Blühender Garten Stauden mit Stecklingen vermehren

Eine Frau mit grüner Schürze steht in einem Garten vor einem Pfirsichbaum mit Früchten.
Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

Stauden, die sich schon ein paar Jahre im Garten etabliert haben, besitzen große und kräftige Wurzelstöcke. Von einigen dieser Staudenpflanzen können zur Vermehrung Stecklinge gewonnen werden. Sie werden Basis-, Basal- oder Fußstecklinge genannt. Gärtnerin Brigitte Goss erklärt, wie die Stecklingsvermehrung funktioniert.

mit einem Messer wird ein kleines Stückchen einer Pflanze nahe der Wurzel abgeschnitten
Mit einem scharfen Messer werden die Stecklinge von der Mutterpflanze geschnitten. Bildrechte: MDR Garten/Brigitte Goss

Die richtige Stecklingsgröße

Wenn Triebe an der Sprossbasis des Wurzelstockes erscheinen und vier bis acht Zentimeter groß sind, ist die richtige Zeit für eine "Stecklingsernte".

Balsamkraut Tanacetum
Das ist die perfekte Größe zum Stecklinge schneiden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Die Stecklinge sollten immer ein Stück älteres Gewebe von der Mutterpflanze besitzen. Allerdings darf dieser Teil nicht zu groß sein. Mit einem scharfen Messer werden die Stecklinge geschnitten und trockenes loses oder faulendes Gewebe entfernt. Zu viele Blätter sind ebenfalls nicht erwünscht, weil sie zu viel Wasser verdunsten. Am besten nur zwei bis drei Blätter belassen.

Basisstecklinge von Balsamkraut schneiden
Zuviele Blätter werden entfernt, um die Wasserverdunstung zu minimieren. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Frische Stecklinge stecken

Die Stecklinge werden in einen Topf mit Vermehrungserde oder Aussaaterde gesteckt.

den Boden eines Topfes mit Erde füllen
Bitte keine nährstoffreiche Erde verwenden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Stecklinge, die leicht in der Erde faulen, wie die des Rittersporns, wurzeln besser in einem reinen mineralischen Substrat, wie Vermiculite.

mit Vermiculite auffüllen oder mit Aussaaterde-Sandgemisch
Für manche Pflanzen ist ein mineralisches Substrat besser geeignet. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Die Stecklinge sollten mindestens zu zwei Dritteln im Substrat stecken.

Stecklinge stecken
Nur ein kurzes Stück der Stecklinge schaut aus der Erde. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Staudenstecklinge reichlich gießen

Die Stecklinge werden kräftig angegossen. Wasser kann sogar im Untersetzer stehen bleiben.

angießen, so dass Wasser im Untersetzer steht
Hier ist reichlich Wasser für die Pflanzen erlaubt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Um die Stecklinge vor Verdunstung zu schützen, erhalten sie eine durchsichtige Haube, hier in Form eines Plastikbeutels. Die Stecklinge sollten am besten warm bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, aufgestellt werden. Dann bewurzeln sie schon in vier Wochen.

Mit einer durchsichtigen Plastiktüte vor Verdunstung schützen
Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Diese Pflanzen können über Stecklinge vermehrt werden


  • Astern, Aster novi-belgii, Aster novae-angliae, Aster dumosus, Aster ericoides
  • Bartfaden, Penstemon barbatus
  • Balsamkraut, Tanacetum balsamita
  • Chrysanthemen, Chrysanthemum Indicum-Hybride
  • Duftnessel, Agastache rugosa
  • Ehrenpreis, Veronica ssp.
  • Eisenhut, Aconitum
  • Glockenblumenarten, Campanula ssp.
  • Purpurglöckchen, Heuchera
  • Flammenblume, Phlox paniculata
  • Himmelsleiter, Polemonium ssp.
  • Rittersporn, Delphinium ssp
  • Salbei, Salvia ssp.
  • Schleierkraut, Gypsophila ssp.
  • Storchschnabel, Geranium ssp.
  • Wolfsmilch, Euphorbia ssp.
  • Ziest, Stachys byzanthina


Geranium lässt sich gut vermehren
Geranien lassen sich wunderbar über Stecklinge vermehren. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 13. März 2022 | 08:30 Uhr