Reise in die Golfregion Habeck vereinbart Energiepartnerschaft mit Katar

Deutschland will unabhängiger von russischem Gas werden. Deshalb sucht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck neue Energielieferanten. In Katar hat er nun die Lieferung von Flüssigerdgas vereinbart. Auch deutsche Firmen sollen von der neuen Partnerschaft profitieren.

Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Scheich Mohammed bin Hamad bin Kasim al-Abdullah Al Thani, Minister für Handel und Industrie von Katar
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Gespräch mit Scheich Mohammed bin Hamad bin Kasim al-Abdullah Al Thani, Minister für Handel und Industrie von Katar. Bildrechte: dpa

Deutschland und Katar haben eine langfristige Energiepartnerschaft vereinbart. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach einem Treffen mit dem Energieminister des Emirats, dem Handelsminister sowie Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani.

Habeck zufolge umfasst die vereinbarte Partnerschaft mit Katar nicht nur die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG), sondern auch den Ausbau erneuerbarer Energien sowie Maßnahmen zur Energieeffizienz. In diesen Bereichen könnten deutsche Firmen viel anbieten. Katar ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssigerdgas (LNG).

Minister sieht sich als "Türöffner" für deutsche Firmen

Robert Habeck (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, und Saad Scharida al-Kaabi, Energieminister von Katar, treffen sich im Hotel Sheraton zu einem Gespräch.
Habeck und der katarische Energieminister Saad Scharida al-Kaabi im Gespräch. Bildrechte: dpa

Habeck betonte, die Unterstützung des Emirs sei stärker gewesen als erwartet. Die Unternehmen, die mit nach Katar gekommen seien, würden nun mit Katar in Vertragsverhandlungen einsteigen.

Bereits am Morgen hatte Habeck nach einem Gespräch mit dem katarischen Wirtschaftsminister erklärt, er sehe sich in dem Emirat als "Türöffner" für deutsche Geschäfte.

Deutschland will Flüssigerdgas importieren

In Deutschland sollen eigene LNG-Terminals gebaut werden, darunter in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. Ziel der Bundesregierung ist es angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Bisher liegt der Anteil russischer Importe an fossilen Gasimporten nach Deutschland bei rund 55 Prozent.

Robert Habeck
Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, steigt auf dem militärischen Teil des Flughafen Berlin Brandenburg in ein Flugzeug der Flugbereitschaft der Bundeswehr, um nach Doha (Katar) zu fliegen. Bildrechte: dpa

dpa (aju)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. März 2022 | 12:30 Uhr

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