Energiekrise Scholz verspricht Bürgern und Firmen schnelle Entlastungen

Der Mittelstand warnt vor massiven Folgen der Energiekrise und fordert von der Bundesregierung mehr Tempo. Bundeskanzler Scholz hat indes eine schnelle Umsetzung weiterer Entlastungen zugesichert. Ziel sei es auch, dass die Strompreise wieder sinken würden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt ein Pressestatement zur Gasumlage.
Bundeskanzler Scholz verspricht Entlastungen für Bürger sowie für Firmen. Bildrechte: DPA

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Bürgern und Unternehmen rasche Hilfe angesichts der hohen Energiepreise zugesichert. Zur Umsetzung der beschlossenen Entlastungspakete werde nun "ganz, ganz schnell die notwendige Unterstützung" organisiert, sagte Scholz am Samstag. Dies gelte für Bürgerinnen und Bürger, aber auch "für Unternehmen, die jetzt hohe Energierechnungen haben und nicht wissen, wie sie ihr Geschäft weiter aufrechterhalten sollen".

Scholz: "Strompreise sollen wieder sinken"

Es gehe darum, "dass niemand alleine mit den neuen Herausforderungen umgehen muss", bekräftigte der Kanzler. Die Bundesregierung wolle auch dafür Sorge tragen, "dass die Strompreise durch eine Veränderung des Marktdesigns wieder sinken."

Damit dies auch bei den Gaspreisen gelinge, habe seine Regierung eine Kommission eingesetzt und spreche "mit der Europäischen Union und mit all denjenigen, die Gas nach Europa und nach Deutschland exportieren", sagte der Kanzler, der am Wochenende die wichtigen Öl- und Gas-Exportländer Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Katar besucht.

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Mittelstand: Wirtschaftliche Substanz in Gefahr

Zuvor hatte der Mittelstand vor massiven Folgen der Energiekrise gewarnt und hat die Bundesregierung zu schnellen Entlastungen aufgefordert. "Mit dem bisherigen Tempo werden wir die wirtschaftliche Substanz unseres Landes auf Dauer nicht schützen können", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft, der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf stark gestiegene Energiepreise.

"Ein beträchtlicher Teil der Unternehmen hat bereits die Produktion reduziert, immer mehr Betriebe denken über die Verlagerung eines Teils ihrer Geschäftstätigkeit ins Ausland nach – die Lage für den Mittelstand wird von Tag zu Tag bedrohlicher", so Jerger. "Wir brauchen nichts anderes als einen sofortigen Entlastungsturbo für die Wirtschaft."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 24. September 2022 | 13:00 Uhr

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