49-Euro-Ticket Bund und Länder einigen sich auf Finanzierung von Deutschlandticket

Bund und Länder haben sich auf die Finanzierung des Deutschlandtickets geeinigt. Demnach soll das bundesweite 49-Euro-Ticket im Personennahverkehr "hälftig" von beiden Seiten getragen werden. Jetzt drängen Städte und Gemeinden auf eine schnelle Einführung des günstigen Nahverkehrstickets.

Besprechung des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Bundeskanzleramt
Bundeskanzler Scholz während der Besprechung mit den Regierungschefs der Länder im Bundeskanzleramt. Bildrechte: IMAGO/Chris Emil Janßen

Bund und Länder haben sich endgültig auf die Einführung des bundesweiten 49-Euro-Tickets im Personennahverkehr geeinigt. "Das Deutschlandticket wird jetzt kommen, auch sehr zügig", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. "Wir haben jetzt alle Hürden beseitigt, so dass die Verantwortlichen in den Ländern und den Verkehrsunternehmen jetzt alles dransetzen können, dass das auch schnell und zügig vorangeht." Nähere inhaltliche Angaben machte der SPD-Politiker nicht.

Nach Angaben von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wollen sich Bund und Länder die Kosten für das Deutschlandticket je zur Hälfte teilen. Die finanziellen Grundlagen dafür seien gelegt. Jetzt sei die Erwartung, dass die entsprechenden Gesetze "schnell auf das Gleis gebracht" werden könnten. Die Länder hatten zuvor eine höhere Bundesbeteiligung an den Kosten gefordert. In den Ländern war zuletzt der 1. April nächsten Jahres als Starttermin für das Deutschlandticket im Gespräch.

Städte und Gemeinden begrüßen Einigung

Gerd Landsberg
Gerd Landsberg. Bildrechte: IMAGO / photothek

Städte und Gemeinden fordern nun eine schnelle Umsetzung des Tickets. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der "Rheinischen Post", es sei gut, dass sich Bund und Länder zumindest für nächstes Jahr darauf verständigt hätten, die Kosten hälftig zu tragen.

Nach Einschätzung des Deutschen Städtetags wird die Umsetzung in den Regionen und Städten ein hartes Stück Arbeit. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy erklärte in den "Funke-Medien", das Tarifsystem und der Verkauf der Tickets würden vollkommen neu aufgestellt.

Ticket-Start im neuen Jahr

Das Deutschlandticket für Busse und Bahnen im Nahverkehr mit einem Einführungspreis von 49 Euro im Monat soll demnach im neuen Jahr starten. Es soll an das beliebte 9-Euro-Ticket aus dem Sommer anknüpfen. Zuletzt hatte es Streit um die Finanzierung des bereits im Grundsatz geplanten Tickets durch Bund und Länder gegeben.

dpa/AFP/Reuters(dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Dezember 2022 | 20:00 Uhr

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