Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Fast die Hälfte der Bevölkerung ist geboostert

Fast die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland hat mittlerweile eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten. Bundesgesundheitsminister Lauterbach rechnet mit 400.000 Neuinfektionen pro Tag. Die deutsche Krankenhausgesellschaft sieht eine Zunahme der Corona-Patienten auf Normalstationen und die GEW fordert eine Priorisierung von Lehrern bei PCR-Tests. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Booster-Impfung
41,2 Millionen Menschen in Deutschland – knapp die Hälfte der Bevölkerung – haben bereits ihre Corona-Auffrischungsimpfung erhalten. Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Unser Ticker am Freitag, 21. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:25 Uhr | Ab Montag neue Quarantäne-Regeln in Sachsen

Die Quarantäne von Corona-Infizierten und Kontaktpersonen wird in Sachsen ab Montag von 14 auf zehn Tage verkürzt. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, setzt der Freistaat mit einer neuen Verordnung die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz um. Zudem sei ein Freitesten nach sieben Tagen möglich. Ein negativer Schnelltest reiche dabei aus. Schüler könnten sich schon nach fünf Tagen freitesten. Von der Quarantäne ausgenommen seien geboosterte Kontaktpersonen. Das gelte auch in den ersten drei Monaten nach einer Coronainfektion für ungeimpfte Personen und zweimal Geimpfte. Für infizierte Beschäftigte im Gesundheitsbereich werde die häusliche Isolierung auf sieben Tage begrenzt.

21:35 Uhr | Corona-Proteste: Herausforderung für Polizisten

Die anhaltenden Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen stellen für die Einsatzkräfte der Polizei eine zunehmende psychische Herausforderung dar. Sehen Sie dazu den Beitrag von MDR THÜRINGEN:

20:55 Uhr | Zahlen in Spanien gehen weiter leicht zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Spanien ist den vierten Tag in Folge leicht gefallen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde vom Gesundheitsministerium in Madrid mit rund 1.457 angegeben. Die Infektionszahlen schossen in Spanien kurz nach Weihnachten in die Höhe, bis auf einen Spitzenwert von 1657 – registriert am vergangenen Montag. Zwar sind die Corona-Zahlen in Spanien, wo die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weniger strikt als in Deutschland sind, immer noch sehr hoch. Aber die meisten Infizierten weisen keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. Das liegt an der hohen Impfquote in dem Land, wo mehr als 80 Prozent aller Menschen zwei Impfungen und fast 40 Prozent eine dritte Impfung erhalten haben.

19:25 Uhr | Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten. Das teilte Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin mit. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, sagte Martin. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft.

18:45 Uhr | Flughafen Frankfurt: Verzögerungen wegen Erkrankungen

Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante führt offenbar zu Problemen am Frankfurter Flughafen. Nach Angaben des Betreibers Fraport muss am Wochenende mit Verzögerungen, Wartezeiten und vereinzelten Flugausfällen gerechnet werden. Ein Sprecher sagte, wegen der aktuellen Infektionen und Quarantänefälle fielen zunehmend Beschäftigte bei der Flugzeug- und Gepäckabfertigung aus. Man bemühe sich, Engpässe durch qualifiziertes Personal aus anderen Bereichen abzufedern. Es zeichne sich jedoch ab, dass Ausfälle nicht vollständig ersetzt werden könnten.

18:20 Uhr | Scholz verteidigt Vorgehen bei Impfpflicht

In der Diskussion über eine allgemeine Corona-Impfpflicht hat Bundeskanzler Olaf Scholz die geplante Parlamentsabstimmung ohne Fraktionsvorgaben erneut verteidigt. Dies solle dazu beitragen, dass es "einen großen Konsens ergeben werde, sagte der SPD-Politiker am Freitag nach einer Kabinettsklausur in Berlin. Er verwies darauf, dass angesichts der zu niedrigen Impfquote viele in der Politik, aber auch unter den Bürgern, ihre ablehnende Meinung geändert hätten. Deshalb sei es so wichtig, genau diesen Weg zu gehen und nicht über einen Antrag der Regierung. Scholz begrüßte es, dass die auf den Weg gebrachte Diskussion jetzt "konkretisiert" werde.

17:15 Uhr | Thüringen lockert ab Sonntag 2G+

In Thüringen entfällt ab Sonntag die Testpflicht für 2G-plus-Bereiche für Menschen mit frischer zweiter Impfung oder kurz zurückliegender Infektion. Wer die für eine Grundimmunisierung meist nötige zweite Impfung vor höchstens drei Monaten erhalten hat oder wer seit weniger als 90 Tagen als genesen gilt, kann dann auch ohne tagesaktuellen Schnelltest in Fitnessstudios, Spielhallen oder Hotspot-Regionen in Restaurants.

Das geht aus der neuen Corona-Verordnung des Freistaats hervor, die am Freitag unterzeichnet wurde und am Sonntag in Kraft tritt. Demnach können ab Sonntag dann auch Menschen in diese Bereiche, die genesen sind und mindestens eine Impfung vor oder nach ihrer Infektion erhalten haben. Hier entfällt die zeitliche Befristung. Bislang hatten nur Menschen mit Auffrischungsimpfung ohne Test Zutritt in Bereiche, in denen 2G-plus gilt. Geimpfte und Genesene mussten einen tagesaktuellen Schnelltest mitbringen oder einen PCR-Test, der nicht länger als 48 Stunden her ist.

16:30 Uhr | Dresdner Forscher wollen PCR-Schnelltest entwickeln

Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität Dresden wollen noch in diesem Jahr einen PCR-Schnelltest entwickeln. Nach Angaben der TU soll der neue Test die Vorteile von Corona-Antigen-Schnelltests und PCR-Tests kombinieren. Er könnte in weniger als 20 Minuten zuverlässige Ergebnisse liefern. Im Vergleich zum herkömmlichen PCR-Test brauche er auch 90 Prozent weniger Nachweis-Chemikalien. Den Forschern zufolge ermöglichen effizientere Tests bessere Diagnosen bei künftige Wellen und Pandemien. Das Projekt werde von der EU und Sachsen gefördert.

15:50 Uhr | Omikron-Booster wahrscheinlich ab Frühjahr verfügbar

An Omikron angepasste Impfstoffe sollen in einem deutlich vereinfachten Verfahren rasch zugelassen werden können und bis zum zweiten Quartal dieses Jahres verfügbar sein. Das sagt Klaus Cichutek, Präsident des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts bei einem Pressebriefing des Sciencemediacenters (SMC) am Freitag. Laut dem Vorsitzenden der deutschen Behörde für Impfstoffe und Biomedizinische Wirkstoffe hätten Hersteller wie Biontech/Pfizer, Moderna und Janssen (Johnson & Johnson) bereits einen Teil ihrer Produktion auf die an Omikron angepassten Varianten ihrer Impfstoffe umgestellt. Mit diesen sollen klinische Versuche durchgeführt werden. Die größte Herausforderung stelle aktuell die begrenzte Produktionskapazität dar. Mehr dazu im Artikel von MDR Wissen:

15:30 Uhr | Ampel-Abgeordnete kündigen Entwurf für Impfpflicht an

Bundestagsabgeordnete von SPD, FDP und Grünen haben einen ersten Gesetzentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht angekündigt. In einem Schreiben der sieben Abgeordneten heißt es, man wolle eine Impfpflicht ab 18 Jahren. Nach der Orientierungsdebatte im Bundestag am kommenden Mittwoch werde man einen Entwurf erarbeiten. Ziel sei, auf die nächste Herbst- und Wintersaison vorbereitet zu sein. Mit einer Impfpflicht könne man verhindern, dass das Gesundheitssystem bei künftigen Infektionswellen überlastet werde.

15:00 Uhr | Drei Viertel aller Länder weltweit sind Corona-Hochrisikogebiete

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Zu den 136 Ländern, die seit einer Woche insgesamt auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen, kommen an diesem Sonntag nochmals 19 weitere Staaten hinzu, teilte das RKI am Freitag in Berlin mit. Insgesamt stehen damit nun 155 Länder auf der Liste.

Nach Angaben des RKI gelten von Sonntag an Rumänien, die Republik Moldau, Kosovo, Marokko, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan, Usbekistan, die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay neu als Hochrisikogebiete.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

14:50 Uhr | Fast die Hälfte der Bevölkerung ist geboostert

Fast die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland hat mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag haben bisher 41,2 Millionen Menschen, das sind 49,6 Prozent der Bevölkerung, eine Booster-Impfung bekommen. Sie ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,3 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) wurde mindestens eine erste Impfdosis verabreicht.

Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an. Bei der Impfquote Erst- und Zweitgeimpfter liegt Bremen im Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Bei den Auffrischungsimpfungen ist das Saarland, vor Schleswig-Holstein und Bremen, an der Spitze. Sachsen ist jeweils Schlusslicht.

12:57 Uhr | Jede siebte Firma im Osten hat Existenzsorgen

Jedes siebte Unternehmen in Ostdeutschland fürchtet um seine Existenz. Bei einer Umfrage des Dresdner Ifo-Instituts im Dezember sahen 14 Prozent der Firmen ihren Fortbestand gefährdet. Im Sommer waren es 13,8 Prozent. Besonders groß sind die Sorgen demnach bei Dienstleistern. Im Dezember fühlten sich 16,9 Prozent gefährdet. Die Situation hat sich leicht verbessert, denn im Sommer waren es noch 18 Prozent.

In der ostdeutschen Industrie sahen sich 10 Prozent der Firmen durch die Corona-Krise und ihre Folgen existenziell gefährdet. Bundesweit liegt der Anteil bei 5,7 Prozent. Das Ifo-Institut erklärt es mit der Größe der Betriebe. Im Osten seien die Unternehmen eher kleiner und verfügten über ein geringeres Eigenkapital.

12:40 Uhr | Krankenhausgesellschaft: Impfpflicht aussetzen

Die Krankenhausgesellschaft Thüringen fordert, das Betretungs- und Beschäftigungsverbot für ungeimpfte Mitarbeiter auszusetzen. In einem Schreiben an das Sozialministerium heißt es, rund 17 Prozent der Beschäftigten hätten zum 16. März noch keinen Impfnachweis. Sanktionen könnten dann zu Personalausfällen führen.

Die Krankenhausgesellschaft verweist auf eine Umfrage. Danach könnten kurzfristig mehr als 1.900 Betten nicht betrieben werden. Das stelle die volle Leistungsfähigkeit der Kliniken in Frage. Die Impfpflicht für das medizinische und Pflegepersonal greift zum 15. März.

12:01 Uhr | Kein Mangel an PCR-Tests in Wien

Die PCR-Coronatests in Deutschland werden knapp. Dagegen sind in Wien mehr als 800.000 Tests pro Tag möglich. Florian Klenk, Chefredakteur der Wochenzeitung "Falter" erklärt, wie das funktioniert.

11:54 Uhr | Mehrheit der ausgeflogenen Patienten zurück in Sachsen

Von den 34 ausgeflogenen sächsischen Intensivpatienten haben 18 die Krankenhäuser inzwischen verlassen. Wie das Sozialministerium in Dresden mitteilte, befinden sich nur noch vier Patienten in stationärer Behandlung. Zwölf Patienten seien dagegen gestorben. Die 34 Intensivpatienten waren im Dezember nach Nord- und Westdeutschland verlegt worden, weil die Intensivstationen in Sachsen überlastet waren.

11:49 Uhr | Kretschmer wirbt für Dialog

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wirbt dafür, die Bereitschaft zum Dialog trotz Anfeindungen nicht aufzugeben. Kretschmer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, wenn man auf Demonstranten treffe, die nur einen Spießrutenlauf organisieren wollten, müsse man Haltung zeigen. Menschen, die jede Contenance verloren hätten, seien zwar nicht zu überzeugen. Dennoch müssten Demokraten immer das letzte Wort haben.

Kretschmer hatte vor wenigen Tagen im sächsischen Frankenberg das Gespräch mit Kritikern der Corona-Politik gesucht, obwohl er ausgepfiffen wurde. Eine Diskussion war nicht möglich. Der Ministerpräsident wurde beschimpft und beleidigt.

11:09 Uhr | Omikron in allen Bundesländern dominant

Omikron ist in Deutschland seit Anfang des Jahres die dominante Variante des Coronavirus. Das Robert-Koch-Institut gibt den Omikron-Anteil aktuell mit 89,3 Prozent an. Die Daten stammen aus der zweiten Januar-Woche. In der ersten Kalenderwoche lag der Omikron-Anteil bei 73 Prozent.

Inzwischen liegen fast alle Bundesländer bei einem Omikron-Anteil von mehr als 84 Prozent. In Thüringen sind es 80,1 Prozent, in Sachsen 65,0 und Mecklenburg-Vorpommern gerade einmal 16,2 Prozent. Die meisten Omikron-Infektionen anteilig verzeichnen Bremen, Berlin und Hamburg, wo die Sieben-Tage-Inzidenz gerade über der Marke von 1.000 liegt.

11:06 Uhr | 90 Kulturvereine beantragen Corona-Hilfen

Sachsen-Anhalt unterstützt Kulturvereine, die coronabedingt in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Nach Angaben der Staatskanzlei liegen derzeit 90 Anträge auf Liquiditätshilfen vor. Das beantragte Gesamtvolumen liege bei über 140.000 Euro. Bislang seien 58 Anträge bewilligt worden. Sie hätten eine Gesamtsumme von rund 75.700 Euro gehabt. Anträge für eine Liquiditätspauschale können noch bis Ende Juni 2022 gestellt werden.

10:33 Uhr | Lauterbach erwartet 400.000 Infektionen pro Tag

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet für Mitte Februar mit mindestens 400.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag - im optimistischen Szenario. Sollten die Auffrischungsimpfungen keine lange Schutzwirkung haben, könnte die Zahl sogar auf mehr als 600.000 pro Tag steigen, sagte der SPD-Politiker nach Reuters-Informationen in einer Schalte mit den Staatskanzleichefs von Bund und Ländern am Donnerstag.

09:15 Uhr | Schüler ab zwölf sollen Nasenabstrich nehmen

In Thüringen sollen Schüler ab zwölf Jahren für Corona-Tests künftig selbst einen Nasenabstrich vornehmen. Bisher gab es für sie sogenannte Lollitests. Das Bildungsministerium teilte mit, der genaue Start der Umstellung stehe noch nicht fest und hänge unter anderem von neuen Testlieferungen ab. Für Kinder unter zwölf Jahren bleibe es beim bisherigen Verfahren mit Lollitests. Ob sich auch die Anzahl der wöchentlichen Tests an den Schulen erhöht, ist laut Ministerium noch unklar. Derzeit wird an Thüringer Schulen zwei Mal pro Woche getestet.

08:50 Uhr | Weniger Wiederholer im Schuljahr 2020/2021

Im zweiten Corona-Schuljahr sind deutlich weniger Kinder sitzen geblieben als vor der Pandemie. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wiederholten im Schuljahr 2020/2021 bundesweit 93.100 Schüler eine Klasse - entweder freiwillig oder weil sie nicht versetzt wurden. Das waren 50.000 weniger als im Schuljahr davor. Damit sank die Quote der Wiederholer bundesweit von 2,3 Prozent auf zuletzt 1,4 Prozent. Die Statistiker führen das auf die veränderten Versetzungsregelungen in der Pandemie zurück.

Die Quote ging in allen Bundesländern zurück. Am höchsten war sie in Bayern mit 2,8 Prozent, in Berlin mit 0,9 Prozent am niedrigsten. 58 Prozent der Wiederholer waren männlich.

08:44 Uhr | Ermittlungen wegen vorgetäuschter Impfungen

In einer Arztpraxis im Raum Stendal soll eine Mitarbeiterin Corona-Impfungen nur vorgetäuscht haben. Das hat die Staatsanwaltschaft MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Der Arzt selbst habe Anzeige erstattet. Daraufhin sei die Praxis vergangene Woche durchsucht worden. Dabei seien Manipulationen im zweistelligen Bereich festgestellt worden. Demnach soll die Praxis-Mitarbeiterin Impfungen bescheinigt haben, ohne den Impfstoff zu spritzen. Die Polizei ermittelt auch gegen die Empfänger der gefälschten Impfbescheinigungen.

07:59 Uhr | Sonderregelung zu Genesenenstatus in Sachsen

Sachsen geht beim Genesenen-Status einen Sonderweg. Wie das Sozialministerium MDR SACHSEN mitteilte, gilt die Verkürzung von sechs auf drei Monate nur für Ungeimpfte. Wer vor der Infektion zweimal geimpft worden sei, dessen Genesenenstatus bleibe wie bisher sechs Monate gültig. Bund und Länder hatten vereinbart, den Genesenenstatus wegen der Omikron-Variante auf drei Monate ab dem Tag des positiven PCR-Tests zu verkürzen. Die Umsetzung ist jedoch Ländersache. In Thüringen ist die Verkürzung bereits in der aktuellen Verordnung enthalten. Wann Sachsen-Anhalt das umsetzt, ist noch offen.

07:42 Uhr | Bundesweite Inzidenz erreicht neuen Höchststand

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Nach den Daten des Risklayer-Projekts liegt der Wert am Freitagmorgen 712,1. Er zeigt an, wie viele Menschen pro 100.000 in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Am Donnerstag lag die bundesweite Inzidenz noch bei 661,9.

Die Inzidenz-Werte in Mitteldeutschland liegen weiter deutlich unter dem Bundesschnitt. Thüringen hat mit 244,7 den bundesweit niedrigsten Wert. In Sachsen liegt der Wert bei 365,5, in Sachsen-Anhalt 373,6. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages 134.930 neue Infektionen. Auch das ist ein neuer Höchstwert.

07:36 Uhr | Wieder Corona-Proteste in Thüringen

In Thüringen haben erneut Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. Die Polizei zählte auf sechs unangemeldeten Demonstrationen insgesamt 860 Teilnehmer. Demnach kamen in Greiz 500 Personen zusammen, in Wernshausen 120, in Dermbach 58, in Roßleben-Wiehe 70 und in Kleinschmalkalden 50 Personen. Auf dem Erfurter Domplatz trafen sich 62 Menschen zu einer Lichterkette. Die Polizei leitete vier Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ein.

07:15 Uhr | Krankenhausgesellschaft: Omikron belastet bereits Normalstationen

Die Belastung auf den Normalstationen hat nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in Regionen mit hohen Omikron-Infektionszahlen massiv zugenommen. "Mit Blick auf die Zahlen scheint zwar die Belastung auf der Intensivstation abzunehmen, die Belastung auf der Normalstation bleibt allerdings hoch oder steigert sich sogar deutlich", sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß. Dies machten die ersten Zahlen aus den besonders von Omikron betroffenen Bundesländern deutlich.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte zuletzt allerdings eine Stagnation bei der sogenannten Hospitalisierungsinzidenz festgestellt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Er lag in den vergangenen Wochen bei etwas über drei.

07:05 Uhr | GEW fordert Priorisierung von Lehrern bei PCR-Tests

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aufgefordert, Lehrer und Erzieher bei PCR-Tests zu bevorzugen. "Wenn jetzt bei den PCR-Tests priorisiert wird, müssen Beschäftigte in Schulen und Kitas dazugehören", sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern. Diese haben am Arbeitsplatz "sehr viel Kontakt mit ungeimpften Menschen". 

07:00 Uhr | Sachsen: keine Nachteile für Viertklässler im Homeschooling

Das sächsische Bildungsministerium hat klargestellt, dass Schülern der vierten Klassen wegen der Corona-Pandemie keine Nachteile entstehen. Das Ministerium teilte mit, auch wer zu Hause lerne, könne eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium erhalten. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Holger Gasse, sagte MDR AKTUELL, die Lehrkräfte hätten einen guten Überblick über die Leistungsfähigkeit der Schüler.

In Sachsen ist die Schulbesuchspflicht seit November ausgesetzt. 4.700 Schülerinnen und Schüler lernen zu Hause, darunter 420 Viertklässler, die demnächst eine Bildungsempfehlung erhalten. In einer Mitteilung hatte das Ministerium den Eindruck erweckt, dass diese Schüler ohne Noten keine Chancen auf das Gymnasium hätten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 21. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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