Dokfilm-Festival DOK Leipzig setzt 2022 auf Präsenz – und den Osten

Banner mit dem Logo des Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) hängen in einem Kino
2022 setzt das DOK Leipzig verstärkt auf Präsenz. Bildrechte: dpa

Das 65. Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) setzt im Herbst auf die Verbindung zu Osteuropa – und wieder mehr auf Präsenz. "Damit macht sich das Festival einmal mehr für die Rückkehr zur Kinokultur und für gemeinsame Festivalerlebnisse stark", teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

Inhaltlich soll es ein Programm aus aktuellen Langfilmen geben, die Einblicke in Lebensrealitäten osteuropäischer Länder bieten. Zudem erkunden vier Filmreihen verschiedene künstlerische Spielarten des Animationsfilms.

DOK 2022 blickt auf Filmemacherinnen

Mit der Retrospektive 2022 will das DOK einen Blick auf die dokumentarischen Werke von Filmemacherinnen der DDR richten. Eine Hommage ist der renommierten serbischen Dokumentarfilmerin Mila Turajlic gewidmet, deren Werk die historische Bedeutung bewegter Bilder erkundet. Weitere Themenbereiche sind die Klimakrise, Ressourcenknappheit und Umweltaktivismus.

DDR-Schlüssel als Symbol

Das diesjährige Motiv des Festivals ist ein Schlüssel. Die gezeigten Filme eröffneten neue Perspektiven oder erschlössen bislang unbekannte Lebenswelten, erläuterte Festivalleiter Christoph Terhechte: "Der Schlüssel ist aber auch immer wieder ein Sinnbild für Heimat – oft behalten Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, ihren Wohnungsschlüssel als Symbol der Verbundenheit mit ihrem Zuhause, ihrer Herkunft und Vergangenheit. Als Festival mit ostdeutsch geprägter Geschichte haben wir uns bei dem Schlüssel für ein DDR-Modell entschieden."

Symbol der DOK Leipzig ist 2022 ein Schlüssel.
"Unser Motiv lässt ganz bewusst viele Deutungen zu", sagt DOK-Festivalleiter Christoph Terhechte über das diesjährige Motiv. Bildrechte: DOK Leipzig

Onlineangebote in reduzierter Form

Vom 17. bis 23. Oktober zeigt das DOK Leipzig neue Dokumentar- und Animationsfilme. Dabei setzen die Organisatoren verstärkt auf Vor-Ort-Veranstaltungen, einige Onlineangebote sollen jedoch in reduzierter Form beibehalten werden. Dazu zählen aufgezeichnete Gesprächsformate und der "DOK Stream" im Anschluss an das Festival, der ausgewählte Filme on demand anbietet.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Juni 2022 | 13:30 Uhr

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