Pandemie Corona-Lage: Lauterbach rechnet mit Omikron-Impfstoff im September

Gesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet einen Impfstoff gegen die Omikron-Variante im September. Gleichzeitig warnte er vor einer "Killervariante im Herbst. Die Krankenhäuser in Deutschland befürchten Insolvenzen in Folge der Pandemie. Die Inzidenz in Mitteldeutschland liegt das erste Mal seit Ende Januar unter 1.000.

Mit Ganzkörper-Schutzanzügen simulieren Laborantinnen der Firma Biontech in einem Reinraum am neuen Produktionsstandort in Marburg die finalen Arbeitsschritte zur Herstellung des Corona-Impfstoffes an einem Bioreaktor.
Pharmaunternehmen forschen mit hohem Aufwand an neuen Impfstoffen gegen das Sars-Cov-2. Bildrechte: dpa

11:55 Uhr | Faeser sieht "neue Qualität der Bedrohung" nach Zerschlagung radikaler Gruppe

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht eine bislang ungekannte Dimension der Gefährdung durch gewaltbereite Bewegungen. "Die Entführungspläne gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, die Vorbereitung von Anschlägen auf unsere Infrastruktur und die gewaltsamen Umsturzfantasien zeigen eine neue Qualität der Bedrohung", sagte Faeser der "Bild am Sonntag". Der jüngste Schlag gegen Terror-Pläne lasse uns in einen Abgrund blicken.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Ermittler in Rheinland-Pfalz mehrere Mitglieder der Telegram-Chatgruppe "Vereinte Patrioten" festgenommen hatten. Sie sollen die Entführung von Gesundheitsminister Lauterbach geplant haben sowie  Anschläge auf die Stromversorgung mit dem Ziel, die Demokratie ins Wanken bringen. Die bundesweit zahlreichen Mitglieder der Chatgruppe werden von den Ermittlern der Corona-Protestszene und der Reichsbürgerbewegung zugerechnet.

08:40 Uhr | Ist eine Impfung nach Infektion mit Delta oder Omikron noch nötig?

Biontech, Moderna, Novavx? Auffrischung, 2. Booster oder doch genesen? Mit immer mehr Impfmöglichkeiten kommen immer mehr Fragen auf. Denen geht Virologe Prof. Alexander Kekulé im MDR AKTUELL-Podcast "Kekulés Corona-Kompass" nach. Er beantwortet: Sollte man sich nach einer mRNA-Impfung mit Novavax boostern lassen? Warum benutzen Biontech und Moderna modifizierte mRNA? Außerdem: Kann man nach einer Infektion mit Delta oder Omikron auf eine Impfung verzichten?

08:13 Uhr | Krankenhäuser warnen vor Insolvenzen infolge der Pandemie

Die deutschen Krankenhäuser befürchten erhebliche finanzielle Probleme, wenn die Unterstützung durch den Klinik-Rettungsschirm ersatzlos ausläuft. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sagte der "Augsburger Allgemeinen", die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser habe sich durch die Pandemie deutlich verschlechtert. Die Kliniken hätten durch die Belastungen in jedem Pandemie-Jahr etwa 15 Prozent weniger Behandlungen durchführen können; das entspreche bundesweit etwa drei Millionen Patienten. Dadurch schrieben "immer mehr Krankenhäuser rote Zahlen", warnte Gaß.

Die Unterstützung der Krankenhäuser durch den sogenannten Klinik-Rettungsschirm läuft am morgigen Ostermontag aus. Daher fordern die Krankenhäuser einen wirtschaftlichen Ausgleich über den April hinaus.

07:55 Uhr | Lauterbach rechnet mit Omikron-Impfstoff im September – warnt vor "Killervariante"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass ein an die Omikron-Variante angepasster Corona-Impfstoff ab September eingesetzt werden kann. Lauterbach sagte der "Bild am Sonntag", man besorge Impfstoff, der vor den Omikron-Varianten schütze. Den erwarte man im September. Er warnte, die Abstände, in denen neue Varianten die alten ablösten, würden immer kürzer. Das bedeute, dass man sich immer schlechter auf die Mutationen vorbereiten könne: "Es ist durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist."

Das wäre eine absolute Killervariante.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Lauterbach sagte, Impfstoff gegen Delta-Varianten sei vorhanden. "Unser Ziel ist, möglichst genug Impfstoff für jeden Bürger zu haben, egal welche Variante kommt. Dann haben wir sowohl für eine Omikron- als auch für eine Delta-Variante ein Gegenmittel." Dann sei man auf alles vorbereitet.

06:54 Uhr | Inzidenz in Mitteldeutschland sinkt unter 1.000

Erstmals seit Ende Januar liegen alle drei mitteldeutschen Bundesländer unter der Inzidenz von 1.000. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) verzeichnet Thüringen mit 848 den höchsten Wert, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 808 und Sachsen mit 702.

Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz den zweiten Tag in Folge unter 1.000. Das RKI gab den Wert am Sonntagmorgen mit 876 an – vor zwei Tagen noch lag dieser bei 1.001. Binnen 24 Stunden wurden 37.568 Corona-Neuinfektionen gemeldet – gut 110.000 weniger als vor einer Woche. Zudem wurden 29 weitere Todesfälle registriert.

Die aktuellen Zahlen sind aber nur eingeschränkt aussagekräftig: Manche Bundesländer melden am Wochenende und an Feiertagen keine oder unvollständige Daten. Außerdem gehen Experten von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

06:00 Uhr | Die Corona-Lage am Sonntag, 17. April 2022

Guten Morgen, in unserem Überblick halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

dpa/MDR AKTUELL (cga)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. April 2022 | 10:35 Uhr

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