Ernährungsreport 2021 Fleischkonsum in Deutschland geht zurück

Beim Kauf von Lebensmitteln ist Verbrauchern das Tierwohl und die regionale Herkunft von Produkten sehr wichtig. Das hat der am Mittwoch vorgestellte Ernährungsreport 2021 ergeben. Die jährliche Umfrage im Auftrag des Ernährungsministeriums beleuchtet die Ess- und Einkaufsgewohnheiten der Bundesbürger.

Auf einem Brett werden Möhren klein geschnitten, daneben Salat in einer Schüssel und anderes Gemüse
Gesund, regional und weniger Fleisch – dem Ernährungsreport 2021 zufolge legen die Deutschen beim Nahrungsmitteleinkauf mehr Wert auf Tierwohl und Herkunft. Bildrechte: imago images / Westend61

Beim Kauf von Lebensmitteln sind Verbrauchern die regionale Herkunft von Produkten und Informationen zu den Lebensbedingungen von Tieren sehr wichtig. 88 Prozent erwarten Angaben zur Tierhaltung auf Verpackungen. Das ergab eine am Mittwoch vorgestellte Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Den Bürgern sei immer wichtiger, wo ihre Lebensmittel herkommen und welche Auswirkungen der eigene Konsum habe, sagte Ernährungsministerin Julia Klöckner anlässlich der Vorstellung des Ernährungsreports 2021 am Mittwoch. Dafür wurden rund 1.000 Menschen im Alter ab 14 Jahren telefonisch befragt.

Vor allem junge Menschen greifen zu Ersatzprodukten

Der tägliche Konsum von Gemüse und Obst stieg laut Umfrage im Vergleich zum Vorjahr an, drei Viertel der Befragten essen beides täglich.

Der Fleischkonsum ging leicht zurück. 26 Prozent der Befragten gaben an, täglich Fleisch zu essen – gegenüber 2015 ist das ein Rückgang um acht Prozent. Der Anteil von Vegetariern und Veganern nahm zuletzt zu – auf jetzt zehn beziehungsweise zwei Prozent. Zu vegetarischen oder veganen Ersatzprodukten greifen die Verbraucher laut Ernährungsreport zu 71 Prozent aus Neugier, zu 59 Prozent aus Tierschutzgründen und zu 54 Prozent, weil sie finden, dass es gut für Klima und Umwelt ist. Insbesondere jüngere Menschen kaufen solche Ersatzprodukte.

Wichtig ist den Menschen auch die Herkunft ihrer Lebensmittel. Regionale Herkunft spielt für 82 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle beim Einkauf. Insbesondere gilt das für Eier, Gemüse und Obst sowie für Brot- und Backwaren.

Corona-Pandemie verändert Essgewohnheiten

Ein Siegel wie beispielsweise der Nutri-Score beeinflusste bei 45 Prozent der Befragten schon einmal die Kaufentscheidung. Ein staatliches Kennzeichen zum Tierwohl ist 86 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig. Viele Menschen seien auch bereit, mehr für das Tierwohl und faire Produktionsbedingungen zu bezahlen, sagte Klöckner.

Die Ess- und Kochgewohnheiten der Menschen veränderten sich zudem während der Corona-Pandemie, wie die Umfrage weiter ergab. So gaben 52 Prozent der Befragten an, täglich zu Hause zu kochen, im Vorjahr waren es noch 39 Prozent.

Aber auch die Anzahl derer, die sich Essen nach Hause bestellen, stieg während der Pandemie an: Vor Corona bestellten sich 31 Prozent der Menschen einmal wöchentlich Essen, während der Pandemie stieg dieser Wert auf 45 Prozent.

Quellen: AFP, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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