Tarifeinigung Mehr Geld für Telekom-Beschäftigte

Die gut 55.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom bekommen in den kommenden beiden Jahren zwischen 4,8 und 5,2 Prozent mehr Lohn. Von der Tarifeinigung profitieren zudem die Auszubildenden und die dual Studierenden. Auch der Kündigungsschutz wurde verlängert.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG kürzt ein Glasfaserkabel.
Die 55.000 Tarifbeschäftigten der Telekom erhalten im Augst und im Juni 2023 mehr Geld sowie eine Einmalzahlung. Bildrechte: IMAGO / bonn-sequenz

Die 55.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom erhalten ab August mehr Geld. Die Gewerkschaft Verdi und das Unternehmen einigten sich auf einen Tarifabschluss.

Lohnerhöhung in zwei Schritten

Wie die Telekom mitteilte, steigen die Gehälter der Tarifbeschäftigten in zwei Schritten. Zunächst solle es je nach Eingruppierung der Mitarbeiter ein Plus von 2,7 bis 3,1 Prozent geben. Zum Juni 2023 sei eine weitere Steigerung um 2,1 Prozent vorgesehen.

Kündigungsschutz verlängert

Zudem seien Einmalzahlungen vereinbart worden, um die Inflation auszugleichen. Auch die Auszubildenden und die dual Studierenden im Konzern bekämen mehr Geld. Der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wird um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Verdi und Telekom loben Tarifeinigung

Verdi-Verhandlungsführer Frank Sauerland betonte, das Ergebnis schaffe Sicherheit und Perspektiven für die Beschäftigten des größten deutschen Telekommunikationskonzerns. Telekom-Verhandlungsführerin Sigrid Heudorf hob hervor, dass die Folgen der erhöhten Inflation, insbesondere für die Beschäftigten in den unteren und mittleren Einkommensgruppen abgemildert werden.

Die Telekom hat in Deutschland rund 50.000 Vollzeitstellen von Tarifbeschäftigten. Hinzu kommen 5500 Auszubildende und dual Studierende.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Mai 2022 | 15:00 Uhr

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