Corona-Impfstoff Biontech bereitet Impfstoff-Anpassung an neue Omikron-Variante vor

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. In dieser Woche waren erste Fälle der Virusvariante bekannt geworden.

Eine Frau in medizinischer Schutzkleidung hält ein Fläschchen mit Biontech-Comirnaty-Impfstoff.
Der mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer wird seit dem 21. Dezember 2020 in Deutschland verabreicht. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech erforscht die neue Virusvariante Omikron. Biontech zieht auch die Anpassung ihres Impfstoffes in Erwägung. "Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht", teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag mit.

US-Hersteller Moderna arbeitet an Anpassung

Biontech ordnete die bereits am Donnerstag eingeleiteten Schritte als "Standardvorgehen" für neue Varianten ein. "Ziel dieses Ansatzes ist es, schnell bei der Entwicklung voranzukommen, sofern ein variantenspezifischer Impfstoff erforderlich sein sollte", erklärte das Unternehmen. Auch der US-Impfstoffhersteller Moderna arbeitet bereits an der Anpassung seines Mittels.

Biontech hatte am Freitag erklärt, dass sich die neue Variante deutlich von bisher beobachteten Varianten unterscheide, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe. Die Daten aus nun laufenden Labortests gäben demnächst Aufschluss, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite. Das Unternehmen rechnete bis Ende nächster Woche mit Erkenntnissen.

Anpassungen bei Impfstoff werden schon länger vorbereitet

Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern, erklärte Biontech. Dafür seien klinische Studien mit variantenspezifischen Impfstoffen gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden.

Quelle: dpa (phb)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 29. November 2021 | 16:00 Uhr

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