Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden Dresden feiert das Judentum

Mit Michael Hurshell und seiner Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden hat Dresden am vergangenen Sonntag ihre Veranstaltungsreihe zum jüdischen Leben eröffnet. Bis Dezember erwartet Besuchende Musik und mehr.

Die Synagoge in Dresden
Die Synagoge in Dresden Bildrechte: imago images/Sylvio Dittrich

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ bieten an vielerlei Orten in Deutschland in diesem Jahr Anlass, um die jüdische Kultur in den Blick zu nehmen. Seit letztem Sonntag reiht sich die Stadt Dresden ein – und begann mit einem Konzert der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie ihre Festlichkeiten in der Semperoper. Das Konzert stand unter dem Titel "Die Musik nach Hause bringen".

Jüdische Perspektiven in den Blick nehmen

Mit dem thematischen Schwerpunkt will die Stadt besonders jüdische Perspektiven betrachten – und mit ihrem Programm darauf aufmerksam machen, dass Jüdinnen und Juden das Kulturland Sachsen aktiv mitgestalten, sagt die Kulturministerin von Sachsen, Barbara Klepsch. Sie ist auch die Schirmherrin:

Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch.
Bildrechte: Staatsministerium/Christian Hüller

Jüdische Künstlerinnen und Künstler haben das musikkulturelle Erbe in Sachsen bereichert und damit wiederum weitere Menschen in Sachsen und weit darüber hinaus inspiriert und begeistert.

Franz Waxman
Komponist Franz Waxman Bildrechte: imago/United Archives International

So ist es auch wenig verwunderlich, dass auch der Dirigent des Eröffnungskonzerts - Michael Hurshell, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Dresden -  mit seinem Ensemble jüdische Musik in den Blick nahm: Kompositionen von Waxman, Lavry und Rózsa.

Jüdische Künstler und Künstlerinnen nicht vergessen

Um jüdische Komponistinnen und Komponisten, die von den Nazis verfemt wurden, hörbar zu machen, hat Michael Hurshell ein Orchester gegründet: die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden. Der WDR hat mit ihm darüber gesprochen.

Geboren wurde Michael Hurshell 1959 in Österreich. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte er aber in der USA. An der renommierten Brown University in den USA studierte er Klavier und Komposition, in Wien hat er ein Dirigenten-Studium abgeschlossen. Nun wohnt er in Dresden und unterrichtet unter anderem an der Dresdner Musikhochschule "Carl Maria von Weber".

Veranstaltungen laufen noch bis Dezember

Außenansicht der neuen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Dresden
Synagoge der Jüdischen Gemeinde Dresden Bildrechte: dpa

Ab dem 30. September begeht die Stadt Dresden die Jüdische Woche, die bis zum 10. Oktober andauern wird. Im Rahmen dieser können Besuchende verschiedene Kulturangebote wahrnehmen – über Filme bis hin zu Konzerten. Darüber hinaus gibt es in der Reihe „Umanut weChaim – Kunst und Leben“ – die Teil der Initiative „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ist - noch bedeutend länger die Möglichkeit, jüdische Kultur zu erleben. In Semperoper, Staatskapelle und Staatsschauspiel können Besuchende bis in den Dezember Konzerte, Lesungen oder Vorträge besuchen.

Dieses Thema im Programm: MDR KLASSIK | 29. September 2021 | 09:10 Uhr

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