Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Kultur-Ticker zur Corona-Lage | Theater Altenburg Gera stellt den Spielbetrieb kurzfristig ein

Das Theater Altenburg Gera muss den Betrieb coronabedingt bis zum 20. März schließen. Die Museumsnacht Halle-Leipzig findet nach einer zweijährigen Corona-Pause am 7. Mai 2022 wieder statt. Im Freitsaat Thüringen gilt für den Besuch von städtischen Einrichtungen wie Museen die 3G-Regel. Aktuelle Meldungen im Überblick.

Montag, 14. März, 11:00 Uhr | Theater Altenburg Gera schließt den Betrieb bis zum 20. März

Das Theater Altenburg Gera stellt den Betrieb bis zum 20. März 2022 ein. Das habe die Theaterleitung aufgrund hoher Inzidenzwerte in Gera und Altenburg und daraus resultierender Ausfälle beschlossen, wie aus einer Pressemittelilung hervorgeht. "Um der zunehmenden Infektionsdynamik unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegenzuwirken, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen", begründete der Kaufmännische Geschäftsführer Volker Arnold die Entscheidung, das Theater vorerst zu schließen.

Erworbene Karten für Vorstellungen vom 15. bis 20. März können innerhalb von 14 Tagen an den Theaterkassen umgetauscht oder zurückgegeben werden.

Freitag, 4. März, 14:40 Uhr | 3G-Regelung in städtischen Einrichtungen Thüringens

Seit dem 1. März gilt in Thüringen eine neue Infektionsschutz-Verordnung. Da sich Erfurt laut dieser aktuell in der Basisstufe befindet, ergeben sich auch für städtische Einrichtungen geänderte Zugangsbeschränkungen. Für die Kulturhäuser bedeutet dies konkret, dass nun der Zugang zu den Stadt- und Regionalbibliotheken, der Musikschule sowie den städtischen Museen und Galerien mit einem 3G-Nachweis möglich ist. Besuchende müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Bisher war hier ein 2G-Nachweis notwendig.

Mittwoch, 23. Februar, 14:05 Uhr | Museumsnacht Halle-Leipzig findet 2022 nach zweijähriger Corona-Pause wieder statt

Die gemeinsame Museumsnacht von Halle und Leipzig findet am 7. Mai 2022 nach zweijähriger Corona-Pause wieder statt. Dies teilten die Organisatoren am Mittwoch mit. Unter dem Motto "Vielfalt erleben" laden die beiden Städte dazu ein, an einem Samstagabend die Museumslandschaft zu erkunden. Insgesamt 82 Museen, Galerien und Sammlungen werden unter Einhaltung der Corona-Regeln geöffnet sein.

Auf der Internetseite der Museumsnacht werde eine Übersicht der Auslastung der Einrichtungen in Echtzeit angegeben, um Besucherströme räumlich und zeitlich zu verteilen. Daran könnten sich die Gäste der Museumsnacht bei der Auswahl ihrer Ziele für den Abend orientieren, wie die Organisatoren mitteilten.

Montag, 7. Februar, 10 Uhr | Mitteldeutsche Kulturszene ruft zur "Impfwoche"

Die mitteldeutsche Kulturszene macht mobil für Corona-Impfungen. So gibt es in dieser Woche etliche Einsätze von Impfteams der Kassenärztlichen Vereinigung in verschiedenen Kultureinrichtungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Erfurt beteiligen sich Predigerkeller, Klanggerüst und Jazz-Keller. In Sachsen werben inzwischen rund 20 Theater und Orchester für die Impfung. Die Oper Leipzig, das Theater Chemnitz oder das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen haben ihre Foyers als Impfzentren zur Verfügung gestellt oder bieten Beratungsgespräche an. Auch im Kunstmuseum Moritzburg Halle gab es bereits eine Impfaktion.

Während in Sachsen-Anhalt die bisherigen Corona-Regeln weiter gelten, tritt in Thüringen am Montag eine überarbeitete Verordnung in Kraft. In Sachsen gelten seit Sonntag neue Regeln.

Sonntag, 6. Februar, 17:00 Uhr | Gewandhaus sagt kurzfristig "Großes Concert" ab

Das Leipziger Gewandhaus hat am Freitagabend sein "Großes Concert" in letzter Minute abgesagt – wegen falsch-positiver Corona-PCR-Tests, wie sich laut Direktor Andreas Schulz im Nachhinein herausstellte. Auf Twitter teilte er am Samstag mit, dass sich sich einige Musikerinnen und Musiker sowie Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons aus privaten Gründen testen ließen. Wenige Minuten vor Konzertbeginn sei das positive Testergebnis eingetroffen: "Heute wissen wir, dass das Labor des Testcenters Fehler gemacht hat und diese Tests nicht positiv, sondern negativ waren."

Schulz erklärte, er freue sich, dass die Musikerinnen und Musiker gesund seien. Beim enttäuschten Publikum entschuldigte er sich. Das Gewandhaus werde die Ticketkosten erstatten und sie einladen, in eines der nächsten großen Konzerte mit einem Rabattgutschein zu gehen.

Mittwoch, 2. Februar, 12:11 Uhr | Thüringen verschärft Corona-Regeln für Kulturveranstaltungen

In Thüringen gelten ab Montag für Kulturveranstaltungen strengere Corona-Regeln. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Erfurt teilte MDR KULTUR mit, die Regierung wolle die Regeln der verschiedenen Veranstaltungsbereiche angleichen. Demnach gilt künftig bei allen Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Personen die 2G-Plus-Regel. Anders als bislang benötigen dann also auch Geimpfte und kürzlich Genesene etwa für einen Theaterbesuch zusätzlich einen negativen Test. Bislang galt 2G-Plus in Thüringen nur für öffentliche und Sportveranstaltungen. Nicht ändern sollen sich die Corona-Regeln in Museen. Hier bleibt es bei 2G.

Samstag, 29. Januar, 10:31 | Opern-Programme in Sachsen mit Veränderungen

Sie Saison an den sächsischen Musiktheatern soll mit veränderten und zum Teil gekürzten Opern-Programmen zu Ende gespielt werden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Orchesterkonzerte sollen meist wie ursprünglich geplant über die Bühne gehen, die Preise bleiben zunächst unverändert.

Etwa die Dresdner Semperoper reagiert auf die Situation mit einem "Ersatzspielplan": Die Wiederaufnahme der Wagneroper "Tannhäuser" sei gestrichen worden, an der Neuproduktion von Verdis "Aida" werde festgehalten.

Freitag, 27. Januar, 16:30 | Bach-Festival in Arnstadt auf den Sommer verschoben

Das Bach-Festival in Arnstadt wird erneut verschoben. Die Organisatoren teilten mit, die aktuelle Thüringer Corona-Verordnung lasse eine seriöse Planung für den März 2022 nicht zu. Das Festival soll nun im Sommer nachgeholt werden, wann genau ist aber noch unklar. Bereits gekaufte Tickets können storniert werden.

Mittwoch, 26. Januar, 14:25 Uhr | Theater Erfurt öffnet wieder

Nach kurzzeitiger Schließung nimmt das Theater Erfurt seinen Spielbetrieb ab 29. Januar 2022 unter 2G+ Regelung wieder auf. Wie das Haus mitteilte, dürften allerdings nur noch 40 Prozent der Plätze besetzt werden.

Am Auftaktwochenende feiert Jacques Offenbachs Oper "Hoffmanns Erzählungen" in der Neuinszenierung von Balázs Kovalik Premiere. Restkarten sind noch vorhanden. Am 10. Februar wird Sergei Gößners Schauspiel "Mongos" zur Premiere gebracht. Mit Zusatzvorstellungen von "Sweeney Todd" und "Die Hochzeit des Figaro" reagiert das Theater auf ausgefallene Vorstellungen im Dezember und Januar.

Dienstag, 25. Januar, 08:22 Uhr | Verlage signalisieren Zustimmung zu Leipziger Buchmesse 2022

Trotz aller Planungsunsicherheiten steht eine Mehrheit der Aussteller zur Leipziger Buchmesse 2022. Das sei das Ergebnis einer Blitzumfrage, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille dem "Börsenblatt" online. Die Verlage hätten dem Veranstalter bis zum 7. Februar grünes Licht gegeben. Ab diesem Datum gilt in Sachsen eine neue Corona-Schutzverordnung. Die Veranstalter hoffen, dass die neuen Regeln eine Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März ermöglichen werden. Derzeit sind Messen in Sachsen nicht erlaubt.

Freitag, 21. Januar, 21:08 Uhr | Corona-Testzentrum nahe Dresdner Semperoper wird eingerichtet

Am Montag, 24. Januar, nimmt bei der Dresdner Semperoper ein neues Bürgertestzentrum seine Arbeit auf. Wie die Oper mitteilte, wird es auf dem Fernsehparkplatz am zwingerseitigen Eingang zu finden sein. Die Antigen-Schnelltests seien kostenlos und könnten auch vom Publikum der Semperoper als ergänzende Zugangsberechtigung zu den Vorstellungen mit 2G-Plus-Regel genutzt werden, hieß es weiter. Den Angaben zufolge ist das Testzentrum täglich von 6 bis 18 Uhr geöffnet, ausgenommen gesetzliche Feiertage.

Mittwoch, 19. Januar, 11:28 Uhr | Leipziger Buchmesse im März - oder gar nicht

Die Leipziger Buchmesse soll wie geplant im März stattfinden. Das sagte Direktor Oliver Zille dem Fachmagazin "Börsenblatt online": "Die Branche will diese Messe in diesem Frühjahr", so Zille. Es ginge darum, mit der Pandemie-Situation und den mit ihr verbundenen Unsicherheiten langfristig umgehen zu lernen: "Wer sagt uns denn, dass das Problem im kommenden Jahr verschwunden sein wird?" Die Gesellschafter der Messe - die Stadt Leipzig und das Land Sachsen - trügen das finanzielle Risiko des Weiterplanens mit. Auch für das Lesefest "Leipzig liest" liefen die Vorbereitungen. Rund 160 Veranstaltungsorte stünden bereit.

Eine Garantie, dass sich die Buchbranche vom 17. bis 20. März in Leipzig trifft, ist das noch nicht. Zille zufolge müssten sich genügend Aussteller anmelden. Der Stand liege derzeit bei etwa 75 Prozent verglichen mit 2019. Das sei ein starkes Statement. Zudem würden von der nächsten Corona-Schutzverordnung ab 7. Februar Weichenstellungen erwartet.

Fest steht, dass die Leipziger Buchmesse deutlich kleiner ausfiele als vor der Pandemie. Nach den Corona-Regeln, die bis zum November für Messen galten, waren höchstens 25.000 Gäste pro Tag erlaubt. Eine ähnliche Regelung wäre auch für März zwingend notwendig, damit sich eine Beteiligung für die Aussteller lohne, sagte Zille. 2019 kamen 200.000 Besucher an den vier Messetagen.

Mittwoch, 19. Januar, 10:30 Uhr | Chemnitz: Impfaktion im Opernhaus

Die Chemnitzer Theater beteiligen sich an einer Impfkampagne des sächsischen Bühnenvereins. So gibt es am Mittwoch und Donnerstag die Möglichkeit, sich im Foyer des Opernhauses gegen Corona impfen zu lassen. Generalintendant Christoph Dittrich hofft auf reges Interesse. Wer es zeitlich nicht schafft, der kann auch in der zweiten und dritten Februarwoche vorbeikommen. Dann sind weitere Impftermine in der Oper geplant. Die Anmeldung erfolgt über das sächsische Impfportal.

Dienstag, 18. Januar 2022, 16:19 Uhr | Trotz Pandemie großer Andrang bei Feininger-Ausstellung in Quedlinburg

Trotz der Pandemieumstände hat die Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstag des Malers Lyonel Feininger knapp 16.000 Besucherinnen und Besucher nach Quedlinburg gelockt. Und das, obwohl die Ausstellung von Januar bis März 2021 wegen der Pandemieumstände geschlossen war. Wie das Museum am Dienstag mitteilte, stelle das Jahresergebnis 2021 trotzdem eine Steigerung gegenüber dem Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 dar. Dort besuchten etwa 13.500 Besucherinnen und Besucher die Lyonel-Feininger-Galerie.

Im April 2022 sollen drei neue Ausstellungen inklusiver neuer Dauerausstellung in der Lyonel-Feininger-Galerie eröffnen. Bis dahin bleibt das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Dienstag, 18. Januar 2022, 14:01 Uhr | Offener Brief von Bündnis aus Rudolstadt

Mit einem offenen Brief will das "Aktionsbündnis für Toleranz und Zivilcourage" in Rudolstadt für ein gemeinschaftliches Miteinander zur Eindämmung der Pandemie werben. Kritisiert werden in dem Brief solche Corona-Proteste, bei denen Symbole der extremen Rechten und Fackeln öffentlich zur Schau getragen werden. Das Onlineformular des offenen Briefes haben heute mehr als 100 Menschen unterschrieben.

Dienstag, 18. Januar 2022, 12:30 Uhr | Görlitzer Schriftsteller über Corona-Protest-Berichterstattung

Der Görlitzer Schriftsteller Lukas Rietzschel kritisiert die Berichterstattung über Corona-Proteste: Er sagte dem MDR, die Proteste im Osten würden pathologisiert. Gerade im Südwesten gebe es eine große esoterische Szene. Da würde aber nie im Leben ein Journalist hinfahren und überlegen, was da in den letzten Jahren schief gelaufen sei, so Rietzschel:

"Das ist immer das Erste, was im Osten passiert. Das Erste ist, da kommt jemand und es wird in eine Reihe gesetzt mit den Entbehrungen und den Problemen, die es gab im Wiedervereinigungsprozess. Und daran stimmt auch etwas. Irgendwoher muss das ja her kommen. Das Problem ist, dass das gleichgesetzt wird. Man legt die Leute sofort auf die Couch. Ich glaube, das ist hier immer noch vorherrschend. Ich kann nicht sagen, was man da besser macht. Aber das ist das, was mir auffällt."

Montag, 17. Januar 2022, 12:09 Uhr | Philharmonischer Chor Jena fordert Probeerlaubnis

Der Philharmonischen Chor Jena hat die Stadt aufgefordert, wieder Proben zu erlauben. Dazu startete Chorvorstand Joachim Schindler am Freitag eine Petition auf der Plattform openpetition.de, die sich an Oberbürgermeister Thomas Nitzsche richtet. Darin heißt es, für viele Jenaer Chöre gälten die Vorgaben der Thüringer Landesverordnung, wonach Chorproben in Präsenz unter bestimmten Bedingungen erlaubt seien. Den städtischen Chören dagegen seien Proben seit dem 8. Dezember untersagt. "Das Verbot der Präsenzproben bedeutet für uns eine musikalische und soziale Perspektivlosigkeit", so der Text der Petition. Dadurch sei der Bestand der Chöre mit rund 250 Sängerinnen und Sängern vom Kindergartenalter bis zu Senioren "ernsthaft bedroht".

Die Initiatoren betonen, man habe Verständnis "für alle gebotenen Eindämmungsmaßnahmen – nicht aber für die Ungleichbehandlung der Chöre in der Stadt." Vom Probenverbot betroffen seien der Jenaer Knabenchor, der Philharmonische Chor Jena und der Madrigalkreis. Deshalb fordere man die Stadt auf, "uns zu gewähren, was andere dürfen: Proben in Präsenz unter Einhaltung aller Regeln zum Infektionsschutz."

In den ersten Tagen haben rund 500 Menschen die Petition unterzeichnet. Sie läuft noch über drei Wochen. Werden bis dann mindestens 1.300 Unterschriften erreicht, soll von der Stadt eine Stellungnahme eingeholt werden.

Montag, 17. Januar 2022, 09:29 Uhr | Oper Leipzig startet am Samstag

Die Oper Leipzig kommt mit einem Wagner-Wochenende und dem Ballett "Alice im Wunderland" aus der monatelangen Corona-Zwangspause. Wie das Haus am Sonntag mitteilte, wird der Spielbetrieb am 22. Januar wieder aufgenommen. Die erste Premiere des Jahres ist demnach für den 5. Februar mit dem Ballett "Faust" geplant. Am 12. Februar folge das Musical von Woody Allens "Bullets over Broadway" in der Musikalischen Komödie.

Gemäß der Corona-Notfallverordnung gelten für Vorstellungsbesuche die 2G-plus-Regel und eine Halbierung der Platzkapazität. Ins Opernhaus dürfen aktuell jeweils 500 Zuschauer, in die Musikalische Komödie 315.

Sonntag, 16. Januar 2022, 11:58 Uhr | Neo Rauch-Ausstellung auf der Heidecksburg bis Ende April verlängert

Die aktuelle Ausstellung des Leipziger Künstlers Neo Rauch auf der Heidecksburg in Rudolstadt sollte heute enden, wird nun aber bis zum 24. April 2022 verlängert. In Absprache mit dem Künstler habe sich das Musem aufgrund der Corona-Pandemie für eine Verlängerung entschieden, teilte die Direktorin des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg, Sabrina Lüderitz, mit. Ende April solle die Schau mit einem Künstlergespräch, einem Ausstellungsrundgang und einem Film abgeschlossen werden.

In der Ausstellung "Das Wehr" sind sechs großformatige Papierbilder und mehr als 60 Zeichnungen von Neo Rauch versammelt. Nach Angaben von Lüderitz kamen seit dem Start der Ausstellung Mitte Oktober nur rund 5.500 Menschen auf die Heidecksburg, um die unverkäuflichen Werke aus dem Privatbesitz des Künstlers zu sehen. Mehr Publikum habe man angesichts der gestiegenen Infektionszahlen im Winter nicht erwarten können, so die Museumsdirektorin. In Thüringer Museen gilt die 2G-Regel, nur Geimpfte und Genesene haben somit Zutritt.

Freitag, 14. Januar 2022, 08:15 Uhr | Kultur in Sachsen kann seit heute wieder öffnen

Seit Freitag können sächsische Theater, Kinos, Museen und Ausstellungen wieder ihre Türen für Publikum öffnen. Sie sind jedoch an bestimmte Regeln der Corona-Notfallverordnung gebunden.

Demnach wird bei den Öffnungsentscheidungen unterschieden zwischen allgemein gültigen Regeln (unabhängig von der Inzidenz und der Belegung der Krankenhausbetten) und Regeln, die in Abhängigkeit von der Überlastungsstufe der Inzidenz beziehungsweise der Belegung von Krankenhausbetten gelten.

- Zahlenunabhängig dürfen demnach Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten unter 2G öffnen.

- Unterhalb der Überlastungsstufe von Krankenhausbetten und Inzidenz dürfen Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater und Opern unter 2G+ öffnen. Es gilt jedoch eine Kapazitätsbegrenzung. Wenn maximal 50 Prozent der möglichen Plätze belegt sind, dürfen maximal 500 Personen zeitgleich anwesend sein. Wenn maximal 25 Prozent der möglichen Plätze belegt sind, sind maximal 1.000 Personen zeitgleich möglich.

- Eine Regelung für Messen ist in der neuen Coronaverordnung noch nicht enthalten, sie soll laut Sozialministerin Petra Köpping aber in der nächsten Verordnung kommen.

- Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen.

In Dresden öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen ab dem 15. Januar schrittweise ihre Museen, das Verkehrsmuseum steht ab dem 4. Februar wieder für Publikumsverkehr offen und die Semperoper startet den Spielbetrieb am 16. Januar. In Leipzig nimmt das Schauspiel ab dem 15. Januar wieder den Bühnenbetrieb auf. Das Theater der Jungen Welt öffnet ab dem 16. Januar. Und das Grassi Museum für Angewandte Kunst, das Naturkundemuseum, das Museum für bildende Künste und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig sind ab dem 18. Januar geöffnet.

Die Überlastungsregelungen

Die Überlastungsstufe in Sachsen gilt, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 1.500 überschritten wurde oder die Bettenbelegung mit Covid-19-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser 1.300 übersteigt oder die Bettenbelegung mit Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser 420 übersteigt. Sobald einer dieser Überlastungswerte drei Tage in Folge überschritten wurde, müssen am übernächsten Tag die in Kraft getretenen Lockerungen rückgängig gemacht werden.

Aktueller Corona-Stand

Aktuell (Stand 13. Januar) liegt ganz Sachsen in allen Bereichen unterhalb der Überlastungsstufe. Die Inzidenz beträgt 228,3, die Bettenauslastung in Krankenhäusern liegt bei 772 Corona-Infizierten auf Normalstationen, 348 Covid-19-Patienten liegen auf den Intensivstationen.

Donnerstag, 13. Januar 2022, 16:52 Uhr | Wiedereröffnung der Leipziger Museen

In einem gemeinsam verfassten Statement erklärten die vier städtischen Leipziger Museen am Donnerstag, dass sie ihre Türen ab dem 18. Januar wieder für Publikumsverkehr öffnen werden. Das Grassi Museum für Angewandte Kunst, das Naturkundemuseum, das Museum für bildende Künste und das Stadtgeschichtliche Museum begrüßen die neue Corona-Schutzverordnung, die die Wiederöffnung ihrer Häuser in Leipzig nun möglich macht. Zugleich hoffen die Museen auf eine dauerhafte Öffnungszusage: "Ein Land mit einer so immensen kulturellen Tradition wie Sachsen braucht starke und dauerhaft zugängliche Museen und Gedenkstätten, um dieses Erbe immer wieder neu für die Zukunft zu pflegen und anzueignen", heißt es in der Erklärung.

Donnerstag, 13. Januar 2022, 13.54 Uhr | Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Schauspiel Leipzig öffnen wieder

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden öffnen ab Samstag, dem 15. Januar, schrittweise wieder ihre Museen: die Sonderausstellungen "Träume von Freiheit" im Albertinum sowie "Deutsches Design 1949-1989" in der Kunsthalle im Lipsiusbau werden als erstes wieder zu sehen sein, teilten die SKD mit. Ab dem 28. Januar öffne außerdem das Historische Grüne Gewölbe. Der Zutritt sei entsprechend der neuen Corona-Schutzverordnung nur unter der 2G-Regel und mit FFP2-Maske sowie Kontakterfassung möglich.

Weitere Öffnungsschritte sollen bis in den Februar folgen. Zudem kündigen die SKD für den 3. März die Öffnung des Grassi-Museums für Völkerkunde in Leipzig an, wo die Sammlungspräsentation neu konzipiert wurde.

In Leipzig startet am Samstag außerdem das Schauspiel wieder seinen Spielbetrieb. Den Auftakt mache die Premiere von "Schäfchen im Trockenen" nach dem Roman von Anke Stelling, wie das Schauspiel mitteilte. In sächsischen Theatern gilt die 2G-Plus-Regel, Genesene und Geimpfte müssen demnach einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Mittwoch, 12. Januar 2022, 17.05 Uhr | Sachsens Gesundheitsministerin hofft auf Stattfinden der Leipziger Buchmesse 2022

Fahnen mit dem Logo der Leipziger Buchmesse
Geplant ist die Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März 2022 Bildrechte: imago images/Chris Emil Janßen

Hoffnung auf ein Stattfinden der diesjährigen Leipziger Buchmesse macht die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Bei der Vorstellung der neuen Corona-Regelungen in Sachsen sagte sie "Wir alle wollen, dass die Leipziger Buchmesse stattfindet. Deshalb haben wir engen Kontakt mit der Leipziger Messe". Ob das Treffen der Buchbranche in Leipzig tatsächlich vom 17. bis 20. März stattfinden kann, hänge jedoch von der weiteren Pandemie-Entwicklung ab. "Wenn es so eintrifft, wie wir das im Moment prognostizieren und wie die Zahlen das hergeben, dann soll sie stattfinden", äußerte Köpping. Die Leipziger Messe hatte sich bislang auch dafür ausgesprochen, die Buchmesse veranstalten zu wollen. In den beiden vergangenen Jahren war das Branchentreffen abgesagt worden.

Mittwoch, 12. Januar 2022, 14.45 Uhr | Semperoper Dresden nimmt den Spielbetrieb mit zwei Premiere wieder auf

Semperoper in Dresden
Die Semperoper in Dresden nimmt am 16. Januar 2022 den Spielbetrieb wieder auf. Bildrechte: IMAGO / Georg Ulrich Dostmann

Die Semperoper Dresden nimmt den Spielbetrieb am 16. Januar wieder auf. Geplant sei das Programm vorerst bis zum 23. Januar, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses. Zum Auftakt werde am Sonntag die Premiere von Luciano Chaillys Kammeroper "Die kahle Sängerin" aufgeführt. Eine weitere Neuproduktion sei mit "Die andere Frau" von Torsten Rasch am 22. Januar zu sehen. Außerdem gehöre Mozarts "Die Zauberflöte" wieder zum Spielplan.

Die Semperoper weist daraufhin, dass in allen Spielstätten die 2G-Plus-Regel gelte. Außerdem bestehe durchgehend die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen startet am Freitag, dem 14. Januar 2022, um 10 Uhr. Tickets gibt es sowohl an der Tageskasse in der Schinkelwache, als auch im Online-Shop der Semperoper.

Dienstag, 11. Januar 2022, 17.40 Uhr | Sächsische Kulturbetriebe kritisieren neue Corona-Regeln

In einem offenen Brief haben zahlreiche Kultureinrichtungen und Verbände die neue Corona-Schutzverordnung kritisiert. Laut den Dresdner Musikfestspielen wurde der Brief am Dienstag auf Initiative der Dresdner Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch übergeben. Zu weiteren Unterzeichnern gehören unter anderem Joachim Klement, Intendant des Dresdner Staatsschauspiels, und Peter Theiler, Intendant der Semperoper, – beide hatten die Entscheidungen der Landesregierung lange Zeit unterstützt.

Die neue Regelung, die ab dem 14. Januar gelten soll, ermöglicht den Kulturhäusern, wieder zu öffnen. Der Spielbetrieb würde aber nur gewährleistet, wenn die Auslastung der Krankenhäuser nicht zu hoch ist – für die Kulturbetriebe könne das bald wieder Schließungen bedeuten. Die Verfasserinnen und Verfasser weisen auf die Bedeutung von Kulturveranstaltungen hin, die "Möglichkeiten der öffentlichen Verständigung, die gerade in diesen Zeiten geboten ist", darstellen. Außerdem seien mit 2G+-Regelungen, verringerter Auslastung und modernen Lüftungsanlagen zahlreiche Konzepte entwickelt worden, die Kulturorte als Infektionsorte weitgehend ausschließen.

"Eine Art Erziehungsmaßnahme oder Symbolpolitik, die die Falschen trifft, Vertrauen verspielt, Existenzen gefährdet und diejenigen, die es zum Impfen und Maske tragen bewegen soll, ohnehin nicht überzeugen wird", fassen die Verfasserinnen und Verfasser ihre Kritik an den harten Regeln zusammen. Zum Schluss fordern sie von der Politik, die Notlage der Kultur in Sachsen – die im Gegensatz zu anderen Bundesländern länger schließen musste – ernst zu nehmen.

Dienstag, 11. Januar 2022, 17.01 Uhr | Erfurter Theater bleibt länger geschlossen

Das Theater Erfurt bleibt entgegen Ankündigungen der Stadt noch bis einschließlich 28. Januar geschlossen. Das gab das Haus am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach habe die Stadtverwaltung angesichts der Infektionslage beschlossen, die Schutzmaßnahmen zu verlängern.

Näheres zur neuen Verordnung und zur Regelung in anderen Kultureinrichtungen will die Stadt am Mittwoch bekannt geben. Wegen des Planungsvorlaufs hat das Theater die Schließung bereits früher bekannt gegeben. Eigentlich war für den 15. Januar die Premiere der Oper "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach angesetzt, die nun am 29. Januar nachgeholt werden soll.

Samstag, 8. Januar 2022, 13:06 Uhr | Halle: Intendant Matthias Brenner wirbt für sichere Theaterbesuche

Matthias Brenner, Intendant des Neuen Theaters in Halle, wirbt für den sicheren Besuch von Theatern in der Corona-Pandemie. In allen Sparten und Häusern der Bühnen Halle habe es keine Zuschauerinfektion durch einen Theaterbesuch gegeben, erklärte er im Interview bei MDR KULTUR. Es sei paradox, für den Theaterbesuch in Sachsen-Anhalt zu werben und dem Publikum die Angst vor Infektionen zu nehmen, während Theater in Sachsen und Thüringen geschlossen seien.

Besonders das junge Publikum liegt Brenner dabei am Herzen: "Wir müssen für unsere jungen Leute was machen. Wenn die ein drittes Jahr in den Bildungs-Lockdown müssen, dann haben wir eine Schwierigkeit, die wir wahrscheinlich in acht oder neun Jahren sowas von hart zu spüren bekommen, dass es nur so kracht. Und dazu sind wir auch da." Das Angebot der Theater in der Pandemie dürfe nicht abreißen, so der Intendant des Neuen Theater Halle.

Die Bühnen Halle eröffnen das Schauspieljahr 2022 heute Abend mit einer Wiederaufnahme des Stücks "Vögel" des libanesischen Autors Wajdi Mouawad, das kurz vor Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 Premiere gefeiert hat.

Samstag, 8. Januar 2022, 10:04 Uhr | Sachsen: Öffnung von Kultureinrichtungen ab dem 14. Januar geplant

In Sachsen sind ab dem 14. Januar 2022 Lockerungen der Corona-Maßnahmen für kulturelle Einrichtungen geplant. Auf einer Pressekonferenz am Freitagabend wurden die Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung vorgestellt, die unter bestimmten Bedingungen die Öffnung von Museen, Theatern und Kinos erlaubt.

Die geplante Öffnung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen ist abhängig von den Infektionszahlen und der Bettenbelegung in den Krankenhäusern in Sachsen. Sollte die Überlastungsstufe drei Tage in Folge unterschritten werden, sollen ab dem übernächsten Tag folgenden Lockerungen gelten:

  • Museen, Gedenkstätten, Archive und Ausstellungsräume dürfen unter 2G und einer Beschränkung der Besucherzahl nach einer Quadratmeterregelung (wie im Einzelhandel) öffnen.
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater und Kinos dürfen unter 2G+ und einer maximalen Besuchermenge von 50 Prozent der Kapazität öffnen. Es wird eine Höchstbesucherzahl von 250 Personen diskutiert.
  • Kunst-, Musik- und Tanzschulen dürfen unter 2G öffnen.
  • Diskos und Clubs müssen weiterhin geschlossen bleiben. Großveranstaltungen und Feste sind ebenso untersagt.


Sobald die Überlastungsstufe gilt, müssen Kultureinrichtungen wieder schließen. Die geplanten Lockerungen stehen unter dem Vorbehalt der Entscheidung des Sächsischen Kabinetts, das am 12. Januar die Maßnahmen verbindlich beschließt.

Freitag, 7. Januar 2022, 11:08 Uhr | Sächsische Tanzschulen warnen vor Kollaps der Branche und fordern weitere Wirtschaftshilfen

Die Tanzschulen in Sachsen fordern weitere Wirtschaftshilfen vom Freistaat und den Kommunen. Die bisherigen Bundeshilfen seien völlig unzureichend, kritisiert der sächsische Tanzlehrerverband in einer Pressemitteilung. Seit fast zwei Jahren hätten die Tanzschulen ihren Betrieb eingeschränkt oder ganz eingestellt. Die Rücklagen seien mittlerweile aufgebraucht, und es drohe nun ein Totalausfall der Branche, so der Verband. Die geforderten Hilfen sollen Kurzarbeit und die Abwanderung weiterer Mitarbeitender in andere Branchen verhindern.

Angesichts der zunehmenden Schließung kleiner und mittelgroßer Tanzschulen warnt der Verband außerdem vor den soziokulturellen Konsequenzen: Ohne Tanzschulen gebe es weniger soziale Kontakte für Kinder und ältere Menschen sowie weniger Bewegung und Ausgleich zu Beruf und Schule.

Freitag, 7. Januar 2022, 10:20 Uhr | Barbara Klepsch: Kultur soll ebenso hohe Priorität haben wie Schulunterricht in Präsenz

Kultur müsse die gleiche Priorität haben wie die Schule, sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch im Interview bei MDR KULTUR. Zusammen mit der Kulturministerkonferenz der Länder fordert sie in neuen Leitlinien, dass Kultur in Corona-Zeiten nicht mehr so schnell in den Lockdown geschickt werde.

Der Fokus müsse immer wieder darauf gerichtet werden, dass kulturelle Einrichtungen Bildungscharakter besitzen, so Klepsch. Die Öffnung von Kultureinrichtungen sei daher genauso wichtig wie die Öffnung von Schulen: "Es ist wirklich an der Zeit, den Fokus noch einmal darauf zu richten, dass wir gerade auch im Freistaat Sachsen wieder Kultureinrichtungen öffnen müssen. Dass wir Orte der Begegnung sind, Orte der Auseinandersetzung."

Die Rolle der kulturellen Angebote müsse bei den anstehenden Entscheidungen von Bund und Ländern sorgsam abgewogen werden, fordert die Kulturministerin. Sie hofft, dass angesichts ausgefeilter Hygiene-Konzepte der Kultur in Sachsen wieder Zukunftsperspektiven geboten werden.

Freitag, 7. Januar 2022, 07:45 Uhr | Deutsches Burgenmuseum in Heldburg öffnet wieder

Das Deutsche Burgenmuseum im südthüringischen Heldburg öffnet aufgrund gesunkener Inzidenzzahlen ab Samstag, den 8. Januar, wieder. Im Januar und Februar sei das Museum an Wochenenden von 10 bis 16 Uhr für Besucher und Besucherinnen geöffnet, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses.

Die aktuelle Ausstellung "Burgenforscher Otto Piper – Zum 100. Todestag" habe man bis zum 3. April verlängert, die Jubliäumsausstellung "5 Jahre Deutsches Burgenmuseum – Oder: wie die Zeit vergeht" werde ebenso länger als geplant erlebbar sein.

Donnerstag, 6. Januar 2022, 15:40 Uhr | Staatstheater Meiningen nimmt Spielbetrieb wieder auf

Nach einer dreiwöchigen Corona-Pause nimmt das Staatstheater Meiningen seinen Spiel- und Veranstaltungsbetrieb wieder auf. Die deutlich zurückgegangene Inzidenz an Corona-Neuinfektionen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen hätten diesen Schritt möglich gemacht, verkündete die Presseabteilung des Hauses.

Als erste Vorstellungen nach der Unterbrechung sind am heutigen Donnerstag "La Bohème" in der Inszenierung und Ausstattung von Markus Lüpertz und Sophokles Tragödie "Antigone" zu sehen. Das Einpersonen-Stück "Rum und Wodka" mit Lukas Umlauft hat am Freitag, 7. Januar, Premiere in den Kammerspielen. Am Wochenende erwartet das Publikum unter anderem das Neujahrskonzert der Meininger Hofkapelle in zwei Aufführungen, eine Märchenvorstellung von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" sowie eine Theaterführung am Samstag. Wegen Krankheitsfällen im Ensemble müssen die für Freitag, 7. Januar und Sonntag, 9. Januar, angesetzten Premierentermine des Ballettabends "Found Souls" abgesagt werden. Stattdessen werden im Großen Haus an beiden Tagen Vorstellungen von "Heiße Zeiten – Die Wechseljahre-Revue" gespielt.

Für den Besuch der Vorstellungen gilt 2G sowie eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder einer FFP2-Maske.

Donnerstag, 6. Januar 2022, 9:35 Uhr | Spielstätten in Sachsen vor Öffnungen?

Nachdem Kulturministerin Barbara Klepsch den Kulturstätten zuletzt Hoffnung machte, bereiten sich die Spielbetriebe in Sachsen zum Teil vorsichtig auf eine Öffnung vor: "Wir planen so, dass wir in jedem Fall spielen könnten, falls wir wieder öffnen dürfen", sagte Generalintendant Christoph Dittrich von den Städtischen Theatern Chemnitz.

Auch das Staatsschauspiel Dresden hofft, dass gleich zwei Premieren am 15. Januar stattfinden können: "Alice" im Schauspielhaus und "Liebe ohne Leiden" im Kleinen Haus. Der Probenbetrieb sei während der Schließung nicht unterbrochen worden, hieß es.

Auch an der Semperoper in Dresden und am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau liefen die Proben weiter. Das Theater Görlitz-Zittau bereitet sich laut Intendant Daniel Morgenroth auf drei geplante Premieren im Januar vor. Am Schauspiel Leipzig sind ebenfalls drei Premieren geplant: "Neben einer Bühnenfassung von Anke Stellings Roman 'Schäfchen im Trockenen' in der Regie von Thirza Bruncken, sind 'Das Schloss' nach Texten von Franz Kafka und 'beach house' von Dorian Brunz in der Regie von Philipp Preuss in Vorbereitung", sagte der Intendant des Schauspiels Leipzig, Enrico Lübbe.

Ob die Maßnahmen tatsächlich aufgehoben werden, ist jedoch unklar. Mediziner und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) warnen vor einer Omikron-Welle, die Sachsen in wenigen Wochen treffen könnte. Am Freitag will das Kabinett nach der Ministerpräsidentenkonferenz beraten.

Mittwoch, 5. Januar 2022, 18:30 Uhr | Kunstmuseum Moritzburg Halle zieht positive Bilanz für das Jahr 2021

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle zieht trotz coronabedingter Schließzeit eine positive Bilanz für das Jahr 2021. Wie das Haus am Mittwoch mitteilte, wurden totz einer pandemiebedingten Schließzeit von fünf Monaten sowie einer Umbauphase von zwei Monaten im vergangenen Jahr rund 30.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Das entspreche etwa 50 Prozent der jährlichen Durchschnittsauslastung vor Corona ohne Schließungen und Umbauten. Außerdem sei das digitale Angebot des Museums 2021 gegenüber dem ersten Corona-Jahr weiter ausgebaut worden.

Mittwoch, 5. Januar 2022, 16:33 Uhr | Semperoper Dresden hofft auf neue Vorstellungen

Wegen der Verlängerung der sächsischen Corona-Schutzverordnung hat die Semperoper Dresden angekündigt, den Spielbetrieb bis einschließlich 14. Januar ruhen zu lassen. In einer Mitteilung heißt es, "nach Mitte Januar" seien aber wieder Vorstellungen geplant. Endgültige Informationen dazu und zum Vorverkaufsbeginn werde es aber erst geben, wenn die neue Corona-Schutzverordnung bekannt sei, die am 15. Januar in Kraft treten soll.

Mittwoch, 5. Januar 2022, 09:30 Uhr | Corona-Regeln in Sachsen um eine Woche verlängert

Sachsen verlängert die aktuelle Corona-Notfallverordnung bis zum 14. Januar. Damit soll die wegen der Feiertage bedingt aussagekräftige Datenlage verbessert werden, sagt Gesundheitsministerin Petra Köpping.

Außerdem sollen die bundesweiten Beratungen abgewartet werden. Noch in dieser Woche würden der Expertenrat der Bundesregierung, die Gesundheitsministerkonferenz, die Ministerpräsidentenkonferenz und der Krisenstab von Bund und Ländern über künftige Regeln zur Pandemie-Eindämmung beraten. Auch Öffnungsperspektiven für Kultur werden diskutiert.

Die Eckpunkte der neuen Verordnung sollen am Freitagabend, den 7. Januar, vorgestellt und am darauffolgenden Mittwoch, den 12. Januar, in der Kabinettssitzung beschlossen werden. 

Mittwoch, 5. Januar 2022, 09:08 Uhr | Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das kulturelle Leben in Leipzig

Die Corona-Pandemie zeigte auch im Jahr 2021 starke Auswirkungen auf das kulturelle Leben der Stadt Leipzig. Laut der Jahresbilanz der Stadtverwaltung ist die Besucherzahl in Leipziger Kinos um 64 Prozent und in Museen um 53 Prozent zurückgegangen.

Dienstag, 4. Januar 2022, 17:00 Uhr | Vorstellungsbetrieb der Theater Chemnitz bis 14. Januar weiter ausgesetzt

Die Theater Chemnitz setzen ihren Vorstellungsbetrieb aufgrund der Verlängerung der aktuell geltenden sächsischen Corona-Notfallverordnung bis einschließlich 14. Januar 2022 aus. Das teilte die Pressestelle der Theater am Dienstag mit. Alle Vorstellungen bis zu diesem Datum müssen abgesagt werden.

Die neue Verordnung tritt ab 15. Januar 2022 in Kraft. Die Theater Chemnitz hoffen nach eigenen Angaben darauf, dass eine Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebs dann möglich sein wird. Bereits erworbene Karten für abgesagte Veranstaltungen bis einschließlich 14. Januar 2022 werden in voller Höhe erstattet oder, wo es möglich ist, für spätere Termine kostenfrei umgetauscht.

Dienstag, 4. Januar 2022, 14:15 Uhr | Stiftung Luthergedenkstätten verzeichnet 2021 deutlichen Besucherrückgang

Die Stiftung Luthergedenkstätten hat 2021 im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie einen Besucherrückgang um rund 56 Prozent zu verzeichnen. Dies teilte eine Sprecherin der Stiftung am Dienstag mit. Demnach haben nur 51.500 Gäste die fünf Museen der Stiftung in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld im vergangenen Jahr besucht.

Während die Besucherzahl im Vergleich zu 2019 zwar deutlich gesunken sei, ist sie im Vergleich zu 2020 um etwa zehn Prozent gestiegen. Als Gründe für den Besucherrückgang nannte die Sprecherin 21 Wochen Schließzeit, verkürzte Öffnungszeiten, eingeschränkte Angebote der kulturellen Bildung sowie die Absage von Veranstaltungen.

2022 wollen sich die Luthergedenkstätten ganz dem Luther-Jubiläum widmen: Neben einer Mitmachausstellung in Eisleben sei auch in Wittenberg eine Ausstellung zu "500 Jahre Bibelübersetzung" geplant.

Dienstag, 4. Januar 2022, 12:30 Uhr | Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau hält Theateröffnung in Sachsen für realistisch

Eine Öffnung der Theater in Sachsen ab dem 14. Januar hält Roland May, Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, für realistisch. Nach einem Gespräch sächsischer Theaterintendanten mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kulturministerin Barbara Klepsch rechnet er aber auch mit einer erneuten Schließung der Theater angesichts der Omikron-Variante. Das Theater Plauen-Zwickau plant dennoch den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb ab 16. Januar.

Im Gespräch bei MDR KULTUR erklärte May weiter, warum Theater mit künstlerischen Mitteln Stellung zu gesellschaftlichen Debatten wie dem Impfen beziehen müssten: "Wir sind jetzt in einer Situation, wo wir, mit unseren künstlerischen Mitteln in der Lage sind, hier wieder Stellung zu beziehen, auch einzugreifen ins gesellschaftliche Geschehen. Wir haben diese Stücke, die die Problematiken, diese Zerrissenheiten von Gesellschaften im Grunde genommen thematisieren, auch unterschiedliche Sichtweisen, wie man mit Problematiken umgehen kann. Und das ist unsere eigenste Aufgabe."

Dienstag, 4. Januar 2022, 09:15 Uhr | Öffnungen der Kultureinrichtungen in Sachsen ab 14. Januar in Aussicht

Kultureinrichtungen im Freistaat Sachsen sollen – wenn möglich – ab dem 14. Januar wieder öffnen bzw. spielen können. Darauf haben sich am Montagabend Vertreterinnen und Vertreter der Kultur mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kulturministerin Barbara Klepsch verständigt.

Wie MDR SACHSEN berichtet hat, verkündete Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch, sich bei den Kabinettsverhandlungen für die Öffnung von Kultureinrichtungen einsetzen zu wollen. "Mein Ziel wird sein, dass die Kultureinrichtungen öffnen, sowohl unsere Museen als auch die Theater. Aber auch der Tourismus soll eine Rolle spielen", sagte die Ministerin am Montag nach einer Videokonferenz mit dem sächsischen Landesverband des Deutschen Bühnenvereins.

Montag, 3. Januar 2022, 17:00 Uhr | Dresdner Staatstheater laden zu zweiter Impfaktion

Die Dresdner Staatstheater laden am 7. und 8. Januar 2022 alle Dresdnerinnen und Dresdner ein, sich in der Semperoper oder im Staatsschauspiel Dresden gegen Covid-19 impfen zu lassen. Im Rahmen der Aktion "Impfen schützt auch die Kultur" werden die Impfungen am Freitag, den 7. Januar von 15 bis 18 Uhr in der Semperoper angeboten und am Samstag den 8. Januar von 10.30 Uhr bis 14 Uhr im Staatsschauspiel Dresden.

Diese zweite Impfaktion der Dresdner Staatstheater bietet nun erstmalig auch Kindern und Jugendlichen in Begleitung von Erziehungsberechtigten die Impfung an. Nach der ersten Initiative am 3. Adventswochenende 2021 konnten Semperoper, Staatsschauspiel Dresden und das Impf-Team auf 1300 Impfungen zurückblicken. Die Impfaktion in der Semperoper wird wie zuvor von einem musikalischen Programm begleitet.

Sonntag, 2. Januar 2022, 17 Uhr | "Theater muss zur Symbolpolitik herhalten"

"Theater muss zur Symbolpolitik herhalten", sagt Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen-Volkstheaters in Bautzen, im Gespräch mit MDR KULTUR über die aktuelle Situation zwischen den Jahren, in der die Theater in Sachsen erneut im Lockdown sind. Das sei bitter, "aber auch bestätigend, weil alle auf uns gucken."

Am 3. Januar 2022 sei ein Gespräch zwischen den sächsischen Theatern, Ministerpräsident Kretschmer und Kulturministerin Klepsch geplant. Hillmann gibt sich optimistisch, dass die Theater eine Öffnungsperspektive bekommen: "Wir werden nicht die letzten sein, die wieder aufmachen". Das habe der Ministerpräsident schon zugesichert.

Lutz Hillmann im Gespräch

Lutz Hillmann 56 min
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"Theater muss zur Symbolpolitik herhalten", sagt Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen-Volkstheaters in Bautzen zur aktuellen Situation, in der die Theater in Sachsen erneut im Lockdown sind.

MDR KULTUR - Das Radio So 02.01.2022 13:00Uhr 56:18 min

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Mittwoch, 29. Dezember, 15:27 Uhr | Thüringen: Theater Rudolstadt will im Januar öffnen

Nach einer fünfwöchigen Spielpause will das Theater Rudolstadt am 8. Januar 2022 mit der Ballet-Premiere von "Carmen" zum Spielbetrieb zurückkehren. Theaterintendant Steffen Mensching erklärte die Entscheidung mit der gesunkenen Inzidenz vor Ort. Das Theater öffne gemäß der Vorgaben der neuen Landesverordnung mit reduzierter Platzkapazität von 40 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung. Das entspricht 104 Karten im Theater im Stadthaus, 39 im Schminkkasten und 240 im Meininger Hof Saalfeld. Zudem greift eine 2G-Plus-Beschränkung und eine FFP2-Maskenpflicht.

Donnerstag, 23. Dezember, 13:08 Uhr | Sachsen: Theaterintendanten und Kulturministerin rufen zu Solidarität auf

Sachsens Kulturministerin Klepsch hat gemeinsam mit drei Theaterintendanten eine Erklärung veröffentlicht, in der sie zu Solidarität und zu mehr Impfungen aufruft. Das Papier unterzeichneten der Intendant des Mittelsächsischen Theaters Freiberg/Döbeln, Ralf-Peter Schulze, der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen, Lutz Hillmann und Philipp Schaller, künstlerischer Leiter des Kabaretts Herkuleskeule in Dresden. In der Erklärung heißt es: "Lassen Sie sich impfen – für sich und andere – dann können auch wir wieder unsere Rolle spielen. Und das wollen wir!"

Mittwoch, 22. Dezember, 16:39 Uhr | Thüringens Kulturminister Hoff: "Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde"

Die Corona-Inzidenz ist derzeit rückläufig, doch gleichzeitig werden Warnungen vor einer Omikron-Welle lauter. Bund und Länder haben am Donnerstag mit Blick auf die neue Variante die Corona-Beschränkungen verschärft – nach Weihnachten. MDR KULTUR hat mit Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff über die Auswirkungen, die Stimmung in der Kulturszene und Unterstützungsmöglichkeiten für die Branche gesprochen. Im Interview nannte der Minister Vorsicht das Gebot der Stunden und rief eindringlich zum Impfen auf.

Mittwoch, 22. Dezember, 14:22 Uhr | Kulturschaffende setzen sich gegen Corona-Demos ein

Seit Wochen demonstrieren in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Menschen gegen die Corona-Politik. Immer wieder kommt es dabei auch zu Gewalt. Doch es gibt zunehmend Widerstand gegen die teils aggressiven Protestler – vielerorts besonders aus der Kulturszene.

Dienstag, 21. Dezember, 15:30 Uhr | Clubs und Diskotheken müssen schließen

In Sachsen-Anhalt müssen Clubs und Diskotheken schließen. Das hat die Landesregierung in ihrer geänderten Corona-Eindämmungsverordnung verfügt. Sie gilt nach Angaben der Staatskanzlei ab Donnerstag. Mit den neuen Regeln folgt Sachsen-Anhalts Landesregierung einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz.

Dienstag, 21. Dezember, 13:30 Uhr | Absagefrist beim Corona-Sonderfonds Kultur verlängert

Die Absagefrist für Veranstaltungen beim Sonderfonds des Bundes wird bis Ende Januar verlängert. Das haben Bund und Länder beschlossen. Ursprünglich wäre sie am 23. Dezember ausgelaufen.

Der Sonderfonds soll Kulturveranstalter ermutigen, auch in der Pandemie Termine zu planen und das finanzielle Risiko dabei mindern. Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Besucherinnen und Besuchern werden demnach durch Zuschüsse zu Ticketverkäufen unterstützt. Bei Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucherinnen und Besuchern können bei coronabedingter Absage Kosten erstattet werden. Der aktualisierten Regelung zufolge kann dies nun für Veranstaltungen, die bis Ende Februar geplant und bereits im Sonderfonds registriert sind, bis 31. Januar geschehen.

Über den Sonderfonds werde versucht, die Corona-Folgen für den Kultur-Bereich durch ständiges Nachsteuern zu mildern, erklärte dazu der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, als Mitglied des Lenkungsausschusses. Erst vor zwei Wochen sei der Fonds des Bundes für Kulturveranstaltungen angepasst worden. Zudem sei vor drei Tagen beschlossen worden, dass die Überbrückungshilfe III Plus auch bei coronabedingter "freiwilliger" Schließung von Kulturorten genutzt werden könne.

Dienstag, 21. Dezember, 12:30 Uhr | Hennebergisches Museum sucht Corona-Kunst

Das Hennebergische Museum Kloster Veßra sucht Künstler für eine Sonderausstellung mit dem Titel "Noch da! Kunst in Zeiten von Corona". Wie Museumsdirektorin Claudia Krahnert am Dienstag mitteilte, sollen Kunstwerke gezeigt werden, die während der Pandemie entstanden. Willkommen seien Werke der bildenden und angewandten Kunst wie Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik und Digital Art.

Im Hennebergischen Museum Kloster Veßra besichtigen Besucher 2010 die Ruine der Klosterkirche
Das Kloster Veßra mit der Ruine der Klosterkirche zählt zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmalen in Thüringen. Bildrechte: dpa

Interessierte können bis zum 16. Januar eine Projektskizze mit maximal fünf Objekten einreichen. Die Bewerbung soll Fotos der Kunstwerke sowie eine genaue Beschreibung von Genre, Technik, Material und Maßen beinhalten. Aus allen Einsendungen wählt eine Jury zehn Künstler aus. Die Ausstellung soll am 13. März eröffnet werden. Die ausgewählten Künstler sollen als Aufwandsentschädigung jeweils 250 Euro erhalten.

Montag, 20. Dezember, 15:30 Uhr | Gewandhaus-Orchester spielt für die "Konserve"

Ein "großartiges Programm mit wunderbaren Solisten" produziert gerade das Leipziger Gewandhaus, "leider nur für die Konserve", wie der Vorsitzende des Orchestervorstands, Matthias Schreiber, am Montag erklärte. Die Musikerinnen und Musiker bereiten derzeit u.a. die Videoproduktion von Beethovens 9. Sinfonie vor, die zum Jahreswechsel im Mitteldeutschen Rundfunk und online übertragen wird.

Seit dem 22. November sind Kultureinreichtungen wie Theater, Museen und Klubs in Sachsen corona-bedingt geschlossen. Schreiber erklärte, der Beschluss zum "Wellenbrecher"-Teillockdown inklusive Schließung der Konzerthäuser sei eine "große Enttäuschung" gewesen: "Einerseits haben wir die hohen Inzidenzen in Sachsen, das ist klar, andererseits wurde alles getan, um den Konzertbetrieb sicher zu machen für das Publikum mit 2G", sagte der Cellist. Es habe keine nachgewiesenen Infektionsausbrüche im Konzerthaus gegeben. Im Vergleich zu den Schließungen im vergangenen Jahr sei die Situation noch frustrierender: Man habe gehofft, 2021 über dem Berg zu sein. Das habe sich nicht bestätigt, auch weil sich viele Menschen nicht impfen ließen: "Das ist frustrierend, auch weil wir im Orchester eine extrem hohe Impfquote haben."

Freitag, 17. Dezember, 10.45 Uhr | Verein in Gera für Museumsöffnung

Ein Förderverein in Gera setzt sich gegen die zeitweilige Schließung der städtischen Museen wegen des Corona-Risikos ein. Die Museen der Stadt sollten stundenweise öffnen, fordert der Verein der Freunde und Förderer der Kunstsammlungen Gera in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister. Die freigestellten Mitarbeiter würden anderweitig nur drei Stunden beschäftigt. Daher könnten sie die restlichen drei Stunden ihre Arbeitszeit in den Geraer Museen verbringen, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen, so der Verein. Die Stadt Gera hat sich zu dem offenen Brief noch nicht geäußert. Nach aktueller Corona-Lage können Museen in Thüringen bei Einhaltung der 2G-Regelung öffnen. Sämtliche Museen in Gera sind pandemiebedingt seit dem 22. November 2021 geschlossen.

Donnerstag, 16. Dezember, 11:30 Uhr | Greizer Vereine gegen Corona-Proteste

Als Reaktion auf andauernde Proteste gegen die Corona-Politik in Greiz wollen mehrere Vereine und Institutionen in der Stadt ein Zeichen für Zusammenhalt und Respekt setzen. Nach Angaben einer Organisatorin sollen am Samstag ab 19 Uhr für eine halbe Stunde Lieder wie "Stille Nacht" von den Dächern erklingen. Damit wolle man denen eine Stimme geben, die hilflos und mit Bedauern die Schlagzeilen zu den Protesten der vergangenen Wochen verfolgten.

Den Angaben zufolge wird die Aktion von der Stadt, dem Landkreis und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Greiz unterstützt. Die Sprecherin erklärte, selbst auf die Straße gehen wolle man nicht, um das Corona-Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Die Aktion sei ein Versuch, der Hilflosigkeit entgegenzuwirken und nicht mehr ohnmächtig zuschauen zu müssen. Musik verbinde und könne "ein bisschen Ruhe auf die Sraßen" bringen. Am vergangenen Samstag hatten in Greiz laut Polizei bis zu 1.000 Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. Dabei seien 14 Polizisten verletzt worden. Für kommenden Samstag werden erneut Proteste erwartet.

Mittwoch, 15. Dezember, 13:58 Uhr | Theater Erfurt schließt bis Mitte Januar

Das Theater Erfurt stellt vom 18. Dezember 2021 bis 14. Januar 2022 den Spielbetrieb ein. Grund sei die angespannte Gesundheitssituation, heißt es in der Pressemitteilung des Hauses. Generalintendant Guy Montavon begründet die Schließung mit dem Gesundheitsschutz seiner Mitarbeitenden und des Publikums: "Die verantwortungsbewusste Umsetzung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus hat derzeit Priorität." Der Proben- und Werkstattbetrieb würde bis auf Weiteres aufrechterhalten.

Bereits gekaufte Karten für entfallende Veranstaltungen werden durch den Besucherservice erstattet. Dafür kann vorzugsweise das Kartenrückgabeformular auf der Internetseite des Theaters genutzt werden.

Dienstag, 14. Dezember, 15:13 Uhr | Sächsischer Kultursenat sieht Kulturszene existenziell bedroht

Die erneuten harten Corona-Maßnahmen stürzen die Kulturszene im Freistaat in eine existenzielle Krise. Das erklärte die Präsidentin des Sächsischen Kultursenats, Koch-Heinrichs, am Dienstag. Schon jetzt sei zu befürchten, "dass durch die Corona-Pandemie kulturelle Strukturen irreparabel geschädigt wurden und wir die Menschen verlieren, deren Kreativität unverzichtbarer Bestandteil unserer kulturellen Identität ist". Koch-Heinrichs forderte "dringend Lösungsansätze für klare Zukunftsperspektiven".

Aufgabe des 24-köpfigen und vom Ministerpräsidenten berufenen Sächsischen Kultursenats ist es, die Förderpolitik des Landes und der Kommunen für Kunst und Kultur beratend zu begleiten und Empfehlungen zu geben.

Koch-Heinrichs hatte am Dienstag einen aktuellen Bericht zum Kulturraumgesetz an den Landtag in Dresden übergeben. Darüber wird seit 1994 die Kulturförderung im Freistaat, insbesondere auch abseits der großen Städte, gesteuert. Untersucht wurden die Finanzierung der kulturellen Infrastruktur in ländlichen Gebieten, die tarifgerechte Bezahlung im Bereich Kunst und Kultur und die Dynamisierung der Kulturraummittel. Im Ergebnis sind strukturelle Probleme in diesen Bereichen benannt, die laut der Analyse seit Jahren die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Kultur gefährden und nur gemeinsam von Land, Kommunen und Kulturverbänden zu lösen sind.

Montag, 13. Dezember, 20:01 Uhr | Staatstheater Meiningen stellt Spielbetrieb bis 5. Januar 2022 ein

Wie das Staatstheater Meiningen mitgeteilt hat, wird es seinen Spiel- und Veranstaltungsbetrieb von Mittwoch, dem 15. Dezember, bis einschließlich Mittwoch, den 5. Januar 2022, einstellen. Dies sei aufgrund der anhaltend hohe Inzidenz an Corona-Neuinfektionen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und der neuen Corona-Regelungen erforderlich gewesen.

Aktuell sei bei Kulturveranstaltungen in Innenräumen eine Auslastung von nur noch 30 Prozent der verfügbaren Platzkapazität möglich und somit ein Vorstellungsbetrieb unter diesen Umständen nicht mehr umsetzbar. Um dem Publikum wie auch den Mitarbeitenden des Theaters Planungssicherheit zu geben, sei somit die Entscheidung für eine dreiwöchige Pause des Spielbetriebs gefallen.

Auch der für den Februar 2022 geplante Bühnenball wird aufgrund des anhaltend hohen Infektionsgeschehens abgesagt.

Montag, 13. Dezember, 18:28 Uhr | Initiative "Bautzen gemeinsam" präsentiert Forderungen

Im Deutsch-Sorbischen Theater hat die neu gegründete Initiative "Bautzen gemeinsam" ihre "Bautzener Erklärung" vorgestellt. Die Petition fordert unter anderem: "Bautzen ist und soll auch fortan kein Aufmarschplatz der Rechtsextremen und Coronaleugner sein. [...] Von Politik und Polizei fordern wir deshalb, die illegalen Demonstrationen nicht zu dulden."

Unter den rund 80 Erstunterzeichnenden aus den Bereichen Wirtschaft, Mittelstand, Kirche, Wissenschaft, Kultur und Kommunalpolitik, findet sich neben Lutz Hillmann, dem Intendanten des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters auch die Bautzner Band Silbermond – und als Mitinitatorin Katja Gerhardi, Gymnasiallehrerin und CDU-Stadträtin in Bautzen.

Montag, 13. Dezember, 16:21 Uhr | Umfangreiches Digitalangebot der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Gemäß der neuen sächsischen Corona-Notfall-Verordnung müssen die Museen bis zum 9. Januar 2022 geschlossen bleiben. In dieser Zeit bieten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein umfangreiches digitales Programm an.

Zur Ausstellung "Johannes Vermeer. Vom Innehalten" bietet das Museum auf seinen Seiten vertiefende Texte, zoombare Bilder und Kurzfilme an, mit Wissenswertem rund um den Künstler Vermeer und die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Es geht um die Maltechnik, den Restaurierungsprozess des "Brieflesenden Mädchens am offenen Fenster" sowie um die Symbolik der Bilder.

Zudem werden online kostenfreie Live-Touren durch die Ausstellungen angeboten, teilweise ergänzt durch Vorträge der Kuratorinnen und Kuratoren. Donnerstags und Sonntags gibt es virtuelle Touren durch die Vermeer-Schau, sonntags um 11 Uhr durch die Sonderausstellung "Träume von Freiheit. Romantik in Russland und Deutschland".

Auf der SKD-Digitalplattform "voices" werden künstlerische Positionen aus den Sonderausstellungen gezeigt. Derzeit im Fokus: Die "Kinderbiennale – Embracing Nature". Und im Digitalmagazin "voices Mag" wird darüber hinaus zu gesellschaftlichen Themen wie Nachhaltigkeit und Transkulturalität berichtet. Außerdem gibt es hier den neuen Podcast des SKD-Jugendbeirats "Futur III" zu hören. Darin geht es um Ideen und Utopien zum Museum der Zukunft.

Montag, 13. Dezember, 13:51 Uhr | Deutsches Burgenmuseum schließt bis 7. Januar

Das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg in Thüringen schließt vorübergehend bis einschließlich 7. Januar 2022. Als Gründe nannte Museumsdirektorin Adina Rösch am Montag einerseits den Besucherrückgang aufgrund der verschärften Corona-Regeln. Außerdem wolle man das Infektionsgeschehen ausbremsen.

Bis zum 24. Dezember öffnet das Museum auf seiner Webseite täglich ein Adventstor hinter dem sich ein Quiz und Geschenke verstecken. Nach der Wiedereröffnung im neuen Jahr soll es dann eine große Spielzeugausstellung zum Thema "Burgen, Ritter und Burgfräulein" geben.

Freitag, 10. Dezember, 16:41 Uhr | Haus der Weimarer Republik schließt bis Jahresende

Das Haus der Weimarer Republik wird aufgrund der anhaltend hohen Inzidenzwerte in der Region ab der kommenden Woche geschlossen. Der Geschäftsführer der Einrichtung, Stephan Zänker, erklärt in einer Pressemitteilung: "Um die vierte Welle der Pandemie zu brechen, sind Kontakteinschränkungen notwendig. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten". Da viele Menschen die Aufforderungen aus Wissenschaft und Politik befolgen und touristische Reisen unterlassen, sei der Besucherstrom inzwischen so gering geworden, dass eine Schließung des Hauses auch unter Beachtung von Aufwand und Nutzen sinnvoll ist. Sie gilt vorerst bis zum Jahresende, über eine mögliche Verlängerung wird rechtzeitig informiert.

Auch das Theater Rudolstadt hat seit 3. Dezember seine Pforten bis voraussichtlich zum 19. Dezember eingestellt.

Freitag, 10. Dezember, 12:35 Uhr | Zahlreiche Corona-Fälle im Semperoper Ballett-Ensemble

Über 20 Mitglieder des Semperoper Ballett-Ensembles sind positiv auf Corona getestet worden. Das erzählte der Ballett-Direktor Aaron S. Waktin im Gespräch mit MDR KULTUR. Die größte Ballett-Company Sachsens konnte in den vergangenen zwei Wochen daher nicht trainieren. Das Training sei mittlerweile wieder angelaufen, die nächsten Ballett-Aufführungen sind aber erst wieder für Mitte Februar geplant. Auch die Aufführungen des beliebten Weihnacht-Balletts "Der Nussknacker" müssen entfallen.

Donnerstag, 9. Dezember, 10:21 Uhr | MDR-Sinfonieorchester rechnet mit längerer Pause

Das MDR-Sinfonieorchester stellt sich darauf ein, dass die Beschränkungen der sächsischen Corona-Verordnung bis zum 9. Januar verlängert werden – und damit auch weitere Konzerte ausfallen. Der Manager des Orchesters, Heiner Louis, sagte MDR KULTUR, das sei zwar noch nicht offiziell. Man rechne aber damit, dass auch das traditionelle Weihnachts- und das Neujahrskonzert ausfielen.

"Im Moment sind wir dabei, zu planen, was wir davon dann fürs Radio produzieren können", so Louis. Derzeit probe das Orchester aber auch nicht. Nach Louis' Angaben sind "sehr sehr viele" Musikerinnen und Musiker des Orchesters geimpft, "aber nicht jeder". Das Orchester sei in dieser Hinsicht ein Spiegel der Gesellschaft, aber man habe im Gegensatz zum Land Sachsen "nicht die rote Laterne".

Mittwoch, 8. Dezember, 17:20 Uhr | Stadt Jena sagt ihre Kulturveranstaltungen ab

Die Stadt Jena sagt wegen der hohen Zahl von Corona-Infizierten alle kommunal organisierten Kulturveranstaltungen ab und schließt städtische Einrichtungen. Das betrifft z. B. die Jenaer Philharmonie, städtische Museen, die Volkshochschule oder die Ernst-Abbe-Bibliothek.

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) kündigte eine 3G-Regelung in allen städtischen Gebäuden an. Es gehe darum, parallel zu einer Erhöhung der Impfquote Kontakte im öffentlichen Leben zu reduzieren, erläuterte Nitzsche die Situation. "Wir sind im Kontrollverlust. Das tut weh, das zu sagen." Das Gesundheitsamt sei angesichts der hohen Zahlen nicht mehr in der Lage, alle der aktuell über 2.000 Fälle zu bearbeiten und ins System einzuarbeiten.

Mittwoch, 8. Dezember, 14:40 Uhr | TU Chemnitz veröffentlicht Studie über den Zustand der Kultur

Unter dem Titel "Wertstoff Kultur" hat die TU Chemnitz eine qualitative Studie zur Kultur in der Pandemie unterlegt. Seit Frühjahr wurden zahlreiche Kulturakteure aus Chemnitz in mehr als 30 Interviews zu ihrem Leben und Arbeiten in der Pandemie befragt. Das zentrale Ergebnis der Befragung lautet: "Die Anerkennung der kulturellen Leistung fehlt."

Es wird in den Interviews deutlich, dass Kultur ihren zentralen Stellenwert in der Gesellschaft haben muss, viele sich aber darüber kaum bewusst sind und eine entsprechende politische und gesellschaftliche Verankerung fehlt.

Anja Herrmann-Fankhänel

Und doch: Studienleiterin Anja Herrmann Fankhänel zeigt auf, dass die fehlende Kultur nicht nur Probleme schafft - sondern sie auch wieder lösen kann. Die Studie mit dem Titel "Wertstoff Kultur" ist auf der Website der TU Chemnitz einsehbar.

Dienstag, 7. Dezember, 16:33 Uhr | Vorstellungen im Erfurter Puppentheater Waidspeicher entfallen bis Mitte Dezember

Im Erfurter Theater Waidspeicher können bis zum 15. Dezember wegen Erkrankungen im Ensemble keine Veranstaltungen stattfinden. Somit müssen alle geplanten Vorführunge des Puppentheaters ersatzlos entfallen, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses. Bereits gekaufte Karten können in der Theaterkasse am Domplatz 18 umgetauscht oder erstattet werden.

Dienstag, 7. Dezember, 14:41 Uhr | Theaterhäuser in Görlitz und Zittau schließen bis Mitte Januar

Die Theaterhäuser des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz und Zittau schließen bis Mitte Januar. Alle Vorstellungen bis dahin werden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt, wie das Theater am Dienstag mitteilte. Falls es die pandemische Lage zulassen sollte, wolle man den Betrieb am 15. Januar im Großen Haus Görlitz mit der Premiere eines Tanzstückes wieder aufnehmen. Bereits gekaufte Karten für den Zeitraum bis 14. Januar können getauscht oder erstattet werden. Das Neujahrskonzert der Lausitzer Philharmonie soll per Stream übertragen werden.

Dienstag, 7. Dezember, 10:16 Uhr | Semperoper Dresden impft mit musikalischer Begleitung

Die Sächsischen Staatstheater laden am dritten Adventswochenende zu einer ungewöhnlichen Impfaktion mit künstlerischem Begleitprogramm ein. Unter dem Motto "Impfen schützt auch die Kultur" wird am Freitag in der Semperoper und am Samstag im Schauspielhaus geimpft. Künstlerinnen und Künstler von Semperoper und Sächsischer Staatskapelle unterstützen die Impfaktion mit musikalischen Beiträgen.

Man hoffe, somit viele Kurzentschlossene am kommenden Einkaufswochenende anzuziehen, so der Intendant des Staatsschauspiels, Joachim Klement. "Erst wenn möglichst viele Menschen sich solidarisch zeigen und geimpft sind, können wir zum regulären Spielbetrieb zurückkehren", erklärt Semperopern-Intendant Peter Theiler die Aktion.

Alle Personen, die das Angebot zur Impfung mit kulturellem Programm nutzen möchten, werden gebeten, sich mit den ausgefüllten Unterlagen, Krankenversicherungskarte sowie ihrem Impf- und Personalausweis einzufinden. Der erforderliche Anamnesebogen und das Aufklärungsblatt stehen auf semperoper.de/impfaktion und staatschausspiel-dresden.de/impfaktion zum Download zur Verfügung.

Termine:

  • Freitag, 10. Dezember 2021 | von 15 bis 19 Uhr | in der Semperoper (zwingerseitiger Eingang)
  • Samstag, 11. Dezember 2021 | von 10.30 bis 16 Uhr | im Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus am Postplatz, Eingang unter den Arkaden Ostra-Allee

Montag, 6. Dezember, 16:00 Uhr | Sachsen-Anhalt verschärft Corona-Regeln

In Sachsen-Anhalt gelten seit dem 6. Dezember strengere Corona-Regeln. 2G-Plus heißt es nun für Veranstaltungen von Chören und auf Volksfesten. Hier müssen die geimpften und genesenen Personen also zusätzlich einen aktuellen Antigen-Schnelltest vorlegen. Für Kulturgroßveranstaltungen wurden folgende Besucher-Obergrenze festgelegt: Maximal die Hälfte der örtlichen Kapazität darf ausgelastet werden, höchstens 5.000 Menschen in geschlossenen Räumen und höchstens 15.000 Personen im Freien. Diskotheken werden ab einer Inzidenz von 350 geschlossen. Die Landesverordnung ist vorerst bis 23. Dezember befristet.

Montag, 6. Dezember, 10:30 Uhr | Staatsschauspiel Dresden sieht in 2G keine Öffnungsperspektive

Nach dem Bund-Länder-Treffen gilt für den Kulturbereich einheitlich die 2G-Regel – und das weitestgehend unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Auch 2G-Plus wäre möglich. Das Staatschauspiel Dresden sieht darin keine baldige Öffnungsperspektive. Intendant Joachim Klement begründete dies auf Nachfrage von MDR KULTUR mit der angespannten Situation bei der Auswertung von Corona-Tests für seine Belegschaft, "weil wir nicht mehr garantieren konnten oder die Labore uns garantieren konnten, dass wir rechtzeitig Werte haben, um zu sagen: 'Die Menschen sind negativ, die können sozusagen Abstände unterschreiten beziehungsweise überhaupt zusammenarbeiten.'" Unter diesen Rahmenbedingungen könne man die Leute nicht kommen lassen, "um ihnen dann zu sagen: Die Vorstellung findet nicht statt". Klement erklärte weiter, Theater seien bekanntlich keine Pandemie-Treiber. Dennoch treffe er zurzeit keine Menschen, die wegen der Schließung auf die Politik schimpften, sondern auf die Impfquote in Sachsen, die für die derzeitige Pandemie-Lage sorge. Dass es die Kultur treffe, die so dringend gebraucht würde für ein gemeinsames Nachdenken, sei furchtbar.

Klement kündigte an, dass sich sein Haus an der Impfkampagne beteiligen werde. Staatsschauspiel Dresden und Semperoper würden dazu am kommenden Freitag und Samstag öffnen. Der Spielbetrieb ist bis 9. Januar eingestellt worden.

Freitag, 3. Dezember, 11:45 Uhr | Sorgen und Kritik aus dem Leipziger Gewandhaus

Der Direktor des Leipziger Gewandhauses, Andreas Schulz, hat den Umgang der Politik mit Hygiene-Konzepten kritisiert. Im Interview mit der Leipziger Volkszeitung meinte der Verwaltungschef des Konzerthauses, dass es trotz zahlreicher Warnungen versäumt worden sei, vorausschauend Maßnahmen zu ergreifen. So seien Schließungen in Kauf genommen worden. Er betonte zugleich, dass die Politik nicht allein Schuld an der aktuellen Situation trage.

Seit dem 22. November sind Kultureinreichtungen wie Theater, Museen und Klubs in Sachsen geschlossen. Die aktuelle sächsiche Coronaschutz-Verordnung gilt bis zum 12. Dezember, doch die Leipziger Bühnenbetriebe haben ihre Vorstellungen bereits bis zum 9. Januar abgesagt. Angesichts der Situation rechnet Schulz allerdings nicht damit, das Haus am 10. Januar wieder öffnen zu können. Der Gewandhausdirektor sorgt sich daher um die finanzielle Situation: Eine Umfrage unter den Abonnenten habe gezeigt, dass ungefähr 40 Prozent während der Pandemie nicht kommen wolle. Da die Schließung eine Entscheidung der Landesregierung gewesen sei, sei nicht mit Bundeshilfen zu rechnen: "Ich hoffe sehr, dass Land und Stadt dann helfen", erklärte Schulz.

Freitag, 3. Dezember, 10:30 Uhr | Kommentar zu geschlossenen Theatern in Sachsen

Noch bis zum 12. Dezember gilt die aktuelle sächsische Corona-Schutzverordnung, nach der unter anderem Museen und Theater schließen mussten. Weiterhin hohe Zahlen (bei Neuinfektionen und Intensivversorgung) und die jüngsten Aussagen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) lassen vermuten, dass die Maßnahmen verlängert werden könnten. Die städtischen Bühnenbetriebe in Dresden, Leipzig und Chemnitz erklärten bereits, erst am 9. Januar wieder spielen zu wollen.

MDR KULTUR-Theaterredakteur Stefan Petraschewsky bedauert diese Entscheidungen. Theater seien wichtige Orte für gesellschaftlichen Austausch und Demokratie, die so einfach verschlossen blieben. Währenddessen spielten die Häuser im benachbarten Thüringen unter strengen Auflagen weiter. Gerade weil Kulturorte laut einiger Untersuchungen keine Pandemie-Treiber seien, vermisst Petraschewsky ein klares Statement von Theater in Sachsen, warum sie sich nicht auf Öffnungen vorbereiten.

Freitag, 3. Dezember, 8:00 Uhr | Thüringer Theater spielen trotz Verschärfungen

Die neuen Corona-Maßnahmen haben keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Thüringer Theater. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur nach Recherchen an den Häusern in Erfurt, Weimar oder Jena. Nach zwei längeren Besprechungen haben Bund und Länder sich auf eine Verschärfung der bisherigen Regeln geeinigt. Die flächendeckende 2G-Regelung hat auf den Bühnenbetrieb der Theater in Thüringen jedoch kaum Auswirkungen, weil hier schon länger nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben, sonst aber weiter gespielt wird.

Ganz spurlos geht die vierte Welle und die aktuelle Infektionslage aber auch nicht vorüber: Wegen der geringeren Platzkapazitäten – in Weimar wird beispielsweise im Schachbrettmuster nur jeder zweite Platz verkauft – sind viele Vorstellungen schon ausverkauft. Am Theaterhaus Jena fallen einige Vorstellungen aus – coronabedingt, wie es auf der Webseite heißt. Auch an anderen Häusern fallen immer wieder Künstlerinnen und Künstler nach positiven Corona-Tests aus, die dann von Gästen oder Aushilfen ersetzt werden, heißt aus dem Theater Erfurt. Das Deutsche Nationaltheater Weimar hofft, mit den getroffenen Maßnahmen gut durch die Winterspielzeit zu kommen, die für viele Theater wegen der Weihnachtsstimmung in der Regel zu den besucherstärksten Zeiten gehört.

Donnerstag, 2. Dezember, 17:00 Uhr | Theater Chemnitz setzen Vorstellungen bis 9. Januar aus

Auch die Theater Chemnitz verlängern die Aussetzung des Vorstellungsbetriebes bis zum 9. Januar 2022. Alle Veranstaltungen werden abgesagt, die Spielstätten Opernhaus und Schauspielhaus bleiben geschlossen und auch der Probenbetrieb wird bis auf Weiteres eingestellt. Das schmerzt vor allem im traditionsreichen Weihnachtsmonat Dezember sehr, sagt Generalintendant Christoph Dittrich: "Dennoch tragen wir die Entscheidungen in vollem Umfang mit und sehen uns als Kulturschaffende in einer besonderen Verantwortung."

Bereits erworbene Karten für abgesagte Veranstaltungen bis einschließlich 9. Januar 2022 werden in voller Höhe erstattet oder, wo es möglich ist, für spätere Termine kostenfrei umgetauscht.

Donnerstag, 2. Dezember, 14:12 Uhr | Theater Plauen-Zwickau schließt bis zum 16. Januar

Um langfristig planen zu können und Kontakte zu verringern, schließt das Theater Plauen-Zwickau seine Spielstätten bis einschließlich 16. Januar 2022. So wolle man dabei helfen, die vierte Infektionswelle zu brechen, erklärte die Theaterleitung am Donnerstag in einer Mitteilung. Zuvor hatte das Sächsische Kultusministerium bereits durchblicken lassen, dass eine Wideraufnahme des Spielbetriebs nach dem 12. Dezember unwahrscheinlich ist. Zur Rückgabe der bereits gekauften Karten sollen sich Besucherinnen und Besucher an die Theaterkasse wenden.

Mittwoch, 1. Dezember, 17:15 Uhr | Schauspiel und Semperoper Dresden bis 9. Januar geschlossen

Alle Spielstätten der Semperoper und des Staatstheaters Dresden setzen bis einschließlich 9. Januar 2022 ihren Spielbetrieb weiter aus. Die Entscheidung sei in Absprache mit dem Kulturministerium getroffen worden, teilten Schauspielaus und Semperoper am Mittwoch in Dresden mit. Mit der Entscheidung werde auf die alarmierende pandemische Lage in Sachsen reagiert. Bereits gekaufte Karten werden durch den jeweiligen Besucherservice erstattet.

Mittwoch, 1. Dezember, 16:25 Uhr | Leipziger Buchmesse 2022 soll stattfinden

Die Leipziger Buchmesse soll vom 17. bis 20. März 2022 stattfinden, erklärt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe: "Die Branche vermisst diese so wichtige Plattform, vermisst Sichtbarkeit für Autorinnen und Autoren und den Austausch zu den Novitäten des Frühjahrs. Und auch die ganze Stadt freut sich auf die Begegnung mit der Buch- und Medienbranche."

Um die Buchmesse im kommenden Jahr zu ermöglichen, ist das Hygienekonzept "Safe Expo" erarbeitet worden: Dieses sieht aufgrund der Kontaktnachverfolgung vor, Tickets nur im Vorverkauf anzubieten. Vor Ort soll es keine Tageskassen geben und Dauertickets entfallen komplett. Darüber hinaus gilt pro Tag eine Begrenzung von 25.000 Besucherinnen und Besuchern. Auf dem Messegelände gilt Maskenpflicht und 2G. Sollten die Fallzahlen deutlich sinken, wird das Konzept auf 3G umgestellt. Auf dem gesamten Gelände sorgen Hygienelotsen sowie Wegeführung für die Entzerrung von Menschenmengen. Belüftungsanlagen sowie die regelmäßige Reinigung aller Kontaktflächen sollen einen sicheren Messebesuch gewährleisten. Das Hygienekonzept wird entsprechend der aktuellen Coronalage kontinulierlich angepasst.

Dienstag, 30. November, 18:00 Uhr | Nordharzer Städtebundtheater sagt Vorstellungen ab

Wegen der "dramatisch ansteigenden Inzidenzwerte und der Unabsehbarkeit der Situation" hat sich die Geschäftsleitung des Nordharzer Städtebundtheaters dafür entschlossen, bis einschließlich 4. Januar 2021 alle Veranstaltungen abzusagen. Dies beinhaltet auch die beiden Silvesterpremieren "Großherzogin von Gerolstein" und "Landeier" sowie alle Silvesterkonzerte.

Wir bedauern sehr, diesen Schritt gehen zu müssen und hoffen, in absehbarer Zeit wieder für Sie alle spielen zu dürfen.

Geschäftsführer, Intendant und Verwaltungsdirektor des Nordharzer Städtebundtheaters

Dienstag, 30. November, 14:52 Uhr | Bühnenverein fordert von Politik Bekenntnis zur Kultur

Heute wollen Bund und Länder neue Entscheidungen im Umgang mit der aktuellen Coronalage treffen. Vorab fordert der Bühnenverein in einer Erklärung eine Bekenntnis zur Kultur und spricht sich für offene, sichere Theater und gegen pauschale Maßnahmen aus.

Die Politik habe auf materieller Ebene zwar Milliarden in die Sicherung der Kultur investiert, trotzdem sei es zu einem Vertrauensbruch zwischen Kultur und Politik gekommen. Es sei der Eindruck entstanden, die Kultur sei nicht so wichtig, sagt Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins im Gespräch mit MDR KULTUR. Aus Brosdas Sicht handele es sich um eine Fehleinschätzung, zu glauben, dass sich durch die Schließung von Kultureinrichtungen das Pandemiegeschehen brechen lasse:

"Wir sagen auch deutlich, dass es regional, wenn dort sozusagen Beschränkungen notwendig sind, es auch sinnvoll ist, die zu gehen. Keiner ist so illusorisch zu sagen, man muss nichts tun. Dazu sind wir in einer viel zu dramatischen Situation."

Weiter fordert der Bühnenverein eine klare Kommunikation mit den Bühnen und weist darauf hin, dass diese viel unternommen hätten, um sicher spielen zu können: "Wenn man wirklich harte Maßnahmen braucht, dann darf nicht die Kultur die einzige Betroffene sein, sondern dann müssen wir gucken, dass wir wirklich rigide runterfahren, um dann auch schnell Wellen zu brechen, so sie sich regional aufbauen", so Brosda.

Wenn man sich das aktuelle Infektionsschutzgesetz anschaue, dann lese sich das so, als ob die Länder nur bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen Handlungsspielraum hätten und ansonsten nichts schließen dürften. Das sei aus Brosdas Sicht eine "komische Vorstellung": So sei es in Ordnung, abends drei Stunden in der Kneipe miteinander zu sprechen, aber mit Maske schweigend im Theater zu sitzen sei medizinisch gefährlicher, so Brosda. "Wenn ich Kontakte beschränken will, dann muss ich unterschiedslos über allem gesellschaftlichem Leben Kontakte beschränken."

Brosda findet es bedenklich, dass das Arbeitsleben aufrecht erhalten wird, aber danach kein öffentliches Leben mehr stattfinden könne. Das habe seiner Meinung nach auch zunehmend dazu geführt, dass keine gute öffentliche Debatte mehr über die Situation geführt werden könne.

Über Kulturschaffende, die sich nicht impfen lassen, kann Brosda nur den Kopf schütteln. "Wer Kultur öffnen will, muss wissen, dass der Weg über die Impfung führt." Er sei es leid, dass die Abwägung zwischen Impfung oder dem Schließen des öffentlichen und kulturellen Lebens immer zulasten des Letzteren ausfalle. "Aus meiner Sicht ist die Impfung und in dem Fall eine Impfpflicht auf jeden Fall das mildere Mittel, um in einer Demokratie und einer offenen Gesellschaft zusammenbleiben zu können."

Dienstag, 30. November, 11:49 Uhr | Intendant der Semperoper fordert zum Impfen auf

Auch die Kunst- und Kulturszene sei beim Thema Impfen gespalten, sagt Peter Theiler, Intendant der Semperoper. Im MDR KULTUR-Interview spricht er von einer "Zerreißprobe". Deshalb hat er gemeinsam mit anderen großen Dresdner Kulturinstitutionen eine Initiative gestartet: "Impfen schützt auch die Kultur", so der Titel. Eine Impfkampagne sei eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und habe etwas mit Solidarität zu tun, so Theiler. Es gehe aber auch um den Erhalt der Kunst. "Wir liegen ja da nieder im Moment, wir sind geschlossen, die Kultur leidet massiv."

Man müsse jetzt auch ein Verständnis für die Künstlerinnen und Künstler aufbringen, die aktuell nicht arbeiten können, "deren Lebensprojekte im Grunde genommen einen großen Schaden nehmen". Das seien nicht nur Enttäuschungen, das sind auch Zäsuren in den Biographien. "Und ich finde, man sollte sich jetzt einfach diesen ultimativen Ruck geben, um sich impfen zu lassen, damit wir ganz normal wieder arbeiten und unsere Visionen verwirklichen können. Es geht doch hier um Substanz, es geht um Wesentliches. Es geht ja nicht nur um Gesundheit, sondern es geht auch darum, dass die Kunst krankt."

Dienstag, 30. November, 10:16 Uhr | Theaterhaus Jena führt 2G+-Regel ein und muss Termine streichen

Auch das Theaterhaus Jena muss sich den zunehmenden Infektionszahlen anpassen. Wegen der schwierigen räumlichen Bedingungen müsse das Theater nach eigenen Angaben ab Mittwoch, 1. Dezember, die 2G+-Regel einführen. Das bedeutet für Zuschauerinnen und Zuschauer, dass sie einen Impf- oder Genesenennachweis sowie einen aktuellen Testnachweis samt Personalausweis am Eingang vorlegen müssen.

Akzeptiert werden Testnachweise aus einem Testzentrum oder vom Arbeitgeber, der Test darf nicht länger als 24 Stunden alt sein. Zusätzlich ist es möglich, sich mit selbst mitgebrachten Schnelltests zu testen. Dies ist unter den Augen der Theaterhaus-Mitarbeiterinnen auf der Unterbühne zwischen 19 und 19:30 Uhr möglich. Ausnahmen gäbe es für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das Theater bittet darum, sich entsprechend über aktuelle Regelungen zu informieren.

Aufgrund der neuen Regelungen muss das Theaterhaus einige Vorstellungen aus dem Dezember-Spielplan streichen. Bereits erworbene Tickets können in der Tourist-Information Jena zurückgegeben werden. Ein Umtausch für andere Vorstellungen ist leider nicht möglich.

Betroffen sind folgende Termine:

  • "Der Mann, der alles weiß" am 12., 28., 29. und 30. Dezember, 16 Uhr
  • "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich" am 16., 17., 18. Dezember, 20 Uhr, sowie am 19. Dezember, 16 Uhr

Montag, 29. November 19:07 Uhr | Gedenkstätte Buchenwald geht gegen Hass-Mails wegen 2G vor

Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bekommt nach eigenen Angaben seit vergangener Woche vermehrt Mails und Anrufe mit wüsten Beschimpfungen, weil sie nur noch Geimpfte und Genesene einlässt. Direktor Jens-Christian Wagner sagte dem MDR, man werde alle strafrechtlich relevanten Inhalte an die Polizei geben. Es gehe um Volksverhetzung und Beleidigung. Viele der Hassmails seien unter Klarnamen verfasst. Die Inhalte zeugten von einer erschreckenden Verrohung in der Szene der Corona-Leugner. So würden die NS-Verbrechen mit den Corona-Schutzmaßnahmen gleichgesetzt und die Mitarbeiter der Gedenkstätte als neue Nazis beschimpft werden.

Montag, 29. November 14:59 Uhr | Musikhochschule Dresden hat kaum Corona-Fälle

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Musikerinnen zunehmend gezwungen, sich beruflich neu auszurichten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst berichtet auch über Musikstudierende, die ihr Musikstudium abbrechen oder es trotz bestandener Prüfung nicht antreten. Diese Tendenz gebe es an der Carl Maria von Weber Musikhochschule in Dresden nicht, erzählt Leiter Axel Köhler im MDR KULTUR-Interview. Mit regelmäßigen Tests, dem Tragen von Masken und gegenseitiger Rücksichtnahme gelänge es seiner Hochschule sehr gut, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. "Wenn man umsichtig miteinander umgeht und das ernst nimmt, kann man auch unter diesen Bedingungen arbeiten."

Montag, 29. November 11:12 Uhr | Kammerspiele Magdeburg: Kritik an Ausschluss von Ungeimpften

Der Künstlerische Leiter der Kammerspiele Magdeburg, Michael Günther Bard, beobachtet eine Polarisierung in der Corona-Krise und findet das sehr schlimm. Das sagte er im Interview mit MDR KULTUR. An den Kammerspielen müssen sich zurzeit Genesene und Geimpfte zusätzlich testen. 2G+, das schließe die Ungeimpften aus, kritisiert Günther Bard. Er habe viele enttäuschte Reaktionen bekommen. "Ich bin aber der Meinung, dass Theater nicht zur Spaltung der Gesellschaft beitragen soll. Es muss ein Ort sein, wo sich die Leute treffen können, wo man auch darüber diskutieren kann."

Michael Günther Bard mit verschränkten Armen 38 min
Michael Günther Bard, Künstlerischer Leiter Kammerspiele Magdeburg, Schauspieler, Regisseur Bildrechte: MDR/Susanne Bard

Montag, 29. November 10:46 Uhr | Chemnitzer Theater empfinden Bedrohung durch Corona

Ausgerechnet in ihrer sonst meistbesuchten Zeit, der Weihnachtszeit, sind die sächsischen Theater wegen Corona wieder geschlossen. Das sei aktuell aber notwendig, so Chemnitzer Intendant Christoph Dittrich im Interview. Der Spielbetrieb an seinen Häusern sei auch durch Corona-Erkrankungen und die damit zusammenhängende Quarantäne gefährdet gewesen. Wirtschaftlich sei die Situation angespannt. Dass der Lockdown am 13. Dezember zuende ist, glaubt er nicht, wie er im Interview erzählt.

Samstag, 27. November 10:20 Uhr | Staatsschauspiel Dresden mit Adventsgrüßen statt Vorstellungen

Auch die Spielstätten des Staatsschauspiels Dresden sind bis mindestens zum 12. Dezember 2021 geschlossen. Bereits gekaufte Karten für entfallende Veranstaltungen werden durch den Besucherservice erstattet. Die Ensemblemitglieder haben sich jedoch für die vier Adventswochenenden etwas Besonderes ausgedacht, um den Theaterliebhaberinnen und -liebhabern die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen und sie über die geschlossenen Häuser zu vertrösten. Auf den Socialmedia-Profilen des Staatsschauspiels auf Instagram und Facebook gibt es jeweils zum Adventssonntag eine kleine Überraschung.

Freitag, 26. November 10:04 Uhr | Stille Nacht: Wie die Kultur in Sachsen mit den Schließungen umgeht

Der Lockdown-Light in Sachsen hat die meisten Kulturinstitutionen unvorbereitet getroffen. Vor dem ersten Advent sollten nicht nur die Weihnachtsmärkte öffnen, auch die Kulturhäuser starten dann traditionell mit ihren Weihnachtsprogrammen. Nun wurden unzählige Stücke und Aufführungen wieder abgesagt. Bei vielen kommen Erinnerungen an den vergangenen Corona-Winter hoch.

Der Intendant des Schauspiel Leipzig, Enrico Lübbe, möchte die Situation nicht vergleichen Denn: Der Impfstoff liege vor und man hätte reagieren können.

Intendant des Schauspielhauses Leipzig Enrico Lübbe sitzt vor der Bühne
Intendant des Schauspielhauses Leipzig Enrico Lübbe Bildrechte: MDR JUMP

Ich glaube, es tut im Moment gerade extrem weh, weil wir im Haus wirklich alles getan haben, dass wir nicht in die Situation kommen. Auch im Publikum war die Quote der Geimpften und Genesenen extrem hoch. Die haben sich drauf eingelassen, sind mit Maske rein. Es gab Abstände zwischen den Plätzen. Und jetzt geht es wieder zu. Das tut schon richtig weh.

Donnerstag, 25. November 10:40 Uhr | Thüringenweiter Impfappell aus Politik und Kultur

Die Thüringer Landesregierung appelliert an alle Thüringer Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. Der landesweite Appell wird von einer breiten Basis aus Politik, Kultur und Gesellschaft unterstützt. Bisher haben sich insgesamt mehr als 130 Unterstützerinnen und Unterstützer unter dem Papier versammelt, darunter Parteien, Verbände, Vereine und prominente Namen aus der Kulturlandschaft wie Hasko Weber, Generalintendant Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, Rolf C. Hemke, Künstlerischer Leiter des Kunstfests Weimar oder Dr. Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar.

Donnerstag, 25. November 8:10 Uhr | Theater Altenburg Gera setzt Spielbetrieb fort – mit Einschränkungen

Das Theater Altenburg Gera setzt den Spielbetrieb fort. Für das Haus gilt bei Theater- und Opernaufführungen allerdings eine Obergrenze von 50 Prozent. Damit dürfen inklusive Darstellerinnen und Darstellern maximal 500 Menschen ins Theater. Zudem gilt 2G. Außerdem muss während der gesamten Vorstellung eine Maske getragen werden.

Mittwoch, 24. November 17:03 Uhr | Nordharzer Städtebundtheater sagt Vorstellungen ab

Wegen der dramatisch ansteigenden Inzidenzwerte sind ab dem 29. November alle Vorstellungen im Landkreis Harz bis einschließlich 15. Dezember 2021 abgesagt. Die Entscheidung wurde von der Geschäftsleitung "schweren Herzens" getroffen. Traditionell liegt in der Vorweihnachtszeit ein Schwerpunkt des Hauses bei Aufführungen für Kinder und Jugendliche, die aktuell allerdings in besonderem Maße vom Infektionsgeschehen betroffen sind.

Mittwoch, 24. November 16:14 Uhr | Theater Magdeburg stellt um auf 2G und 2GPlus

Erneute Änderungen für die Vorstellungen des Theaters Magdeburg. Ein Großteil der Termine findet ab sofort unter Einhaltung der 2GPlus-Regelung statt, um mit einer höheren Auslastung spielen zu können. Das heißt, alle im Spielplan mit 2G gekennzeichneten Veranstaltungen sind jetzt 2GPlus. Einlass ins Theater gibt es nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen zertifizierten PCR, PoC-PCR oder PoC-Antigen-Test sowie einen amtlichen Lichtbildausweis vorweisen können. Zuschauerinnen und Zuschauer unter 18 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen.

Mittwoch, 24. November 15:05 Uhr | Stadt Leipzig lässt Kulturbetriebe bis zum 9. Januar ruhen

Die städtischen Bühnenhäuser Oper Leipzig, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt sagen alle Eigenveranstaltungen bis zum 9. Januar 2022 ab, teilte das Kulturdezernat der Stadt am Mittwoch mit. "Um sowohl dem Publikum als auch den Mitarbeitern der städtischen Bühnenhäuser größtmöglichen Schutz sowie Planungssicherheit zu geben, haben wir diese Entscheidung getroffen", sagte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke. Fremd- und Mietveranstaltungen sind von der Absage vorerst nicht berührt. Ob diese zur Aufführung kommen können, hänge von der kommenden Verordnung des Freistaates ab.

Mittwoch, 24. November 14:20 Uhr | Luthergedenkstätten Wittenberg sagen Veranstaltungen ab und stellen um auf 2G

Für die Museen der Stiftung Luthergedenkstätten in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld gilt ab sofort 2G – mit Abstandsregeln und Besucherobergrenze. Folgende Veranstaltungen müssen außerdem abgesagt werden:

  • "Sonntags mit Tölpel durch die Sonderausstellung" in Wittenberg am 28. November
  • Die "Lesung eines Regionalkrimis" mit Ralf Gebhardt in Mansfeld am 2. Dezember
  • "Museum aktiv!" in Mansfeld am 4. und 12. Dezember
  • Ferienprogramm "Eintauchen in die Welt der Wissenschaft" in Wittenberg am 28. Dezember


Der Vortrag "Luther incognito: Sein Besuch in Wittenberg im Dezember 1521" von Prof. Dr. Christopher Spehr steht ab dem 7. Dezember, 18:30 Uhr, als Video zur Verfügung. Mehr Informationen unter www.martinluther.de.

Mittwoch, 24. November 12:30 Uhr | Thüringer Kulturrat trägt neue Corona-Verordnung mit

Der Thüringer Kulturrat hält die strengeren Coronaregeln im Freistaat für unvermeidlich. Mit Blick auf die hohen Neuinfektionen sprach der Präsident des Thüringer Kulturrats, Jonas Zipf, von einer gesellschaftlichen Verantwortung. Er sagte, Schließungen gehörten zur Solidarität dazu.

Jonas Zipf: "Entsprechend begrüßen wir als Kulturrat auch, dass die Verlängerung der Förderinstrumente über den 31. Dezember hinaus angezeigt worden ist, dass sie zum Beispiel die verschiedenen Tarifparteien gerade sehr sehr intensiv miteinander sprechen, dass das Kurzarbeitergeld verlängert werden kann. Das ist die Grundlage, um dann mit der Kultur auch durchzuhalten und durch diese Phase durchzukommen."

Mittwoch, 24. November 9:15 Uhr Uhr | Thüringen verschärft Regeln – aber ohne kulturellen Lockdown

Wegen der hohen Infektionszahlen treten in Sachsen-Anhalt und Thüringen neue Corona-Verordnungen in Kraft. Sachsen hat die Regeln bereits verschärft und etwa Weihnachtsmärkte abgesagt. Heute nun folgen Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Freistaat sollen die neuen Regeln im Laufe des Tages in Kraft treten, nachdem der Landtag in Erfurt die "epidemische Notlage" festgestellt hat. Einen kulturellen Lockdown wie in Sachsen soll es aber nicht geben.

Dienstag, 23. November 15:01 Uhr | Erfurt: Städtische Museen und Galerien weiterhin geöffnet

Trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Thüringen bleiben die Erfurter Museen und Galerien geöffnet. Hier gilt die 2G-Regelung: Für den Besuch sind ein Impf- oder Genesenen-Nachweis sowie ein amtlicher Ausweis erforderlich. Davon ausgenommen sind Kinder bis einschließlich 6 Jahre oder Kinder bis 18 Jahre unter Vorlage eines negativen Schnelltests.

Dienstag, 23. November 14:13 Uhr | Thüringer Clubs müssen schließen

In Thüringen werden weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Wie das Kabinett am Dienstag ankündigte, sollen unter anderem Clubs, Bars und Diskotheken geschlossen werden. In der Gastronomie soll es eine Sperrstunde ab 22 Uhr geben, so Gesundheitsministerin Heike Werner. Für Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt die 2G-Regel, das heißt es dürfen nur Personen mit Impf- oder Genesenennachweis teilnehmen. Das betrifft etwa Lesungen, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos. Für Orchester- und Chorproben gilt die 2G+-Regel, das heißt Teilnehmende müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein.

Dienstag, 23. November 13:17 Uhr | Chemnitzer Kunstsammlungen für kurzen, harten Lockdown

Aufgrund der aktuellen sächsischen Corona-Notfall-Verordnung müssen sächsische Museen schließen. Der Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann, betonte im Gespräch mit MDR KULTUR sein Verständnis dafür, dass angesichts der angespannten Corona-Situation jetzt politischer Handlungsbedarf bestehe und Museen geschlossen würden. Jedoch sprach er sich für einen kurzen, harten Lockdown für alle aus, um die Zahlen herunterzubringen. Dann wären nicht nur Kultureinrichtungen, sondern beispielsweise auch Gastronomie und Geschäfte betroffen.

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Aufgrund der aktuellen sächsischen Corona-Notfall-Verordnung müssen sächsische Museen schließen. Der Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann, im Gespräch über die Folgen für seine Museen.

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Dienstag, 23. November 11:48 Uhr | Leipzig: Oper, Theater und Gewandhaus schließen

Da die sächsische Corona-Notfall-Verordnung vom 19. November die Öffnung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen für Publikumsverkehr untersagt, schließen in Leipzig die kulturellen Eigenbetriebe der Stadt. Dazu gehören die Oper und das Schauspiel Leipzig, das Theater der Jungen Welt und das Gewandhaus. Bis einschließlich 12. Dezember werden keine Veranstaltungen stattfinden. Tickets können umgetauscht oder zurückgegeben werden. Zu den jeweils gültigen Ticketregelungen informieren die Webseiten der einzelnen Häuser sowie die Theater- und Konzertkassen, die für das Publikum geöffnet bleiben. Vor Ort gilt die 2G-Regel.

Dienstag, 23. November 11:05 Uhr | 2G-Regel am Nordharzer Städtebundtheater

Das Nordharzer Städtebundtheater lässt aufgrund der aktuellen pandemischen Lage nur noch Geimpfte und Genesene in seine Vorstellungen. Die 2G-Regel tritt ab Mittwoch, den 24. November, in Kraft. Zuschauerinnen und Zuschauer müssen einen Genesenen- oder Impfnachweis, sowie einen Personalausweis am Einlass vorzeigen. Ein negatives Testergebnis reicht nicht mehr aus.

Dienstag, 23. November 09:29 Uhr | Sächsischer Museumsbund: Museen sind keine Hotspots

Die über 200 Museen in Sachsen müssen schließen. So will es die neue Corona Verodnung. Die Regelung hätte sie sehr unerwartet getroffen, sagte die Vorsitzende des Sächsischen Museumsbundes, Sabine Wolfram, MDR KULTUR. Museen seien keine Hotspots, versichert sie. Natürlich sei die pandemische Lage dramatisch und es sei schwer in diesen Zeiten Entscheidungen zum Wohle aller zu fällen. "Dennoch wurden wir davon sehr überrascht, weil wir ja gute Hygienekonzepte entwickelt hatten und seit zwei, drei Wochen auch schon 2G+ praktizieren." Museen seien sichere Orte. "Was anderes kann man nicht sagen aus den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre. Insofern denke ich, sollte man Museen wie Bibliotheken behandeln." Bibliotheken können in Sachsen weiterhin geöffnet haben.

Dienstag, 23. November 07:38 Uhr | Sachsens Kinos schließen und äußern Unmut über andere Branchen

Die Kultur werde zum Sündenbock gemacht, weil andere Bereiche ihrer Kontrollpflicht nicht nachkämen, so der Vorsitzende des Programmkinoverbands AG Kino, Christian Bräuer, zu den erneuten Schließungen der Kinos in Sachsen. Die AG Kino kritisiert die Pläne, den Ländern Lockdowns für Kulturveranstaltungen zu ermöglichen und gleichzeitig andere Lebensbereiche außen vor zu lassen. Um die Schließungen zu überstehen, brauche es dringend wieder staatliche Hilfen für die Kinobetreiber. "Weltweit ist kein Fall bekannt, wo ein Kino zum Infektionsherd wurde. Da schmerzt es uns sehr ...", so Bräuer. Auch die Kinoverbandschefin Christine Berg in Berlin äußerte ihren Unmut über die erneut schließenden Kinos in Sachsen: "Wir sind mitten in der vierten Welle und die Regierung hat es nicht geschafft, uns in irgendeiner Weise vorzubereiten. ... Wir sind wahnsinnig wütend."

Montag, 22. November 20:14 Uhr | Cammerspiele verzichten auf Online-Angebote

Die Cammerspiele in Leipzig haben nach der Absage ihrer Veranstaltungen Unverständnis darüber geäußert, dass der erneute Lockdown nicht alle Bereich betrifft. Was in Sachsen passiere, sei eine Katastrophe mit Ansage gewesen. Der erneute Lockdown sei unausweichlich, allerdings hätte er auf alle Bereiche ausgeweitet werden müssen, hieß es vom Leitung der Cammerspiele am Montag. Die Kulturveranstalter seien nachweislich kein pandemischer Treiber, sie treffe es nun umso härter. Sie selbst hätten bereits vor Wochen das 2G-Modell eingeführt und eine 2G+-Regelung sehr begrüßt.

Bis einschließlich 12. Dezember sind auch die Veranstaltungen der Cammerspiele abgesagt. Aus künstlerischen Gründen werde man bewusst auch auf Online-Angebote verzichten.

Montag, 22. November 17:11 Uhr | Oper Halle bricht Premiere ab – Darsteller positiv auf Coronavirus getestet

In Sachsen-Anhalt sind zwar noch Veranstaltungen möglich, aber auch hier ist das Pandemiegeschehen deutlich spürbar: In Halle musste am Wochenende wegen eines positiven Corona-Tests die Premiere der Operette "Viktoria und ihr Husar" abgebrochen worden. Am Ende des zweiten Akts trat Intendant Walter Sutcliffe auf die Bühne und verkündete das überraschende Ende der Veranstaltung. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT war einer der Darsteller positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein kurz vor der Veranstaltung durchgeführter PCR-Test zeigte nach rund vier Stunden das positive Testergebnis. Somit wurde die Premiere am Sonnabend vor dem finalen dritten Akt abgebrochen.

Montag, 22. November 14:23 Uhr | Live Initiative Sachsen: "Weichen für 2G+ stellen!"

Die Live Initiative Sachsen fordert angesichts des Kultur-Lockdowns eine verlässliche Öffnungsperspektive für sächsische Clubs und Live-Musikspielstätten und das so schnell wie möglich. Mit Auslaufen des Lockdowns solle es mindestens die Aussicht auf 2G+ in Landkreisen mit definiertem Infektionsgeschehen geben. Bei 2G+ muss neben dem geimpft- oder genesenen-Status zusätzlich ein aktueller Schnelltest vorgelegt werden. Außerdem fordert die Initiative, die die Interessen der sächsischen Clubs und Live-Musik-Spielstätten vertritt, eine Entschädigung für die Zeit des Lockdowns.

Montag, 22. November 11 Uhr | Intendant Lutz Hillmann: "Lockdown im Theater wird fast nichts bringen"

Nachdem gestern am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen noch die Premiere von "Ein Schaf fürs Leben" gefeiert wurde, ist nun auch hier der Spielbetrieb bis einschließlich 12. Dezember 2021 eingestellt. Wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen ist Intendant Lutz Hillmann im Hinblick auf die erneute Schließung von Freizeit- und Kultureinrichtungen hin- und hergerissen. Im Interview mit MDR KULTUR sagt er: "Einerseits sehen wir, dass etwas passieren muss, da die Lage aus dem Ruder läuft. Andererseits ist man natürlich nicht glücklich darüber, dass es wieder uns trifft."

Bei uns ist es so sicher, wie nirgends in der Gesellschaft. Ein Lockdown im Theater wird für die Gesamtsituation nichts, oder fast nichts bringen.

Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen

Hygieneschutzmaßnahmen sowie die 3G und zuletzt auch die 2G-Regelung seien in seinem Haus akribisch kontrolliert worden. Darüber hinaus beruft sich Hillmann auf empirische Studien der TU Berlin und auf die Auswertung der "Luca"-App, die beweisen, dass das Risiko, sich im Theatersaal anzustecken, sich als besonders gering erwiesen habe. Deshalb ist Hillmann der Überzeugung, dass die Schließung von Theatern, in denen es sowieso kaum ein Infektionsgeschehen gebe, für die Verbesserung der Gesamtsituation fast nichts bringen würde: "Es ist bitter. Wir hatten ein Versprechen, dass wir unter Bedingungen weiterspielen dürften und das ist nicht eingalten worden."

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Lutz Hillmann, Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen, spricht im Interview mit MDR KULTUR über den erneuten Corona-Lockdown für sächsische Theater.

MDR KULTUR - Das Radio Mo 22.11.2021 06:00Uhr 07:31 min

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Samstag, 20. November 12:15 Uhr | Dresdner Musikfestspiele werden früher als geplant beendet

Aufgrund der in der neuen sächsischen Corona-Verordnung verankerte Schließung von Kultureinrichtungen ab Montag werden enden die Dresdner Musikfestspiele früher als geplant. Damit ist die für den Abend geplante Veranstaltung mit Tom Schilling & The Jazz Kids die letzte. Bereits gekaufte Tickets könnten über den Besucherservice zurückerstattet werden.

Die derzeitige Lage verlangt unserem Publikum und allen Künstlern und Organisatoren höchste Flexibilität ab. So bleibt es mir, Ihnen allen zuzurufen: Bleiben Sie gesund und optimistisch, wir planen neu, und die Zukunft hält neue musikalische Überraschungen für Sie bereit.

Jan Vogler, Musikfestspiele-Intendant

Freitag, 19. November 19:54 Uhr | Sachsen fährt die Kultur herunter

In Sachsen werden angesichts rasant steigender Corona-Zahlen ab Montag weite Teile des öffentlichen Lebens einschränkt. Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, auch Clubs und Diskotheken bleiben zu. Bibliotheken sollen hingegen vorerst geöffnet bleiben. Das teilte die Landesregierung am Freitagabend mit.

Freitag, 19. November 17:39 Uhr | Lindenau-Museum Altenburg bis 24.11. geschlossen

Das Lindenau-Museum Altenburg bleibt bis 24. November geschlossen. Wie das Kunstmuseum am Freitag mitteilte, wolle man damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie im stark betroffenen Landkreis Altenburger Land leisten. Der Schutz von Besucherinnen und Besuchern sowie von Mitarbeitenden stehe an oberster Stelle. Die Angebote der Kunstschule fänden allerdings statt. Für Erwachsene gelte die 2G-Regelung, Kinder müssten ihren Schultest vorzeigen.

Freitag, 19. November 16:41 Uhr | Dresdner Kultureinrichtungen schließen

Die Semperoper und das Staatsschauspiel Dresden schließen bis einschließlich 24. November. Das teilten die Einrichtungen am Freitag auf ihren Webseiten mit. "Die unüberschaubare Infektionslage, die momentan alle Teile der Bevölkerung bedroht, zwingt uns, den Spielbetrieb vorübergehend einzustellen. Unter den gegebenen Umständen ist die planerische Grundlage für den künstlerischen Betrieb und für unser Publikum nicht mehr gesichert", gaben der Intendant der Sächsischen Staatsoper Dresden, Peter Theiler, und der Intendant des Staatsschauspiels Dresden, Joachim Klement, in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.

Bereits gekaufte Karten für die entfallenden Veranstaltungen werden durch den jeweiligen Besucherservice erstattet.

Schauspielhaus hell erleuchtet am Abend mit Spiegelung im Wallgraben vom Zwinger, Dresden
Auch das Staatsschauspiel Dresden hat seinen Betrieb vorerst eingestellt. Bildrechte: IMAGO / Hanke

Freitag, 19. November 16:00 Uhr | Geraer Einrichtungen schließen

Die Stadt Gera schließt Medienberichten zufolge wegen der Pandemie unter anderem Bibliotheken, Museen und die Volkshochschule. Oberbürgermeister Vonarb erklärte, das Gesundheitsamt benötige aufgrund der sehr hohen Fallzahlen personelle Unterstützung. Daher müssten Kollegen aus anderen Ämtern die Mitarbeitenden vor Ort und den Krisenstab unterstützen, sagte er laut Medienberichten.

Orangerie in Gera, 2018
Die Orangerie in Gera Bildrechte: dpa

Mehr zur Corona-Lage

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 28. Januar 2022 | 16:30 Uhr

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