Öffentlicher Dienst Einigung: Tarifbeschäftigte bekommen mehr Geld

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder ist eine Einigung erzielt worden. Wie die Gewerkschaft Verdi am Montag mitteilte, erhalten die Beschäftigten zunächst eine steuerfreie Zahlung und ab Dezember 2022 mehr Gehalt.

Demonstranten stehen bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder vor dem Verhandlungsort.
Einmalzahlung und Lohnerhöhung: Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder bekommen mehr Geld und eine Sonderzahlung. Bildrechte: dpa

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder außer Hessen ist eine Einigung erzielt worden. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag in Berlin mit. Demnach erhalten die Beschäftigten Anfang 2022 "eine steuerfreie Zahlung nach den Corona-Regelungen in Höhe von 1.300 Euro", Auszubildende und Studierende erhalten 650 Euro. Zum 1. Dezember kommenden Jahres werden die Gehälter dann um weitere 2,8 Prozent erhöht.

Einkommensverbesserungen auch für Pflegepersonal

Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 24 Monaten. "Das ist ein in weiten Teilen respektables Ergebnis", sagte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke. "Es bringt für eine ganze Reihe von Beschäftigten im Gesundheitswesen spürbare Einkommensverbesserungen." Laut dem Ergebnis der Verhandlungen steigt auch die sogenannte Intensiv- und Infektionszulage für Pflegekräfte in den Krankenhäusern auf 150 Euro. In der Folge erhält eine Intensivpflegekraft laut Verdi in der Summe 230 Euro pro Monat mehr.

Bis zur Einigung hatte es insgesamt drei Tarifrunden gebraucht. Die Gewerkschaften Verdi, DBB-Beamtenbund und Tarifunion hatten für den Öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) zuvor fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert, mindestens aber 150 Euro monatlich mehr bei zwölf Monaten Laufzeit. Pflegekräfte sollten monatlich 300 Euro mehr erhalten. Hessen ist seit 2004 nicht mehr Mitglied und verhandelt separat.

Für den Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften bereits im Oktober 2020 einen Abschluss erzielt. Demnach bekommen die rund 2,3 Millionen Beschäftigten in zwei Schritten insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld.

AFP, Reuters (nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. November 2021 | 06:00 Uhr

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