Blühende Stauden Pfingstrosen: Pflanzen, pflegen und vermehren

Botanische Namen: 'Paeonia officinalis', 'Paeonia lactiflora' (Chin. Pfingstrose), 'Paeonia Hybriden'; auch Staudenpfingstrose oder Bauernpfingstrose genannt

Stauden-Pfingstrosen bestechen durch ihre imposanten Blüten von Mai bis Juni. Mit dem passenden Standort sind die Pflanzen außerdem sehr pflegeleicht.

Pfingstrosenzüchter Steffen Schulze 3 min
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Stauden-Pfingstrosen richtig einpflanzen

Die beste Zeit, um Pfingstrosen zu pflanzen, ist im Frühling. In dieser Zeit ist das Wurzelwachstum stark ausgeprägt. Die neu gepflanzte Pfingstrose kann so schnell Wurzeln ausbreiten und wächst besser an. Auch im Herbst können Pfingstrosen gepflanzt werden. Allerdings ist dieser Zeitpunkt nur in milden Lagen zu empfehlen. Auch optisch ist der Pflanzzeitpunkt im Frühjahr dem im Herbst vorzuziehen.

Pfingstrosen lieben die Sonne. Steht die Pflanze zu schattig, bildet sie weniger bis gar keine Blüten aus. Außerdem sollte der Boden wasserdurchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Sandige, schwach saure Lehmböden mit einem pH-Wert von etwa 5,5 bis 6 sind ideal.

Pflanztiefe bei wurzelnackter Strauch-Pfingstrose 1 min
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Pfingstrosen möglichst nicht umsetzen

Die benötigte Fläche hängt von der Sorte ab. Die Pfingstrose sollte jedoch genug Platz haben, um sich auch in den nächsten Jahren entfalten zu können. Umgepflanzt wird die Pfingstrose nämlich sehr ungern. Das Pflanzloch sollte sowohl im Durchmesser als auch in der Tiefe 50 Zentimeter haben. Neigt der Boden zu Staunässe, ist eine Drainageschicht empfehlenswert. Ansonsten sollte die Pflanze so tief gepflanzt werden, dass der Wurzelstock nur drei bis fünf Zentimeter mit Erde bedeckt ist.

Sollte ein Umpflanzen nötig werden, weil die Pfingstrose zum Beispiel nicht mehr gut wächst, sollte dies im Spätsommer oder Herbst erfolgen. Mit einem Spaten wird dazu ein möglichst großer Ballen ausgegraben und so bald wie möglich an seinen neuen Standort gesetzt. Dabei bietet es sich an, große Pflanzen zu teilen.

Gute Pflanzenpartner sind zum Beispiel Frühblüher wie Märzenbecher, Narzissen und Traubenhyazinthen. Oder weitere Stauden, wie die Akelei, Taglilien, Storchschnabel oder auch Frauenmantel.

Vermehrung

Stauden-Pfingstrosen werden am besten durch Teilung vermehrt. Dazu wird die Pflanze aus der Erde gehoben und das rhizomartige Speicherorgan geteilt. Nach dem Umpflanzen kann es vorkommen, dass die Pfingstrose einige Jahre braucht, bis sie wieder üppig blüht.

Pflege von Pfingstrosen

Pfingstrosen sind pflegeleicht. Sie sollten bedarfsorientiert gegossen werden. Im ersten Jahr ist außerdem kein Dünger notwendig, wenn beim Pflanzen auf hochwertige Pflanzerde geachtet wurde. Erst ab dem zweiten Standjahr kann die Staude im Frühjahr mit speziellem Staudendünger unterstützt werden. Auch nach der Blüte freut sich die Pflanze über eine Biodüngergabe.

In Form geschnitten werden müssen Stauden-Pfingstrosen nicht. Auch auf einen Rückschnitt sollte verzichtet werden. Die verblühten Blüten werden benötigt, um aus ihnen Energie für das nächste Jahr zu gewinnen. Je weniger an der Pflanze gemacht wird, umso besser ist es für ihren Wuchs und die Blütenbildung.

Eine blühende Pfingstrose neben zwei Pfingstrosenknospen
Stauden-Pfingstrosen brauchen wenig Pflege und müssen auch nicht zurückgeschnitten werden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Schädlinge und Krankheiten

Durch die zuckerartigen Beläge auf den Knospen werden oft Ameisen angelockt. Diese schaden den Knospen und Blüten allerdings nicht. Außerdem ist die Pflanze aufgrund ihrer Abneigung gegen Staunässe anfällig für Pilzerkrankungen.

Auf einen Blick
Heimat Asien und Europa
Pflanzenfamilie Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae)
Wuchs Buschig, 60 - 100 Zentimeter
Blüte ja; je nach Sorte weiß, creme-weiß, rosa, rot, zweifarbig, einfach oder gefüllt
Blütezeit Anfang Mai bis Juni
Standort Sonniger Standort bis lichter Schatten; keine Blütenbildung bei zu schattigem Standort
Boden Sandiger Lehmboden
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Lebensdauer Sie können bis zu 100 Jahre alt werden.
Besonderheiten Langlebige und robuste Staude; eine der ältesten Gartenpflanzen

Quelle: MDR Garten

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 29. Mai 2022 | 08:30 Uhr

Gespräch über Duftpflanzen 7 min
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