Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Polizeigewerkschaften verurteilen Kinder-Mitnahme bei Protesten

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Demonstranten bei Corona-Protesten verurteilt, die ihre Kinder mitnehmen und Gefahren aussetzen. Bei Masseninfektionen durch Omikron fordert die Union eine Lockerung der Quarantäne-Regelung für geimpfte und genesene Kontaktpersonen, doch die Bundesregierung winkt ab. Die Mehrzahl der Kliniken beklagt pandemiebedingt hohe Verluste. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Gegner der Corona-Maßnahmen
Immer häufiger werden Kinder bei Corona-Protesten gesichtet und als Schutzschilde missbraucht. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag, 27. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:01 Uhr | Wieder Corona-Fälle in Ischgl

Im durch die Masseninfektionen im März 2020 bekannt gewordenen Skilokal "Kitzloch" in Ischgl ist erneut eine Corona-Infektion aufgetreten. Ein Service-Mitarbeiter sei positiv auf das Virus getestet worden, teilten die österreichischen Behörden am Montag mit. Die betroffene Person habe seit dem 25. Dezember Symptome gespürt und zuletzt am 24. Dezember im "Kitzloch" gearbeitet. Das Land Tirol rief laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA deshalb "vorsorglich und sicherheitshalber" öffentlich alle Personen zu einem PCR-Test auf, die am 23. oder 24. Dezember in der Bar waren.

21:05 Uhr | Wieder Corona-Proteste in Mitteldeutschland

Erneut sind am Montagabend Kritiker der Corona-Politik in mehreren Orten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens auf die Straße gegangen.

Im sächsischen Bautzen wollten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben einen Aufzug stoppen. Dabei seien sie "massiv" mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen worden, schrieb die Polizei auf Twitter. Mehrere Beamte wurden demnach verletzt. Auch in Freiberg zogen mehrere Hundert Menschen in verschiedenen Gruppierungen durch die Stadt.

Auch in Thüringen sind am Abend Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Schwerpunkt war laut Polizei wieder Ostthüringen. Zur mit Abstand größten Demonstration versammelten sich in Gera bis zu 4.000 Menschen. Mehr als tausend Teilnehmer zählte die Polizei in Altenburg, jeweils gut 500 in Gotha, Stadtilm, Jena, Saalfeld, Hermsdorf und Nordhausen. Sogenannte Spaziergänge gab es auch in zahlreichen kleineren Orten.

In Sachsen-Anhalt zogen in Magdeburg nach ersten Angaben der Polizei rund 3.000 Menschen vom Domplatz aus durch die Stadt. In Halle sprach ein Polizeisprecher von rund 1.500 Demonstranten. Auch in weiteren Städten von Sachsen-Anhalt waren Proteste gegen Corona-Maßnahmen angekündigt.

20:26 Uhr | Frankreich kündigt neue Corona-Maßnahmen an

Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex kündigt angesichts der Neuinfektionen auf Rekordniveau weitere Maßnahmen an. Unter anderem können ab Dienstag Auffrischungsimpfungen schon drei Monate nach der zweiten Impfung gegeben werden, sagt er. Wo möglich wird eine verpflichtende Homeoffice-Zeit von mindestens drei Tagen pro Woche eingeführt. In Stadtzentren soll eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gelten. Eine Ausgangssperre sei dagegen nicht geplant. Auch werde die Wiedereröffnung der Schulen im Januar nicht verschoben.

19:31 Uhr | Gewerkschaft fordert Notfallfahrpläne für Regionalverkehr

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft fordert wegen der befürchteten Omikron-Welle vorsorglich eine bundesweite Einschränkung des Bahn-Regionalverkehrs. EVG-Vize Burkert sagte, der ÖPNV brauche einen Notfallfahrplan. Es gehe darum, die Beschäftigten jetzt zu schützen und die Mobilität aufrechtzuerhalten. Die Bahn müsse beim Personal haushalten, damit nicht später zwangsweise Notfallpläne wegen Krankheit und Quarantäne notwendig würden. Die Deutsche Bahn verwies auf flächendeckende Impfungen und Tests für die Mitarbeiter. Wie in den letzten Monaten sei man vorbereitet, auf die jeweilige Situation in enger Abstimmung mit den Experten zu reagieren.

18:23 Uhr | Keine Verschärfungen trotz hoher Infektionszahlen in England

Trotz täglicher Neuinfektionen in Rekordhöhe über die Weihnachtstage will die britische Regierung vorerst keine strengeren Corona-Regeln im größten Landesteil England einführen. Gesundheitsminister Sajid Javid rief die Bevölkerung am Montag dazu auf, wachsam zu sein, Silvester möglichst im Freien zu feiern und vor der Teilnahme an Veranstaltungen einen Schnelltest zu machen.

Für Heiligabend meldeten die britischen Behörden im Nachhinein 122.186 Neuinfektionen – so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen drei Tagen wurden weitere 321.036 positive Tests bekannt. Javid sagte, die hochansteckende Omikron-Variante mache mittlerweile etwa 90 Prozent der Fälle aus.

17:51 Uhr | Vier Straftäter nach gewalttätigem Corona-Protest verurteilt

Nur einen Tag nach gewalttätigen Corona-Protesten in Schweinfurt sind vier Angeklagte bereits verurteilt worden. In beschleunigten Verfahren verhängte das Amtsgericht Schweinfurt am Montag Geld- und Bewährungsstrafen. Bei der Demonstration am Sonntagabend waren acht Polizisten und mehrere Teilnehmer der Kundgebung verletzt worden, darunter auch ein vierjähriges Kind.

Gegen zwei Männer verhängte das Gericht wegen Widerstands, tätlichen Angriffs und Körperverletzung beziehungsweise versuchter Körperverletzung Bewährungsstrafen von 12 und 8 Monaten. Eine Frau wurde wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, teilte die Justiz mit. Gegen einen weiteren Angeklagten verhängte das Amtsgericht wegen Widerstands und Beleidigung eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 20 Euro.

17:40 Uhr | Bundesländer setzen strengere Corona-Regeln um

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus greift in weiteren Bundesländern ein härterer Maßnahmenkatalog. Strengere Kontaktbeschränkungen gelten dann auch in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Andere Länder hatten ähnliche Maßnahmen bereits zuvor umgesetzt. Mit diesen wollen sie sich vor allem gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten. Bund und Länder hatten sich vor Weihnachten darauf verständigt, spätestens ab dem 28. Dezember das private und öffentliche Leben weiter einzuschränken.

16:30 Uhr | Polizeigewerkschaften verurteilen Kinder-Mitnahme bei Corona-Protesten

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Demonstranten bei Corona-Protesten verurteilt, die ihre Kinder mitnehmen und Gefahren aussetzen.

"Ein Kind als Schutzschild zu missbrauchen ist ein Akt der Unmenschlichkeit und das muss das Jugendamt auf den Plan rufen", sagte der unterfränkische Bezirksvorsitzende der DPolG, Thorsten Grimm, am Montag. "Man muss sich schon die ernsthafte Frage stellen, was eine Mutter dazu bewegt, ihr Kind im Kinderwagen auf eine solche Versammlung mitzunehmen und sich dann auch noch in vorderster Front zu bewegen beim Versuch, die Polizeisperren zu umgehen."

Ein vier Jahre altes Kind hatte bei den gewalttätigen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen am Sonntag im bayerischen Schweinfurt Pfefferspray abbekommen und musste medizinisch behandelt werden, nachdem seine Mutter nach Polizeiangaben versucht hatte, eine Absperrung zu durchbrechen. Sie wurde wegen Verstoßes gegen die Demonstrationsauflagen angezeigt, außerdem wurde das Jugendamt informiert, teilte die Polizei mit.

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, stimmte in die Kritik ein. Das Phänomen, "dass Eltern mit ihren Kindern, oft auch im Kinderwagen, zu Impfgegner-Demos gehen, um ihre Kinder als Schutzschilder gegen polizeiliche Maßnahmen einzusetzen", gebe es häufiger, sagte Malchow der "Rheinischen Post".

16:15 Uhr | Omikron im Kreis Görlitz nachgewiesen

Die Omikron-Variante ist jetzt auch im Kreis Görlitz nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Zuvor hatte es unter anderem schon Nachweise in Dresden und im Vogtland gegeben. Laut Robert Koch-Institut (RKI) steht bislang in 19 Fällen fest, dass sich Menschen aus Sachsen mit der Omikron-Variante infiziert haben. Zudem gebe es 34 Verdachtsfälle.

Bundesweit werden inzwischen 7.225 Covid-19-Fälle Omikron zugeordnet, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern.

16:10 Uhr | Impfung für Kinder ab 5 in Thüringen jetzt landesweit möglich

Eltern, die ihre fünf- bis elfjährigen Kinder gegen Covid-19 impfen lassen wollen, können das in Thüringen jetzt landesweit tun. Seit heute werden die Impfungen für diese Altersgruppe in den meisten Impfstellen in Thüringen angeboten. Das sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Bisher gab es diese Möglichkeit hauptsächlich in fünf Städten. Mehr dazu im Artikel:

15:57 Uhr | Schweiz erlaubt Booster-Impfung mit Johnson & Johnson

Das Corona-Vakzin von Johnson & Johnson wird in der Schweiz zur Auffrischungsimpfung zugelassen. Das teilte die Behörde Swissmedic mit. Demnach können Personen ab 18 Jahren die zweite Impfdosis frühestens zwei Monate nach der Erstimpfung erhalten, die bei diesem Vakzin aus einer einzigen Dosis besteht. Alternativ kann der Impfstoff auch sechs Monate nach der zweiten Dosis von Biontech/Pfizer oder Moderna verabreicht werden.

14:42 Uhr | Barmer: Mehr Krankschreibungen wegen Corona in Mitteldeutschland

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind nach einer Auswertung der Krankenkasse Barmer mehr Menschen wegen Corona krankgeschrieben worden als im Bundesdurchschnitt.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit Kugelschreiber
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich durchschnittlich mehr Menschen krankschreiben lassen. Bildrechte: imago images / bonn-sequenz

In der Kalenderwoche 48 (28. November bis 4. Dezember) seien es in Sachsen 185 je 10.000 Versicherte gewesen, teilte die Barmer am Montag mit. In Thüringen seien es 127 gewesen, und auch Sachsen-Anhalt habe mit 75 je 10.000 über dem Bundesdurchschnitt von 51 gelegen. Die Länder hatten in der vierten Corona-Welle meist die höchsten Inzidenzen. Vor allem Sachsen war lange der Negativ-Spitzenreiter.

13:10 Uhr | Bundesregierung plant keine Lockerung der Quarantäne-Regeln

Die Bundesregierung strebt wegen der hochansteckenden Corona-Variante Omikron derzeit keine Lockerung der Quarantäneregeln an. Einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums zufolge besteht dazu kein Anlass. Man werde aber gegebenenfalls auf Entwicklungen reagieren. Zudem erlaubten die Pandemiepläne des Bundes und der Länder bereits die Lockerung von Quarantäneregeln, insbesondere wenn es um die Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur gehe.

CSU-Chef Markus Söder und Unions-Fraktionsvize Sepp Müller hatten zuvor eine Überarbeitung der Quarantäne-Regeln gefordert. Wenn sich Omikron explosionsartig verbreite, könne man nicht ein ganzes Land in Quarantäne schicken. Wie bei Delta sollten die Quarantäne-Regeln für Geimpfte und Genesene gelockert werden.

12:10 Uhr | Wenig Grippefälle dank Corona-Regeln

Auch in diesem Jahr ist wegen der Corona-Schutzmaßnahmen die sonst übliche Grippewelle ausgeblieben. Nach einer Analyse der Barmer-Krankenkasse waren zwischen Anfang Oktober und Ende November im Schnitt 722 Versicherte wegen Influenza krankgeschrieben. Im selben Vorjahreszeitraum waren es durchschnittlich 748 Versicherte. Im Vor-Corona-Jahr 2019 lagen hingegen die Zahlen fast doppelt so hoch. Zwar stiegen die Grippezahlen zuletzt etwas, jedoch liegen sie immer noch deutlich unter den Vergleichswerten aus dem Jahr vor der Pandemie.

10:19 Uhr | Schnellverfahren gegen Demo-Gewalttäter in Schweinfurt

Nur einen Tag nach gewalttätigen Übergriffen bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen in Schweinfurt stehen einige Teilnehmer schon vor Gericht. Wie die Polizei mitteilte, sollen sie noch heute in einem beschleunigten Verfahren ihr Urteil vom Amtsgericht Schweinfurt bekommen. Den drei Angeklagten wird Widerstand gegen und Angriff auf Polizeibeamte vorgeworfen. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstock ein. Bei der Demo am Sonntagabend waren mehrere Teilnehmer verletzt worden, darunter ein vierjähriges Kind. Auch gegen die Mutter liegt eine Anzeige vor.

09:25 Uhr | SPD-Chefin: "Dann muss eben Impfpflicht kommen"

Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken ist für eine Impfpflicht, sollte die Impfquote nicht deutlich steigen. Sie sagte im ZDF, sie würde am liebsten alle Menschen davon überzeugen, dass die Impfung der richtige Weg sei für jeden Einzelnen und die Gesellschaft. Doch wenn das nicht gelinge, "dann muss eben eine Impfpflicht kommen". In der Debatte um weitere Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie sprach sich Esken gegen Schulschließungen aus.

08:33 Uhr | Union fordert Lockerung der Omikron-Quarantäne für Geimpfte und Genesene

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Virsusvariante wird der Ruf nach einer Anpassung der Quarantänerichtlinien für Kontaktpersonen lauter. Der Unionsfraktions-Vize im Bundestag, Sepp Müller, sagte der Tagezeitung "Welt", ansonsten drohe bei Modellrechnungen mit bis zu 700.000 Neuinfektionen täglich eine Massenquarantäne und Lahmlegung des Landes. Müller verwies auf Erkenntnisse, wonach Omikron ansteckender, aber nicht gefährlicher sei. Er forderte Möglichkeiten zum Freitesten für Geimpfte und Genesene ohne Symptome nach fünf Tagen, so wie es bei der Delta-Variante aktuell möglich ist. Geboosterte ohne Symptome sollten gar nicht in Quarantäne gehen müssen, sondern nur eine Woche täglich getestet werden.

08:06 Uhr | Infektiologe: Corona-Wellen flachen ab

Die Corona-Wellen werden nach Ansicht des Jenaer Infektiologen Mathias Pletz 2022 schwächer. Der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena sagte, die Wellen flachten trotz neuer Varianten ab, weil eine gewisse Grundimmunität da sei. Pletz erwartet dann auch weniger schwere Covid-Verläufe, die für das Gesundheitssystem zu bewältigen seien.

Zu Beginn der Pandemie habe die Bevölkerung keinerlei Immunität gehabt habe. Pletz sagte: "Das war wie ein Streichholz in eine Benzinlache zu werfen." Inzwischen sei die Lage anders. Wenn jetzt die Omikron-Mutante auf eine weitgehend geboosterte Bevölkerung treffe, gebe es eine Hybridimmunität durch Impfungen und Infektionen. Pletz zufolge können Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten die Ausbreitung von Omikron zwar nicht verhindern, jedoch verlangsamen. So gewinne man Zeit, um so viele Menschen wie möglich zu boostern.

07:33 Uhr | Rückholaktion 2020: Tausende offene Rechnungen beim Auswärtigen Amt

Fast zwei Jahre nach der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sind noch Tausende Rechnungen offen. Etwa 7.000 der insgesamt mehr als 54.000 vom Auswärtigen Amt verschickten Zahlungsbescheide an die Passagiere der 260 Rettungsflüge zu Beginn der Corona-Pandemie sind noch gar nicht oder nicht komplett beglichen, heißt es aus dem Ministerium. Größtenteils laufe die Zahlungsfrist noch oder es sei Ratenzahlung vereinbart worden.

In 1.200 Fällen musste das Ministerium aber Mahnverfahren einleiten. Viele Passagiere wehren sich vor Gericht gegen eine Beteiligung an den Kosten. Von ursprünglich 201 Klagen sind 135 immer noch anhängig. Der frühere Außenminister Heiko Maas hatte die Aktion am 17. März 2020 zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgeholt. Reiseveranstalter flogen ihre Kunden kostenlos aus.

07:00 Uhr | Kliniken melden hohe Verluste

Trotz Staatshilfen in der Pandemie geht es den Krankenhäusern wirtschaftlich so schlecht wie seit mehr als 20 Jahren nicht. Das geht aus dem aktuellen Barometer des Deutschen Krankenhaus-Instituts hervor. Wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet, rechnen 60 Prozent der Krankenhäuser für 2021 mit Verlusten, doppelt so viele wie im Vorjahr. Eine so düstere Lage habe es seit der ersten Befragung im Jahr 2.000 noch nicht gegeben. Ein maßgeblicher Grund für die Probleme sei die geringere Auslastung der Kliniken durch die Pandemie. Viele planbare Operationen seien abgesagt worden, um Kapazitäten für Covid-Kranke freizuhalten. Auch seien die Behandlungszahlen insgesamt gesunken, weil Patienten aus Sorge vor einer Ansteckung Ärzte oder Kliniken mieden.

06:49 Uhr | Ausschreitungen bei Protest in Schweinfurt

Im bayerischen Schweinfurt ist es am Abend bei Protesten gegen die Corona-Politik zu Auseinandersetzungen gekommen. Laut Polizei hatten sich zunächst mehrere hundert Menschen friedlich versammelt. Später hätten Demonstranten teils gewaltsam versucht, in Kolonnen Absperrungen zu durchbrechen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Ein vierjähriges Kind habe behandelt werden müssen, nachdem es mit Pfefferspray in Kontakt gekommen sei. Die Beamten hätten acht Personen festgenommen und gegen mehr als 40 Menschen Verfahren eingeleitet.

06:34 Uhr | Städtetag fordert mehr Schutz für Kommunalpolitiker

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Markus Lewe, hat einen besseren Schutz von Amts- und Mandatsträgern vor gewaltsamen Corona-Protesten gefordert. Der OB von Münster sagte den Funke-Medien, bei konkreten Gefährdungen müssten Kommunalpolitikerinnen und -politiker auch unbürokratisch Polizeischutz bekommen. Straftaten müssten von Staatsanwaltschaften und Gerichten schnellstmöglich geahndet werden. Nach Lewes Angaben wurde mehr als jeder zweite Kommunalpolitiker schon beleidigt.

06:22 Uhr | Buschmann verteidigt Urteile zu Corona-Regeln

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat Kritik an Richtern wegen Urteilen zu Corona-Regeln zurückgewiesen. Auf Twitter schrieb der FDP-Politiker, Deutschland könne stolz sein auf seine qualifizierte und unabhängige Richterschaft. Sie verdiene Respekt, unabhängig davon, ob dem Betrachter jede Entscheidung gefalle. Zuvor hatte Weltärztebundpräsident Frank Ulrich Montgomery Richter für einige Urteile zu Corona-Regeln kritisiert. Er stellte "kleine Richterlein" in Frage, die 2G im Einzelhandel kippten, weil sie es nicht für verhältnismäßig hielten. Ein entsprechendes Urteil hatte das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen gefällt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 27. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

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