Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Ampel-Parteien vereinbaren Gesetzentwurf für Corona-Auflagen

SPD, Grüne und FDP haben sich nach übereinstimmenden Medienberichten auf einen Gesetzentwurf zu bundesweit einheitlichen Corona-Maßnahmen geeinigt. Mit dem starken Anstieg der Corona-Zahlen wächst auch die Nachfrage nach Impfungen wieder. Dem Robert Koch-Institut zufolge ist erstmals in der Pandemie die bundesweite Ansteckungsinzidenz über die Marke 200 geklettert. In Sachsen gilt ab heute vielerorts die 2G-Regel. Die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Eine Mitarbeiterin nimmt in einem Testzentrum einen Speicheltest von einem Besucher ab
Die Ampel-Fraktionen haben sich auf einen Gesetzentwurf zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen verständigt – Corona-Tests sollen wieder kostenlos werden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag, 8. November 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:55 Uhr | Stiko schiebt generelle Booster-Empfehlung erneut auf

Die Ständige Impfkommission will noch immer keine generelle Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen geben. In einer Stellungnahme erklärte die Stiko, mittelfristig mache es zwar Sinn, Booster-Impfungen für alle anzubieten. Dabei solle aber schrittweise nach absteigendem Lebensalter vorgegangen werden. Eine Anpassung der Impf-Empfehlungen werde zeitnah erfolgen. Bislang empfiehlt die Stiko eine Auffrischung des Impfschutzes nur für Ältere ab 70 und Risikopatienten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Freitag dafür ausgesprochen, das Boostern für alle Altersgruppen freizugeben.

21:05 Uhr | Hauptsächlich Ungeimpfte auf Intensivstationen

Im Video finden Sie die vom Robert Koch-Institut ausgewerteten Daten vom Oktober grafisch aufbereitet:

20:55 Uhr | Wer sollte "Boostern" – und wann?

Viele Menschen sind unsicher, zu welchem Zeitpunkt sie sich die dritte Impfung gegen Covid-19 holen sollten. Der Chefarzt der Infektiologie an der Uniklinik Leipzig, Prof. Dr. Christoph Lübbert, klärt auf:

20:25 Uhr | Dänemark führt wieder Corona-Beschränkungen ein

Zwei Monate nach der Abschaffung sämtlicher Corona-Beschränkungen in Dänemark führt das Land wieder Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ein. Ein Gremium von Epidemiologen habe die Wiedereinführung der 3G-Regelung vorgeschlagen und die Regierung folge diesem Rat, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montagabend in Kopenhagen. Grund sei der starke Anstieg der Infektionszahlen.

Covid-19 werde auf Empfehlung des Gremiums erneut als "Bedrohung für die Gesellschaft" eingestuft, sagte Frederiksen. Künftig sei in vielen Bereichen der Öffentlichkeit wieder der Nachweis einer Corona-Impfung oder -Genesung oder eines negativen Tests vorgeschrieben.

20:20 Uhr | Kretschmer fordert Bund-Länder Konferenz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dringt wegen der steigenden Corona-Fallzahlen auf eine Bund-Länder-Konferenz. "Uns läuft die Zeit davon", sagte Kretschmer am Montagabend im "Sachsenspiegel". Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung müssten sich angesichts der hohen Inzidenzen möglichst bald auf gemeinsame Maßnahmen verständigen – bevor es zu spät sei. Er brachte ein Wiedereinführen der kostenlosen Schnelltests sowie Leerbettenpauschalen für Krankenhäuser ins Gespräch. Kretschmer kritisierte außerdem die derzeitige Impfstrategie: Ärzte würden derzeit von Engpässen beim Impfstoff berichten, über die dritte Booster-Impfung habe zu lange große Unklarheit bestanden.

19:35 Uhr | Mitteldeutsche Verwaltungen überlastet

In Mitteldeutschland können immer mehr Verwaltungen die Vielzahl an Corona-Meldungen kaum bewältigen. In Magdeburg sagte Amtsarzt Eike Hennig dem MDR, die Situation sei praktisch nicht mehr unter Kontrolle. Das Gesundheitsamt schiebe 100 bis 150 Fälle vor sich her. Bei der Kontaktnachverfolgung werde man sich deshalb zunächst auf alte Menschen konzentrieren.

Im sächsischen Kreis Zwickau helfen nun 20 Bundeswehrsoldaten bei der Ermittlung von Kontaktpersonen. Nach Angaben der Bundeswehr sind sachsenweit derzeit rund 50 Soldaten im Corona-Einsatz, im Erzgebirgskreis seien sie auch in Krankenhäusern tätig. Auch in mehreren Thüringer Kreisen und Städten hilft die Bundeswehr aus.

19:00 Uhr | Update: Ampel-Fraktionen einigen sich auf Corona-Maßnahmen-Katalog

Die Ampel-Fraktionen haben sich auf einen Gesetzentwurf zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen bis ins kommende Jahr hinein verständigt. Zudem vereinbarten SPD, Grüne und FDP, die Rückkehr von kostenlosen Corona-Tests sowie die Einführung einer 3G-Pflicht am Arbeitsplatz "auf den Weg" zu bringen. In dem Gesetzentwurf, der am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlag und der am Donnerstag im Bundestag beraten werden soll, sind diese Maßnahmen aber noch nicht enthalten. Zudem soll es "zielgerichtete Zuschläge" für Krankenhäuser geben, die Covid-Patientinnen und -Patienten versorgen, erklärte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese.

Der Maßnahmen-Katalog soll nach dem Auslaufen der epidemischen Notlage Ende dieses Monats greifen und bis März gelten. Je nach der aktuellen Lage sind dann verschiedene Maßnahmen möglich. Eine bundesweite 2G-Lösung ist offenbar nicht vorgesehen. Auch ein erneuter Lockdown einschließlich Schulschließungen wird ausgeschlossen.

17:05 Uhr | Forderungen nach Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitsberufe

Die Rufe nach einer Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen mehren sich. Zum besseren Schutz der älteren Bevölkerung und der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen fordert die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) eine Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitsberufe. Der Bundesverband der Diakonie sprach sich am Montag in Berlin ebenfalls für eine Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen aus. Die zunehmende Anzahl von Impfdurchbrüchen bei der älteren Bevölkerung erfordere rasches und konsequentes Handeln, sagte DGG-Präsident und Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Marien Hospital Herne, Rainer Wirth.

Wer in einem Pflegeberuf arbeitet, macht nicht nur einen Job, sondern übernimmt Verantwortung für die betreuten Personen, die eine solche Impfung als selbstverständlich erscheinen lassen sollte.

DGG-Präsident Rainer Wirt

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie sagte: "Die Pandemie läuft erneut aus dem Ruder. Für besonders gefährdete Menschen zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen ist ein Zögern und Zaudern von Politik und Behörden lebensgefährlich." Alle Beschäftigten, die in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen Kontakt mit Patientinnen und Patienten hätten, müssten geimpft sein. Lilie rief den Gesetzgeber auf, eine "begrenzte Impfpflicht für den Ausnahmefall der Pandemie jetzt zur Regel zu machen".

16:40 Uhr | MDRfragt: Mehrheit in Mitteldeutschland für 2G-Pflicht

Im Kampf gegen steigende Infektionszahlen soll die Politik auf die Einführung der sogenannten 2G-Regel setzen. Das wünscht sich die Mehrheit der befragten Bewohner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei einer aktuellen Befragung durch das Meinungsbarometer MDRfragt. Demnach haben sich 58 Prozent der rund 30.000 Teilnehmer der Befragung für die Einführung einer 2G-Pflicht ausgesprochen.

16:20 Uhr | Ampel-Koalition für 3G am Arbeitsplatz

SPD, Grüne und FDP wollen angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz einführen. Demnach kämen nur noch Beschäftigte zu ihrem Arbeitsplatz, die nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder frisch negativ getestet sind. "Unter SPD, Grünen und FDP gibt es dazu einen Konsens, dass wir das vorantreiben wollen", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, am Montag in Berlin. In Anbetracht der Lage sei dies ein "angemessenes Vorgehen". Buschmann bestätigte auch, dass die drei Parteien, die derzeit an der Bildung einer Ampel-Koalition arbeiten, wieder zu kostenlosen Corona-Tests für alle Bürger zurückkehren wollen. Die FDP habe das Auslaufen der kostenlosen Bürgertests im Oktober schon immer für einen Fehler gehalten.

15:35 Uhr | Update: Nachfrage nach Impfungen steigt wieder

Mit dem starken Anstieg der Corona-Zahlen wächst auch die Nachfrage nach Impfungen wieder. In Sachsen seien die 30 mobilen Impfteams an der Belastungsgrenze, erklärte das Deutsche Rote Kreuz am Montag auf Anfrage. Statt der geplanten 3.000 Impfungen seien am Samstag 4.500 verabreicht worden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) will die Kapazität dieser Impfteams verdoppeln. Wie der DRK-Sprecher Kai Kranich MDR AKTUELL mitteilte, war auch der Anteil der Auffrischungsimpfungen sehr hoch.

Sachsen hatte mit einer Inzidenz von 491,3 den höchsten Wert bundesweit. Wegen der dramatischen Entwicklung gilt dort nun die sogenannte 2G-Regel unter anderem für Gaststätten. Das heißt, nur Genesene und Geimpfte haben Zutritt, ein negativer Test reicht nicht.

15:24 Uhr | Proteste gegen strengere Corona-Regeln an Schulen in Thüringen

Zum Unterrichtsstart nach den Herbstferien an allen Thüringer Schulen in der höchsten Warnstufe haben Eltern teils gegen die strengeren Corona-Regeln protestiert. Es seien an einigen Schulen unter anderem wütende Schreiben von Eltern eingegangen, erklärte ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums. Insgesamt sei die Stimmung angespannt. An einer Südthüringer Grundschule in Brotterode-Trusetal (Schmalkalden-Meiningen) habe es auch eine Demonstration von Eltern gegen die Maskenpflicht im Unterricht gegeben. Details dazu waren zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Ministeriums habe es aber auch Zuspruch für die Maßnahmen gegeben und Bestärkungen, die Schulen geöffnet zu halten.

14:52 Uhr | Krankenhaus-Ampel in Bayern springt auf Rot

Die Krankenhaus-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums ist am Montag wegen der hohen Zahl von mehr als 600 Corona-Patienten auf den Intensivstationen auf Rot gesprungen. Damit gelten ab Dienstag Verschärfungen der Zutritts- und Testregeln. Unter anderem ist dann laut Gesundheitsministerium an vielen Arbeitsplätzen die 3G-Regel verpflichtend: Zutritt haben nur noch Mitarbeiter, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

14:13 Uhr | Impfquote steigt nur langsam

In Deutschland sind mittlerweile 58 Millionen Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das entspricht nach Daten des Robert Koch-Instituts bei den Erstimpfungen einer Quote von knapp 70 Prozent. Den vollständigen Impfschutz haben demnach 55,8 Millionen Menschen, also etwa 67 Prozent der Bevölkerung. Rund 2,7 Millionen Menschen erhielten laut RKI zusätzlich eine Auffrischungsimpfung. Spitzenreiter bei der Erstimpfungsquote sind Bremen mit über 81 Prozent und das Saarland mit 76 Prozent, Schlusslichter bleiben Sachsen mit gut 59 Prozent und Thüringen mit 62,5 Prozent. Das RKI vermutet bundesweit unter Erwachsenen eine etwas höhere tatsächliche Impfquote. Das Meldesystem biete keinen Komplettüberblick.

14:01 Uhr | Bundesregierung offen für Comeback kostenloser Tests

Die geschäftsführende Bundesregierung ist offen für die Idee, wieder kostenlose Corona-Bürgertests anzubieten. Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe solche Überlegungen "durchaus positiv", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Das Gesundheitsministerium verteidigte indes den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. August als richtig, die Tests kostenpflichtig zu machen. Seitdem habe es rund sechs Millionen Erstimpfungen gegeben. Genauso richtig sei es jetzt, die kostenlosen Tests in der vierten Welle vorübergehend wieder einzuführen.

13:15 Uhr | Söder für bundesweite 2G-Regel und kostenlose Tests

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht die von den Ampel-Parteien geplante Aufhebung der pandemischen Notlage als Fehler. Im Deutschlandfunk nannte er das angesichts der Fallzahlen als völlig absurd. Söder forderte eine bundesweite 2G-Regelung im öffentlichen Leben sowie für den Arbeitsplatz eine 3G-Regelung. Zudem müssten Impfzentren reaktiviert und Tests wieder kostenlos angeboten werden.

Ähnlich sieht das Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der nannte im MDR die Corona-Lage in seinem Bundesland dramatisch. Dabei betonte er, dass in den Kliniken die Zahl der ungeimpften Covid-Patienten zehnfach höher sei als die der geimpften. In zwei Wochen werde man wissen, ob die jetzt in Sachsen geltende 2G-Regelung wirke.

12:25 Uhr | In Thüringen kaum noch freie Intensivbetten

In Thüringen ist aktuell jedes fünfte Intensivbett in Kliniken mit Corona-Patienten belegt. Nach Daten der Intensivmedizinervereinigung Divi betrug am Montag der Anteil der Covid-Patienten 21,2 Prozent. Das sei die höchste Rate in Deutschland. Die Zahl schwerer Covid-Fälle auf Thüringer Intensivstationen stieg demnach im Vergleich zum Vortag um 17 auf 133. Landesweit waren damit 87 Prozent der Intensivbetten belegt. 22 spezielle Covid-Intensivbetten sind noch frei.

Grund für die knappen Kapazitäten ist laut Gesundheitsministerium auch ein Rückgang bei der Zahl der Intensivbetten im Freistaat von bis 1.100 im vergangenen Jahr auf nunmehr etwa 700. Zuletzt hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow gewarnt, dass es demnächst nicht mehr für jeden ungeimpften Corona-Patienten eine Behandlungsgarantie vor Ort geben könnte. Notfalls müssten Menschen in andere Bundesländer verlegt werden.

11:35 Uhr | Kretschmer schließt neuen Lockdown nicht aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat einen erneuten Lockdown nicht ausgeschlossen. Kretschmer sagte MDR SACHSEN, wenn die Krankenhäuser überlastet seien und Unfall- oder Krebspatienten nicht mehr behandelt werden könnten, dann könne es sich kein Land der Welt leisten, untätig zu bleiben. Der CDU-Politiker betonte, wenn man die Dinge einfach laufen lasse, dann habe man schnell eine Situation wie in Bergamo. Die italienische Stadt war ein Schwerpunkt der ersten Coronawelle, Bilder von überlasteten Kliniken und Militärkonvois mit Todesopfern hatten weltweit für Bestürzung gesorgt. Kretschmer sagte, niemand wolle einen Lockdown. Ob die Einführung von 2G die gewünschten Effekte habe, wisse man in zwei Wochen.

11:00 Uhr | Sachsen-Anhalt: Mehr Infektionen in Schulen

In Sachsen-Anhalt sind nach den Herbstferien mehr Schüler und Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Bildungsministerium mitteilte, waren mit Stand 4. November insgesamt 786 Schüler infiziert. Vor den Ferien waren es 651 gewesen. Bei den Lehrern gab es mit 90 Fällen nahezu eine Verdoppelung. Allerdings nahmen an der Erhebung nach den Ferien auch mehr Schulen teil und es gab mehr Tests. Laut Bildungsministerium kann aus den Zahlen nicht abgelesen werden, dass die jeweilige Schule auch der Infektionsort war.

09:55 Uhr | EU-Kommissar sagt wegen Infektion Deutschlandbesuch ab

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski
EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski Bildrechte: dpa

Wegen einer Corona-Infektion hat EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski seinen zweitägigen Arbeitsbesuch in Bayern abgesagt. Der vollständig geimpfte EU-Kommissar aus Polen begab sich nach einem positiven Test in Quarantäne. Eigentlich wollte Wojciechowski die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber treffen und am Dienstag an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teilnehmen.

09:24 Uhr | Bayern vor landesweiter 2G-Regelung

Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Bayern hat nach offiziellen Angaben die kritische Marke von 600 überschritten: Damit droht die sogenannte Krankenhaus-Ampel auf Rot zu springen und die 2G-Regel wird landesweit ausgeweitet. Damit werden Ungeimpfte von vielen Veranstaltungen und Einrichtungen ausgeschlossen. Am Montagmorgen wurden laut der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin in Bayerns Kliniken 604 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Bereits seit Sonntag gelten landesweit verschärfte Corona-Regeln: Der Maskenstandard wurde generell auf FFP2 erhöht. Wo bisher die 3G-Regel galt, gilt nun 3G+. Das heißt, Ungeimpfte müssen einen teuren PCR-Test vorweisen. Bayern liegt mit einer landesweiten Ansteckungsinzidenz von über 320 im Ländervergleich hinter Sachsen und Thüringen auf Platz drei. Einige südbayerische Landkreise haben Werte über 800. Ministerpräsident Markus Söder forderte eine bundesweite 2G-Regelung sowie 3G am Arbeitsplatz. Auch Sachsen setzt auf die 2G-Regelung, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen.

09:05 Uhr | Auckland lockert Lockdown

In Neuseelands größter Stadt Auckland wird ein strikter Lockdown nach drei Monaten gelockert. Ab Mittwoch dürfen Geschäfte und öffentliche Einrichtungen wie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen und sich bis zu 25 Menschen im Freien treffen. Die strengen Maßnahmen in der Metropole mit 1,7 Millionen Einwohnern waren Mitte August nach Bekanntwerden der ersten Deltavirus-Infektion verhängt worden. In Auckland wird wahrscheinlich Ende des Monats eine Impfquote von 90 Prozent erreicht. Aktuell melden die Behörden landesweit 190 Neuinfektionen – die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie.

08:32 Uhr | Japan meldet ersten Tag seit Langem ohne Corona-Todesopfer

Japan verzeichnet erstmals seit 15 Monaten keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Vor Sonntag hatte es laut einer Zählung des staatlichen Rundfunksenders NHK seit dem 2. August 2020 keinen Tag ohne einen Covid-19-Todesfall gegeben. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft.

08:01 Uhr | RKI: Deutschlandweite Inzidenz erstmals über 200

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals in der Pandemie den Wert 200 überschritten. Die Inzidenz liegt demnach aktuell bei 201 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der bisherige Höchstwert bei Neuansteckungen war am 22. Dezember 2020 mit 197 registriert worden. Demnach erfasste das RKI gestern 15.513 neue Positiv-Tests, 5.855 mehr als am Montag vor einer Woche. 33 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Nach den aktuelleren Daten des Risklayerprojekts liegt die Wocheninzidenz in Deutschland bei 207. Hotspots sind weiter Sachsen mit einer Ansteckungsinzidenz von knapp 500 und Thüringen mit knapp 440. Sachsen-Anhalt liegt bei 200. Die geringste Ansteckungsrate hat Schleswig-Holstein mit 76. Risklayer hatte als bisherige bundesweite Höchstmarke am 24. Dezember 2020 eine Inzidenz von 216 registriert.

Ende Dezember lief das Impfprogramm gerade erst an. Die Hospitalisierungsinzidenz lag damals bundesweit über 15, aktuell liegt sie bei knapp 4. Allerdings sieht es in Thüringen mit einem Wert von knapp 15 auch schon wieder kritisch aus. Die Hospitalisierungsrate gibt an, wie viele Covid-Patienten je 100.000 Einwohner im Krankenhaus behandelt werden.

07:02 Uhr | Lehrerverband für Maskenpflicht im Unterricht

Der Deutsche Lehrerverband warnt angesichts hoher Infektionszahlen vor einem Kontrollverlust über das Pandemiegeschehen an den Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Inzidenzen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen seien besorgniserregend. Er mahnte: "Die Gefahr sei immens, dass wir die Kontrolle über das Pandemiegeschehen an Schulen verlieren." Daher müsse an der Maskenpflicht solange festgehalten werden, solagen die 4. Welle durch die Schulen rolle.

06:45 Uhr | Sachsen: Zahl mobiler Impfungen steigt

In Sachsen ist die Zahl der mobilen Corona-Impfungen stark angestiegen. Nach DRK-Angaben wurden am vergangenen Donnerstag etwa 4.000 Impfdosen verabreicht. In der letzten Oktoberwoche seien es täglich unter 3.000 Dosen gewesen. Bei gut der Hälfte habe es sich um Auffrischungsimpfungen gehandelt. Teilweise hätten Interessierte wegen des Andrangs Stunden warten müssen.

06:38 Uhr | USA lassen Geimpfte ins Land

Ausländer dürfen nach vollständiger Impfung gegen das Coronavirus mit international anerkannten Präparaten ab sofort wieder in die USA einreisen. Die Regelung trat in der Nacht zum Montag in Kraft. Damit ist auch für vollständig Geimpfte aus Deutschland und anderen Schengen-Staaten die direkte Einreise wieder möglich. Bislang war dafür eine Sondergenehmigung notwendig.

06:25 Uhr | 2G: Ab heute neue Corona-Regeln in Sachsen

Sachsenweit gilt ab heute in weiten Bereichen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. In Gaststätten, Klubs, Diskotheken und bei Veranstaltungen in Innenräumen haben nur noch vollständig Geimpfte und Genesene Zutritt. Ein negativer Test reicht nicht mehr. Ausnahmen gibt es für Kinder und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte am Abend im ZDF, angesichts der hohen Infektionsraten könne man die Entwicklung nicht so weiter laufen lassen. Sachsen hat laut RKI mit knapp 500 die deutschlandweit höchste Inzidenz. Der bundesweite Durchschnittswert überschritt demnach die Marke 200.

Hunderte Menschen demonstrierten am Sonntagabend im sächsischen Schneeberg gegen die Corona-Auflagen. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 800. Zu der Kundgebung hatte die rechtsextreme Partei Freie Sachsen aufgerufen. 225 Polizisten waren im Einsatz. Laut Polizei gab es keine Zwischenfälle.

06:15 Uhr | Pflegekräfte-Mangel auf Intensivstationen

Wegen des Pflegekräfte-Mangels können in Mitteldeutschland Hunderte Betten auf den Intensivstationen nicht mehr genutzt werden. Wie aus Zahlen des Intensivregisters Divi hervorgeht, sind seit August vorigen Jahres allein in Mitteldeutschland mehr als 1.000 Plätze weggefallen. Das sächsische Gesundheitsministerium teilte MDR AKTUELL mit, derzeit fielen neun bis zwölf Prozent des Pflegepersonals aus. Die Pandemie erschwere die Lage zusätzlich, da Covid-Patienten besonders pflegeintensiv seien. Der künftige Divi-Präsident Felix Walcher erwartet kaum Besserung. Viele Pflegebeschäftigten seien durch die große Arbeitsbelastung so erschöpft und frustriert, dass sie den Beruf wechselten. Das könne nur schwer ersetzt werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 8. November 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. November 2021 | 06:00 Uhr

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