jahrhunderts: Anna Louisa Karsch. Die Zeitgenössin von Goethe, Lessing und Gleim gilt als die erste Schriftstellerin, die von ihren Gedichten leben konnte. Anlässlich ihres 300. Geburtstages beleuchtet das Gleimhaus ihr literarisches Werk und ihre spektakuläre Biografie: In einfachen Verhältnissen geboren, lernte die Hirtin nur durch Zufall Lesen und Schreiben.

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"Plötzlich Poetin!? Leben und Werk. Ausstellung zum 300. Geburtstag der Dichterin Anna Louisa Karsch"
2. Dezember 2022 bis 30. April 2023

Gleimhaus Halberstadt
Museum der deutschen Aufklärung
Domplatz 31, 38820 Halberstadt

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr

Magdeburg: Der Struwwelpeter zwischen Faszination und Kinderschreck

Wie "Der Struwwelpeter" entstanden ist, wie er zu einem Klassiker wurde und was er mit der DDR und Darth Vader zu tun hat, das kann man jetzt in der Ausstellung "Der Struwwelpeter - Zwischen Faszination und Kinderschreck" im Kulturhistorischen Museum Magdeburg nachvollziehen. Zu sehen gibt es historische Ausgaben, die der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann 1844 für seinen Sohn geschrieben hat, und die sich dann in Windeseile in alle Welt verbreiteten. Außerdem zeigt das Museum verschiedenste Übersetzungen, aber auch Adaptionen in abgewandelter Form – von Star Wars bis Manga. Der vielfältige Blick auf witzige Karikaturen, auf Filme, Figuren aus dem Puppentheater oder einen Spieletisch gibt nicht nur Denkanstöße und weckt Erinnerungen, sondern macht einfach auch Spaß.

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Der Struwwelpeter – Zwischen Faszination und Kinderschreck

Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke Straße 68-73, 39104 Magdeburg

28. Oktober 2022 bis 29. Januar 2023

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Salzwedel: Historische Landschaftsfotografien aus der Altmark

Moore, mäandernde Bäche, vor Kraft strotzende Gutsparks – wie die Landschaften der Altmark einmal ausgesehen haben, hat der Salzwedeler Unternehmer und Fotograf Albert Wande vor über hundert Jahren festgehalten. Er hinterließ mehr als 2.500 Zeitdokumente und Glas-Negative, die es sogar bis in die Dresdner Kunstsammlungen geschafft haben. Auf seinen Arbeiten sind Landschaften, Dörfer und Gebäude zu sehen, die zum Teil nicht mehr existieren: etwa der Ort Groß Grabenstedt, der in der DDR eliminiert wurde. Das Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel zeigt eine Auswahl der beeindruckendsten Bilder jetzt in seiner Jahresausstellung mit dem Titel "Altmark, Wendland, Heide – Albert Wande (1862-1936) – Fotografische Wanderungen".

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"Altmark, Wendland, Heide – Albert Wande (1862-1936) – Fotografische Wanderungen"

Jahresausstellung des Johann-Friedrich Danneil Museums bis zum 14. Mai 2023

Adresse: An der Marienkirche 3, 29410 Salzwedel
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr

Magdeburg: Ikonische Bilder der Magnum-Fotografin Susan Meiselas

Nach Paris, Wien und Berlin zeigt nun auch das Magdeburger Kunstmuseum die Retrospektive "Susan Meiselas. Mediations", die einen Einblick in das Werk der Magnum-Fotografin ermöglicht. Von den Anfängen bis heute sieht man frühe Porträts ihrer direkten Umgebung, intime Aufnahmen von Stripperinnen bis zu ikonisch gewordenen Bildern aus Krisen- und Konflikt-Gebieten wie dem Genozid an der kurdischen Bevölkerung im Nordirak. Alle Arbeiten von Susan Meiselas sind mit einer umfassenden Recherche verbunden und werden als Installationen mit Briefen, Videos oder Dokumenten ausgestellt – keine klassische Fotoausstellung, aber gerade deswegen unbedingt sehenswert.

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"Susan Meiselas – Mediations"
18. Oktober bis 29. Januar 2023

Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstr. 4-6
39104 Magdeburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt

Dessau: Malereien und Zeichnungen des Bauhäuslers T. Lux Feininger

Theodore Lux Feininger, Sohn des berühmten Malers Lyonel Feininger, war mit 16 Jahren der jüngste Bauhaus-Schüler. Er wirkte vor allem in der Bühnenwerkstatt, baute Masken und entwarf Bühnenbilder. Nebenbei fotografierte er das Leben und Arbeiten am Bauhaus – doch seine eigentliche Leidenschaft war die Malerei. Im Bauhaus Museum Dessau sind in der Ausstellung "Der Mann, der Donnerstag war" nun 20 Arbeiten des unterschätzten Künstlers zu sehen, darunter Bühnenbild-Entwürfe, Skizzen mit Figuren, comic-artige Zeichnungen, Architekturbilder und auch einige Raumstudien.

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"Der Mann, der Donnerstag war."
T. Lux Feininger
Zwischenspiele
20. Oktober 2022 bis 26. Februar 2023

Bauhaus Museum Dessau
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
(an der Kavalierstraße)
06844 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
März bis Oktober
Dienstag bis Sonntag
10 bis 18 Uhr

November bis Februar
Dienstag bis Sonntag
10 bis 17 Uhr

Eintritt: 8,50 Euro; 5,50 ermäßigt

Magdeburg: Gemeotrische Skulpturen von Jean Kirsten

Es gibt Kunstwerke, die faszinieren und man kann gar nicht genau erklären, warum. So auch die Skulpturen und Bilder des Dresdner Künstlers Jean Kirsten. Es sind geometrische Figuren oder auch schwungvolle Linien – in jedem Fall abstrakte Strukturen in schwarz-weiß, die die Betrachter*innen regelrecht in den Bann ziehen. Vielleicht, weil sie so dynamisch und gleichsam konstruiert daherkommen. In diesen Uneindeutigkeiten oder Gegensätzen von klaren Strukturen und künstlerischem Chaos besteht der Clou dieser Arbeiten. Es ist eine Ausstellung, bei der man sich auf geschichtlichen Spuren ins Theoretische vertiefen kann, die aber mit ihren dynamisch spielerischen Elementen auch einfach sinnlich berührt.

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"Platonische Koerper" von Jean Kirsten
Forum Gestaltung
Brandenburger Str. 10
39104 Magdeburg

bis 11. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr

Halle: Fotos von Helga Paris und befreundeten Künstler*innen

Helga Paris, Fotografin Mitglied der AdK Sektion Film- und Medienkunst
Die Fotografin Helga Paris Bildrechte: imago images / gezett

Die Fotografin Helga Paris gilt als Grand-Dame der Ostberliner Fotokunst. Die Ausstellung "Wieder Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris" zeigt Porträts, die Helga Paris von Wegbegleitern wie Dieter Goltzsche, Manfred Böttcher, Charlotte E. Pauli oder Nuria Quevedo aufgenommen hat und stellt sie Werken dieser insgesamt 10 Künstler*innen gegenüber. Außerdem sind weitere Porträts von Paris zu sehen, etwa von Christa Wolf, Heiner Müller, Cornelia Schleime oder Lutz Rathenow.

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"Wieder - Sehen. Berliner Künstlerinnen und Künstler treffen Helga Paris"
Kunsthalle Talstraße
Talstraße 23
06120 Halle (Saale)

bis 31. Januar 2023

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 13 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 13 bis 17 Uhr

Medienkritische Bildteppiche im Kunstmuseum Moritzburg in Halle

Frau steht mit verschränkten Armen vor einem Wandteppich, der die schauspielerin Scarlett Johansson als "Mädchen mit dem Perlenohrring" zeigt
Die Textilkünstlerin Margret Eicher setzt sich in ihren großformatigen Teppichen kritisch mit den Bilderwelten unserer Zeit auseinander. Bildrechte: Foto: Estefania Landesmann, Berlin

Sie sind Kunstwerke und Medienkritik in einem – im Kunstmuseum Moritzburg werden derzeit Tapisserien von Margret Eicher gezeigt. Darin setzt sich die Textilkünstlerin kritisch mit den Bildwelten auseinander, die uns tagtäglich in Werbung und Nachrichten begegnen. Eicher verfremdet die Motive digital und setzt sie mit bekannten Werken der Kunstgeschichte in Beziehung. Dadurch begegnet den Betrachterinnen und Betrachter ein Arsenal bekannter Gesichter und Figuren wie Julian Assange, das Lego-Männchen oder Lara Croft. Im Mittelpunkt der Sonderausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle steht der eigens für die Schau geschaffene Bildteppich "Battle: Reloaded". Auf 1,2 Metern Höhe und 30 Metern Länge stellt er das bisherige Schaffen der Künstlerin dar.

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"Battle:Reloaded" - Margret Eicher: Medientapisserien
Sonderausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle

bis 8. Januar 2023

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle

Öffnungszeiten: Montag bis Dienstag und Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Quedlinburg: Sabine Moritz zeigt das Leben in Jena-Lobeda

Die Künstlerin Sabine Moritz präsentiert in der Feininger-Galerie in Quedlinburg die Ausstellung "Lobeda oder die Rekonstruktion einer Welt". An der Werkreihe, die 130 Arbeiten umfasst, hat Moritz bereits Anfang der 90er-Jahre gearbeitet. Sie gibt einen Einblick in die Lebenswelt in der Plattenbausiedlung Jena-Lobeda, wo die gebürtige Quedlinburgerin aufwuchs.

Mehr Informationen

Sabine Moritz: "Lobeda oder die Rekonstruktion einer Welt"
Lyonel-Feininger-Galerie
Museum für grafische Künste
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg

bis 8. Januar 2023

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag: 10 bis 18 Uhr, Dienstag: geschlossen

Eintritt: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind frei.

Magdeburg: das vergessene Werk des Keramikers Hans Wewerka

Das Forum Gestaltung Magdeburg zeigt die Ausstellung "Straßenszenen in Steinzeug" zu dem Keramiker Hans Wewerka. Er war ein Onkel des bekannteren Bildhauers Stefan Wewerka. Hans Wewerka starb mit 27 Jahren im Ersten Weltkrieg, sein Werk ist heute weitgehend unbekannt. Dabei zählte er seinerzeit zu den wichtigsten Künstlern seines Metiers. In Magdeburg arbeitete er ab 1911 an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, in der sich heute das Forum Gestaltung befindet. Dort sind nun seine ausdrucksstarken Figuren zu sehen.

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Ausstellung "Hans Wewerka – Straßenszenen in Steinzeug"
Forum Gestaltung Magdeburg
Brandenburger Str. 10
39104 Magdeburg

bis 11. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, 14:00 bis 18:00 Uhr

Kunstmuseum Moritzburg in Halle stellt Künstlerinnen und Künstler des "Neuen Sehens" aus

Heller Stoff auf hellem Untergrund
Das Wesen der Dinge offenlegen, war Anliegen der Künstlerinnen und Künstler des "Neuen Sehens" Bildrechte: Nachlass Hans Finsler

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle stellt derzeit Fotografien von Hans Finsler, Heinrich Koch und Gerda Leo aus. Sie gelten als Vertreter*innen des "Neuen Sehens" – einer experimentellen Stilrichtung der Fotografie, die sich Anfang der 1920er Jahre aus dem Wunsch heraus entwickelte, den gesellschaftlich-technischen Wandel und Fortschritt der damaligen Zeit ästhetisch ab- und nachzubilden. In der Folge experimentierten Künstlerinnen und Künstler wie Gerda Leo, Hans Finsler und Heinrich Koch mit neuen Blickwinkeln und innovativen Gestaltungselementen. Auf diese Weise schufen sie Fotografien von glänzender Seide, Glas, das zum Greifen nah erscheint oder Gefäßen aus ungebranntem Ton. Im Zentrum der Kabinettausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle stehen Bilder verschiedener Stoffe, sowie Fotos aus den Bereichen Textilherstellung und Produktpräsentation. Sie werden in Korrespondenz zu den textilen Bildkunstwerken Margret Eichers gezeigt, die das Kunstmuseum Moritzburg in seiner aktuellen Sonderausstellung präsentiert.

Weiterführende Informationen

"STOFFE, TEXTUREN, OBERFLÄCHEN. Fotografien von Hans Finsler, Heinrich Koch und Gerda Leo"
Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle

bis 8. Januar 2023

Öffnungszeiten: Montag bis Dienstag und Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Bitte beachten Sie: Vom 10. bis 14. Oktober ist die Ausstellung aus technischen Gründen nicht zugänglich.

Wittenberg: Ausstellung zeigt Bilder von Cranach, Beckmann und Dürer

Im September 1522 erschien Luthers Bibelübersetzung, auch Septembertestament genannt. In Wittenberg gedruckt, wurde sie zum Bestseller – wohl auch wegen der eindrücklichen Illustrationen von Lucas Cranach dem Älteren. Und eben dieser feiert als einer der bedeutendsten Maler der Renaissance im Jahr 2022 seinen 550. Geburtstag. Die Cranach-Stiftung Wittenberg gedenkt dieser beiden Jubiläen mit der Ausstellung "Apokalypse – Ein Blick in den Abgrund und darüber hinaus". Gezeigt werden rund 60 Exponate, von Cranach, aber auch von Albrecht Dürer, Max Beckmann und weiteren Künstlern des 16. bis 21. Jahrhunderts.

Mehr Informationen

"Apokalypse - Ein Blick in den Abgrund und darüber hinaus"
Cranach-Stiftung Wittenberg
Markt 4
06886 Lutherstadt Wittenberg

bis 11. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr
Sonntag 13 bis 17 Uhr

Wittenberg: Spannendes Escape-Spiel zu Luthers Bibelübersetzung

Statt einer konventionellen Ausstellung im 500. Jahr der Bibelübersetzung gibt es in Wittenberg die Mitmachausstellung "Tatort 1522". Diese ist als Escape-Spiel gestaltet: Wer die Ausstellung besucht, muss in verschiedenen Räumen Rätsel lösen, um die verschollene Übersetzung des Neuen Testaments wiederzufinden – und begegnet dabei prominenten Zeitgenossen Luthers wie Melanchton oder Cranach. Die spannende Krimi-Ausstellung lockt inbesondere junge Menschen mit einer Instagram-Wand zum Mitmachen ein, ist aber auch für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet.

Mehr Informationen

Augusteum
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

bis 9. Juli 2023

Der Besuch des Escape-Spiels ist nur nach vorheriger Buchung eines Zeitfensters möglich.

Für Schulklassen:
montags bis freitags zwischen 8 und 13 Uhr

Für Gruppen:
Montag, Dienstag, Mittwoch: 13:30 Uhr, 15:30 Uhr
Donnerstag, Freitag, Samstag: 13:30 Uhr, 15:30 Uhr, 17:30 Uhr
Sonntag: 11:30 Uhr, 13:30 Uhr, 15:30 Uhr

Preise:
Für Schulklassen: 6 Euro pro Schüler
Für Gruppen: 95 Euro für 2-6 Spielerinnen (1 Raum)
165 Euro für 7-12 Spieler (2 Räume gleichzeitig)
295 Euro für 13-25 Spielerinnen (alle 5 Räume)
75 Euro für Familien (2 Erwachsen + max. 4 Kinder; 1 Raum)

Aschersleben: Ausstellung zum 10. Jubiläum der Grafikstiftung Neo Rauch

Die Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben feiert am 1. Juni 2022 ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer besonderen Ausstellung: In der Schau "Neo Rauch – der Bestand. Druckgrafik seit 1988" werden erstmals alle druckgrafischen Arbeiten des Leipziger Künstlers aus den Jahren 1988 bis 2022 der Öffentlichkeit präsentiert.

Mehr Informationen

10 Jahre Grafikstiftung Neo Rauch
Neo Rauch: Der Bestand. Druckgrafik seit 1988
Grafikstiftung Neo Rauch
Wilhelmstr. 21-23
06449 Aschersleben

bis 28. April 2024

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Mittwoch bis Sonntag 11 - 17 Uhr
November bis Februar: Mittwoch bis Sonntag 10 - 16 Uhr

Wege zur Burg Moderne – Kunstmuseum Moritzburg in Halle setzt Ausstellungsprojekt "Stifter & Schenker" fort

Ölgemälde einer schmalen, sich nach links wendenden Gasse in Venedig
Kam Dank des Engagements der ersten Fördervereine des Kunstmuseums Moritzburg nach Halle - Max Liebermanns "Venezianische Gasse nach links" Bildrechte: Punctum/Bertram Kober

In der Reihe Stifter & Schenker der Freunde und Förderer des Kunst­museums stellt die Moritzburg in Halle aktuell zwei historische Fördervereine des Museums vor: Den 1898 in Leben gerufenen Museumsverein und die 1911 gegründete Museumsgesellschaft. Beide haben der Sammlung des heutigen Landeskunstmuseums von Sachsen-Anhalt zum Aufschwung verholfen. Dank ihrer Unterstützung konnten Anfang des 21. Jahrhunderts mehr als 100 Werke der angewandten Kunst aus Schenkungen erworben werden – darunter Max Liebermanns Gemälde "Venezianische Gasse nach links" aus dem Jahr 1878. Es wird gemeinsam mit weiteren bedeutenden Erwerbungen beider Fördervereine in der Kabinettausstellung "Stifter & Schenker III" gezeigt.

Weiterführende Informationen

"Wege zur Burg der Moderne. 1911: Die Museumsgesellschaft"
Kabinettausstellung Stifter & Schenker III
Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle

bis 8. Januar 2023

Öffnungszeiten: Montag bis Dienstag und Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Halle: Große Gefühle bei den Franckeschen Stiftungen

Manchmal können Gefühle überwältigen und wichtigen Entscheidungen sogar im Weg stehen. Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen in Halle richtet sich diesmal vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene und setzt sich mit Gefühlen auseinander. Auf einem Parcours mit allerlei Interaktionsmöglichkeiten ist das Publikum eingeladen, sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen. Dabei wird auch thematisiert, wozu Gefühle wichtig sind und wie sie entstehen. Im zweiten Teil der Ausstellung geht es dann auch darum, was diese Gefühle mit dem Menschen machen.

Angaben zur Ausstellung

Die Macht der Emotionen. Jahresausstellung für junge Menschen
Historisches Waisenhaus
Franckeplatz 1, 06110 Halle

bis 5. Februar 2023

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10 bis 17 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 26 und 31. Dezember, am 1. Januar und am 20. Mai

Quedlinburg: Mitmach-Ausstellung in der Feininger-Galerie

Vor einem Gebäude laufen zwei Menschen, davor ist eine Wiese
Blick auf die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg. Bildrechte: dpa

Passend zur Neugestaltung des Dauerausstellung hat die Feiniger-Galerie in Quedlinburg eine Mitmach-Ausstellung für Kinder entwickelt. Für "Form, Farbe, Feininger" greift das Museum auf die Ideen des Bauhaus-Künstlers Feininger zurück, wo es viel um Formen und Farben ging: Der gesamte Ausstellungsraum wird zur Spielfläche, auf der das Publikum Objekte arrangieren kann.

Angaben zur Ausstellung

"Form, Farbe, Feininger"
Eine Mitmachausstellung für Kinder
Lyonel-Feininger-Galerie
Museum für grafische Künste
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg

bis 8. Januar 2023

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag von 10 bis 18 Uhr
Dienstags geschlossen

Oberwiederstedt: Die Netzwerke des Dichters Novalis

Der Dichter Friedrich von Hardenberg alias Novalis wurde vor 250 Jahren im Harzstädtchen Oberwiederstedt geboren und verbrachte dort im Schloss seine Kindheit. Heute ist das Schloss Sitz der Internationalen Novalis Gesellschaft, Forschungsstätte für Frühromantik – und vor allem Museum. Neben einem Rundgang durch das Schloss können Besucher und Besucherinnen die aktuelle Sonderausstellung besuchen, in der die Netzwerke der Romantik thematisiert werden: Mit welchen Personen war Novalis vernetzt – und ist sein Gesamtwerk als Netzwerk der Kunstgattungen zu verstehen? Für Literatur-Fans ein Muss: Man lernt über Novalis Leben, bekommt Einblicke in sein Werk und im lauschigen Park kann man alles noch mal Revue passieren lassen. 

Weitere Informationen:

"wie verkörperte Worte"
Bild-Netze und Netz-Werke der Romantik
Forschungsstätte für Frühromantik
und Novalis-Museum
Schloss Oberwiederstedt
Schäfergasse 6
06456 Arnstein OT Wiederstedt

bis 22. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Nach Voranmeldung
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 16 Uhr

Eisleben: Lutherhaus macht Sprache zum Erlebnis

Ein Bildnis des Reformators Martin Luther in der Ausstellung „Raus mit der Sprache“ in Luthers Sterbehaus
Für den Reformator Martin Luther war die Sprache die stärkste Waffe Bildrechte: dpa

Sprache ist vielfältig und mächtig: Ein Wort kann bei einem Menschen pure Freude und ein gesenkter Blick bei einem anderen totale Verzweiflung hervorrufen. Um dieses Macht geht es in der Ausstellung "Raus mit der Sprache" in Luthers Sterbehaus in Eisleben. Statt verschiedener Exponate und Erklärtafeln wird auf Interaktion gesetzt. Die Sonderschau richtet sich mit ihrem Angebot vor allem an Kinder, Jugendliche und Familien.

In verschiedenen Bereichen zu Themen wie Regionalität oder Körpersprache können die Besucherinnen und Besucher verschiedene Aufgaben lösen. Beispielsweise gibt es ein Quiz zu Abkürzungen, ein Ratespiel zu Gesichtsausdrücken oder eine Installation, die Komplimente macht. Die Besucher sollen so dazu angeregt werden, Sprache zu erkunden und ihre Wirkungen nachzuvollziehen. Die Ausstellung weist bereits auf das 500-jährige Jubiläum der Luther-Übersetzung voraus, die der Reformator in Eisleben anfertigte und 1522 zum ersten Mal veröffentlichte.

Informationen zur Ausstellung

"Raus mit der Sprache"
Luthers Sterbehaus
Andreaskirchplatz 7
06295 Lutherstadt Eisleben

bis 20. August 2023

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 18. August 2021 | 12:40 Uhr