Coronavirus-Pandemie Ticker am Freitag: Mehr als 700.000 Tote in Russland

In Russland starben laut Daten der Statistikbehörde Rosstat mehr als 700.000 Menschen mit oder an Corona. Am Wochenende wird die Liste der Hochrisikogebiete aktualisiert. Ab 8. Februar bieten Apotheken Impfungen an. Die Meldungen zur Corona-Pandemie im Überblick.

Medizinisches Personal trägt eine Leiche aus einem Krankenhaus zu einem Fahrzeug.
Medizinisches Personal trägt eine Leiche aus einem Krankenhaus in Moskau. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 27. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:40 Uhr | Sachsen-Anhalts Innenministerin fordert Maßnahmen gegen Telegram

Tamara Zieschang
Tamara Zieschang Bildrechte: dpa

Wegen des Handels mit gefälschten Corona-Impfzertifikaten bei Telegram fordert Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang ein härteres Durchgreifen gegen den Messenger-Betreiber. "Die rechtlichen Regelungen laufen bei Telegram derzeit faktisch ins Leere", sagte die CDU-Politikerin der "Mitteldeutschen Zeitung". Sie drängt auf eine EU-weite Regelung, die auch Online-Dienste mit Sitz im Ausland zur Zusammenarbeit mit den europäischen Sicherheitsbehörden zwingt.

Mit wenigen Klicks lassen sich auf Telegram gelbe Heftchen für 50 bis 250 Euro bestellen, wie die Zeitung berichtet.

21:18 Uhr | Bautzener demonstrieren für Vernunft und Solidarität

Zahlreiche Menschen haben am Freitagabend in Bautzen für Vernunft, Mitgefühl und Solidarität in der Pandemie demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der Initiative "Bautzen gemeinsam", mit Kerzen in der Hand ein sichtbares Zeichen zu setzen. Die Aktion war gedacht als Abgrenzung von den sogenannten Spaziergängen der Corona-Maßnahmen-Gegner. Sie begann mit einem Friedensgebet im Dom St. Petri und mündete in dem Umzug.

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden. "Aus Bautzen mal was friedliches und ruhiges", sagte Initiativ-Mitglied Heinrich Schleppers. Es sei wichtig zu zeigen, dass es auch andere Menschen als die angeblichen Spaziergänger gebe. Laut Schleppers beteiligten sich rund 850 Menschen. Die Polizei hatte zunächst noch keine Angaben zu Teilnehmerzahlen.

19:54 Uhr | 700.000 Tote in Russland

In Russland übersteigt die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus die Marke von 700.000. Das hat eine Rechnung der Nachrichtenagentur Reuters ergeben. Reuters stützt sich dabei auf Daten des Statistikamtes Rosstat. Demnach starben im Dezember 54.630 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Das bedeutete, dass die Zahl der Todesfälle insgesamt 701.703 betrage. Am Freitag verzeichnen die Behörden 98.040 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet sich auf die Behandlung eines Corona-Patienten auf der Intensivstation eines Krankenhauses vor
Eine Corona-Intensivstation in Russland. Das Bild wurde am Donnerstag aufgenommen. Bildrechte: dpa

Nach offiziellen Angaben der Regierung sind lediglich 329.433 Menschen mit dem Coronavirus gestorben. Allerdings gehen nur Fälle mit einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang und eindeutiger Diagnose in diese Statistik ein.

18:48 Uhr | Große Demo in Hamburg darf weiter nicht stattfinden

Die von der Polizei verbotene Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen am Samstag in Hamburg bleibt untersagt. Das Verwaltungsgericht der Hansestadt lehnte am Freitag einen Eilantrag ab, mit dem die Anmelder der in der Innenstadt geplanten Versammlung mit dem Titel doch noch durchsetzen wollten, wie das Gericht mitteilte. Der Antragsteller könne nun gegen die Entscheidung Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben.

Ursprünglich war eine Demonstration mit 11.000 Teilnehmern angemeldet. Nachdem die Kooperationsgespräche zwischen dem Antragsteller und der Versammlungsbehörde jedoch erfolglos verlaufen seien, habe die Behörde die Demo auf der Grundlage der Coronavirus-Eindämmungsverordnung untersagt. Der Anmelder – ein Verein – hatte nach Polizeiangaben deutlich gemacht, dass er den Demonstrationszug rund um die Binnenalster nur ohne Masken abhalten wolle.

17:38 Uhr | 13 afrikanische Länder von Corona-Risikoliste gestrichen

Die Bundesregierung streicht am Sonntag 13 afrikanische Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Von der Liste gestrichen werden demnach: Namibia, Südafrika, Angola, Burundi, Eswatini, Kenia, Lesotho, Malawi, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Tansania und Uganda.

Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wird in Europa die Ukraine. Außerdem kommen hinzu: Afghanistan, Bangladesch, Guatemala, Irak, Kirgistan, Kuba, Oman, Pakistan, Palau und Singapur.

Übersicht Einreiseverordnung ab 1. August 2021
Bildrechte: Bundesregierung

17:03 Uhr | "Freie Sachsen" bundesweiter Verdachtsfall

Die rechtsradikale Kleinpartei "Freie Sachsen" wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Eine Sprecherin des Bundesamtes sagte in Berlin, die Gruppierung werde als Verdachtsfall eingestuft. Der sächsische Verfassungsschutz hatte bereits im Juni erklärt, dass er die "Freien Sachsen" als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich einstufte. Somit werde die Partei nachrichtendienstlich beobachtet. Sachsens Verfassungsschutz-Präsident Dirk-Martin Christian sagte damals, der Gruppierung gehe es nicht um sachliche Kritik am Staat, sondern darum, ihn verächtlich zu machen. Die Freien Sachsen rufen regelmäßig zu Corona-Protesten auf.

16:30 Uhr | Erfurt muss 2G-Shopping-Bändchen wieder ändern

Eine Woche nach dem Start muss Erfurt seine 2G-Shopping-Bändchen wieder ändern. Das Thüringer Gesundheitsministerium verlangt nach Angaben der Stadtverwaltung, dass die Bändchen nur einen Tag gültig sind. Die Landeshauptstadt hatte sie gleich für eine Woche ausgegeben. 30.000 Stück lagen zunächst bereit. Das Erfurter City-Management teilte mit, die neuen Bändchen mit Datum würden ab nächstem Mittwoch ausgegeben. Kunden müssten dann täglich nachweisen, dass sie genesen oder geimpft seien.

16:10 Uhr | Landräte stellen Impfpflicht Im Gesundheitswesen in Frage

Der Thüringische Landkreistag stellt die Impfpflicht im Gesundheitswesen in Frage. Präsidentin Martina Schweinsburg sagte nach einer Sitzung, es gebe verfassungsrechtliche Bedenken. Es mache keinen Sinn, die berufsbezogene Impfpflicht vor einer allgemeinen und bundesweiten Impfpflicht einzuführen. Schweinsburg betonte, die Impfpflicht für Pflege- und Klinikpersonal sei im Herbst beschlossen worden. Inzwischen gebe es jedoch neue Erkenntnisse etwa bei der Übertragung des Virus. Deshalb müsse der Bundestag das Gesetz überarbeiten. Laut Gesetz müssen alle Klinik- und Pflegeheimmitarbeiter ab 16. März gegen Corona geimpft sein.

15:50 Uhr | Frankreich verschiebt Abitur-Prüfungen

Frankreich verschiebt angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen die Abiturprüfungen von März auf Mai. Das Bildungsministerium erklärte in Paris, die aktuelle Lage mache die Organisation der Prüfungen schwierig. Außerdem gebe es viele Krankheitsfälle. Alle Schülerinnen und Schüler sollten die gleichen Chancen und genügend Zeit für eine vernünftige Vorbereitung haben. Die Zahl der täglich registrierten Neuansteckungen lag in Frankreich gestern bei mehr als 392.000. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug rund 3.800. Die Omikron-Variante ist für gut 95 Prozent der Fälle verantwortlich.

15:25 Uhr | Corona-Impfungen ab 8. Februar in Apotheken

Apotheken können ab 8. Februar bundesweit Corona-Impfungen anbieten. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit. Verbandspräsidentin Gabriele Regina Overwiening sagte, die Voraussetzungen seien jetzt da. Seit Januar seien die Apothekerinnen und Apotheker geschult worden. Parallel habe man die technischen Bedingungen geschaffen, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut zu melden. Kommende Woche können die Einrichtungen erstmals Dosen bestellen, um sie selbst zu verimpfen. Das Angebot sei freiwillig. Es solle die Impfangebote in Arztpraxen und Impfzentren ergänzen.

15:10 Uhr | Sächsischer Handelsverband gegen 2G-Regel

Der Sächsische Handelsverband fordert erneut die Abschaffung der 2G-Regel im Einzelhandel. Der Verband erklärte, es sei unverhältnismäßig, dass nur Geimpfte und Genesene überall einkaufen dürften. Die Maßnahme sei existenzbedrohend. Viele Betriebe hätten mit Umsatzverlusten von 50 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau zu kämpfen. Hauptgeschäftsführer Glaser sagte, Studien und Erfahrungen aus dem Lebensmittel- und Drogeriehandel zeigten, dass der Handel kein Infektionshotspot sei. Am kommenden Dienstag will die sächsische Landesregierung eine neue Corona-Verordnung beschließen.

13:30 Uhr | Landeskirche klagt gegen sächsische Corona-Verordnung

Die Evangelische Landeskirche Sachsens geht juristisch gegen die Corona-Verordnung des Freistaates vor. Eine Sprecherin sagte in Dresden, man habe am Montag beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht einen Normenkontrollantrag eingereicht. Er beziehe sich auf die Begrenzung auf maximal 20 Teilnehmer bei Beerdigungen sowie auf die 3G-Regel für die Seelsorge. Der Landesbischof Tobias Bilz hatte die Aufhebung dieser Regelungen bereits vor zwei Wochen gefordert, als die neue Verordnung mit Lockerungen in anderen Bereichen in Kraft trat. Auch die katholische Kirche in Sachsen hatte eine Rücknahme gefordert.

13:10 Uhr | Innenminister: Gegen gewaltsame Corona-Proteste vorgehen

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen entschieden gegen gewaltsame Corona-Proteste vorgehen. Bundesministerin Nancy Faeser wies darauf hin, dass die Proteste zunehmend von Rechtsextremisten instrumentalisiert würden. Gewaltausbrüche, Hass und Hetze – ob im Netz oder auf der Straße – seien nicht zu akzeptieren. Der neue Konferenz-Chef, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, sagte, Corona-Themen würden nur als Aufhänger missbraucht, um radikale Vorstellungen und demokratie-feindliche Haltungen zu verbreiten. Man müsse sich diesen Leuten entgegenstellen. Die Innenminister verurteilten zudem Kundgebungen und Aufmärsche vor den Häusern von Politikern.

12:45 Uhr | Impfpflicht: Warnung vor Versorgungsproblemen in Heimen

Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, hat davor gewarnt, dass die ab Mitte März gültige Impfpflicht in Heimen und Kliniken die Versorgung von Pflegebedürftigen gefährden könnte. "Es gibt so wenig Personal, dass wir uns nicht erlauben können, dass auch nur eine Einzige oder ein Einziger kündigt", sagte Vogler dem "Spiegel". Wenn ungeimpfte Pflegekräfte Tätigkeitsverbote bekämen, werde die Versorgungslage immer prekärer.

Auch die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, warnte vor Problemen: "Die Pflegekräfte kännten das Gefühl bekommen, sie seien die Sündenböcke der Nation." Bei der Kommunikation sei einiges falsch gelaufen.

12:25 Uhr | Impfquote von 80 Prozent bis Ende Januar kaum zu schaffen

Das Ziel der Bundesregierung, dass bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal gegen Corona geimpft sind, droht zu scheitern. Bundesweit wurden am Donnerstag mindestens 466.000 Impfdosen verabreicht, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervorgeht. Aber nur gut 40.000 davon gingen an Menschen, die bisher noch nicht geimpft waren. Bei 85.000 handelte es sich um Impfungen, die zum vollen Grundschutz führten, bei 344.000 um Auffrischungsimpfungen.

Damit haben bisher nur 75,7 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. 73,8 Prozent verfügen laut RKI über einen vollständigen Grundschutz, 52,2 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nicht geimpft sind der Statistik zufolge 24,3 Prozent, insgesamt 20,2 Millionen Menschen. Darunter sind aber auch vier Millionen Kinder im Alter bis zu vier Jahren, für die bisher noch kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Die Bundesregierung hatte ihr Ziel von 80 Prozent Erstgeimpften schon einmal verschieben müssen. Ursprünglich wollte sie diese Quote bereits bis zum 7. Januar erreichen. Um die Zielmarke jetzt noch zu schaffen, müssten sich bis einschließlich Montag noch 4,3 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, also mehr als 3,5 Millionen Menschen. Das dürfte so gut wie ausgeschlossen sein. Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

11:55 Uhr | Sachsen-Anhalt: Zehntausende Impfdosen von Moderna entsorgt

Seit dem Start der Corona-Impfkampagne sind in Sachsen-Anhalt bis Ende 2021 mehr als 3,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, allerdings wurden jüngst auch etwa 15.600 Impfdosen weggeworfen. Das teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Linken mit. Wie das Ministerium erklärte, stammte ein Großteil der weggeworfenen Impfdosen vom Hersteller Moderna und wurde mit einer sehr kurzen Resthaltbarkeit geliefert.

Zudem sei weniger Impfstoff für die Auffrischungsimpfungen benötigt worden als zunächst angenommen. Die Impfstellen hätten somit mehr bestellt als letztlich benötigt wurde. Moderna ist nur für Menschen über 30 empfohlen. Dass Impfstoff von Astrazeneca ungenutzt weggeworfen werden musste, sei auf die mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung zurückzuführen.

10:25 Uhr | Lauterbach: Corona-Kurs zeigt Wirkung – trotz hoher Fallzahlen

Die Bundesregierung hat die Omikron-Welle nach den Worten von Gesundheitsminister Karl Lauterbach bislang "gut unter Kontrolle". Dennoch rechne er damit, dass die Zahl der Neuinfektionen auf bis zu 400.000 steigen könnte, sagte Lauterbach in Berlin. Es gehe jetzt vor allem darum, die älteren Ungeimpften so zu schützen, dass Erkrankte nicht auf der Intensivstation landeten. Deutschland habe eine vergleichsweise hohe Zahl an ungeimpften Älteren, viermal so viele wie England und dreimal so viele wie Italien.

RKI-Chef Lothar Wieler sagte, dass die Zahl der Infektionen zwar steige, die sehr schweren Fälle aber relativ gering seien. Das Robert Koch-Institut will in der Omikron-Welle deshalb in erster Linie auf die Krankheitslast des Virus achten. "Wir gewinnen mit jedem Tag Zeit", sagte Wieler mit Blick auf zusätzliche Impfungen. Allerdings steige die Zahl der Krankenhauseinweisungen. Man steuere nun auf den Höhepunkt der Welle zu. Jetzt müsse noch stärker der Schutz der Risikogruppen in den Mittelpunkt rücken.

09:30 Uhr | Sachsen kündigt Maßgaben zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht bis Mitte Februar an

Das sächsische Gesundheitsministerium will im Februar Maßgaben zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorlegen. Ziel sei es, einen entsprechenden Erlass in der zweiten Februarwoche vorzulegen. Derzeit liefen die Abstimmungen. Grundlage dafür bildeten die Beratungen zwischen Bund und Ländern, um eine bundesweit möglichst einheitliche Umsetzung zu erreichen.

Wir wollen hier zu einem Einvernehmen kommen, damit wir den Schutz der Bevölkerung, gerade der vulnerablen Gruppen, sicherstellen können.

Petra Köpping Sächsisches Sozialministerium

Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, die Sicherstellung der Versorgung der Menschen – nicht nur in den Alten- und Pflegeeinrichtungen – habe oberste Priorität. Es werde mit allen Betroffenen über vertretbare Umsetzungsregelungen, mit den Landkreisen und Kreisfreien Städten aber auch mit Verbänden und betroffenen Einrichtungen. "Wir wollen hier zu einem Einvernehmen kommen, damit wir den Schutz der Bevölkerung, gerade der vulnerablen Gruppen, sicherstellen können."  In Sachsen fallen dem Ministerium zufolge etwa 300.000 Beschäftigte unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht.

08:10 Uhr | Innenminister beraten über Proteste gegen Corona-Maßnahmen

Die Innenminister von Bund und Ländern kommen trotz hoher Infektionszahlen zum ersten Mal seit letztem Sommer wieder persönlich zusammen. Bei dem Treffen soll es unter anderem um die zunehmenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen sowie die Radikalisierung in sozialen Netzwerken wie Telegram gehen, die ebenfalls im Zusammenhang mit den Corona-Protesten zu beobachten ist.

07:10 Uhr | Bundesweite Inzidenz weiter gestiegen

Die bundesweite Inzidenz bei den Neuinfektionen ist nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) auf 1.073 je 100.000 Einwohner gestiegen, 56 mehr als noch am Vortag und 367 mehr als noch vor einer Woche. Nachdem am Donnerstag mehr als 200.000 Neuinfektionen bei den Gesundheitsämtern verzeichnet wurden, sank diese Zahl laut RKI-Dashboard auf 190.148. Diese Zahl ist Beobachtern zufolge aber wenig aussagekräftig, da von einer hohen und weiter steigenden Dunkelziffer ausgegangen wird. Zum einen sind Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit. Außerdem berichteten die Kommunen zuletzt von Problemen bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen. Die Werte vom Risklayer-Projekt fallen wie am Vortag mit 189.363 niedriger aus als die des RKI. Lesen Sie hier ausgewählte und aufbereitete Angaben vom Risklayer-Projekt und dem RKI.

07:00 Uhr | Unzuverlässige Erfassung – RKI will Corona-Lage nach Symptom-Schwere erfassen

Angesichts der Ausbreitung von Omikron will das Robert Koch-Institut die Grundlage für seine Bewertung der Corona-Lage anpassen. Wie aus dem Wochenbericht des RKI hervorgeht, soll die Erfassung aller Infektionen nicht mehr im Vordergrund stehen. Stattdessen rücken die Entwicklung der Zahlen und die Schwere der Erkrankung in den Fokus. Hintergrund ist, dass Neuinfektionen in Deutschland nicht mehr zuverlässig erfasst werden. Das liegt unter anderem an fehlenden Testkapazitäten und Personalmangel in den Gesundheitsämtern.

06:48 Uhr | Finnland hebt einige Corona-Beschränkungen vorzeitig auf

Weil der Druck im Gesundheitswesen sinkt, will Finnland vorzeitig einige der Coronavirus-Beschränkungen im Land aufheben. Gesundheitsministerin Hanna Sarkkinen twitterte, "die Belastung der Krankenhäuser ist immer noch hoch, aber die schwersten Fälle gehen zurück, und auf den Intensivstationen ist eine Wende zum Besseren eingetreten". Deshalb würden die Beschränkungen ab dem 1. Februar gelockert.

Erst vergangene Woche hatte die finnische Regierung eine Reihe von Beschränkungen verlängert, darunter verkürzte Öffnungszeiten für Restaurants und Bars sowie Teilnehmer-Obergrenzen für öffentliche Versammlungen. Nun sollen ab Anfang des Monats Restaurants wieder bis 21 Uhr statt 18 Uhr öffnen dürfen. Bars sollen aber weiter um 18 Uhr schließen. Auch für kulturelle und sportliche Veranstaltungen sollen Beschränkungen fallen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 28. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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