Erfolgreich online kommentieren Sind Sie bereit, sich zu korrigieren?

Die Gründe, online Beiträge von Medien zu kommentieren, sind oftmals sehr unterschiedlich. Für den Fall, dass Ihr Ziel ist, die Diskussion voranzubringen, haben wir Ihnen einige hilfreiche Tipps zusammengetragen.

Stilisierte Frau mit einem Farbroller in der Hand übermalt eine Kommentarblase.
Bildrechte: MDR MEDIEN360G

1. Halten Sie sich an die Spielregeln!

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, man muss es heutzutage aber leider immer noch einmal erwähnen: Halten Sie sich an die allgemeinen Spielregeln der zivilisierten Kommunikation und berücksichtigen Sie die jeweilige Netiquette des Mediums. Sie dürfen gerne originell sein, aber: Beleidigungen oder Herumpöbeln sind nicht originell, sondern führen höchstens dazu, dass Ihre Kommentare schnell wieder weg vom virtuellen Fenster sind.

Überlegen Sie beim Schreiben auch, ob der Stil und Ihre Wortwahl passen. Die einfachste Faustregel hier lautet: Wie fänden Sie es, wenn im gleichen Stil über Sie selbst, Ihre Familie, Ihren Job, Ihren Sport oder Ihre Hobbys geschrieben würde?

2. Schreiben Sie möglichst konkret

Stehen Sie zu Ihrer Meinung, aber bringen Sie diese bitte sachlich ein. Berichten Sie als Beleg zum Beispiel über eigene Erfahrungen. Das macht Ihren Beitrag nicht nur nachvollziehbarer, sondern auch glaubwürdiger. Sehr hilfreich ist es in Diskussionen auch, möglichst nachvollziehbare Argumente oder besser noch Fakten zu benennen, um die eigene Argumentation zu untermauern.

Grundsätzlich gilt: Einfach andere Positionen pauschal abzulehnen, ist noch kein Argument.

3. Mit wem diskutieren Sie da?

Bevor Sie kommentieren, schauen Sie sich das Kommentargeschehen auf der Seite oder in dem Medienangebot an. Sind die anderen Kommentare auf der Plattform für Sie interessant? Ist die Seite moderiert? Dann haben Sie gute Chancen, auch mit Ihren Beiträgen wahrgenommen zu werden. Wenn immer nur die gleichen Kommentierenden unterwegs sind und sich die Postings sehr gleichen oder ständig wiederholen, sollten Sie weiterziehen. Dann haben Sie es oft mit einem eingeschworenen Zirkel zu tun, den andere Sichtweisen eher wenig interessieren.

4. An wen geht die Botschaft?

Wem wollen Sie etwas sagen - den Journalistinnen und Journalisten in der Redaktion, deren Beitrag oder Artikel Sie kommentieren? Oder doch eher anderen Nutzerinnen und Nutzern, mit denen Sie in eine Diskussion treten möchten? In jedem Fall sind Sie erfolgreicher, wenn Sie die Person, Redaktion oder Institution direkt ansprechen und adressieren. Dass erhöht die Chance, dass Ihr Kommentar gelesen wird und Sie eine Rückmeldung bekommen.

5. In der Kürze liegt die Würze

Fassen Sie sich kurz und kommen Sie sofort zur Sache! Selbst Community-Manager bei großen Medienunternehmen haben nicht die Zeit, alle Kommentare zum eigenen Angebot zu lesen. Und auch den anderen Kommentierenden sollten Sie nicht unnötig die Zeit stehlen.

6. Stehen Sie zu Ihrer Meinung

Geben Sie sich persönlich zu erkennen! Posten Sie möglichst nicht anonym. Verlinken Sie – sofern es die Kommentar-Regeln des Angebots zulassen und bei Ihnen vorhanden – auf Ihren eigenen Blog oder Ihre Homepage, damit andere Sie kennenlernen und sich ein Bild von Ihnen machen können.

Übrigens: Sie dürfen auch loben! Viele Kommentare fokussieren fast ausschließlich auf das Negative. Doch solche Kommentare liest niemand gern. Wenn Sie auch positive Aspekte erwähnen und herausstellen, erhöht das Ihre Chancen auf mehr Aufmerksamkeit.

7. Sind Sie bereit sich zu korrigieren?

Wie sieht es aus: Sind Sie bereit, die eigene Meinung auch zu revidieren? Stellen Sie sich diese Frage besser vor der Diskussion: Wollen Sie 1. Argumente tauschen, 2. einfach nur Informationen platzieren - oder 3. einfach nur Recht haben? Im ersten Falle würde das bedeuten, Sie sind im Zweifel auch bereit, der Gegenseite recht zu geben. Im zweiten Falle belegen Sie möglichst Ihre Aussagen. Im dritten Falle gehören Sie wohl zu der großen Zahl von Kommentierenden, die heutzutage im Netz unterwegs sind. Sie können sich sicher vorstellen, welche der drei Gruppen Journalistinnen und Journalisten, die Kommentare zu ihrer Arbeit bekommen, am liebsten lesen.

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