Elbeministerkonferenz Günther: Sachsen trägt besondere Verantwortung für Elbe

Der Klimawandel macht den großen Flüssen in Deutschland zu schaffen. Betroffen von langen Trockenperioden als auch sinnflutartigen Regenfällen ist auch die Elbe. Darauf verwies Sachsens Umweltminister Wolfram Günther auf einer digitalen Konferenz der Elbanrainer-Länder. Er forderte mehr ökologische Maßnahmen, um die Qualität des Flusses zu wahren. Einen weiteren Elbausbau lehnte er entschieden ab.

Für die Elbe und ihre Nebenflüsse haben die Umweltministerinnen und -minister der Elbanrainerländer und des Bundes das geltende Maßnahmenprogramm und den Bewirtschaftungsplan europäischen Richtlinien angepasst. Ziel der Vereinbarungen ist es, einen guten ökologischen und chemischen Zustand der Elbe zu erreichen. Die Ministerkonferenz verabschiedete zudem die "Elbe-Erklärung zum Gewässerschutz und zum Hochwasserrisikomanagement".

Sachsens Umweltminister warnt vor Wasserknappheit

Sachsens Umweltminister Wolfram Günther sagte, man habe einiges erreicht, aber auch noch einen weiten Weg vor sich. Zugleich warnte Günther, die Herausforderungen könnten noch wachsen. Dürreperioden führten zu Wasserknappheit, und weniger Wasser bedeute meist auch eine höhere Konzentration an Schadstoffen. Beides könne auch das Trinkwasser betreffen.

Günther lehnt Elbeausbau entschieden ab

Zudem habe man immer häufiger Hochwasser zu bewältigen. Hier brauche es auch ökologische statt rein technisch orientierte Antworten, sagte Günther. Deshalb lehne er einen Elbeausbau weiterhin ab. Denn dieser hätte erhebliche Nachteile für die biologische Vielfalt und den Hochwasserschutz.

Minister: "Sachsen trägt besondere Verantwortung"

Günther betonte, Sachsen trage eine besondere Verantwortung für die Elbe. Was man tue oder nicht, wirke sich bis nach Hamburg aus. Deshalb sei es so wichtig, dass beispielsweise Böden im Einzugsbereich geschont würden, dass Überdüngung vermieden und Hochwasserschutz ökologisch ausgerichtet sei oder dass sich Auen wieder natürlich entwickeln könnten.

Wir haben eine besondere Verantwortung für diesen Fluss. Was wir tun oder lassen, wirkt sich bis nach Hamburg aus.

Wolfram Günther I Umweltminister Sachsen

An der Elbeministerkonferenz nehmen die Umweltministerinnen und -minister des Bundes und aller Bundesländer teil, deren Landesfläche das Einzugsgebiet der Elbe betrifft. Hierzu gehören Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Quelle: MDR (dkna)

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