Bericht Bundesregierung strebt Corona-Schulstudie an

Kinder und Jugendliche haben unter der Corona-Pandemie besonders gelitten und müssen besser unterstützt werden. Das ist das Ergebnis des Berichts einer Arbeitsgruppe von Bundesfamilien- und Gesundheitsministerium, über den das Kabinett am Mittwoch beriet.

Zwei Schülerinnen mit Mund- und Nasenschutz beraten sich im Unterricht in einem Geographie-Seminar in der Jahrgangsstufe elf am staatlichen Gymnasium Trudering über ein Arbeitsblatt.
Auch in der Pandemie brauchten Kinder offene Schulen und Kitas sowie Sportangebote in der Freizeit, so ein gemeinsamer Bericht von Bundesgesundheits- und Familienministerium. Bildrechte: dpa

Die Rolle von Schulen in der Pandemie soll durch eine Studie näher untersucht werden. Darüber hat das Bundeskabinett am Mittwoch beraten. "Die Bundesregierung strebt an, eine mit der Corona-Kita-Studie vergleichbare Studie für den Schulbereich aufzulegen", heißt es in einem gemeinsamen Bericht von Bundesgesundheits- und Bundesfamilienministerium.

Für den Bericht hatte eine Arbeitsgruppe beider Ministerien unter Mitwirkung von Experten die gesundheitlichen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona untersucht.

Flächendeckende Schließungen sollen vermieden werden

In dem 21-seitigen Papier werden Empfehlungen für Maßnahmen gegeben, um künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermeiden. Betont wird dabei vor allem, was bereits politischer Konsens ist: "Flächendeckende Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gilt es mit oberster Priorität zu vermeiden, ohne die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu gefährden."

Die Expertinnen und Experten empfehlen zudem die Ausweitung der "Frühen Hilfen" und der Angebote der Erziehungsberatungsstellen. Familien mit kleineren Einkommen solle ein kostengünstiger Familienurlaub ermöglicht werden.

Lambrecht: Psychischen Erkrankungen bei Kindern vorbeugen

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht sagte, eine der Auswirkungen der Corona-Pandemie sei, dass bei vielen Kindern psychische Erkrankungen festgestellt würden. "Sie brauchen eine bessere und frühzeitigere Versorgung", so die Ministerin.

Zudem empfiehlt der Bericht, dass auch unter Pandemiebedingungen Sport und außerschulische Aktivitäten möglich bleiben sollen, des Weiteren ein umfassendes Testangebot an Kitas und Schulen – da viele Kinder noch nicht geimpft werden könnten – und eine gezielte Unterstützung besonders belasteter junger Menschen.

Mit der angedachten Schulstudie sollen die Wirksamkeit von Infektionsschutzmaßnahmen an den Einrichtungen und auch die Belastung bei Schulkindern in den Blick genommen werden.

afp/dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: 15. September 2021 | 12:00 Uhr

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