Porträt Sachsens FDP-Spitzenkandidat - Torsten Herbst

Torsten Herbst ist bereits Mitglied des Bundestages und hofft, bei der Wahl den Widereinzug zu schaffen. Politisch aktiv ist der Marketingexperte seit mehr als 30 Jahren. Über den Werdegang des Liberalen.

Torsten Herbst (FDP) spricht während einer Sitzung des Deutschen Bundestags im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes.
Seit vier Jahren sitzt Torsten Herbst im Bundestag - allerdings nicht in Regierungsverantwortung. Bildrechte: dpa

Der 48-Jährige Torsten Herbst hat das Auf und Ab der FDP hautnah miterlebt. Die Liberalen waren bereits in Regierungsverantwortung und haben dann im Bundestag und im Sächsischen Landtag die Fünf-Prozent-Hürde verpasst. Nun wird die FDP bei der Bundestagswahl wieder als mögliche Kanzlermacherin bezeichnet. Zehn Jahre lang war Torsten Herbst Landtagsabgeordneter in Sachsen - von 2004 bis 2014 als parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion. In dieser Zeit haben die Liberalen eine Legislaturperiode zusammen mit der CDU im Freistaat regiert. Der FDP bekam das nicht sonderlich gut.

Aus der Regierung in die Opposition

Die Partei wurde 2014 nicht mehr in den Landtag gewählt und ist seitdem dort nicht mehr vertreten. So musste auch Torsten Herbst seine Tätigkeit als hauptberuflicher Politiker eine Weile lang ruhen lassen und arbeitete wieder als Marketingexperte in der Dresdner Werbeagentur seines Parteifreundes und ehemaligen FDP-Landesvorsitzenden Holger Zastrow. Der meist nüchtern und sachlich auftretende Herbst fasst die politische Achterbahn, die er in der sächsischen FDP erlebte, wie folgt zusammen:

Ich habe beides in Sachsen erlebt: Opposition und Regierung. Beides finde ich durchaus interessant. Natürlich, wenn man etwas für das Land erreichen will, ist Regierung immer einfacher.

Torsten Herbst FDP

Gründungsmitglied der Liberalen in Sachsen

Der gebürtige Dresdner leistete seinen Zivildienst an einem Krankenhaus der Landeshauptstadt, studierte anschließend an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und schloss das Studium als Diplom-Kaufmann ab. In die Politik kam Torsten Herbst bereits zu seinen Schulzeiten. So beteiligte er sich 1989 an Montagsdemos und las damals, erinnert er sich, in der Zeitung eine Anzeige: 'Der erste unabhängige [FDP]-Jugendverband soll gegründet werden. Kommt vorbei!'

Zentrale Themen: Wirtschaft und Infrastruktur

Herbst kam und blieb - 1997 wurde er zum Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen gewählt, zwei Jahre später folgte der Aufstieg zum stellvertretenden Vorsitzenden der sächsischen FDP. Herbst war dann viele Jahre Generalsekretär des Landesverbandes. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 wurde Herbst von seiner Partei zum sächsischen Spitzenkandidat nominiert und ist seitdem Bundestagsabgeordneter. Derzeit amtiert er in der FDP-Sachsen als Schatzmeister.

In der Bundespolitik will er sich einsetzen für mehr Freiheiten für Unternehmen, um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Genauso für mehr Investition in digitale Infrastruktur und eine bessere Verkehrsanbindung des Freistaats.

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Spitzenkandidaten aus Sachsen im Porträt

Quelle: MDR/kp/ds

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 08. September 2021 | 18:00 Uhr

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