Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Kostenlose Corona-Tests für alle sollen wiederkommen

In Deutschland soll es wegen steigeder Fallzahlen ab nächster Woche wieder kostenlose Corona-Tests für alle geben. Auch Geimpfte sollen sich testen lassen, weil auch sie sich infizieren und das Virus weitergeben können. Die EU-Kommission hat sich die Lieferung von 60 Millionen Dosen des Valneva-Totimpfstoffs VLA2001 ab 2022 gesichert. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für unter 30-Jährige nur noch den Biontech-Impfstoff. Alle aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 10. November 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:40 Uhr | Thüringer FDP kritisiert Verzicht-Aufforderung auf Weihnachtsfeiern

Der Appell der Thüringer Landesregierung, auf Betriebsweihnachtsfeiern zu verzichten, stößt auf heftige Kritik. Die FDP-Gruppe im Landtag warf Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) Doppelmoral vor. Die Liberalen verwiesen dabei auf die umstrittene Erfurter Party zur Schließung des Impfzentrums mit rund 1.000 Gästen. Gruppensprecher Thomas Kemmerich sagte, es gebe effektivere Wege, um das Coronavirus zu bekämpfen. Gegen Weihnachtsfeiern mit Hygieneregeln spreche nichts, so der FDP-Politiker. Das Infektionsrisiko sei deutlich geringer, als wenn sich die Menschen stattdessen heimlich im heimischen Partykeller drängten.

22:34 Uhr | Bundesgeld für mobile Luftfilter bleibt bisher liegen

In Deutschland sind bisher nur wenige Bundesmittel für mobile Luftfilter in Schulen abgerufen worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali hervor. Demnach ist Nordrhein-Westfalen bisher das einzige Land, das Geld aus dem 200-Millionen-Euro-Fördertopf beantragt hat. Die Mittel waren im Sommer zur Verfügung gestellt worden. Mohamed Ali kritisierte, das Geld bleibe in den Mühlen der Bürokratie stecken, zum Leidwesen der Kinder.

21:39 Uhr | Kölner Karnevals-Prinz positiv auf Coronavirus getestet

Einen Tag vor der Eröffnung der neuen Session ist der Kölner Karnevals-Prinz positiv auf ein Coronavirus getestet worden. Wie das Kölner Festkomitee mitteilte, hat der doppelt geimpfte Prinz Sven I. (Sven Oleff) keinerlei Symptome und fühlt sich den Umständen entsprechend gut. Bei Bauer und Jungfrau, den beiden anderen Mitgliedern des Kölner Dreigestirns, sei der Test negativ ausgefallen. Dennoch würden für die nächsten Tage alle öffentlichen Auftritte des gesamten Dreigestirns ausgesetzt.

Trotz stark gestiegener Corona-Inzidenzen soll am Donnerstag, dem 11.11. um 11:11 Uhr, die neue Karnevalsessison mit Tausenden Feiernden eröffnet werden. In den Hochburgen Köln und Düsseldorf gilt dann die 2G-Regel in Kneipen und Gastronomie. Auch in den abgesperrten Feier-Zonen der Domstadt haben nur Geimpfte und Genesene Zugang.

Jungfrau Gerdemie Björn Braun, Prinz Sven I. Sven Oleff und Bauer Gereon Gereon Glasemacher vom Kölner Karnevalsverein Traditionskorps Altstädter Köln 1922 e.V. bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des designierten Dreigestirn 2022 im Tanzbrunnen, Köln.
Das Kölner Dreigestirn 2022 setzte wegen einem positiven Corona-Test von Prinz Sven I. (Sven Oleff, Mitte) vorerst alle öffentlichen Auftritte aus. Bildrechte: imago images/Future Image

21:02 Uhr | Merkel pocht auf schnellen Corona-Gipfel mit den Ländern

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eindringlich für ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern gegen die laufende Corona-Welle geworben. Die CDU-Politikerin sagte, es brauche wieder eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung. Merkel pochte auf einen schnellen Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten. Ziel sei es, "gleichlautende Maßnahmen in Deutschland durchzuführen". Als Beispiel nannten die Kanzlerin rasche Auffrischungsimpfungen für Über-60-Jährige und die Ausweitung der 2G-Regel.

20:23 Uhr | Lockdown für Ungeimpfte in Österreich droht

Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg hat einen Lockdown für Ungeimpfte angedroht. Der ÖVP-Politiker sagte, wenn die Dynamik der Corona-Neuinfektionen nicht abreiße, könnte es schon sehr bald soweit sein. Das würde bedeuten, dass Ungeimpfte ihren Wohnbereich nur noch aus bestimmten Gründen verlassen könnten. Einen Lockdown für alle soll es hingegen nicht geben. Schallenberg zufolge muss auch eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen eingeführt werden, zum Beispiel im Gesundheitsbereich.

20:14 Uhr | Berlin führt ab Montag umfangreiche 2G-Regel ein

Der Berliner Senat hat weitere Einschränkungen für Ungeimpfte beschlossen. Demnach soll die sogenannte 2G-Regel von Montag an in der Bundeshauptstadt deutlich ausgeweitet werden. Zutritt zu Restaurants, Kinos, Museen, Thermen oder Spielhallen haben dann nur noch Geimpfte und Genesene.

19:30 Uhr | Lebenszufriedenheit der Deutschen auf historischem Tiefststand

Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen hat den Menschen in Deutschland heftig aufs Gemüt geschlagen. Laut dem "Glücksatlas 2021" sank die Lebenszufriedenheit der Deutschen auf einen historischen Tiefststand.

17:35 Uhr | Kostenlose Corona-Tests sollen wiederkommen

In Deutschland soll es voraussichtlich ab nächster Woche wieder kostenlose Corona-Tests für alle geben. Das teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mit. Die neue Verordnung sieht demnach vor, dass Bürgerinnen und Bürger einmal pro Woche wieder Anspruch auf eine Testung haben. Das Ministerium begründete die Wiedereinführung mit der hohen Zahl an Neuinfektionen. Auch Geimpfte sollten sich wieder testen lassen, weil auch sie sich infizieren und das Virus weitergeben könnten.

Die neue Verordnung soll bis Ende März 2022 gelten. Den Angaben zufolge ist das Vorgehen mit dem Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP abgesprochen. Sie haben sich bereits für kostenlose Tests ausgesprochen.

16:45 Uhr | Corona-Stationen in Sachsen weitgehend ausgelastet

Die Krankenhäuser in Sachsen steuern weiter auf die Corona-Überlastungsstufe zu. Nach Angaben der Landesregierung sind aktuell 288 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Auf Normalstationen werden 1.189 Erkrankte behandelt. Damit sind die verfügbaren Corona-Betten zu rund 88 Prozent ausgelastet. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen erklärte, man müsse sich darauf einrichten, bald Covid-Patienten in andere Bundesländer auszufliegen. Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt wird die Lage in den Kliniken kritischer. In beiden Ländern sind jeweils noch 73 Intensivbetten verfügbar.

16:33 Uhr | Bayern ruft wegen Corona-Lage Katastrophenfall aus

Bayern ruft wegen der Corona-Lage im Freistaat den Katastrophenfall aus. Wie die Staatskanzlei in München mitteilte, wird er ab Donnerstag gelten. Das habe Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angeordnet. Das Innenministerium werde zeitnah eine entsprechende Bekanntmachung erlassen. Damit wird ein koordiniertes Vorgehen aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen ermöglicht. Der Katastrophenfall galt in der Corona-Pandemie in Bayern bereits vom Dezember 2020 bis zum Juni dieses Jahres.

15:48 Uhr | EU schließt Vertrag über 60 Millionen Dosen Totimpfstoff von Valneva

Die EU-Kommission hat mit dem französisch-österreichischen Hersteller Valneva einen Vertrag über die Lieferung von 60 Millionen Dosen seines Totimpfstoffes VLA2001 innerhalb der nächsten beiden Jahre geschlossen. 27 Millionen Dosen sollen demnach 2022 und weitere 33 Millionen Dosen 2023 gekauft werden können. Voraussetzung ist nach Angaben der Brüsseler Behörde, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA den Valneva-Impfstoff zulässt.

VLA2001 nutzt eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe. Basis des Valneva-Totimpfstoffes sind inaktivierte Corona-Viren. Das Vakzin soll außerdem in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Der EU-Vertrag mit Valneva sieht nach Angaben der EU-Kommission auch vor, dass der Impfstoff an neue Varianten des Coronavirus angepasst werden kann.

Nach Angaben der Brüsseler Behörde ist VLA2001 der derzeit einzige Covid-19-Impfstoffkandidat auf der Basis inaktivierter Viren, der in Europa in klinischen Studien getestet wird. Im Oktober hatte Valneva erste positive Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie bekannt gegeben. Demnach sei das Mittel wirksamer als der Astrazeneca-Impfstoff und "im Allgemeinen gut verträglich".

Eine Zulassung von VLA2001 in Großbritannien wird noch 2021 beabsichtigt, eine EU-Zulassung 2022. Valneva ist der achte Pharmakonzern, mit dem die EU-Kommission einen Vertrag schließt. Bisher hatte Brüssel Verträge mit den Herstellern Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Curevac, Janssen, Moderna, Novavax und Sanofi-GSK geschlossen.

14:06 Uhr | Chemnitz: Brauchen mehr Impfmöglichkeiten

Die Stadt Chemnitz dringt auf eine schnelle Erhöhung der Impfmöglichkeiten. Die Stadtverwaltung erklärte, im Moment komme es an den Corona-Impfstellen zu langen Warteschlagen und Impfwillige müssten abgewiesen werden. Die sächsische Landesregierung müsse nun dringend Abhilfe schaffen - mit mehr Impfstoffen und zusätzlichem Personal. Außerdem sei es erforderlich, dass mehr Ärzte in ihren Praxen impften.

13:39 Uhr | Österreich meldet so viele Neuinfektionen wie nie zuvor

In Österreich sind innerhalb von 24 Stunden 11.398 neue Corona-Infektionen gemeldet worden – so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. Das gaben das Gesundheits- und Innenministerium in Wien bekannt. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sagte, man müsse die Lage sehr ernst nehmen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt bei 655. Den höchsten Wert verzeichnet das Bundesland Oberösterreich, wo die Inzidenz auf über 1.000 gestiegen ist.

13:32 Uhr | Merkel dringt auf neues Bund-Länder-Treffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert "schnellstmöglich" auf eine Bund-Länder-Abstimmung zur Pandemie-Lage. Seibert sagte, alle hätten angesichts der stark steigenden Infektionszahlen die gemeinsame Verantwortung, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Für die Kanzlerin könne es also nicht darum gehen, "ob sie stattfindet, sondern wann", sagt Seibert. Merkel sei mit allen Beteiligten in Kontakt.

12:53 Uhr | GdP Sachsen: 2G-Kontrollen sind nicht unsere Aufgabe

Die Polizeigewerkschaft GdP in Sachsen warnt davor, die Kontrolle von 2G-Regeln dauerhaft auf die Polizei abzuwälzen. Landesvorsitzender Hagen Husgen sagte MDR AKTUELL, Polizisten könnten Amtshilfe leisten, wenn es bei Kontrollen Schwierigkeiten gebe. Aber es gehe zu weit, vor Fußballstadien oder Gaststätten zu stehen und den Impfstatus der Bürger zu kontrollieren. Husgen verwies auch darauf, dass die Polizei seit Jahren mit Personalmangel kämpfe. Das sächsische Innenministerium hatte die Kreise und Kommunen aufgefordert, ausreichend Kontrollteams loszuschicken. Ansonsten drohten ihnen rechtliche Konsequenzen.

11:50 Uhr | Tausende Schüler infiziert

Schüler mit ihren Schultaschen.
Tausende Schulkinder in Deutschland sind positiv auf Corona getestet worden. Bildrechte: dpa

An den Schulen in Deutschland hat es nach aktuellen Zahlen der Kultusministerkonferenz zuletzt rund 23.000 bekannte Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern gegeben. Wie aus der Statistik der KMK zur Corona-Situation an den Schulen hervorgeht, waren darüber hinaus in der vergangenen Woche rund 54.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus knapp 24.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit rund 8,5 Millionen Schülerinnen und Schülern. Insgesamt gibt es in Deutschland rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler an rund 40.000 Schulen und Berufsschulen. Für die vergangene Woche lagen aber etwa aus Baden-Württemberg keine Zahlen vor, da in dem Bundesland Ferien waren. Die Statistik weist außerdem rund 1.800 Corona-Fälle bei Lehrkräften aus.

11:26 Uhr | Werner rät von Firmen-Weihnachtsfeiern ab

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner rät angesichts der angespannten Corona-Situation von Weihnachtsfeiern ab. Die Linken-Politikerin sagte in Erfurt, bei solchen Partys werde auch Alkohol getrunken und Menschen würden sich nicht mehr vorsichtig genug verhalten. Weihnachten und Silvester in der Familie hält Werner hingegen für möglich. Voraussetzung sei, dass die Familienmitglieder geimpft seien. Dann könne ohne schlechtes Gewissen gefeiert werden. Der Ministerin zufolge muss aber bei den Weihnachtsmärkten mit Einschränkungen gerechnet werden. Denkbar seien unter anderem ein erneutes Alkoholverbot, weniger dicht aufgebaute Weihnachtsmärkte oder aber 2G-Regeln mit Eingangskontrollen.

11:15 Uhr | Hilferuf des Hufeland-Klinikums im Unstrut-Hainich-Kreis

Der Unstrut-Hainich-Kreis und das Hufeland-Klinikum haben einen dringenden Corona-Impf-Appell an die Bevölkerung gerichtet. In einem gemeinsamen Schreiben von Landrat Harald Zanker und der Klinikleitung heißt es, die Stationen seien voll und das Personal sei am Ende. Ein Teil des Pflegepersonals sei inzwischen selbst krankgeschrieben. Nach Angaben des Ärztlichen Direktors für die Standorte Mühlhausen und Bad Langensalza, Hans-Michael Klinger, werden derzeit 27 Covid-Patienten auf den Corona-Stationen der beiden Kliniken behandelt. Täglich würden es mehr. Die Fälle gingen zu 70 Prozent auf ungeimpfte Personen zurück, beim Rest handle sich um Impfdurchbrüche. Bei den Geimpften verlaufe die Infektion aber milder und ohne Aufenthalt auf der Intensivstation.

09:33 Uhr | Stiko empfiehlt Moderna-Vakzin nicht mehr für unter 30-Jährige

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Covid-19-Impfungen von unter 30-Jährigen nur noch mit dem Vakzin Comirnaty von Biontech/Pfizer. Nach Angaben der Stiko zeigen aktuelle Daten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei jungen Menschen unter 30 Jahren nach der Impfung mit dem Impfstoff Spikevax von Moderna häufiger beobachtet wurden als nach der Impfung mit Comirnaty. Für über 30-Jährige bestehe nach der Impfung mit Spikevax hingegen kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung.

09:14 Uhr | Leopoldina fordert Impfpflicht für bestimmte Gruppen und mehr 2G

Angesichts der weiter steigenden Zahlen der Corona-Neuinfektionen und des Inzidenzwerts dringt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina darauf, die 2G-Regeln auszuweiten und Impfpflichten für bestimmte Berufsgruppen einzuführen. In einer Stellungnahme heißt es, nötig seien jetzt "Impfpflichten für Multiplikatoren". Nach Angaben von Leopoldina-Präsident Gerald Haug handelt es sich dabei nicht nur um Pflegerinnen und Pfleger, sondern auch um Lehrpersonal und weitere Berufsgruppen mit viel Kontakt zu anderen Menschen.

Haug und andere Wissenschaftler der Leopoldina fordern zudem eine größere Geltungsreichweite für die 2G-Regel. Danach bekommen nur geimpfte oder genesene Menschen Zutritt zu Veranstaltungen. In der Arbeitsschutzverordnung solle zudem "eine angemessene Regelung zur Offenlegung des Impfstatus" von Beschäftigten festgeschrieben werden. Bislang dürfen Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten nicht erfragen.

08:30 Uhr | Kretschmer: Schnell Klarheit über Corona-Maßnahmen schaffen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die mögliche Ampel-Koalition im Bund aufgefordert, schnell Klarheit über Maßnahmen gegen die vierte Corona-Welle zu schaffen. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, eine Bund-Länder-Konferenz müsse festlegen, wie es über den 25. November hinaus weitergehe. Man brauche jetzt bundesweite Entscheidungen, etwa um allgemeine kostenlose Tests wieder einzuführen oder ein Recht für Arbeitgeber, nach dem Impfstatus zu fragen. Kretschmer sagte, die Zeit laufe davon. Es zähle jeder Tag. Je mehr die Inzidenzen außer Kontrolle gerieten, desto schwieriger werde es, das wieder einzufangen, desto drastischer würden möglicherweise die Einschränkungen.

08:17 Uhr | Impfaktion auf Campus in Jena

In Jena gibt es heute eine öffentliche Impfaktion am Campus Ernst-Abbe-Platz. Nach Angaben der Stadt ist im Foyer der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ein mobiles Impfteam im Einsatz. Verimpft werden zwischen 12 und 16 Uhr die Vakzine von Biontech/Pfizer und Johnson&Johnson. Auch Auffrischungsimpfungen seien möglich. Die Aktion wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, die Universität und der Stadt organisiert.

07:28 Uhr | Weimar: Mehr Personal für Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt in Weimar wird ab heute personell aufgestockt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden zunächst 15 Mitarbeiter aus anderen Verwaltungsbereichen abgezogen. Sie sollen bei der Ermittlung von positiven Corona-Fällen helfen. Zuletzt war das Gesundheitsamt bei der Ermittlung von Infektionsketten nicht mehr nachgekommen. Viele Ansteckungsherde blieben demnach unentdeckt. Aktuell sind 410 Menschen in der Stadt mit dem Virus infiziert. Seit Dienstag tagt der Pandemiestab wieder regelmäßig.

06:49 Uhr | Neuer Höchststand bei Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet 39.676 neue Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchststand war am Freitag mit 37.120 gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dem RKI zufolge jetzt bei 232,1. Sie hat damit den dritten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Rottal-Inn in Bayern mit 1.104,3. Danach folgen acht weitere bayerische Landkreise. Die höchste Inzidenz in Mitteldeutschland hat laut RKI der Landkreis Sonneberg in Thüringen mit 787,1. In Sachsen verzeichnet weiter der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge den höchsten Wert. Dort ist die Inzidenz allerdings auf 742,9 zurückgegangen.

Das Datenprojekt Risklayer gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sogar mit 234 an. Am höchsten ist sie demnach in Sachsen mit 543. Die Hospitalisierungsinzidenz lag Risklayer zufolge gestern bundesweit bei 4,31. Am höchsten ist sie in Thüringen mit 15,23 gewesen. Die Hospitalisierungsinzidenz zeigt die Zahl der ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Patienten in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Laut Divi-Intensivregister werden Stand heute Morgen 6:45 Uhr 471 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Mitteldeutschland behandelt. 242 von ihnen werden invasiv beatmet.

06:37 Uhr | Ameos-Kliniken schränken Besuche stark ein

In den Ameos-Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt dürfen Patienten jetzt nur in Ausnahmefällen besucht werden. Grund ist nach Angaben des Unternehmens die Corona-Lage. Man wolle Personal und Patienten schützen. Die Einschränkungen gelten demnach für die Standorte Aschersleben, Staßfurt und Bernburg sowie in Halberstadt, Haldensleben und Schönebeck. Wer Angehörige besuchen will, darf das demnach nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Minderjährige, Schwerstkranke und werdende Mütter dürfen weiter Besuch bekommen.

06:34 Uhr | Einzelhandels-Mieten in Pandemie gefallen

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass Einzelhandelsgeschäfte günstiger neue Mietverträge abschließen können. Einer Studie des Immobilienverbandes IVD zufolge fielen die Mieten für Einzelhandelsgeschäfte im ersten Halbjahr im Bundesschnitt um gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den sieben größten deutschen Städten, darunter in Berlin, Hamburg und München, hätten sie fast 13 Prozent nachgegeben. In den Klein- und Mittelstädten seien Mieten bis zu fünf Prozent billiger geworden. Der Immobilienverband erklärte, je höher die Mieten zuvor gewesen seien, desto stärker seien die Preise in der Pandemie gefallen.

06:29 Uhr | Grundschulen im Landkreis Leipzig geschlossen

Im Landkreis Leipzig ist die Grundschule in Naunhof wegen mehrere Corona-Fälle ab heute geschlossen. Das Kultusministerium erließ eine Allgemeinverfügung, nachdem bis gestern 26 Schüler mittels Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Bis einschließlich nächsten Mittwoch wird es an der Schule keinen Präsenzunterricht geben. Auch der Hort ist geschlossen. Auch die Grundschule im Grimmaer Stadtteil Hohnstädt bleibt laut Kultusministerium bis einschließlich Freitag zu. In der Grundschule in Rackwitz hat das Gesundheitsamt für drei Klassen Quarantäne verhängt.

06:20 Uhr | Sachsen will 2G-Kontrollen durchsetzen

In Sachsen müssen die Landkreise mit kommunalrechtlichen Maßnahmen rechnen, wenn sie die neuen 2G-Regeln nicht ausreichend kontrollieren. Das stellte der Amtschef im Innenministerium, Thomas Rechentin, bei MDR AKTUELL klar. Er sagte, man werde darauf dringen, dass die Kreise und kreisfreien Städte die erforderlichen Kontrollteams bildeten. Rechentin bezog sich dabei auf einen Erlass des Sozialministeriums, wonach jeder Kreis mindestens drei Teams zur Kontrolle der 2G-Regel aufstellen muss. Im Extremfall könne sogar ein Landrat abgesetzt werden, wenn er dem nicht nachkomme.

Der Geschäftsführer des sächsischen Städte- und Gemeindetags, Mischa Woitschek, erklärte, er gehe davon aus, dass in den Kreisen mehr als drei Teams unterwegs sein würden, um die Pandemie zu bekämpfen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 10. November 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. November 2021 | 06:00 Uhr

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Do 06.10.2022 16:01Uhr 00:46 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/lauterbach-vierte-impfung-pflegeheimbewohner100.html

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