Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Feuerwerksverbot zu Silvester

Bund und Länder haben sich auf Einschränkungen für Ungeimpfte und ein Verbot von Silvesterfeuerwerk geeinigt. Die Möglichkeit zu einer telefonischen Krankschreibung wurde verlängert. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stagniert – die der Covid-Intensivpatienten steigt dagegen weiter. Die Krankenhausgesellschaften in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehen noch keinen Anlass zur Entwarnung. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Feuerwerksköper stehen in einem Laden
Vor Silvester dürfen auch dieses Jahr keine Feuerwerkskörper verkauft werden, auch die Böllerei zu Silvester wird verboten. Bildrechte: colourbox

Unser Ticker am Donnerstag, 2. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:40 Uhr | Ärzteverbände reagieren verschieden auf Bund-Länder-Beschlüsse

Ärzteverbände bewerten die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Länder verschieden. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin kritisierte die Übereinkunft. Präsident Frank Wappler sagte, die Maßnahmen reichten bei weitem nicht aus, um die Intensivstationen von dem enormen Druck zu entlasten und eine Patientengefährdung zu verhindern. Statt der Umsetzung eines komplizierten Systems mit vielen Lücken forderten die Anästhesisten strikte Kontaktbeschränkungen und in letzter Konsequenz einen Lockdown.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßte dagegen die verabredeten Maßnahmen. Ihr Chef Gerald Gaß sagte der "Rheinischen Post", die Beschlüsse müssten jetzt auch konsequent umgesetzt und kontrolliert werden. Die Kontaktbeschränkungen gerade für Ungeimpfte entsprächen dem Ernst der Lage und den Erwartungen der Krankenhäuser. Ausdrücklich lobte er auch die Impflicht in Krankenhäusern und in Pflegeeinrichtungen sowie die allgemeine Impfpflicht.

21:10 Uhr | Tschechien verkürzt Fristen für Impfstatus

Corona-Impfnachweise sind in Tschechien künftig nur noch neun Monate ab der vollständigen Immunisierung gültig. Um den Status als Geimpfter zu behalten, soll ab dem Jahreswechsel eine Auffrischungsimpfung vor Ablauf der Frist erforderlich sein. Das kündigte der geschäftsführende Gesundheitsminister Adam Vojtech an. Die Menschen sollen per SMS benachrichtigt werden, sobald sie einen Anspruch auf die Booster-Impfung haben - je nach Altersgruppe fünf oder sechs Monate nach der Zweitimpfung. In Tschechien gilt in vielen Bereichen die 2G-Regel. Zugang zu Gaststätten und Hotels haben Geimpfte und Genesene.

19:35 Uhr | Deutschlandtrend: Mehrheit für verschärfte Maßnahmen

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat sich für verschärfte Corona-Maßnahmen und eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. Demnach finden 60 Prozent der Befragten, dass die bestehenden Corona-Beschränkungen nicht weit genug gehen. Für die derzeitigen Probleme bei der Pandemie-Bekämpfung machen mehr als zwei Drittel den Bund verantwortlich. Jeder Dritte äußerte zudem die Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für Erwachsene waren 71 Prozent - 14 Prozentpunkte mehr als im November.

18:25 Uhr | Thüringen plant Corona-Tests für Kinder ab drei

Thüringen will Kindergartenkinder regelmäßig auf Corona testen lassen. Das kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow nach der Bund-Länder-Konferenz an. Ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums sagte, man bereite eine entsprechende Verordnung vor und wolle sie kommende Woche vorstellen. Es gehe um ein Testangebot für Kinder ab drei Jahren zweimal pro Woche - nicht um eine Pflicht.

17:45 Uhr | Kekulé hält allgemeine Impflicht für falsch

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Kekulé sagte im Podcast von MDR AKTUELL, in der jetzigen Lage sei die allgemeine Impfpflicht Gift. Der Wissenschaftler betonte, eine Impfpflicht werde die jetzige Welle nicht aufhalten. Stattdessen müssten auf Versammlungen mit mehr als 50 Menschen wieder Masken getragen werden. Es könne nicht sein, dass man massenweise 2G-Veranstaltungen mache und die Leute dort glaubten, nicht mehr zur Epidemie beizutragen.

Nach Ansicht von Kekulé ist eine Impfpflicht für alle auch deshalb schwierig, weil gar nicht klar sei, ob die Impfstoffe angesichts neuer Mutationen noch geeignet seien: "Hier scheitert es an der Eignung, weil wir wissen, dass die Impfstoffe zunehmend unwirksamer werden."

17:10 Uhr | General führt neuen Krisenstab

Bis Weihnachten sollen bis zu 30 Millionen Menschen in Deutschland eine Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten. Das haben Bund und Länder als Ziel vereinbart. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im Kanzleramt ein neuer Krisenstab eingerichtet. Er wird von einem General der Bundeswehr geführt. Für Impfungen sollen auch Pflegefachkräfte, Apotheker und Zahnärzte eingesetzt werden.

16:40 Uhr | Telefonische Krankschreibung auch kommendes Jahr möglich

Die telefonische Krankschreibung bei Erkältungen ist weiter bis Ende März möglich. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschlossen. Krankschreibungen per Telefon sind damit weiterhin für bis zu sieben Tage möglich und können für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Die bisherige Sonderregelung wäre am Jahresende ausgelaufen.

16:10 Uhr | Feuerwerksverbot zu Silvester

Bei ihrem Treffen haben Bund und Länder auch auf ein Feuerwerksverbot zum Jahreswechsel geeinigt. In einer Mitteilung heißt es, das Verbot solle auf publikumsträchtigen Plätzen gelten, die die Kommunen definieren sollen. Außerdem wird, wie bereits im vergangenen Jahr, der Verkauf von Raketen und Böllern verboten. Hersteller sollen Wirtschaftshilfen erhalten. Auch dürfen keine öffentlichen Silvesterfeiern stattfinden.

15:55 Uhr | Sachsen sucht mit Online-Portal Hilfe für Krankenhäuser

Sachsen startet zur Entlastung des Personals in den Krankenhäusern eine Onlinekampagne. Wie Sozialministerin Petra Köpping sagte, werden Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger gesucht, Ärztinnen und Ärzte - auch im Ruhestand - sowie Studierende und Hilfskräfte. Wer mithelfen könne, sei dazu aufgefordert, sich zu melden. Das Krankenhauspersonal sei schon seit langer Zeit am Limit. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien mit ihren Kräften am Ende. Derzeit sind laut Köpping in den 80 sächsischen Krankenhäusern 2.074 Betten mit Covid-Patienten und Patientinnen belegt. Heute meldete das Klinikum Chemnitz, dass es wegen der hohen Zahl an Corona-Patienten planbare Operationen absagen muss. Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Ralf Steinmeier, sagte, darunter seien auch problematischere Fälle wie Tumor-Patienten.

15:24 Uhr | Zahnärzte und Apotheker sollen impfen dürfen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen künftig auch Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte Impfungen gegen das Virus vornehmen dürfen. Der Bund werde den Kreis der dazu berechtigten Personen deutlich ausweiten, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern.

14:45 Uhr | Bundesweite Einschränkungen für Ungeimpfte

Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, muss bundesweit mit Einschränkungen rechnen. Das teilte die noch amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Bund-Länder-Treffen mit. Beschlossen wurde unter anderem die 2G-Regelung für den Einzelhandel. Außerdem soll es eine bundesweite Maskenpflicht in Schulen geben. Klubs und Diskotheken sollen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 350 geschlossen werden.

Update 13:46 Uhr | Stiko-Chef Mertens räumt Versäumnisse ein

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat Versäumnisse im Zusammenhang mit den Corona-Auffrischungsimpfungen eingeräumt. Dem ARD-Politikmagazin "Panorama" sagte Mertens, bestimmte Entscheidungen seien zu spät getroffen worden. Man hätte früher mit dem Boostern anfangen sollen. Der Stiko-Chef beklagte zudem, dass seine Behörde stellenweise von der Politik alleingelassen worden sei. Man hätte eine bessere Personalausstattung gut gebrauchen können. In Deutschland waren die Corona-Impfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen teils deutlich später empfohlen worden als in anderen Ländern.

Mit Blick auf die Kinderimpfungen sagte Mertens unterdessen, derzeit würde er sich bei seinem siebenjährigen Kind dagegen entscheiden. In einem Podcast der "Frankfurter Allgemeinen" erklärte er, jenseits der Daten aus der Zulassungsstudie gebe es keinerlei Daten über die Verträglichkeit des Impfstoffes bei Fünf- bis Elfjährigen. Die aktuellen Publikationen zeigten, dass Aussagen über Langzeitschäden kaum möglich seien. Die Ständige Impfkommission arbeitet aktuell an einer Impfempfehlung für Kinder. Mertens zufolge soll sie fertig sein, bevor der Kinderimpfstoff in Deutschland verfügbar ist. Die Biontech-Lieferung ist für den 13. Dezember angekündigt.

12:39 Uhr | Covid-Überlebender schildert den langen Weg zur Genesung

Stephan Swat ist Handballtrainer des EHV Aue. Vor einem Jahr kämpfte der 45-Jährige sieben Wochen lang um sein Leben. Hinter ihm liegt ein mühsamer Weg zurück in den Alltag. Er ist noch immer krankgeschrieben. Bei MDR um 11 schilderte er seine Erfahrungen mit der Krankheit und den Spätfolgen.

12:28 Uhr | Bund organisiert zusätzliche Moderna-Impfdosen

Für die geplante Beschleunigung der Impfkampagne organisiert der Bund zusätzliche Impfdosen. Dem Gesundheitsministerium zufolge kann eine Lieferung von zehn Millionen Moderna-Dosen von 2022 vorgezogen werden. Das entspricht 20 Millionen Auffrischungen, da bei Moderna dafür eine halbe Dosis gespritzt wird. Zudem sollen im Dezember acht Millionen Moderna-Dosen zusätzlich kommen, weil die Abgabe an andere Länder langsamer läuft.

Bund und Länder wollen bis Weihnachten 30 Millionen Dosen verabreichen. Gestern wurden dem Robert Koch-Institut zufolge rund 990.000 Dosen gespritzt. Dabei waren vier von fünf Spritzen Auffrischungen.

11:19 Uhr | Entwurf: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Obergrenzen für Großveranstaltungen

Der Beschluss-Entwurf vor der Bund-Länder-Konferenz sieht unter anderem deutliche Einschränkungen für Großveranstaltungen vor. In dem Papier, das dem MDR vorliegt, heißt es, in Innenräumen seien maximal 5.000 Zuschauende erlaubt, bei Veranstaltungen im Freien bis zu 10.000. Bereits unterhalb dieser Schwelle dürfe nur 30 Prozent der Kapazität genutzt werden. Voraussetzung ist zudem, dass nur Geimpfte oder Genesene Zugang haben. Über eine mögliche 2G+-Regel - also zusätzlich ein tagesaktueller negativer Test - entscheiden demnach die Veranstalter.

Insgesamt sollen die 2G-Regeln deutlich ausgeweitet werden: etwa für Kinos, Restaurants und den Einzelhandel - ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Für Ungeimpfte sind strikte Kontaktbeschränkungen geplant. Neben Personen des eigenen Haushalts sind dann nur noch zwei Personen eines anderen Haushalts zulässig. Der Gesetzgeber soll das Infektionsschutzgesetz nachschärfen, um beispielsweise befristete Schließungen von Restaurants zu ermöglichen.

In Schulen soll in allen Klassenstufen eine Maskenpflicht gelten. Zudem soll das Impfprogramm deutlich vorangebracht werden, um mehr Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen zu ermöglichen. Die Spitzen von Bund und Ländern beraten heute über weitere Eindämmungsmaßnahmen angesichts des dramatischen Infektionsgeschehens.

10:53 Uhr | Maskenpflicht in immer mehr italienischen Großstädten

Immer mehr italienische Großstädte führen in den Innenstädten die Maskenpflicht ein. Roms neuer Bürgermeister Roberto Gualtieri unterschrieb dazu eine Anordnung. Demnach müssen die Menschen ab diesem Samstag bis zum 31. Dezember auch im Freien Maske tragen.

10:29 Uhr | Hausärzteverband gegen Corona-Impfungen durch Apotheken und Zahnärzte

Der Deutsche Hausärzteverband ist dagegen, auch in Apotheken und Zahnarztpraxen Corona-Impfungen anzubieten. Vize-Chef Markus Beier sagte den Funke-Medien, es sei absurd, Apotheken und Zahnärzte mit ins Boot zu holen. Weitere Bezugsberechtigte beschleunigten die Impfkampagne nicht, sondern verzögerten sie eher.

08:51 Uhr | Spahn: Kontakte müssen runter

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist für schärfere Kontaktbeschränkungen, um die vierte Welle zu brechen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte Spahn, die Kontakte müssten runter. Die Einschränkungen sollten dabei für Ungeimpfte gravierender sein als für Geimpfte. Spahn plädierte für eine konsequente 2G-Regel in fast allen Lebensbereichen und die Absage von Großveranstaltungen. Bars, Clubs und Diskotheken müssten geschlossen werden.

Auch Physik-Professor Dirk Brockmann betont, dass alle Menschen ihre Kontakte reduzieren müssen. Mit seiner Arbeitsgruppe modelliert er für das Robert Koch-Institut die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Bei MDR SACHSEN erklärte er, dass auch Geimpfte zum aktuellen Infektionsgeschehen beitragen - jedoch seien an etwa 80 bis 90 Prozent aller Infektionen Ungeimpfte beteiligt.

08:29 Uhr | Sachsens Polizei skeptisch zu Impfpflicht

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Sachsen steht einer allgemeinen Covid-Impfpflicht skeptisch gegenüber. Vorsitzende Cathleen Martin sagte MDR AKTUELL, sie befürchte eine weitere Spaltung der Gesellschaft. Der harte Kern der Impfgegner werde weiter demonstrieren und aggressiver werden, wenn man ihn nicht mit faktischen Argumenten überzeugen könne.

Sachsens CDU-Generalsekretär Alexander Dierks sagte dagegen, wenn alle Mittel ausgeschöpft seien, die Menschen zu überzeugen, müsse man über eine Impfpflicht diskutieren.

07:40 Uhr | Deutschlandweit fast 4.700 Intensivbetten mit Covid-Kranken belegt

Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit 4.689 Covid-19-Patientinnen und Patienten behandelt. Das geht aus Daten des Divi-Intensivregisters hervor. Seit Wochen steigt die Zahl zeitversetzt zu den Neuinfektionen rasant. Vor zwei Wochen waren es noch 3.384 Covid-Intensivpatienten, vor einem Monat 2.064. Damit nähert sich die Zahl immer weiter dem bisherigen Höchststand von 5.745 am 3. Januar dieses Jahres. Ein schwerer Krankheitsverlauf zeichnet sich in der Regel ein bis zwei Wochen nach Feststellung der Infektion ab. Auch wenn die Infektionszahlen seit ein paar Tagen deutschlandweit stagnieren, ist daher mit einem weiteren Anstieg der Intensivbetten-Belegung zu rechnen. Fachleute warnen zudem seit längerem, dass seit Beginn der Pandemie zahlreiche Pflegekräfte ihren Job aufgegeben haben.

Deutschlandweit meldeten die Gesundheitsämter gestern nach Daten des Risklayer-Projekts 71.886 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Inzidenz sank damit leicht auf 489 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und Woche. Sachsen hat mit einer Inzidenz von 1.506 den mit Abstand höchsten Wert. Thüringen folgt mit einer Inzidenz von 1.023, in Sachsen-Anhalt liegt der Wert bei 821.

06:54 Uhr | Krankenhausgesellschaften sehen 4. Welle nicht gebrochen

Die Krankenhausgesellschaften in Mitteldeutschland sehen in den leicht sinkenden Corona-Inzidenzen keinen Anlass zur Entwarnung. Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Thüringen, Rainer Poniewaß, sagte MDR AKTUELL, man sei mitten in der vierten Welle. Die Hospitalisierungsrate steige und die Situation in den Kliniken spitze sich landesweit zu. Auch die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt teilte mit, es sei nicht absehbar, dass sich die dramatische Situation entspanne. Die sächsische Krankenhausgesellschaft geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Patientenzahlen in den kommenden zwei Wochen weiter steigen. Vize-Geschäftsführer Friedrich München erklärte, die Situation sei an der Grenze der Beherrschbarkeit. Größtes Problem sei der Personalmangel auf den Intensivstationen.

06:32 Uhr | Ramelow befürwortet Impfpflicht erst mit Totimpfstoff

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hält die Diskussion über eine Corona-Impfpflicht für verfrüht. Der Linke-Politiker sagte MDR AKTUELL, man sollte damit warten, bis ein herkömmlicher, sogenannter Totimpfstoff zugelassen sei. Er enthält abgetötete Krankheitserreger. Auch Impfungen gegen Tetanus, Kinderlähmung oder Keuchhusten basieren auf diesem Wirkmechanismus. Ramelow sagte weiter, viele Menschen misstrauten den bisher verfügbaren mRNA- und Vektorimpfstoffen. Gäbe es einen Totimpfstoff, würden sich viele Skeptiker impfen lassen. Spätestens dann komme man nicht mehr um eine Impfplicht herum.

06:17 Uhr | Bund-Länder-Konferenz berät über striktere Eindämmungsmaßnahmen

Bund und Länder wollen heute schärfere Corona-Maßnahmen auf den Weg bringen. Dazu beraten die Ministerpräsidenten in einer Schaltkonferenz mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel und ihrem designierten Nachfolger Scholz. Im vorliegenden Beschluss-Entwurf sind Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte vorgesehen. Geplant ist auch eine Ausweitung der 2G-Regel auf die Gastronomie und den Einzelhandel. Ausnahmen sollen nur für Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten. 2G soll auch für Kultur und Freizeitaktivitäten gelten. Bars und Clubs sollen ganz schließen. Bei Fußballspielen dürfen maximal 30 Prozent der Plätze besetzt werden, höchstens aber 10.000.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 2. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Hans-Jürgen Dörner 20 min
Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel
20 min 20.01.2022 | 18:30 Uhr

Fußball-Deutschland trauert um einen ganz Großen. Dynamo Dresdens Klubikone Hans Jürgen Dörner ist tod. Er starb nach langer schwerer Krankheit mit 70 Jahren. In einem Spezial erinnern wir an den Weltklasse-Verteidiger.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 19.01.2022 18:30Uhr 20:04 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-hans-juergen-dixie-doerner-erinerungen-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Mehr aus Deutschland

Unfall auf schneebedeckter Straße. Abschleppdienst bei der Bergung eines Unfallautos. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK