Ampel-Koalition SPD: Karl Lauterbach soll Gesundheitsminister werden

Der Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) soll neuer Bundesgesundheitsminister werden. Das teilte die SPD am Montag in Berlin mit. Die bisherige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht soll künftig das Amt der Verteidigungsministerin besetzen.

Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitsexperte, spricht der Sitzung des Bundestags.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wird neuer Bundesgesundheitsminister. Bildrechte: dpa

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach soll neuer Bundesgesundheitsminister werden. Das teilte die SPD am Montag in Berlin mit. Mitten in der Hochphase der vierten Corona-Welle soll der 58-Jährige das Amt von Jens Spahn (CDU) übernehmen.

Lauterbach zeigte sich optimistisch, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten. "Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur", sagte Lauterbach. "Wir werden den Kampf gegen die Pandemie gewinnen, und für weitere Pandemien werden wir besser gerüstet sein." Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen.

Die geplante Ernennung von Lauterbach zum Bundesgesundheitsminister stößt weitgehend auf Zustimmung. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte, das sei eine gute Wahl. Als ausgewiesener Gesundheitsexperte werde sich Lauterbach in das Themenfeld nicht groß einarbeiten müssen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sowie Ärzte-Vertreter lobten die Entscheidung. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt sagte, Lauterbach sei ein Kenner des deutschen Gesundheitswesens und sei in der Pandemie die stets mahnende Stimme, vorausschauend zu handeln. Kritik kam dagegen von der AfD.

Christine Lambrecht wird Verteidigungsministerin

Die bisherige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht wird in der neuen Bundesregierung unter dem designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Verteidigungsministerin. Bundeswehreinsätze im Ausland müssten ständig evaluiert und überprüft werden, es müsse außerdem einen Plan für die Beendigung ("Exit-Strategie") geben, forderte Lambrecht. Am Beispiel Afghanistans habe man gesehen, wie wichtig das sei.

"Sicherheit wird in dieser Regierung in den Händen starker Frauen liegen", sagte Scholz und würdigte die bisherige Arbeit von Lambrecht als Bundesministerin.

Nancy Faeser wird Innenministerin, Hubertus Heil bleibt Arbeitsminister

Das Amt der Innenministerin soll die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser bekleiden. Sie ist die erste Frau, die diesen Posten besetzt. Hubertus Heil bleibt Arbeitsminister.

Bundesministerin für Bauen und Wohnen soll die Potsdamerin Klara Geywitz werden, mit der sich Scholz vor zwei Jahren gemeinsam erfolglos um den Parteivorsitz beworben hatte.

Die bisherige Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist als Ministerin für das Entwicklungshilfeministerium vorgesehen. "Es ist mir eine große Ehre, im ersten Kabinett Scholz den Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Entwicklungspolitik zu verantworten", sagte Schulze am Montag. Die Entwicklungspolitik habe eine lange Tradition in der SPD.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Dezember 2021 | 10:30 Uhr

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