Leipzig Hanns-Eisler-Stipendium: Komponist Klaus Ospald darf fünf Monate an Neuer Musik arbeiten

Geburtshaus in Leipzig, saniert
Hanns Eislers Geburtshaus in Leipzig Bildrechte: MDR

Das Hanns-Eisler-Stipendium der Stadt Leipzig geht im kommenden Jahr an den Komponisten Klaus Ospald. Die Jury wählte ihn aus 18 Bewerbungen aus, wie die Stadt am Mittwoch bekannt gab. Überzeugt habe Ospald, weil er sich dem Geiste des Komponisten, Musiktheoretikers und Gesellschaftskritikers Hanns Eisler verpflichtet gezeigt habe.

Prämierter Komponist

Der 1956 in Münster/Westfalen geborene Ospald studierte Komposition an der Hochschule für Musik in Detmold und an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seit 1985 ist er in Würzburg außerdem Dozent und lehrt an der Hochschule Musiktheorie und Gehörbildung. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis und dem Kompositionspreis des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden/Freiburg im Rahmen der Donaueschinger Musiktage.

Neue Musik in fünf Monaten

Mit dem Hanns-Eisler-Stipendium soll Neue Musik weiterentwickelt und gefördert werden. Fünf Monate lang kann Ospald ab April 2022 in der Geburtswohnung von Hanns Eisler in Leipzig wohnen und erhält dazu 5.000 Euro für seinen Lebensunterhalt. Während der Zeit soll er sich einem zuvor skizzierten Arbeitsprojekt widmen. Das Werk, das er in dieser Zeit erarbeitet, soll im Oktober 2022 aufgeführt werden.

Zu den bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten gehören Patricia Martinez, Johanna Ruotsalainen und Gregor Forbes.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 14. Oktober 2021 | 06:30 Uhr