Energie und Umwelt Umwelthilfe fordert Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung

Zu einem ganz anderen Innehalten im Advent hat die Deutsche Umwelthilfe aufgerufen: So sollen Kommunen und Privatpersonen angesichts der Energiekrise Weihnachtsbeleuchtung verzichten. Allein die privaten "Beleuchtungsorgien" würden so viel Strom verbrauchen wie eine mittlere Großstadt im Jahr, sagte Geschäftsführer Jürgen Resch. Er schlägt vor, nur einen beleuchteten Baum je Gemeinde aufzustellen.

Der hell beleuchtete Weihnachtsmarkt in Naumburg
Die Deutsche Umwelthilfe schlägt je Stadt und Gemeinde einen beleuchteten Weihnachtsbaum vor. Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn

Die Deutsche Umwelthilfe hat wegen der Energiekrise den Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in Städten und Privathaushalten gefordert. Geschäftsführer Jürgen Resch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das sollte in diesem Winter eine Selbstverständlichkeit sein. Angesichts des Krieges in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollte man "innehalten".

Resch zufolge verbrauchen allein "privaten Beleuchtungsorgien" pro Jahr über 600 Millionen Kilowattstunden Strom - so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr benötige. Hinzu kämen die möglichen Einsparungen durch den Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und Gemeinden.

Resch schlug einen beleuchteten Baum pro Stadt und Gemeinde vor. "Vielleicht lässt sich dies ja auf jeweils einen beleuchteten Baum pro Gemeinde reduzieren". Vielleicht könne man hier bewusst verzichten, sparen und solidarisch sein, sagte er. Das könnte die Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.

dpa/epd/(kkö)

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