Literatur Deutscher Buchpreis 2022: Leipziger Autor Carl-Christian Elze auf der Longlist

Carl-Christian Elze
Carl-Christian Elze wuchs in Leipzig auf und lebt noch immer dort. Nun ist er mit seinem Roman "Freudenberg" für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert. Bildrechte: Sascha Kokot

Der Leipziger Schriftsteller Carl-Christian Elze steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2022. Das geht aus der Liste der insgesamt 20 Titel hervor, die die Stiftung Buchkultur am Dienstag veröffentlicht hat. Elze ist mit seinem Roman-Debüt "Freudenberg" für die Auszeichnung nominiert. Darin erzählt er von einem Teenager, der seine Identität wechselt, seinem Leben entflieht und letztlich doch in die elterliche Kleinstadt zurückkehrt.

MDR KULTUR-Literaturkritiker Ulf Heise lobte das Buch im Februar in seiner Kritik: "Elze wartet nicht bloß mit einer packenden Handlung auf, sondern er garniert das dynamische Geschehen darüber hinaus noch mit psychologisch aufregenden Effekten, etwa indem er seinen Helden unter Liebeskummer leiden lässt." Das Buch sei ein glänzendes Manifest für die Schwachen.

Zwei DLL-Absolventen auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2022

 Buchcover: Carl-Christian Elze "Freudenberg"
Carl-Christian Elze ist mit "Freudenberg" für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert. Bildrechte: Verlag Edition Azur

Carl-Christian Elze, 1974 in Berlin geboren, wuchs in Leipzig auf und studierte dort von 2004 bis 2009 am Deutschen Literaturinstitut (DLL). Zuletzt veröffentlichte der Autor den Gedichtband "panik/paradies". Den Durchbruch erzielte er 2013 mit der gefeierten Verssammlung "ich lebe in einem wasserturm am meer, was albern ist".

Unter den Autorinnen auf der Longlist ist ein weiterer Absolvent des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig: Andreas Stichmann mit seinem Roman "Eine Liebe in Pjöngjang". Zu den weiteren Nominierten zählen Fatma Aydemir ("Dschinns"), Jan Faktor ("Trottel"), Esther Kinsky ("Rombo"), Heinz Strunk ("Ein Sommer in Niendorf") und Jochen Schmidt ("Phlox").

Preisverleihung am 17. Oktober in Frankfurt

Jurysprecherin Miriam Zeh sagte, man habe die Longlist aus so vielen Einreichungen wie noch nie zusammengestellt. Am 20. September soll eine Shortlist mit sechs Romanen veröffentlicht werden. Der oder die Trägerin des Deutschen Buchpreises 2022 wird dann am 17. Oktober bekanntgegeben. Am selben Tag wird der Preis in Frankfurt am Main verliehen.

Der oder die Preisträger*in bekommt 25.000 Euro, die fünf übrigen Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Roman "Blaue Frau" von Antje Rávik Strubel das Rennen gemacht. Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben.

Quelle: Website des Deutschen Buchpreises, epd; redaktionelle Bearbeitung: Hendrik Kirchhof

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 23. August 2022 | 13:10 Uhr

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