Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Chef des Krisenstabs: "Omikron ist beherrschbar"

Der Chef des Corona-Krisenstabs hält die Omikron-Welle für beherrschbar, wenn man beim Impfen vorankomme. Mit Rekordinfektionszahlen werden die PCR-Testkapazitäten knapp, medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen priorisiert werden. Das RKI passt seine Quarantäne-Regeln an. Die Omikron-Variante ist inzwischen bundesweit dominant. Der Impfstoff Novavax soll ab 21. Februar verfügbar sein. Die Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Chef der Corona-Krisenstabs der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, bei Sanacorp Potsdam
Macht Mut: Der Chef der Corona-Krisenstabs der Bundesregierung Carsten Breuer spricht nicht mehr von einer Omikron-Welle, sondern nur noch von einer "Wand". Bildrechte: dpa


Unser Ticker am Donnerstag, 14. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:21 Uhr | Brasilien startet Impfung von Kindern

Brasilien hat am Freitag mit der Impfung von Kindern gegen das Coronavirus begonnen – trotz Drohungen von Staatschef Jair Bolsonaro. Ein achtjähriger indigener Junge erhielt in einer Klinik in São Paulo die erste Spritze. Die Gesundheitsbehörde Anvisa hatte schon vor einem Monat grünes Licht für die Impfung von Kindern ab fünf Jahren gegeben. Rechtsaußen Bolsonaro hatte daraufhin die Veröffentlichung der Namen jener Mitarbeiter gefordert, die den Biontech-Impfstoff für Kinder erlaubten. Danach gab es Todesdrohungen gegen diese Mitglieder der Impfkommission. Bolsonaro ist ungeimpft und hat mit umstrittenen Äußerungen zur Pandemie und zu Impfstoffen wiederholt für Aufsehen gesorgt.

21:40 Uhr | Marburger Bund dankt Dresdner Medizinstudenten

Der Marburger Bund hat die Zivilcourage der Dresdner Medizinstudierenden gewürdigt, die sich Gegnern der Corona-Politik entgegengestellt hatten. Der Landesvorsitzende der Ärztegewerkschaft, Torsten Lippold, sagte, die Studentinnen und Studenten hätten ein stilles Zeichen gegen Wissenschaftsleugnung und für Mitmenschlichkeit gesetzt. Es sei zutiefst bedauerlich, dass mit zunehmender Radikalisierung der Kritiker für eine solche Haltung nicht nur Engagement nötig sei, sondern auch Mut. Lippold kritisierte zudem die Polizei, die gegen Teilnehmer Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet hatte. Das widerspreche Appellen an die schweigende Mehrheit, für ihre Positionen sichtbarer einzustehen.

20:50 Uhr | Krisenstab: Omikron-Welle ist beherrschbar

Der Leiter des Corona-Krisenstabs, Carsten Breuer, sieht Deutschland gegen Omikron gut aufgestellt. Der General sagte in Potsdam nach einem Treffen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke: "Die Welle – man muss inzwischen eigentlich eher von einer Wand reden – ist beherrschbar." Sie werde das Land vermutlich für zwei bis fünf Wochen treffen, genauere Prognosen seien im Moment nicht möglich. Jedoch könne sich jeder einzelne darauf vorbereiten - durch Impfen. Breuer zufolge hilft auch eine gute Impflogistik wenig, wenn sich nicht genug Menschen impfen ließen. Laut Robert Koch-Institut sind bundesweit gut 60 Millionen Menschen und damit 72,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, knapp 46 Prozent mit einer Auffrischungsimpfung.

19:49 Uhr | Niederlande lockern Lockdown

In den Niederlanden dürfen nach fast vier Wochen strengem Corona-Lockdown Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen wieder öffnen. Das kündigte Premier Mark Rutte am Freitagabend an. Geschlossen bleiben jedoch vorerst weiter Gaststätten, Museen, Theater und Kinos. Die Wocheninzidenz im Nachbarland liegt über 1.200.

19:10 Uhr | RKI-Vorgaben für Quarantäne und Isolation

Nach den von Bund und Ländern beschlossenen Änderungen bei Corona-Quarantäneregeln hat das Robert Koch-Institut neue Empfehlungen veröffentlicht. Generell kann die Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten und die Isolierung bei einer Erkrankung nach sieben Tagen enden –  mit negativem PCR- oder Schnelltest. Erkrankte müssen zuvor 48 Stunden ohne Symptome sein. Ohne Freitestung sollen Quarantäne und Isolierung jeweils zehn Tage dauern.

Für Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen soll die Isolierung ebenfalls mindestens sieben Tage dauern, aber verpflichtend mit einem genaueren PCR-Labortest. Für Kinder in Schulen und Kitas soll die Quarantäne als Kontaktperson fünf Tage dauern und mit PCR- oder Schnelltest frühestens dann enden. Umgesetzt werden die Regeln letztlich von den Ländern.

18:44 Uhr | Großbritannien: Infektionszahlen sinken, aber mehr Tote

In Großbritannien haben die Behörden binnen eines Tages knapp 100.000 Neuinfektionen registriert. Damit sind die Fallzahlen in der vergangenen Woche täglich um knapp 30 Prozent zurückgegangen. 270 Menschen starben, die innerhalb der vergangenen 28 Tage positiv auf das Virus getestet worden waren. Die Summe der Todesfälle der zurückliegenden sieben Tage stieg damit um zwei Drittel.

18:10 Uhr | Corona-Expertenrat der polnischen Regierung gibt auf

In Polen ist im Streit um die staatliche Corona-Politik das medizinische Beratergremium der Regierung fast geschlossen zurückgetreten. Aus Protest gegen den zunehmenden Einfluss von Impfgegnern verließen 13 von 17 Mitgliedern den Medizinischen Rat. Sie begründeten den Schritt mit "mangelndem Einfluss", während in der Regierung die Toleranz für Gruppen wachse, die die Bedrohung durch Covid-19 und die Bedeutung von Impfungen verneinten.

17:36 Uhr | 2.400 Menschen bei Demo für Zusammenhalt

In Hannover sind viele Menschen zu einer Mahnwache für Zusammenhalt in der Corona-Pandemie zusammenkommen. Die Polizei zählte am Freitagnachmittag mehr als 2.400 Teilnehmer. Mehrere Organisationen hatten zur Kundgebung aufgerufen. Besondere Vorkommnisse oder Gegendemonstrationen wurden zunächst nicht gemeldet.

17:02 Uhr | Milliardenhilfe für Kliniken

Deutschlands Krankenhäuser bekommen vom Bund 2,5 Milliarden Euro an Corona-Hilfen. Das geht aus einem Schreiben von Finanzstaatssekretär Florian Toncar an den Haushaltsausschuss hervor. Um Platz für Covid-Patienten zu schaffen, verschieben Kliniken derzeit planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe. Als Ausgleich bekommen sie Hilfe vom Bund, jetzt für den Zeitraum Mitte November bis Ende Januar.

16:27 Uhr | Bis zu 1.500 Euro Hilfe für Soloselbständige

Von Corona-Einschränkungen stark betroffene Soloselbständige, Künstlerinnen und Künstler können ab sofort staatliche Hilfe für die Monate Januar bis März beantragen. Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge können bis zu 1.500 Euro pro Monat beantragt werden. Die Hilfe werde als Vorschuss ausgezahlt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Ebenfalls am Freitag liefen die Abschlagszahlungen für Corona-Überbrückungshilfe an. Gezahlt werden bis zu 50 Prozent der beantragten Förderhöhe. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Vor allem Hotels und Gastronomie profitieren.

16:00 Uhr | Drosten: Schnelle "Durchseuchung" ist riskant

Der Virologe Christian Drosten warnt davor, schon jetzt auf eine schnelle Durchseuchung der Menschen in Deutschland zu setzen: Drei Millionen Menschen über 60 seien noch nicht geimpft, fast neun Millionen nicht geboostert und damit nicht voll gegen die Omikron-Virusvariante geschützt. Der Wissenschaftler von der Berliner Charité und Berater der Bundesregierung räumte aber ein, irgendwann müsse man das Virus "laufen lassen", weil man die Bevölkerung nicht immer wieder nachimpfen könne.

15:27 Uhr | Österreich wieder Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft das Urlaubsland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind einige Gemeinden. Damit stehen dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste. Neben Österreich kommen mehr als 30 weitere Staaten dazu, viele davon in Afrika und der Karibik.

Insgesamt ist nun ein Großteil der rund 200 Länder auf der Welt betroffen. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test freitesten.

14:45 Uhr | Novavax ab 21. Februar verfügbar

Der Impfstoff von Novavax wird nach Angaben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach ab 21. Februar in Deutschland verfügbar sein. Die US-Firma habe zunächst die Lieferung von 1,75 Millionen Impfdosen zugesagt, sagt Lauterbach. Weitere 3,25 Millionen seien gekauft, aber die Liefertermine noch unklar.  Er hoffe, dass das noch im Februar der Fall sein werde.

13:58 Uhr | Lauterbach: PCR-Tests vorrangig für medizinisches und Pflege-Personal

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet damit, dass Krankenhäuser und Labore durch die hohen Ansteckungszahlen mit der Omikron-Variante des Coronavirus an ihre Belastungsgrenzen kommen werden. Er sagte, dass deshalb PCR-Tests künftig vorrangig eingesetzt werden sollten für Personal im Gesundheitswesen und in Pflegeeinrichtungen. Er habe diese Priorisierung am Donnerstag veranlasst. Pflegepersonal und Beschäftigte im Gesundheitswesen können eine Isolierung nach einer Infektion oder eine Quarantäne nach einem Kontakt mit Erkrankten nur dann nach sieben Tagen beenden, wenn sie einen negativen PCR-Test vorweisen. Für alle anderen reichen zertifizierte Antigen-Schnelltests aus. Ohne eine Freitestung dauert die Isolation oder Quarantäne zehn Tage.

13:49 Uhr | China verschärft landesweit Corona-Regeln

Zahlreiche Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz warten am Südbahnhof von Tianjin auf ihren Zug.
Auch in China ist die Omikron-Variante inzwischen angekommen. Bildrechte: dpa

China hat seine Corona-Vorschriften weiter verschärft. Nach Angaben der Behörden müssen Kinder an internationalen Schulen ab der kommenden Woche auf das Virus getestet werden. Flugpassagiere, die über ein Drittland einreisen wollen, würden nicht mehr ins Land gelassen. Flüge und Busverbindungen zwischen Peking und mehreren Städten wurden eingestellt. Landesweit soll nur gereist werden, wenn es nur unbedingt notwendig ist. Die 14 Millionen-Metropole Tianjin hat unterdessen eine dritte Runde von Massentests angeordnet. Diese sollen morgen beginnen und innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen werden. In den vergangenen Tagen wurden dort 126 Corona-Fälle entdeckt, die offenbar auf die Omikron-Variante zurückgingen.

13:39 Uhr | Lauterbach: Maßnahmen verlangsamen Omikron-Ausbreitung

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlangsamen nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach den Anstieg der Infektionsfälle mit der Omikron-Variante. Deutschland habe nicht die kurze Verdoppelungszeit der Ansteckungen wie andere Länder, sagt der SPD-Politiker. Der Verdoppelungszeitraum habe vor einigen Wochen noch bei etwa 4,5 Tagen gelegen. Derzeit bewege man sich auf 6,5 Tage zu. Durch die Anti-Corona-Maßnahmen seien die Kontakte in Deutschland auf etwa 50 Prozent des "vorpandemischen Zeitalters" reduziert, sagte Lauterbach. "Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung."

13:25 Uhr | Kretschmer dankt Dresdner Medizinstudierenden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Dresdner Medizinstudierenden für ihre Aktion gegen einen Protest von Gegnern der Corona-Regeln gedankt. In weißen Kitteln und mit Masken hatten sich die Studentinnen und Studenten gestern Abend schützend vor das Uniklinikum gestellt. Kretschmer postete bei Twitter ein Bild von der Aktion. Darauf ist ein Transparent mit der Aufschrift zu sehen, "Sachsen lasst Euch impfen". Der CDU-Politiker nannte es ein wichtiges Statement der Studierenden der TU Dresden. Die angehenden Mediziner erlebten täglich, dass nicht Maßnahmen das Problem seien, sondern das Virus.

Die Polizei hat nach der Aktion mehr als 20 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Als Grund wurden Verstöße gegen die Corona-Regeln genannt. Bis gestern waren nur maximal zehn Teilnehmer bei einer Demo erlaubt.

12:28 Uhr | Bundesrat stimmt für neue Quarantäneregeln

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat für neue Quarantäneregeln gestimmt. Die Länderkammer segnete eine Verordnung ab, die den rechtlichen Rahmen dafür schafft. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Außerdem werden kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht. Damit soll bei stark steigenden Infektionszahlen verhindert werden, dass in wichtigen Versorgungsbereichen das Personal knapp wird.

10:55 Uhr | Wirtschaft nach Corona-Einbruch wieder gewachsen

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr trotz Lieferproblemen und Corona-Krise wieder spürbar gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent. Allerdings habe die Wirtschaft insgesamt nur einen Teil des Einbruchs aus dem ersten Corona-Jahr 2020 aufholen können.

Der deutsche Staat hat den Statistikern zufolge unterdessen auch im zweiten Jahr der Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen im vergangenen Jahr bei 4,3 Prozent.

10:33 Uhr | Weniger Beschäftigten in der Gastronomie

Ein Kneipenwirt zapft Bier
Viele Gastronomiebetriebe hatten zwischenzeitlich zu, Beschäftigte gingen verloren. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie ist angesichts der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ging die Mitarbeiterzahl zwischen Januar und Oktober 2021 um 23,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 zurück. Betroffen seien vor allem Kneipen und Bars. Gastronomie-Betriebe, die Essen anboten, konnten ihr Personal besser halten. Wie die Statistiker weiter mitteilten, traf es in der Branche vor allem geringfügig Beschäftigte.

10:24 Uhr | Ärzte sehen Quarantäne-Lockerungen skeptisch

Der Ärzte-Verband Marburger Bund steht den bevorstehenden Lockerungen der Quarantäne-Regeln für Genesene und Geimpfte skeptisch gegenüber. Vorsitzende Susanne Johna kritisierte im ZDF-"Morgenmagazin, dass es für diese Gruppen keine Pflicht zur Absonderung mehr geben soll, selbst wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien. Dadurch sei zu befürchten, dass Infektionen weitergetragen würden. Johna bekräftigte zudem ihre Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht. Diese sollte aber auf zwei Jahre befristet, oder an die Feststellung des Bestehens der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation gekoppelt werden.

08:27 Uhr | IWH gegen Verlängerung der Kurzarbeiter-Sonderregeln

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sieht eine weitere Verlängerung der Corona-Regeln für Kurzarbeit skeptisch. IWH-Ökonom Steffen Müller sagte MDR AKTUELL, er plädiere dafür, die Sonderregeln wie geplant Ende März auslaufen zu lassen. Man könne dann zur normalen Kurzarbeiterregel zurückkehren. Die habe es auch vor Corona schon gegeben. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei dadurch nicht zu erwarten. Müller erklärte, in vielen Branchen fehle Personal. Die Betroffenen könnten dort neue Jobs finden.

Seit März 2020 gelten für Betriebe geringere Hürden, um Kurzarbeitergeld für Beschäftigte zu beantragen. Die Bundesregierung will damit wirtschaftliche Schäden durch die Pandemie abfedern und Arbeitsplätze erhalten.

08:02 Uhr | Australische Regierung annulliert erneut Visum von Djokovic

Novak Djokovic
Tennisspieler Novak Djokovic will an de Australian Open teilnehmen - die australische Regierung verweigert ihm aber bisher die Einreise. Bildrechte: dpa

Novak Djokovic ist von den australischen Behörden erneut das Visum entzogen worden. Das gab Einwanderungsminister Alex Hawke am Freitag bekannt. Sollte der serbische Tennisprofi keinen erfolgreichen Einspruch einlegen, muss er das Land verlassen und kann seinen Titel bei den am Montag beginnenden Australian Open nicht verteidigen. Zudem droht Djokovic auch ein dreijähriges Einreiseverbot nach Australien.

Am Montag hatte der ungeimpfte Weltranglistenerste nach einem Teilerfolg vor Gericht sein Visum zurückbekommen und konnte die Unterbringung für Ausreisepflichtige verlassen, in der er sich nach Ankunft am vergangenen Mittwoch wegen Nichterfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen zunächst aufhalten musste. Seitdem prüfte die Regierung Australiens weitere Schritte.

07:41 Uhr | Dresdner Medizinstudierende protestieren gegen Corona-Kritiker

Menschen mit weißem Kittel, Mundschutz und Transparenten in der Hand stehen am Abend am Straßenrand.
Protest gegen die Corona-Demonstranten in Dresden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Dresden haben sich Medizinstudierende am Abend schützend vor das Universitätsklinikum gestellt. In weißen Kittel reihten sich die Studentinnen und Studenten vor der Klinik auf. Auf Schildern hieß es "Impfen statt Schimpfen" und "Keine Macht den Rücksichtslosen". Anlass der Aktion war ein geplanter sogenannter Spaziergang von Kritikern der Corona-Politik zum Krankenhaus. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte jedoch größere Aufmärsche. Außer Verstößen gegen die Corona-Auflagen wurden keine Zwischenfälle gemeldet.

07:38 Uhr | Weiter niedrige Inzidenzen in Mitteldeutschland

In Deutschland steigt die Inzidenz, in Mitteldeutschland gehen die Werte bisher kaum nach oben. Deutschlandweit liegt die Inzidenz laut RKI bei bei 470. Das Risklayer-Projekt, dessen Daten in der Regel aktueller sind als die des RKI, meldete sogar eine Inzidenz von 488.

In Sachsen liegt die Inzidenz laut RKI bei 225, in Sachsen-Anhalt bei 253 und in Thüringen bei 228.

Risklayer meldete eine Inzidenz für Sachsen von 253, für Sachsen-Anhalt von 300 und für Thüringen von 258.

07:21 Uhr | Gelockerte Corona-Auflagen in Sachsen in Kraft

In Sachsen sind die Corona-Auflagen gelockert worden. Seit Mitternacht gilt im Freistaat eine neue Verordnung, die unter anderem den Lockdown für Kultur- und Freizeiteinrichtungen beendet. Sie dürfen jetzt wieder von Geimpften und Genesenen besucht werden. Hotels können wieder Gäste empfangen. Allerdings ist dort zusätzlich zum Impf- oder Genesenen-Nachweis ein negativer Test erforderlich. Geboosterte sind davon befreit. Die 2G-plus-Regel gilt nun auch für die Gastronomie, in der bisher kein Test notwendig war. Die neue sächsische Corona-Verordnung erlaubt auch wieder größere Versammlungen und bis zu 1.000 Zuschauer bei Sportveranstaltungen.

06:53 Uhr | Omikron verbreitetste Variante

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor. Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. Es verweist jedoch auf große regionale Unterschiede beim Omikron-Stand: Der Anteil liege zwischen 11 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen.

In Mitteldeutschland war die Omikron-Variante in der ersten Kalenderwoche (aktuellste Zahlen) noch wenig stark verbreitet: In Sachsen lag der Omikron-Anteil an allen Neuinfektionen bei 26,4 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 28 Prozent und in Thüringen bei 38 Prozent.

06:34 Uhr | Über 90.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 92.223 neue Fälle gemeldet. Das sind über 10.000 mehr als am Tag zuvor. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 470,6. Auch das ist so hoch wie nie seit Beginn der Pandemie.

Das Risklayer-Projekt, dessen Daten in der Regel aktueller sind als die des RKI, meldete sogar 93.154 Neuinfektionen und eine Inzidenz von 488.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 14. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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