Milliarden-Kompromiss Nach KfW-Förderstopp: Einige Antragsteller können mit Förderung rechnen

Der plötzliche Stopp der KfW-Förderung hat viele Häuslebauer überrascht und vor Probleme gestellt – nun erhalten einige Antragsteller doch noch Geld. Anträge, die vor dem 24. Januar eingegangen sind, sollen nach den alten Kriterien bearbeitet werden. Der Kompromiss wird den Bund etwa 5,4 Milliarden Euro zusätzlich kosten.

Ein Bauarbeiter läuft über ein Gerüst.
Der Kompromiss zur Förderung für energieeffiziente Häuser wird den Bund etwa 5,4 Milliarden Euro zusätzlich kosten. Bildrechte: dpa

Viele Häuslebauer können nach dem KfW-Förderstopp nun doch mit Geld für ihre energieeffizienten Häuser rechnen. Die beteiligten Ministerien einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass Anträge, die vor dem Förderstopp am 24. Januar 2022 eingingen, nach den alten Kriterien bearbeitet werden sollen.

Die Bundesregierung hatte die Förderung für energieeffiziente Gebäude angesichts einer Antragsflut und hoher Kosten vorzeitig gestoppt. Statt bis zum 31. Januar konnten nur bis 24. Januar Anträge eingereicht werden. Wie mit bereits gestellten, aber noch nicht bewilligten Anträgen umgegangen werden soll, war lange offen. Die bisher vorgesehenen Mittel der staatlichen Förderbank KfW reichen dafür nicht aus.

5,4 Milliarden Euro zusätzlich aus Energie- und Klimafonds

Das Programm wäre nach früheren Angaben von Wirtschaftsminister Robert Habeck ohne Stopp auf ein Volumen von 14 Milliarden Euro zugelaufen. Anhängig waren zum Zeitpunkt des Stopps noch Anträge im Volumen von 7,2 Milliarden Euro. Es standen nach Regierungsangaben aber nur noch 1,8 Milliarden Euro Haushaltsmittel zur Verfügung. Rund 5,4 Milliarden müssten zusätzlich bereitgestellt werden, erfuhr die dpa am Dienstag aus Regierungskreisen. Das Geld soll demnach aus dem sogenannten Energie- und Klimafonds kommen.

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In diesen Fonds wurden gerade 60 Milliarden Euro an Kreditermächtigungen verschoben, die der Bund im vergangenen Jahr zur Bewältigung der Corona-Krise nicht genutzt hatte.

Nach derzeitigem Stand gehen damit jene Häuserbauer, die nach dem Förderstopp und vor Monatsende noch Anträge stellen wollten, zunächst leer aus. Die Bundesregierung verhandelt aber über Programme, die die bisherigen Förderungen ersetzen sollen.

AFP, dpa (mkl)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Februar 2022 | 14:30 Uhr

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