Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Dänemark und Frankreich als Hochrisikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat angesichts hoher Infektionszahlen Dänemark, Norwegen und Frankreich zu Hochrisikogebieten erklärt. Bundesgesundheitsminister Lauterbach zufolge wird die Omikron-Variante auch hierzulande eine neue schwere Infektionswelle auslösen. Die Inzidenz in Deutschland ist zwar noch rückläufig, doch im Norden steigen die Zahlen wieder. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Omikron-Variante Symbolfoto Impfung
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Unser Ticker am Freitag, 17. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.


22:00 Uhr | Klopp: Ohne Impfung würden Menschen wie Fliegen sterben

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich in Großbritannien rasant aus. Die Behörden erfassten mehr als 93.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – das ist schon wieder ein neuer Höchstwert. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 642.

Auch in der Fußball Premier League wirbelt die Omikronwelle die Teams und den Spielplan durcheinander. Stürmer Timo Werner vom FC Chelsea ist nur einer von vielen positiv getesteten Spielern. Der deutsche Teammanager beim FC Liverpool, Jürgen Klopp, zeigte sich besorgt: "Wenn niemand geimpft wäre, dann würden die Leute sterben wie die Fliegen." Nur weil viele Menschen geimpft seien, hätten einige Leute die Freiheit, sich nicht impfen lassen zu müssen.

21:31 Uhr | Irland - Pubs müssen 20 Uhr schließen

Die irische Regierung verschärft wegen noch nie dagewesener Neuinfektionsraten die Schutzmaßnahmen. Ab Sonntag müssen bis Ende Januar alle Gaststätten und Bars um 20 Uhr schließen. Ministerpräsident Micheal Martin zufolge darf bei Veranstaltungen im Freien wie auch in geschlossenen Räumen die Besucherzahl die Hälfte des Normalwertes nicht mehr überschreiten. Kontakte müssten sofort und deutlich reduziert werden. Irland hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 600.

20:55 Uhr | Thüringen hat Booster-Ziel schon erreicht

Thüringen hat das Ziel von 550.000 Boosterimpfungen bis Jahresende vorfristig erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bis heute fast 554.000 Drittimpfungen gegen Corona verabreicht. Damit hätten 26,1 Prozent der Thüringer eine Auffrischungsimpfung bekommen. Gesundheitsministerin Heike Werner hatte das Ziel Ende November ausgegeben. Es sind etwa noch einmal so viele Boosterimpfungen nötig, damit alle zweifach Geimpften eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Bei den Erst- und Zweitimpfungen bleibt der Freistaat weiter hinter dem Bundesschnitt zurück. Die Landesregierung verschärft zum Jahresende die Maßnahmen.

19:46 Uhr | Ärztin erstattet Anzeige wegen Fake-News bei Telegram

Die Allgemeinmedizinerin Caroline Zießler aus Oelsnitz im Erzgebirge hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet, wegen Verleumdung beim Nachrichtendienst Telegram. Dort sei die Nachricht verbreitet worden, dass in ihrer Praxis zwei Patienten nach einer Corona-Impfung gestorben sein sollen, sagte die Ärztin MDR SACHSEN. Sie sei fassungslos über diese Lügen. Ob Impfgegner ihr damit persönlich schaden wollten oder allgemein gegen Covid-Impfungen vorgingen, wisse sie nicht. Ihre Praxis-Beschäftigten seien auch schon bei Telefonaten und in der Stadt auf die angeblichen Todesfälle angesprochen worden. Daher habe man jetzt Strafanzeige gestellt.

19:28 Uhr | Frankreich und Dänemark sind Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Dänemark und Frankreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiete ein. In Dänemark liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 900, in Frankreich bei 525. Auch Norwegen, der Libanon und Andorra wurden zu Ländern mit hoher Ansteckungsgefahr erklärt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekanntgab. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Dänemark verschärfte die Schutzmaßnahmen. So werden Museen, Theater, Kinos, Zoos, Vergnügungsparks und Veranstaltungslokale geschlossen.

19:04 Uhr | Ermittlungen gegen Pflegerin zu Todesfällen in Heim

Die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen ermittelt gegen eine Pflegerin nach Todesfällen in einem Hildesheimer Pflegeheim. Eine 44-jährige ehemalige Mitarbeiterin soll mit einem gefälschten Impfpass in der Einrichtung gearbeitet haben, während sie infiziert war. Da es einen zeitlichen Zusammenhang mit den Todesfällen gibt, wird auch der Anfangsverdacht auf Totschlag geprüft. Die Beschuldigte hat eingeräumt, dass ihr Impfpass gefälscht war. Mit dem Corona-Ausbruch will sie jedoch nichts zu tun haben.

18:25 Uhr | Thüringer OVG prüft 2G-Regel im Einzelhandel

Das Thüringer Oberverwaltungsgericht überprüft die 2G-Regel im Einzelhandel. Wie das Gericht dem MDR bestätigte, hat eine Kaufhaus-Kette einen Eilantrag gestellt. Ob das Eilverfahren vor Weihnachten entschieden werden kann, blieb offen. Das OVG Niedersachsen hatte gestern einer Klage stattgegeben und die 2G-Regel in Geschäften (Zutritt nur für Geimpfte + Genesene) in dem Bundesland gekippt. Sie sei nicht notwendig und unvereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz. Bund und Länder hatten Anfang Dezember 2G im Einzelhandel beschlossen, ausgenommen ist der Grundbedarf.

17:01 Uhr | Urteil: Bund kann zurückgeholte Urlauber an Kosten beteiligen

Die Kostenbeteiligung von Urlaubern an der Corona-Rückholaktion im März 2020 ist rechtens. Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klagen von zwei Familien ab. Die Richter erklärten die von der Bundesregierung verlangten Pauschalsummen für die Flüge auch in der Höhe als rechtens. Das Auswärtige Amt hatte nach Ausbruch der Pandemie etwa 67.000 Menschen zurück nach Deutschland fliegen lassen. Die Rückkehrer sollten sich an den Kosten je nach Entfernung beteiligen, maximal mit 1.000 Euro. 140 Personen haben dagegen geklagt. Das Urteil gilt für alle, es ist aber eine Berufung möglich.

16:25 Uhr | Sachsen-Anhalt hält an Testpflicht für Geboosterte fest

In Sachsen-Anhalt werden Geboosterte vorerst nicht von der Testpflicht befreit. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, die Landesregierung habe entschieden, den Beschluss der Gesundheitsminister zunächst nicht umzusetzen. Die Inzidenzen in Sachsen-Anhalt seien zu hoch. Zudem könnten auch Geboosterte ansteckend sein und das Virus übertragen. Das sollte man vor dem Hintergrund der neuen Omikron-Variante berücksichtigen. Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass bei 2G+Regelung nach einer Auffrischungsimpfung die zusätzlichen Tests wegfallen können. Kliniken und Pflegeheime sollten ausgenommen werden.

15:46 Uhr | Omikron breitet sich im Urlaubsland Spanien rasant aus

Die neue Omikron-Coronavariante breitet sich auch in Spanien schnell aus. In der Hauptstadtregion Madrid macht sie nach Einschätzung von Ärzten bereits mehr als 30 Prozent aller Neuinfektionen aus. In der Touristenmetropole Barcelona sind es dem regionalen Gesundheitsministerium zufolge 25 Prozent. Andere Gegenden Spaniens melden eine ähnliche Entwicklung. Experten erwarten, dass Omikron zu Weihnachten die bisher dominierende Delta-Variante hinter sich lassen wird.

15:01 Uhr | Leipziger Initiative: "Spaziergänger" sind nicht das Volk

Vertreter der Leipziger Zivilgesellschaft haben sogenannte Corona-"Spaziergänge" und Demos gegen Infektionsschutzregeln verurteilt. In der Erklärung der Stiftung Friedliche Revolution heißt es: "Ihr Protestierenden verbreitet Hass und Häme, schreckt nicht vor Gewalt zurück und lasst Euch von rechtsextremistischen Kreisen vereinnahmen und benutzen, aber: Ihr seid nicht das Volk!". Die Initiative betont ihre uneingeschränkte Solidarität mit medizinischem Personal und fordert für dieses eine angemessene Honorierung. Die rund 50 Unterzeichner, darunter Leipzigs OB Burkhard Jung, "Prinzen"-Sänger Sebastian Krumbiegel, Nikolaikirchen-Pfarrer Bernhard Stief und Thomaskirchen-Pfarrerin Britta Taddiken erklärten zudem ihre Unterstützung für Betroffene aus der Kulturbranche, der Gastronomie oder des Tourismus, die unter Einschränkungen litten.

14:10 Uhr | Lauterbach: Omikron wird alles Bisherige übertreffen

Nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kann angesichts der hoch ansteckenden Omikron-Virusvariante eine massive fünfte Corona-Welle nicht verhindert werden. Lauterbach warnte, was derzeit in Großbritannien zu beobachten sei, übertreffe alles, was man bisher in der Pandemie erlebt habe. Deutschland müsse die Omikron-Welle so lange wie möglich aufhalten, um so viele Menschen wie möglich mit einer Auffrischungsimpfung auszustatten.

13:22 Uhr | Museen mit riesigem Besucher-Minus

Die Besucherzahlen in deutschen Museen sind im vergangenen Jahr pandemiebedingt eingebrochen. Wie das Berliner Institut für Museumsforschung mitteilte, wurden 2020 knapp 33,6 Millionen Gäste gezählt. Das sind gut zwei Drittel weniger als 2019. Die Zahlen beruhen auf Angaben von mehr als 2.900 Museen.

In Sachsen sind die Museen derzeit wieder geschlossen. Ausstellungen wie "Vermeer" in Dresden oder "Caspar David Friedrich" in Leipzig gehen ohne Publikum zu Ende. In Sachsen-Anhalt und Thüringen dagegen sind die Häuser für Geimpfte und Genesene geöffnet.

12:26 Uhr | Inzidenz steigt im Norden – Omikron-Verbreitung unklar

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist weiter gesunken, Risklayer gibt sie mittlerweile mit 364 Fällen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an, das RKI mit 332. Auch in Sachsen und Thüringen sank die Inzidenz, in Sachsen-Anhalt stieg sie leicht.

Die einzigen Bundesländer, in denen die Inzidenz derzeit ansteigt, sind im Norden: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Ob die neue Variante Omikron etwas damit zu tun hat, ist jedoch unklar. Dafür spricht die räumliche Nähe der Bundesländer zum stärker von der Variante betroffenen Dänemark. Bremen und Hamburg hatten laut RKI in der letzten Kalenderwoche deutschlandweit zudem mit die höchsten Anteile nachgewiesener Omikron-Fälle unter den insgesamt durch Gen-Sequenzierung oder variantenspezifischen PCR-Tests untersuchten Corona-Fällen (Bremen 11,9 Prozent, Hamburg 1,4 Prozent). Gerade in Bremen sind die Fallzahlen aber zu gering, um valide Schlüsse auf die Verbreitung von Omikron zu ziehen – hier wurden elf Fälle sequenziert, vier stellten sich als Omikron heraus. In die Statistik fallen vor allem Fälle, bei denen zuvor bereits der Verdacht auf Omikron bestand.

In Deutschland werden aber auch zufällig positive Coronavirus-Laborbefunde ausgewählt, um sie variantenspezifisch zu untersuchen. Angestrebt ist ein Anteil von fünf Prozent aller positiven Proben. Hier liegen dem RKI jedoch lediglich Daten bis zur vorletzten Kalenderwoche vor. Der Anteil der Omikron-Variante in der Zufallsauswertung betrug demnach in Kalenderwoche 48 deutschlandweit 0,6 Prozent aller Fälle. Da sich Omikron jedoch wesentlich schneller verbreitet als frühere Varianten, ist davon auszugehen, dass der Anteil mitterweile um ein Vielfaches höher liegt.

11:35 Uhr | Mehr als 12.000 Corona-Tote in Sachsen

In Sachsen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) inzwischen über 12.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Binnen eines Tages kamen 70 Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl stieg bis Freitag auf 12.041, wie das Institut mitteilte.

11:08 Uhr | Trübe Stimmung in der Wirtschaft

Die vierte Corona-Welle drückt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Wie das Münchner ifo-Institut mitteilte, bewerteten die Unternehmen im Dezember ihre aktuelle Geschäftslage erneut weniger gut. Zudem nahm der Pessimismus mit Blick auf das erste Halbjahr kommenden Jahres zu.

10:50 Uhr | Thüringer Corona-Sonderfonds bis Ende 2022 verlängert

Der Thüringer Landtag hat den Sonderfonds für Corona-Hilfen bis Ende 2022 verlängert. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte dafür, unter ihnen Oppositionspolitiker von CDU und FDP. Die AfD-Fraktion votierte dagegen. Der Fonds läuft damit ein Jahr länger als geplant. Eigentlich sollte er Ende Dezember aufgelöst werden. Aus dem Topf werden unter anderem Testmaterial angeschafft oder Impfzentren finanziert. Nach Angaben des Haushaltsausschusses stehen derzeit noch rund 50 Millionen Euro zur Verfügung.

09:51 Uhr | Sächsischer LKA-Beamter soll bei Protesten anderen Polizisten angegriffen haben

Ein Beamter des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) soll bei einem Corona-Protest einen anderen Polizisten angegriffen haben. Der Mann wurde festgenommen, wie LKA mitteilte. Der Beamte, der privat unterwegs war, sei während eines Einsatzes bei Protesten in Pirna mit einem Bereitschaftspolizisten aus Niedersachsen aneinandergeraten. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Das LKA habe nach dem Vorfall vom vergangenen Montag zudem ein Disziplinarverfahren eröffnet und den Beamten von seinen gegenwärtigen Aufgaben entbunden. Weitere Details:

09:37 Uhr | Dahmen schlägt Impfpflicht für Beamte vor

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen bringt eine Impfpflicht für bestimmte Beamtengruppen ins Gespräch. Dahmen sagte der "Rheinischen Post", was für das Gesundheitspersonal beschlossen worden sei, könne auch für Beamte mit Verantwortung für andere Menschen richtig sein. Als Beispiel nannte Dahmen Polizisten, Lehrkräfte oder Feuerwehrleute. Sie könnten berufsbedingt oftmals keinen Schutzabstand halten. Wenn man mit Vernunft und Einsicht nicht weiterkomme, sollte der Staat als "Ultima Ratio" diese Schutzverantwortung mit einer Pflicht durchsetzen.

09:00 Uhr | Kubicki und Bovenschulte äußern Verständnis für Kritiker

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat davor gewarnt, die Corona-Proteste zu ignorieren oder pauschal zu verurteilen.

Bei Protesten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie seien "sicher viele Spinner, Corona-Leugner und – ja – Extremisten auf der Straße", schrieb Kubicki in einem Gastbeitrag für die "Welt". Aber jegliches Auflehnen gegen die staatlichen Maßnahmen als rechtsradikal oder gemeingefährlich zu klassifizieren, würde der Komplexität des gesellschaftlichen Unmuts nicht gerecht.

Der Status "ungeimpft" sei in Deutschland "kein Verbrechen, aktuell nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit", mahnte Kubicki. Mit 2G gehe andererseits eine gesellschaftliche Stigmatisierung einher, an die er sich nicht gewöhnen wolle, "auch wenn ich selbst ausdrücklich für die Impfung werbe".

Wir sind schließlich kein autoritärer Staat, sondern eine freiheitliche Demokratie.

Andreas Bovenschulte, SPD Bremer Bürgermeister
Andreas Bovenschulte, Bürgermeister von Bremen
Andreas Bovenschulte Bildrechte: dpa

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte erklärte, es dürfe nicht jeder, der sich kritisch zur Impfstrategie äußere, mit Rechtsradikalen und sogenannten Querdenkern in einen Topf geworfen werden. So viel Differenzierung müsse auf jeden Fall sein. Man dürfe sich auch gegen eine Impfpflicht positionieren, auch wenn er das inhaltlich nicht für überzeugend halte. Der SPD-Politiker sagte: "Das muss im Rahmen der Meinungsfreiheit erlaubt bleiben. Wir sind schließlich kein autoritärer Staat, sondern eine freiheitliche Demokratie."

08:16 Uhr | China und Europa größte Hersteller von Corona-Impfstoffen

Die meisten Impfstoffe gegen das Coronavirus werden in China und Europa hergestellt – bislang in diesem Jahr schon mehr als 6,8 Milliarden Dosen. Auf den weiteren Plätzen folgen Indien und die USA. Das geht aus Analysen des Datenverarbeiters Airfinity hervor, der seine Berechnungen zusammen mit dem Pharmaverband IFPMA in Genf präsentierte.

08:04 Uhr | Viel Andrang bei Post-Covid-Behandlungsangeboten in Sachsen

Die Nachfrage nach Behandlungen für Patientinnen und Patienten mit Post-Covid-Symptomen übersteigt deutlich das Angebot an den sächsischen Unikliniken Dresden und Leipzig. "Die Kapazität reicht bei Weitem nicht, aber mehr ist aufgrund der vorhandenen Ressourcen nicht möglich. Wünschenswert wäre diesbezüglich eine finanzielle Unterstützung durch die Krankenkassen", sagte Paul Baum von der Post-Covid-Ambulanz an der Uniklinik Leipzig. Dort werden Patientinnen und Patienten behandelt, die auch Monate nach ihrer Infektion an diffusen Symptomen wie Atemnot, Erschöpfungssymptomen oder "Gehirnnebel" leiden.

07:51 Uhr | Große Unzufriedenheit mit alter Regierung

Viele Menschen in Mitteldeutschland sind mit der Corona-Politik der alten Bundesregierung nicht glücklich gewesen. In der neuesten Ausgabe von MDRfragt gaben 61 Prozent der Teilnehmer an, dass sie mit dem Corona-Management der Regierung Merkel unzufrieden sind. Nur etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) zeigte sich dagegen zufrieden.

Es war nur ein Reagieren, nie vorausschauendes Agieren.

68-jähriger Teilnehmer aus der Sächsischen Schweiz

An der nicht-repräsentativen Befragung nahmen dieses Mal mehr als 27.000 Menschen in Mitteldeutschland teil. Ein weiteres Thema war der Umgang mit dem Impfen in der eigenen Familie. Den Ergebnissen der Befragung zufolge kommt es in vielen Familien aktuell zu Diskussionen über den Impfstatus. Weitere Details hier:

07:34 Uhr | Wenn Ärzte Corona leugnen

Gefälschte Atteste, Behandeln ohne Schutzkleidung, Verbreiten von Verschwörungsmythen – einige Ärzte in Deutschland gehören der Szene der Corona-Leugner an. Konsequenzen hat das Verhalten kaum, berichtet MDR exakt:

07:08 Uhr | Sachsen-Anhalt: Deutlich mehr Ermittlungen wegen gefälschter Impfnachweise

In Sachsen-Anhalt werden immer mehr Fälle von gefälschten Impfnachweisen entdeckt. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" und beruft sich auf das Landeskriminalamt. Demnach hat sich die Zahl der Verfahren wegen gefälschter Impfpässe in den vergangenen sechs Wochen verdreifacht. Derzeit werde in 115 Fällen ermittelt. Rund drei Viertel der Ermittlungen richteten sich gegen Käufer.

Am häufigsten würden gefälschte Pässe von Apotheken entdeckt, wenn Nutzer ihren illegalen Nachweis in ein digitales Zertifikat übertragen wollten. Seit gestern können die Apotheken bundesweit Chargennummern prüfen, um Fälschungen schnell erkennen zu können.

06:43 Uhr | RKI: Fallzahlen gehen nicht schnell genug zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht schnell genug. "Die aktuelle Entwicklung ist weiter sehr besorgniserregend", schreibt das RKI in seinem Wochenbericht und verweist auf die weiter hohe Belastung der Intensivstationen und die bevorstehende Omikron-Welle. Die Zahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle werde weiterhin zunehmen und die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten würden regional überschritten. Alle Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Masken-Tragen oder das Einhalten von Hygieneregeln "müssten aufrechterhalten oder sogar intensiviert werden".

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank dem Bericht zufolge auf 332. Die Gesundheitsämter meldeten für gestern gut 50.970 Neuinfektionen und 437 Todesfälle.

06:39 Uhr | EU-Staaten bestellen angepassten Impfstoff

Die EU-Staaten haben beim Hersteller Biontech/Pfizer 180 Millionen Dosen Impfstoff bestellt, der an die Omikron-Variante angepasst ist. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, der Vertrag sehe vor, dass die beiden Unternehmen ihr Vakzin innerhalb von 100 Tagen auf neue Varianten anpassten. Diese Möglichkeit nutze man jetzt.

06:34 Uhr | Verbände in Sachsen unterstützen Unternehmerlohn-Pläne

Die Unternehmerverbände in Sachsen begrüßen die Pläne der Landesregierung, einen sogenannten Unternehmerlohn einzuführen. Er soll Firmeninhabern helfen, die mit den Corona-Überbrückungshilfen ihre Fixkosten begleichen, sich selbst davon aber keinen Lohn zahlen dürfen. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Andreas Brzezinski, sagte MDR AKTUELL, der Plan gehe in die richtige Richtung. Als Beispiel nannte er Kosmetikbetriebe, die ihre Angestellten in Kurzarbeit schicken könnten, aber für den Lebensunterhalt keine Hilfen erhielten. Die Industrie- und Handelskammer Dresden erklärte, profitieren würden insbesondere Solo-Selbstständige, Freiberufler und kleine inhabergeführte Unternehmen. Der Präsident des Unternehmerverbandes Sachsen, Dietrich Enk, forderte die Landesregierung auf, den Plan schnell umzusetzen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 17. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

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Do 06.10.2022 16:01Uhr 00:46 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/lauterbach-vierte-impfung-pflegeheimbewohner100.html

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