Coronavirus-Pandemie Bundesweite Impfwoche gestartet

Im Kampf gegen das Coronavirus soll eine bundesweite Impfaktionswoche weitere Fortschritte bringen. Von Montag bis Sonntag sollen sich die Bürger vielerorts ohne Termin impfen lassen können, auch in Mitteldeutschland.

«Impfung Fuߟgänger» steht auf einem Schild in einem Supermarkt.
Impfmöglichkeiten soll es in den Impfzentren geben, aber auch in Bibliotheken oder Einkaufszentren. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

  • Auch Thüringen beteiligt sich an der Impfaktionswoche.
  • Sachsen macht Impf-Angebote an Schülerinnen und Schüler.
  • Erste Auffrischungsimpfungen in Sachsen-Anhalt.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie soll eine bundesweite Impfaktionswoche "#HierWirdGeimpft" neue Fortschritte bringen. Von Montag bis Sonntag sollen sich Bürger an zahlreichen Stellen ohne Termin und kostenfrei impfen lassen können. Neben denen in Impfzentren soll es viele temporäre Angebote geben, etwa in Bibliotheken oder Einkaufszentren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief in ihrem Videopodcast die Menschen auf, die Chance zu nutzen: "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen," bei Freiwilligen Feuerwehren, in Straßenbahnen oder Moscheen.

Auch Thüringen beteiligt sich

Auch Thüringen beteiligt sich mit lokalen Aktionen an der bundesweiten Impf-Woche. Wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung sagte, liegt der Fokus auf dem Süden des Landes, wo Impfbusse und mobile Impfteams unterwegs seien. Zudem würden Volkshochschulen, Bürger- und Schützenhäuser einbezogen und am kommenden Wochenende etwa auch das Theaterfest in Rudolstadt.

Sachsen: Impfungen für Schülerinnen und Schuler

In Sachsen sollen unterdessen auch Schülerinnen und Schüler geimpft werden. Obwohl das auf freiwilliger Basis geschieht, gibt es Kundgebungen dagegen. Auch haben Schulleitungen und Lehrkräfte bereits Droh-Mails bekommen.

Zur bundesweiten Aktionswoche soll nun verstärkt auf lokale und regionale Impfangebote aufmerksam gemacht werden. Impfaktionen sind etwa im Neuen Rathaus Dresden geplant, im Tierpark Delitzsch, beim Frohburger Dreieckrennen und im Lausitzcenter in Hoyerswerda. In Sachsen hat bisher nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. Die Impfquote von 53 Prozent war zuletzt die nach wie vor niedrigste aller Bundesländer.

Erste Auffrischungsimpfungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben unterdessen Auffrischungsimpfungen begonnen. Bis zum Wochenende seien bereits rund 5.300 Menschen zum dritten Mal gegen das Covid-19 geimpft worden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Teilweise fehlen demnach aber noch mobile Impfteams, die noch nicht überall im Land unterwegs seien. In Dessau-Roßlau und im Landkreis Stendal etwa starten die Teams erst mit der Schließung der Impfzentren Ende September. Rückmeldungen vor allem aus Pflegeeinrichtungen zeigten jedoch, dass der Wunsch nach weiteren Impfungen groß sei, erklärten etwa der Kreis Anhalt-Bitterfeld und der Saalekreis.

Quellen: MDR, dpa, (ksc)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 13. September 2021 | 08:11 Uhr

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