Pandemie Die Chronik der Corona-Krise

Viele Millionen Infizierte und Tote – das Coronavirus Sars-CoV-2 hat zu einer globalen Krise historischen Ausmaßes geführt. In diesem chronologischen Jahresrückblick sammeln wir die wichtigsten Nachrichten und Ereignisse.

ältere Dame wird geimpft
Mit dem deutschlandweiten Impfstart am 27.12.2020 startete man mit Hoffnung ins Jahr 2021. Bildrechte: dpa

Oktober

15. Oktober: Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA die Zulassung ihres mRNA-Impfstoffes auch für Kinder ab fünf Jahren beantragt.

13. Oktober: Unternehmer müssen bei staatlich verordneten Geschäftsschließungen in der Corona-Pandemie Minijobbern keine Entgelte zahlen. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden.

12. Oktober: Die Lebenserwartung in Deutschland ist durch Covid-19 erstmals seit Jahren leicht gesunken. In Thüringen sollen alle Impfzentren bis Jahresende offen bleiben.

11. Oktober: Die Bürgertest genannten Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus sind nicht mehr allgemein gratis. Ausnahmen gibt es u.a. für Kinder unter 123 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

7. Oktober: Die Ständige Impfkommission empfiehlt Menschen über 70 Jahren sowie Pflege- und medizinischem Personal eine Auffrischung der Corona-Impfung.

6. Oktober: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Stiko raten zur Grippeschutzimpfung und empfehlen, diese mit der Corona-Impfung zusammenzulegen.

4. Oktober: Die Europäische Zulassungsbehörde EMA empfiehlt eine dritte Auffrischungsimpfung für alle Erwachsene.

3. Oktober: Biontech-Chef Ugur Sahin versichert, dass die Corona-Impfstoffe erst im kommenden Jahr an neue Virusvarianten angepasst werden müssen. Derzeit seien sie noch wirksam.

2. Oktober: Weltweit übersteigt die Zahl der in Zusammenhang mit dem Coronavirus Gestorbenen die Marke von fünf Millionen. In den USA steigt die Zahl über 700.000.

1. Oktober: Nach Sachsen-Anhalt und Sachsen führt auch Thüringen die sogenannte 2G-Option ein. In Deutschland wird es keine sogenannte 3G-Regel in Fernzügen geben.

September

25. September: Autofahrer sollen ab 2022 verpflichtet werden, zwei Mund-Nase-Bedeckungen dabei zu haben. Nach Aussage des Bundesverkehrsministeriums sollen die Atemmasken in den Verbandskasten gelegt werden.

24. September: Während in Deutschland die Impfkommission nur eingeschränkt Booster-Impfungen empfiehlt, gehen die USA offensiver damit um. Präsident Joe Biden rief mehr als 20 Millionen Berechtigte auf, sich die dritte Impfung zu holen.

23. September: Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 für Immungeschwächte. Ein neues Forschungsprojekt soll Aufschlüsse über die Spätfolgen von Covid-19 bringen

22. September: Die Gesundheitsminister von Bund und Länder beschließen, dass ungeimpfte Arbeitnehmer, die nach einem Kontakt mit Corona-Infizierten oder bei einer Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne müssen, keine Lohnfortzahlung durch die Länder mehr erhalten. Die Regelung gilt nicht bei Erkrankungen mit Covid-19.

20. September: Die USA werden Anfang November die Einreisebeschränkungen Geimpfte aufheben. Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ist nach Angaben der Hersteller wirksam und sicher.

19. September: Der Deutsche Hausärzteverband spricht sich für eine gleichzeitige Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin aus.

18. September: Für einen vollständigen Corona-Impfschutz soll künftig auch ein positiver Antikörpertest zusammen mit einer Impfdosis reichen. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, fordert ein Ende der Corona-Eindämmungsmaßnahmen zum 30. Oktober.

16. September: Bis zum Jahresende bleiben Krankschreibungen per Telefon möglich und Coronatests für Jugendliche und Schwangere vorerst gratis. Italien führt 3G am Arbeitsplatz ein.

15. September: Die Bundesregierung hat die Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate bis zum Ende des Jahres 2021 verlängert. Zudem erstattet die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitgebern weiterhin die Sozialbeiträge bei Kurzarbeit in voller Höhe.

14. September: Immer mehr Bundesländer setzen auf die sogenannte 2G-Option. Sie gilt ab sofort in Sachsen-Anhalt und bald auch in Sachsen. Unternehmen können dann festlegen, nur noch geimpfte oder genesene Erwachsene in ihre Einrichtungen oder zu ihren Veranstaltungen zu lassen, Abstandsregeln und Maskenpflicht dürfen dann aufgehoben werden.

13. September: Bundesweite Impfwoche mit rund 700 Aktionen ist gestartet. Damit wollen Bund, Länder und Kommunen gezielt auf Menschen zugehen, die bisher keine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben.

10. September: Die Ständige Impfkommission empfiehlt Schwangeren und Stillenden eine Impfung gegen Covid-19.

9. September: Europas Arzneimittelbehörde EMA stuft die neue Virusvariante My als "potenziell besorgniserrend" ein.

8. September: Das US-Biotechunternehmen Novavax startet eine frühe klinische Studie mit einem kombinierten Impfstoff gegen saisonale Grippe und Covid-19. Erste Studienergebnisse werden Anfang 2022 erwartet.

6. September: Die Gesundheitsminister der Länder verständigen sich auf neue Quarantäne-Regeln für Schulen. Die Quarantäne kann nun verkürzt werden, auch muss nicht mehr die komplette Klasse in Isolation.

5. September: Deutschland will nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen für die internationale Impfkampagne bereitstellen. Ein sächsischer und zwei thüringische Kreise erreichen die erste Corona-Warnstufe.

4. September: Neuseeland meldet den ersten Corona-Todesfall in sechs Monaten.

3. September: In Kitas, Schulen und Pflegeheimen sollen Arbeitgeber offenbar bald den Corona-Impfstatus von Mitarbeitern abfragen dürfen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge hat sich die Große Koalition darauf geeinigt. Die britische Impfkommission spricht sich gegen eine flächendeckende Coronavirus-Schutzimpfung von Zwölf- bis 15-Jährige aus.

1. September: Das Bundeskabinett verabschiedet eine Neuauflage der Arbeitsschutzverordnung. Arbeitgeber sollen künftig während der Arbeitszeit freigestellt werden, wenn sie sich impfen lassen wollen. Jedoch müssen sie auch weiterhin keine Auskunft über ihren Impfstatus geben. Ist dem Arbeitgeber der Impfstatus aber bekannt, kann dieser ihn berücksichtigen.

August

31. August: Auch Thüringen bietet die ersten Auffrischungsimpfungen an – für Menschen über 80 Jahre, mit geschwächtem Immunsystem sowie für medizinisches und Pflegepersonal.

30. August: Die Debatte um den Einsatz der 3G-Regel hält an. Bundeswahlleiter Georg Thiel zufolge wird es am Tag der Bundestagswahl keine 3G-Regel in Wahllokalen geben. Eine 3G-Regel in Fernzügen der Deutschen Bahn sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun doch nicht kommen. In Sachsen-Anhalt bieten die Städte Gardelegen, Kakerbeck und Salzwedel sowie Burg die ersten Auffrischungsimpfungen für Bewohner und Beschäftigte von Alten- und Pflegeheimen, über 80-Jährige sowie immungeschwächte Menschen an.

29. August: Erstmals seit gut zwei Monaten liegen in Deutschland wieder mehr als 1.000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, knapp die Hälfte von ihnen wird beatmet.

28. August: Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind 60,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft. In Japan werden zwei Todesfälle in Zusammenhang mit verunreinigten Moderna-Ampullen aus Spanien untersucht.

27. August: Die vierte Welle der Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts jetzt vor allem durch Ansteckungen unter jungen Erwachsenen an Fahrt auf. Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft fordert für die Branche die Einführung einer bundesweit einheitlichen 2G-Regel.

25. August: Der Bundestag stellt weiterhin eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" fest. Die Sonderlage gilt damit vorerst für weitere drei Monate bis Ende November. Deutschlandweit sind inzwischen mehr als 100 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Vollständig geimpft sind knapp 60 Prozent der Bevölkerung.

24. August: Hamburg beschließt die Einführung des sogenannten 2G-Modells. Danach Restaurants, Kneipen und Kultureinrichtungen unter niedrigeren Corona-Auflagen öffnen, sofern nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Ungeimpfte Menschen dürfen dann auch nicht mehr mit einem Test teilnehmen.

23. August: In Deutschland tritt die sogenannte 3G-Regel in Kraft. Bei einer Inzidenz über 35 sind Innenräume wie beim Friseur, im Restaurant oder in Schwimmbädern oder Fitnessstudios nur noch Geimpften, Genesenen oder Getesteten zugänglich.

21. August: Erstmals seit Mai liegt die Inzidenz in Deutschland wieder über 50, in Mitteldeutschland aber deutlich niedriger. Deutschland übergibt 1,5 Millionen Astrazeneca-Impfdosen an die Ukraine.

20. August: Deutschland befindet sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts am Beginn der vierten Corona-Welle

18. August: Als letztes Bundesland knackt Sachsen die 50-Prozent-Marke bei den Covid-19-Zweitimpfungen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind nun 50,1 Prozent der Bevölkerung vollständig und 53,7 Prozent einmal geimpft.

17. August: Die Regierungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt planen ähnlich wie andere Bundesländer, die Pandemie-Lage stärker auch nach anderen Faktoren neben der Sieben-Tage-Inzidenz zu beurteilen, die jetzt weiter steigt.

16. August: Die Stiko spricht nun auch eine Impfempfehlung für Zwölf- bis 17-Jährige aus. In Baden-Württemberg tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft, die als bundesweit erste Landesverordnung keine Inzidenzstufen als Maßstab für Maßnahmen enthält, sondern die 3G-Regel ausweitet. Geimpfte und Genesene haben somit weitreichende Freiheiten.

15. August: Immer weniger Arztpraxen impfen ihre Patienten gegen das Coronavirus. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts berichtet, beteiligten sich in der 1. August-Woche nur noch 29.300 Arztpraxen an der Impfkampagne. Insgesamt hätten sich seit Beginn der Impfungen mehr als 52.600 Praxen an der Impfkampagne beteiligt.

14. August: In Russland gibt es den dritten Tag infolge einen Höchststand bei den Corona-Todesfällen. Die Behörden registrierten innerhalb eines Tages 819 Tote – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

13. August: Wegen steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung mehrere Länder neu als Hochrisikogebiete ein – darunter die Türkei, Israel und die USA. Die Inzidenz In Deutschland ist auf über 30 angestiegen.

12. August: Bislang sind knapp 11.000 Menschen in Deutschland trotz vollständigem Impfschutz an Covid-19 erkrankt. Das RKI plant Umfragen, um den Fortschritt der Impfkampagne in Deutschland besser zu beurteilen. Bundesweit wurden 5.638 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst – das ist der höchste Wert seit Mai.

11. August: Deutschland hat einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge angeboten, zugunsten anderer EU-Staaten zwei Wochen lang auf insgesamt 2,65 Millionen Impfstoff-Dosen von Moderna zu verzichten.

10. August: In der Ministerpräsidentenkonferenz beschließen die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass es ab dem 11. Oktober keine kostenlosen Corona-Tests für Ungeimpfte mehr gibt. Ausnahmen sind u.a. Schwangere und Schüler. Weiterhin führen sie eine Testpflicht für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene in Innenräumen wie bspw. im Restaurant oder beim Friseur ein.

09. August: Deutschland gibt 1,2 Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Astrazeneca an Afghanistan, Äthiopien, den Sudan, Tadschikistan und Usbekistan ab. Die Gesundheitsminister der Bundesländer sprechen sich dafür aus, dass der Bundestag die "epidemische Lage" ein weiteres Mal verlängert.

08. August: Dresden kann nach fünf Tagen mit einer Inzidenz unter 10 wieder die Corona-Regeln lockern. Die Bundesländer wollen 2,3 Millionen Impfdosen an den Bund zurückgeben.

07. August: Nach einer Modellrechnung des Robert Koch-Instuts haben die Impfungen gegen das Coronavirus bis Mitte Juli  76.600 Krankenhausaufenthalte und 38.300 Todesfälle verhindert.

6. August: Nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sollen im Falle einer vierten Corona-Welle nur vollständig Geimpfte und Genesene große Sport- und Kulturveranstaltungen besuchen können. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärt, beim US-Impfstoff Johnson & Johnson werde die Immunerkrankung Immunthrombozytopenie ITP als seltene Nebenwirkung in die Produkthinweise aufgenommen.

4. August: Die Weltgesundheitsorganisation fordert ein vorübergehendes Aussetzen von Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus. Zur Begründung hieß es, noch immer warteten viele ärmere Lädner auf Impfstoff. Deutschland spendet alle noch ausstehenden Impfstofflieferungen vom Hersteller Astrazeneca direkt an die Initiative Covax, die Entwicklungländer mit dem Impfstoff versorgt.

3. August: Sachsen storniert beim Bund über 100.000 Impfdosen, weil die Lager laut Sozialministerium noch gut gefüllt sind. Im bundesweiten Vergleich hat Sachsen die bis dato geringste Impfquote. Thüringen will rund 30.000 Impfdosen des Vakzins von Astrazeneca an den Bund zurückgeben, die Vorräte sollen in anderen Ländern mit Impfstoffmangel eingesetzt werden.

2. August: Die Gesundheitsminister von Bund und Länder beschließen, allen Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein Impfangebot zu unterbreiten. Zudem soll es ab September erste Auffrischimpfungen geben.

Juli

31. Juli: Die Bundesregierung plant ein Ende der kostenlosen Corona-Tests, sobald sich alle Deutschen zweimal impfen lassen konnten. Das sei Ende September oder Anfang Oktober der Fall.

29. Juli: Die Bundesregierung einigt sich auf eine Testpflicht für Reiserückkehrer. Einreisen dürfen ab 1. August nur Genesene, Geimpfte und Getestete.

28. Juli: Die EU-Kommission unterschreibt einen Rahmenvertrag mit der Pharmafirma GlaxoSmithKline über die Lieferung eines Corona-Medikaments. Das Mittel Sotrovimab kann den Angaben zufolge zur Behandlung bei leichten Symptomen verwendet werden.

26. Juli: Die Bundesregierung hat in der laufenden Debatte eine Impfpflicht ausgeschlossen. Diese werde es auch nicht durch die Hintertür geben, sagte eine stellvertretende Regierungssprecherin. Dennoch müsse alles getan werden, um eine Situation wie im Frühjahr zu vermeiden.

25. Juli: Kanzleramtschef Helge Braun stößt eine Debatte über Einschränkungen für Nicht-Geimpfte an. Bei hohem Infektionsgeschehen sollen selbst für getestete Ungeimpfte Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche nicht mehr möglich sein.

23. Juli: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA lässt den Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zu.

22. Juli: Die Apotheken stoppen die Ausstellung von Impfzertifikaten. Grund ist eine Sicherheitslücke. Über einen fingierten Zugang als angebliche Apothekeninhaber können QR-Codes und damit der internationale CovPass gefälscht werden.

21. Juli: Deutschland soll in Zukunft besser auf große Krisen wie die Corona-Pandemie vorbereitet sein. Dafür wurde die sogenannte Nationale Reserve Gesundheitsschutz beschlossen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig beklagt eine fehlende Impfbereitschaft im Freistaat.

20. Juli: In Deutschland sind inzwischen 60 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. In den Überschwemmungsgebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wächst die Sorge vor stark steigenden Corona-Zahlen.

19. Juli: In England sind trotz hoher Infektionszahlen nahezu alle Corona-Beschränkungen gefallen. Sachsen-Anhalt will den "Impf-Turbo anschmeißen". Auch der Bund und die anderen Länder vereinbarten, die Impfkampagne vor dem Herbst zu beschleunigen.

18. Juli: Bei den Teilnehmern der Olympischen Spielen in Tokio mehren sich die Corona-Fälle. Die EU überholt die USA bei den Erstimpfungen. In Sachsen-Anhalt überschreitet mit dem Saalekreis die erste Region wieder die Inzidenz von zehn.

17. Juli: In Sachsen hat der Bürgerrat "Forum Corona" seine Arbeit aufgenommen. Bremen und das Saarland sind die ersten Bundesländer, in denen bereits die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.

16. Juli: In Geschäften in Sachsen ist ab sofort keine Mund-Nase-Bedeckung mehr nötig, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Beim Impfen ist der Freistaat zwar Vorletzter, hat aber dennoch eine der bundesweit niedrigsten Inzidenzen. Die Bundesregierung hat Griechenland, die Niederlande und einige Gebiete Dänemarks wieder als Risikogebiete eingestuft. In Griechenland dürfen Ungeimpfte die Innenbereiche von Restaurants und Bars nicht mehr betreten.

14. Juli: Der Anteil der durch die Delta-Variante verursachten Corona-Fälle liegt inzwischen bei etwa 74 Prozent. Vor allem bei jungen Erwachsenen Anfang 20 werden Infektionen festgestellt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft noch einmal dazu auf, sich impfen zu lassen.

13. Juli: Eine Impfpflicht wie in Frankreich ist in Deutschland nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht geplant. Die Bundesregierung will stattdessen für das Impfen werben.

12. Juli: Frankreich führt eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte ein. Im Juni ist die Zahl der im Homeoffice tätigen Beschäftigten gesunken.

11. Juli: In Israel können Erwachsene mit einem geschwächten Immunsystem ab sofort eine dritte Covid-19-Impfung erhalten.

9. Juli: Die Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech gehen davon aus, dass nach einer Komplettimpfung gegen Covid-19 binnen sechs bis zwölf Monaten eine Auffrischungsimpfung nötig wird. Die Europäische Arzneimittelbehörde äußerte sich zurückhaltend, es fehlten noch Studiendaten.

8. Juli: Die Olympischen Spiele in Tokio werden ohne Zuschauer stattfinden.

7. Juli: Die Delta-Variante ist seit Ende Juni nach Angaben des RKI mit 59 Prozent die dominierende Cororonavirus-Variante in Deutschland. Der R-Wert liegt seit April erstmal wieder über 1.

6. Juli: Die Länder wollen wieder Sport-Großveranstaltungen erlauben. In Thüringen sind 8,8 Prozent der Jugendlichen bereits gegen das Coronavirus geimpft

5. Juli: Das Robert Koch-Institut empfiehlt wegen der Delta-Variante des Coronavirus eine Impfquote von mindestens 85 Prozent. Bislang war das Institut von 80 Prozent für eine Herdenimmunität ausgegangen. Die Bundesregierung lehnt Strafzahlungen für sogenannte Impfschwänzer ab.

4. Juli: In Deutschland ist eine Debatte um Geldstrafen für Impftermin-Schwänzer entbrannt. CSU-Chef Söder fordert von der Stiko eine Impfempfehlung für Jugendliche. Thüringen will anhand von Virenkonzentrationen im Abwasser rechtzeitig vor Corona-Infektionen warnen.

2. Juli: Wer geimpft ist, kann sich auch im Herbst, selbst in einer vierten Welle, Hoffnung auf Normalität machen. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte im Gespräch mit MDR AKTUELL, einen Lockdown für Geimpfte werde es nicht geben, vorausgesetzt die Impfungen wirkten. Die Bundesländer wollen ab sofort die Empfehlung der Ständigen Impfkommission umsetzen, nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca auf ein anderes Präparat zu wechseln. 

1. Juli: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet erstmals seit zehn Wochen wieder einen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Europa. Der EU-weit gültige Impfausweis soll ab sofort Reisen innerhalb der EU erleichtern.

Juni

30. Juni: Thüringen und Sachsen legen neue Corona-Verordnungen vor. Zudem läuft die Bundesnotbremse aus.

29. Juni: Portugal und Russland gelten wegen der Ausbreitung der Delta-Variante als Virus-Variantengebiet. Reisende aus diesen Ländern müssen damit nach der Einreise in Deutschland 14 Tage in Quarantäne.

27. Juni: Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner geht nicht von einem weiteren Corona-Lockdown im Herbst aus. In Dresden bekommt die spanische Ärztin Cristina Marín Campos den mit 10.000 Euro dotierten Dresden-Preis. Sie hatte in der ersten Corona-Welle ihre Landsleute aufgerufen, Briefe an Patientinnen und Patienten auf Corona-Stationen zu schicken.

26. Juni: Wegen der Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Auch in Russland haben die Behörden einen neuen Höchststand an Neuinfektionen in diesem Jahr gemeldet.

24. Juni: Bei der Sieben-Tage-Inzidenz sind inzwischen fast alle Bundesländer unter die Marke von 10 gefallen. Nach Zahlen des Projekts Risklayer von der Universität Karlsruhe sind nur noch Baden-Württemberg, Hamburg und das Saarland im unteren zweistelligen Bereich.

22. Juni: Tschechien streicht Deutschland von der Liste der Corona-Risikogebiete. Damit ist eine Einreise aus der Bundesrepublik ohne Auflagen möglich. Bundeskanzlerin Angela Merkel nennt die Corona-Entwicklung in Deutschland sehr erfreulich, warnt aber, die Pandemie sei noch nicht vorbei.

20. Juni: Mehr als die Hälfte der neuen Corona-Fälle in der Region Lissabon gehen auf die besonders infektiöse Delta-Variante zurück. In Thüringen ist das erste Impfwochenende für Familien und Kinder ab zwölf Jahren gut angenommen worden.

19. Juni: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland erstmals seit gut neun Monaten mit 9,3 wieder im einstelligen Bereich. Gleichzeitig fiel die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erstmals seit acht Monaten unter 1.000.

16. Juni: Das Tübinger Unternehmen Curevac berichtet, dass sein eigener Impfstoffkandidat in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen Covid-19-Erkrankungen erzielt habe. Die Bundesregierung sieht dadurch keine Auswirkungen auf die Impfkampagne. Der Börsenkurs der Firma, in deren Impfstoff große Hoffnungen gesetzt wurden, stürzt jedoch ab.

15. Juni: Der Bund ist bereit, die Corona-Impfzentren weiter finanziell zu unterstützen – auch über den September hinaus. Die Testpflicht nach Auslandsreisen bleibt bestehen. Die Corona-Warn-App feiert den ersten Geburtstag.

14. Juni: Apotheken stellen jetzt den digitalen Impfnachweis aus –zu Beginn gab es einige Anlaufschwierigkeiten, der Ansturm war groß. 

13. Juni: Die G7-Staaten wollen den ärmeren Entwicklungsländern zwei Milliarden Impfdosen finanzieren. Allein im Verlauf des nächsten Jahres sollten eine Milliarde Impfdosen zur Verfügung gestellt werden.

12. Juni: Nach einer Produktionspanne in einem US-Werk muss der Pharma-Konzern Johnson & Johnson Millionen Corona-Impfdosen vernichten. In Deutschland wurde die Zahl von insgesamt 60 Millionen verabreichter Impfdosen überschritten.

11. Juni: Die Bundesregierung hat die Reisewarnungen für Risikogebiete mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 generell aufgehoben. Zudem verlängerte der Bundestag die Pandemie-Notlage von nationaler Tragweite.

10. Juni: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt den neuen digitalen Impfpass an. Bis Ende des Monats soll er allen, die wollen, zur Verfügung stehen. Impfzentren und Arztpraxen würden Schritt für Schritt an das System angeschlossen. Der Impfnachweis kann einerseits in die Corona-Warn-App integriert oder in einer eigenen App installiert werden.

9. Juni: Union und SPD haben sich im Bundestag wegen der "Maskenaffäre" um Gesundheitsminister Spahn unfaire Methoden und Unaufrichtigkeit vorgeworfen. Die Corona-Warn-App zeigt nach einem Update auch einen digitalen Impfnachweis an. Das EU-Parlament gibt grünes Licht für ein europaweites Impzertifikat.

8. Juni: In Deutschland haben nach Angaben von Gesundheitsminister Spahn 38 Millionen Menschen (46 Prozent der Bevölkerung) mindestens eine Covid-19-Schutzimpfung erhalten. In Leipzig müssen drei Corona-Testcenter wegen zahlreicher Verstöße schließen.

7. Juni: In Deutschland fällt ab sofort die Impfpriorisierung weg. Impfwillige können sich unabhängig von Beruf, Alter oder Vorerkrankungen einen Termin für eine Covid-19-Impfung holen. Die Termine in Sachsens Impfzentren waren binnen weniger Minuten vergeben.

6. Juni: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach eiem Medienbericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von minderwertigen Corona-Schutzmasken massiv in der Kritik. Die SPD-Spitze verlangt seinen Rücktritt. Wegen sinkender Corona-Zahlen werden Tschechien und Italien nicht mehr als Risikogebiete eingestuft. Bei Rückkehr aus den Ländern muss man nicht mehr in Quarantäne.

2. Juni: In Thüringen tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft, die bis Ende Juni gilt. Die neuen Regeln sollen eine schrittweise Rückkehr in einen normalen Alltag ermöglichen. Reservierungen in Gaststätten und Biergärten sind demnach nicht mehr nötig.

1. Juni: Die EU hat ihre Online-Plattform für das digitale Covid-Zertifikat gestartet.

Mai

31. Mai: Kinder ab zwölf Jahren können laut EMA in der EU mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Der Bund will den Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen jüngerer Schüler fördern. Wegen der Betrugsvorwürfe bei Corona-Tests plant die Bundesregierung eine Reform der Verordnung.

30. Mai: Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Daten des Robert Koch-Instituts jetzt in allen Bundesländern unter 50. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Forderungen aus der Wirtschaft nach einem früheren Ende der Homeoffice-Pflicht zurückgewiesen.

29. Mai: Nach Betrugsvorwürfen bei der Abrechnung von Corona-Schnelltests in mehreren Testzentren in Nordrhein-Westfalen gibt es erste Ermittlungen. Vietnam meldet die Entdeckung einer neuen, leicht übertragbaren Variante des Coronavirus.

28. Mai: Die Europäische Arzneimittelbehörde gibt grünes Licht für die Zulassung des Impfstoffes von Biontech/Pfizer bei Jugendlichen ab 12 Jahren. Nach dem Bundestag stimmt auch der Bundesrat Strafen für die Fälschung von Impfpässen zu.

27. Mai: Bundeskanzlerin Angela Merkel erneuert das Angebot des Bundes, dass jedem Deutschen bis Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werde. Das schließe auch Kinder und Jugendliche mit ein. Die Ministerpräsidenten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, Kretschmer und Haseloff, bekräftigen, dass die Corona-Impfungen für Kinder auf freiwillig bleiben sollen.

25. Mai: Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern entscheidet, den Tourismus früher als bisher geplant wieder zuzulassen. Zudem haben die Deutschen wegen der fehlenden Konsum- und Urlaubsmöglichkeiten in der Pandemie so viel Geld beiseite gelegt wie noch nie.

24. Mai: Als letztes Land rutscht Thüringen bei der Corona-Inzidenz unter die Marke von 100. Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in einer Videobotschaft an den WHO-Gipfel für ein weltweites Pandemieabkommen.

23. Mai: Einer britischen Studie zufolge wirken die Impfstoffe von Biontech/Pfizer sowie von Astrazeneca auch gegen die Virusvariante B.1.617, die zuerst in Indien entdeckt worden war.

22. Mai: Bildungsministerin Anja Karliczek will zum Ende des Schuljahres testen lassen, welche Schülerinnen und Schüler besonderen Nachholbedarf haben. In einem Impfzentrum in Chemnitz sind die Impfstoffe verwechselt wurden. Irrtümlicherweise wurde 17 Menschen das Vakzin Astrazeneca statt der Moderna-Impfstoff geimpft.

21. Mai: Die Bundesregierung stuft Großbritannien erneut als Virusvarianten-Gebiet ein – wegen der Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Corona-Variante B.1.617, die als besonders ansteckend gilt. In Mitteldeutschland werden weitere Lockerungen wegen der sinkenden Inzidenzwerte eingeführt.

20. Mai: EU-Parlament und Mitgliedsstaaten einigen sich auf ein EU-weites Covid-Zertifikat. Die EU unterschreibt einen Vertrag über weitere 1,8 Milliarden Impfdosen von Biontech/Pfizer. Sachsen-Anhalt beschließt weitere Lockerungen schon ab einer Inzidenz unter 100.

19. Mai: Nach mehreren Monaten Lockdown sind in Frankreich und Österreich Lockerungen in Kraft getreten. In beiden Ländern dürfen Cafés und Restaurants wieder Gäste empfangen.

18. Mai: Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Biontech-Vakzin nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca ist einer spanischen Studie zufolge sicher und hoch wirksam. Die Immunantwort sei größer als bei einer Kontrollgruppe, die nur den Astrazeneca-Impfstoff erhalten habe.

17. Mai: Bund und Länder einigen sich darauf, die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen ab dem 7. Juni aufzuheben. Gesundheitsminister Jens Spahn bat zugleich um Geduld, da nicht alle Impfinteressierten damit gleich immunisiert werden könnten.

15. Mai: Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland sind mindestens einmal geimpft. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind das knapp 37 Prozent der Bevölkerung.

14. Mai: Deutschland hat einen neuen Impfrekord aufgestellt. Nach Angaben des Robert Koch-Institut wurden vor zwei Tagen 1,353 Millionen Impfdosen verabreicht und damit noch einmal gut 220.000 Dosen mehr als am bisherigen Spitzentag, dem 5. Mai.

13. Mai: Bundesweit gelten neue Regeln für die Einreise aus mehr als 100 Ländern. Genesene und vollständig gegen Covid-19 Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne und auch keinen negativen Coronatest vorlegen.

12. Mai: Die weltweite Verbreitung des Coronavirus mit ihren verheerenden Folgen hätte nach Ansicht einer von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingesetzten Expertenkommission vermieden werden können.

11. Mai: In Sachsen werden selbstbestätigte Corona-Schnelltests nicht mehr als Nachweis akzeptiert. Sie müssen nun in einem Testzentrum oder vor Ort gemacht werden.

10. Mai: Der Impfstoff Johnson & Johnson soll laut Gesundheitsminister von Bund und Länder künftig ohne Priorisierung verimpft werden. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkomission, das Vakzin nur bei über 60-Jährigen einzusetzen.

9. Mai: Die EU-Kommission verzichtet vorerst auf eine Verlängerung ihres Impfstoff-Liefervertrags mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca über Juni hinaus.

8. Mai: Die EU sichert sich weitere 1,8 Milliarden Dosen Biontech-Impfstoff.

7. Mai: Die Erleichterungen für Geimpfte und Genesene nehmen im Bundesrat die letzte Hürde und sind nun beschlossen. Polen wird vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet heruntergestuft.

6. Mai: Bundesgesundheitsminister Spahn und seine Länderkollegen beschließen die Freigabe des umstrittenen Astrazeneca-Vakzins für alle Altersgruppen ohne Priorisierung.

5. Mai: Das Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung im Infektionsschutzgesetz ab. Der Bund stellt zwei Milliarden Euro bereit, um Corona-Folgen für Kinder abzufedern.

4. Mai: Sachsen und Thüringen stellen Öffnungen im Tourismus in Aussicht.

3. Mai: Das Corona-Kabinett verabschiedet einen Gesetzentwurf, der Lockerungen für Geimpfte enthält. Bundestag und Bundesrat sollen in den kommenden Tagen über den Entwurf abstimmen.

2. Mai: In der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist ein Luftwaffen-Transport mit 120 Beatmungsgeräten und Medikamenten aus Deutschland eingetroffen.

1. Mai: Tausende Krebserkrankungen sind laut einer Barmer-Analyse während der Corona-Pandemie unentdeckt geblieben. Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, Einreisebeschränkungen für vollständig Geimpfte zu lockern.

April

30. April: Am Vorabend des 1. Mais erlassen mehrere Städte aus Infektionsschutzgründen Verbot von Demos. Das Bundesverfassunggericht registriert bislang fast 240 Bescherden gegen die Notbremse.

29. April: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht legt einen Entwurf vor, der Geimpfte nicht nur von Tests, sondern auch von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ausnimmt. Deutschland vermeldet mit 1,1 Millionen verimpften Dosen einen Tagesrekord.

28. April: Der Bundesverfassungsschutz stellt Teile der auf Corona-Demos aktiven "Querdenken"-Bewegung unter Beobachtung. Der frühere Ethikratschef Peter Dabrock fordert, Jugendliche, Studierende und Eltern bei der Corona-Impfung vorzuziehen. Die Bundesregierung will das Tempo bei der Regelung für Geimpfte beschleunigen.

27. April: Bayern stellt als erstes Bundesland vollständig Geimpfte mit negativ Getesteten gleich. Mehrere Länder wollen folgen, Thüringen ab 5. Mai. In Sachsen und Thüringen haben Corona-Demonstranten Polizisten angegriffen.

26. April: Bund und Länder geben bekannt, dass sich ab Juni alle Impfwillige um einen Impftermin bewerben können. Die EU-Kommission geht gerichtlich gegen den britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca vor, weil dieser Lieferzusagen nicht einhält.

25. April: Deutsche niedergelassene Ärzte fordern, dass die Impfpriorisierung spätestens in drei Wochen komplett aufgehoben wird. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für Anreize für Geimpfte aus.

24. April: Die bundesweite "Corona-Notbremse" ist in Kraft getreten. Auf den deutschen Intensivstationen werden 5.022 Covid-19-Kranke behandelt – innerhalb eines Monats stieg die Zahl damit um fast 2.000. Deutschland stoppt wegen Virusvarianten Einreisen aus Indien.

23. April: In Erfurt wird die Bundesgartenschau trotz Corona-Pandemie eröffnet. Der Bundestag setzt die Schuldenbremse für den Bundeshaushalt aus, um die Kosten der Corona-Pandemie finanzieren zu können. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt weitreichende Öffnungen der Corona-Maßnahmen an.

22. April: Die bundesweite "Corona-Notbremse" nimmt die letzten gesetzlichen Hürden. Der Bundesrat stimmt dem geänderten Infektionsschutzgesetz zu, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet es. Als letzter Schritt wird es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

21. April: Der Bundestag beschließt die bundesweit einheitliche "Corona-Notbremse". In Berlin begegnet die Polizei Tausenden Gegnern der Corona-Maßnahmen mit einem Großaufgebot. 

20. April: Die EU-Arzneimittelbehörde EMA erneuert ihre Empfehlung für den Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson. Der Impfstoff kann damit in der EU verabreicht werden. Der Pharmakonzern kündigte daraufhin an, Lieferungen nach Europa aufzunehmen.

19. April: Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat die geänderte Vorlage für die bundesweit einheitliche sogenannte Corona-Notbremse gebilligt. Die EU hat mit Biontech/Pfizer die Lieferung von 100 Millionen weiteren Corona-Impfstoffdosen fest vereinbart.

17. April: In Sachsen und Thüringen hat die Polizei mit Großeinsätzen das Verbot von Corona-Protesten durchgesetzt. 

13. April: Die Bundesregierung hat die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die Zweitimpfung Biontech/Pfizer oder Moderna bekommen. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa.

12. April: An Schulen in Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt ab sofort eine Testpflicht für Schüler und Lehrer. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) lehnt bundesweite Ausgangssperren ab. Sachsen verlängert seine Corona-Verbote bis zum 9. Mai. Die Superreichen der Welt sind laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres in der Corona-Krise um weitere fünf Billionen Dollar reicher geworden.

11. April: Die Debatte, welche neuen Vollmachten der Bund bei den Corona-Regelungen bekommen sollte, nimmt weiter an Fahrt auf. Während die Führungsspitzen von Union und SPD auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes drängen, ist Sachsens Ministerpräsident Kretschmer mit dem Entwurf noch nicht zufrieden.

10. April: Die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland hat nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizins den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht.

9. April: Nach Angaben der Bundesregierung sind am Donnerstag 719.927 Impfdosen verabreicht worden, so viele wie noch nie. Bund und Länder einigen sich darauf, das Infektionsschutzgesetz zu ändern, um bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen zu schaffen.

8. April: Die Kultusminister vereinbaren, dass Schulabschluss-Prüfungen trotz der Krise stattfinden sollen. Doch bei den Schulöffnungen nach den Osterferien gibt es in jedem Land eigene Regeln. Mit dem Einstieg der Hausärzte ins Impfprogramm steigt Zahl der Impfungen auf einen neuen Tagesrekord. Deutschland will mit Russland über den Ankauf des Sputnik-Vakzins verhandeln.

7. April: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff weiter an alle Altersgruppen zu verimpfen. Dass seltene Blutgerinnsel nach der Impfung auftreten können, müsse als Nebenwirkung offiziell aufgeführt werden, so die EMA. Ungeachtet des EMA-Vorschlags empfiehlt die britische Impfkommission, den im eigenen Land entwickelten Impfstoff nur noch an Personen über 30 Jahre zu verimpfen.

6. April: Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA spricht von einer Verbindung zwischen dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften. Die Behörde selbst erklärt am selben Tag, sie prüfe all das noch. In Deutschland beginnen Hausärzte, flächendeckend zu impfen, wenngleich zunächst mit einer geringen Zahl von Impfdosen.

5. April: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht sich für einen harten Lockdown bis Ende April aus, bis mehr Menschen geimpft seien.

4. April: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen mehr Freiheiten in Aussicht. Er sagte, wer vollständig geimpft sei, sollte ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur gehen können.

3. April: Bundespräsident Steinmeier hat in seiner Osteransprache eine Krise des Vertrauens und Fehler beim Testen, Impfen und der Digitalisierung eingeräumt. Er rief zugleich dazu auf, sich nicht nur zu empören. Wichtiger sei zu zeigen, dass es gehe, wenn alle ihren Beitrag leisteten. Steinmeier rief auch dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. 

2. April: Die Ständige Impfkommission empfiehlt Menschen unter 60 Jahren, die Zweitimpfung nicht mit Astrazeneca fortzusetzen, sondern mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna. Auch in Großbritannien wurden bei Astrazeneca jetzt Fälle von seltenen Blutgerinnseln offenkundig. 

1. April: Für die erste Aprilwoche bestellen 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen. Das teilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin mit. Nach seinen Angaben können 940.000 Dosen geliefert werden, die dann auch verimpft würden.

März

31. März: Russland lässt den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zu. Wie die zuständige Agrar-Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde das Vakzin Carnivak-Cov seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet. Der Impfstoff-Entwickler Biontech meldet eine hundertprozentige Wirksamkeit seines Impfstoffs bei 12- bis 15-Jährigen.

30. März: Die Gesundheitsminister der Länder beschließen in einer Konferenz, den Corona-Impfstoff Astrazeneca vorläufig nur noch bei über 60-Jährigen einzusetzen. Damit folgen sie einer Empfehlung der ständigen Impfkommission. Zur Begründung hieß es, es gebe neue Daten zum Auftreten schwerer thrombo-embolischer Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Kanzlerin Merkel bestätigt später den Beschluss der Minister und wirbt um weiteres Vertrauen in die Impfkampagne.

29. März: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert, dass das Kanzleramt einen bundesweiten Stufenplan bislang verhindert habe. Der Linken-Politiker reagiert damit auf Äußerungen Merkels, dass es ein stärkeres gemeinsames Vorgehen geben müsse.

28. März: Kanzlerin Angela Merkel fordert von Bundesländern konsequente Anwendung der Corona-"Notbremse" bei Inzidenzen über 100. Sie droht, ansonsten werde der Bund eingreifen.

27. März: Angesichts schnell steigender Infektionszahlen fordern sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als auch der Deutsche Verband der Intensivmediziner einen erneuten Lockdown.

26. März: Der Biontech-Impfstoff darf bis zu zwei Wochen lang in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken gelagert werden. Zudem darf in der EU produzierter Corona-Impfstoff von Astrazeneca die EU vorerst nicht verlassen.

24. März: Nach Protesten und Problemen bei der praktischen Umsetzung nimmt Kanzlerin Angela Merkel den Beschluss zur "Osterruhe" wieder zurück und entschuldigt sich.

23. März: Bund und Länder beschließen nach langen Verhandlungen einen harten Lockdown über Ostern.

21. März: Polen wird zum Hochinzidenzgebiet. Einen Tag vor den Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Regeln schlägt das Bundeskanzleramt eine Verlängerung des Lockdowns bis 18. April vor.

20. März: Japan entscheidet; die Olympischen Sommerspielen in Tokio finden ohne ausländische Fans statt. In Karlsruhe versammeln sich laut Polizeiangaben 20.000 Gegner der Corona-Politik zu einer Demo.

19. März: Die Hausärzte in Deutschland sollen nach Ostern flächendeckend mit Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin haben das Bundesverdienstkreuz erhalten.

18. März: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher. Die Impfungen mit Astrazeneca in Deutschland sollen daraufhin bereits morgen im Laufe des Tages fortgesetzt werden.

17. März: Die ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 liegt nach Angaben des RKI in Deutschland inzwischen bei 72 Prozent. Die WHO empfiehlt bis auf Weiteres die Fortsetzung der Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca und bis zum Sommer soll ein einheitlicher Impfausweis Reisen innerhalb der EU erleichtern.

15. März: Die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff Astrazeneca werden in Deutschland vorsorglich ausgesetzt.

13. März: Bundesweit demonstrieren tausende Menschen gegen die coronabedingten Einschränkungen. Mehrfach kommt es zu Verstößen gegen Auflagen, auch bei Demonstrationen in Dresden.

12. März: In Sachsen steht wegen eines Lieferengpasses vorerst kein Biontech-Impfstoff für Erstimpfungen mehr zur Verfügung. In Thüringen wird aus dem gleichen Grund kein Vakzin von Astrazeneca mehr geimpft.

11. März: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zu.

9. März: Die Thüringer Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Sie soll ab kommenden Montag gelten und beinhaltet trotz hoher Infektionszahlen vorsichtige Lockerungen.

8. März: Blumenläden, Gartenmärkte und Buchhandlungen dürfen wieder öffnen, außerdem können weitere körpernahe Dienstleistungen wieder Kunden empfangen. Die Kontaktbeschränkungen werden etwas gelockert: Nun dürfen sich wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Die Unionspolitiker Georg Nüßlein und Markus Löbel treten nach einer Masken-Affäre zurück. Beide hatten hohe Provisionen für die Vermittlung von Aufträgen eingestrichen.

6. März: In Deutschland verkaufen Discounter erstmals Corona-Selbsttests. In Aldi-Filialen sind die Tests bis Mittag ausverkauft. Lidl bietet die Schnelltests für daheim online an, die Lidl-Webseite bricht wegen des Ansturms vorübergehend zusammen. In Sachsen-Anhalt startet die Covid-Impfung bei Hausärzten.

5. März: Die EU-Kommission beklagt in einem Bericht massive Rückschritte in Gleichstellungsfragen während der Pandemie. Auch andere Erhebungen sehen vor allem Frauen in der aktuellen Krise besonders belastet. Tschechien bittet andere Länder um Hilfe bei der Behandlung von Covid-19-Kranken. Thüringen bietet nun allen ab 70 Jahren Impftermine an. 

4. März: Die Landesregierungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geben bekannt, wie sie die neuen Beschlüsse auf Landesebene umsetzen wollen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca jetzt auch für Personen, die älter als 65 Jahre sind.

3. März: Bund und Länder vereinbaren, den Lockdown bis 28. März zu verlängern und legen sich zugleich auf einen Öffnungsplan fest. Er besteht aus fünf Schritten, die alle an einem Inzidenzwert gekoppelt sind. Zudem soll ab 8. März allen Bürgern pro Woche ein kostenloser Schnelltest zur Verfügung gestellt werden. Die zuerst in Großbritannien nachgewiesene und deutlich ansteckendere Corona-Variante B.1.1.7 macht dem RKI zufolge nach jüngsten Daten fast die Hälfte aller Neuinfektionen in Deutschland aus.

2. März: Tschechien erhält 15.000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs aus Deutschland. Die gemeinsame Spende von Sachsen, Thüringen und Bayern ist für die grenznahen Corona-Hotspots im Westen Tschechiens bestimmt.

1. März: Ab nächster Woche wollen Discounter und Drogerien Selbsttests für zuhause anbieten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier strebt an, Lockerungen auch oberhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu ermöglichen. Nach zweieinhalb Monaten haben Friseure wieder geöffnet.

Februar

23. Februar: Die Bundesländer kündigen verschiedene Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen ab 1. März an. So will Sachsen-Anhalt etwa Baumärkte und Gartencenter öffnen, in Rheinland-Pfalz soll das Shoppen von Bekleidung mit Termin möglich sein.

22. Februar: Bund und Länder einigen sich auf schnellere Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Erzieher.

21. Februar: Israel führt Sonderrechte für geimpfte oder genesene Bürgerinnen und Bürger ein. Mit einem "Grünen Pass" dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen.

20. Februar: Dänemark schließt wegen der starken Verbreitung der britischen Virusvariante in Flensburg mehrere Grenzübergänge zu Deutschland.

19. Februar: Deutschland sagt bei einem G7-Gipfel 1,5 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Pandemie zu.

18. Februar: Eine neue Thüringer Corona-Verordnung gilt bis 15. März und damit eine Woche länger, als beim letzten Bund-Länder-Gespräch vereinbart. In Sachsen soll künftig das Personal von Kindertagesstätten einmal pro Woche auf Corona getestet werden.

17. Februar: Nach Daten des Robert Koch-Instituts ist der Anteil der britische Virus-Mutation unter allen Neuansteckungen in Deutschland binnen zwei Wochen von knapp 6 Prozent auf mehr als 22 Prozent gestiegen.

16. Februar: Bundeswirtschaftsminister Altmaier kündigt weitere Hilfen für Unternehmen an. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson beantragt die Zulassung seines Impfstoffs in der EU. In Thüringen sollen Grundschulen und Kitas wieder öffnen.

15. Februar: Mehrere sächsische Städte heben die Ausgangssperren und den 15-Kilometer-Radius auf, darunter auch Leipzig. Zudem beginnt in Sachsen nach rund zwei Monaten Lockdown der Unterricht für 151.000 Grundschüler. Auch Kitas öffnen wieder.

14. Februar: Die schärferen Einreiseregelungen von Deutschland nach Tschechien und in das österreichische Bundesland Tirol sind in Kraft getreten - was zu teilweise stundenlangem Warten an den Grenzstellen geführt hat. Kurz danach wurden die Regeln gelockert - die Debatte darum hält an.

13. Februar: Tschechien stellt die Zugverbindungen nach Deutschland ein.

12. Februar: Sachsens Kabinett legt sich auf eine Corona-Schutzverordnung fest.

11. Februar: Die Bundesregierung erklärt Tschechien und Tirol zu "Virus-Mutationsgebieten" und führt ab 13. Februar Kontrollen an den jeweiligen Grenzen ein. Sachsen-Anhalt verlängert seinen Lockdown nicht bis zum 7., sondern bis zum 10. März.

10. Februar: Der Lockdown in Deutschland wird bis zum 7. März verlängert. Schulen und Kitas dürfen nach Ermessen der Bundesländer früher öffnen. Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca und die lokale Firma IDT Biologika wollen kooperieren und in Dessau-Roßlau eine große Impfproduktion errichten.

09. Februar: Eine WHO-Expertenkommission beendet nach vier Wochen die Untersuchung zu den Ursprüngen der Pandemie in China. Das Forscherteam erklärt, dass man nicht habe herausfinden können, welches Tier das Virus an den Menschen weitergab. Die ursprünglichen Wirte seien vermutlich Fledermäuse gewesen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass sie das Virus direkt auf den Menschen übertragen hätten. Es gäbe keine Anhaltspunkte für die Vermutung, das Virus könne aus einem Labor entwichen sein.

08. Februar: Die Bundesregierung beschließt, 450 Millionen Euro für eine zweite Corona-Prämie für Klinik-Mitarbeiter auszugeben. Außerdem wird für Reisende aus über 20 Staaten eine Testpflicht eingeführt.

07. Februar: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert, die Impfungen für Lehrkräfte vorzuziehen. Die Impf-Affäre um Halles OB Wiegand weitet sich aus, nun gibt es eine Strafanzeige und eine Rücktrittsforderung.

06. Februar: China lässt einen zweiten im Land entwickelten Impfstoff der Firma Sinovac zu.

05. Februar: Mehr Fälle von Impfung entgegen den Vorgaben des Impfplans werden aus Sachsen-Anhalt bekannt: So haben der OB von Halle, der Landrat von Wittenberg sowie sein Stellvertreter eine Impfung erhalten, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren.

04. Februar: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen räumt Versäumnisse bei der Bestellung von Impfstoffen ein. Der Ethikrat spricht sich gegen Privilegien für Geimpfte aus. Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt macht öffentlich, dass im Landkreis Stendal 320 Polizisten entgegen der Vorgaben bei einer Impfung bevorzugt wurden.

03. Februar: Die Spitzen der Koalition von Union und SPD einigen sich auf weitere Corona Hilfen wie eine Einmalzahlzung für Hartz-IV-Bezieher und einen weiteren Kinderbonus.

02. Februar: Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien veröffentlichen russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff "Sputnik V". Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent.

01. Februar: Bund und Länder halten an ihren Plan fest, bis zum Spätsommer allen Menschen im Land ein Impfangebot machen zu können. Die Zusagen der Hersteller beim ersten Impfgipfel stützen die Prognose.

Januar

28. Januar: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff von Astrazeneca zu. Es ist der dritte Corona-Impfstoff, der in der Europäischen Union genutzt werden darf.

27. Januar: Die EU und der Impfstoff-Hersteller Astrazeneca streiten über Liefermengen und -bedingungen. Der Pharmakonzern gibt an, weniger liefern zu können als vereinbart. Die EU besteht auf zusätzlichen Lieferungen aus Werken in Großbritannien.

26. Januar: In Bayern kippt der Verwaltungsgerichtshof die 15-Kilometer-Regel für Bewohner von Corona-Brennpunkten.

25. Januar: Hersteller der Impfstoffe sollen sich den Export der Vakzine aus der EU künftig genehmigen lassen. 

24. Januar: Gesundheitsminister Spahn will Verbrauchern offenbar selbstständige Antigen-Schnelltests ermöglichen. Die Bundesregierung kauft für Deutschland ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis.

22. Januar: Die Bundesregierung stuft 20 Länder als Hochrisikogebiete ein, darunter den Nachbarn Tschechien. Damit greifen verschärfte Einreisebestimmungen, doch Sachsen macht bei Berufspendlern Ausnahmen.

21. Januar: Die Deutsche Sepsis-Stiftung mahnt, viele Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gehen auf eine Blutvergiftung zurück und könnten verhindert werden. Krankenkassen und Handel melden einen Ansturm auf medizinische Masken, besonders auf vom Bund finanzierte FFP2-Masken.

20. Januar: In Deutschland stirbt erstmals ein Mann nach einer zweiten Ansteckung mit Sars-Cov-2.

19. Januar: Bund und Länder vereinbaren, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. Schulen und Kitas bleiben weitgehend geschlossen. Beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen reichen Alltagsmasken nicht mehr aus, Pflicht ist nun eine medizinische Maske.

18. Januar: Gesundheitsminister Spahn ordnet die Suche nach neuen Virus-Mutationen an.

16. Januar: In Deutschland sind nun eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Einige erhalten bereits die zweite Impfung.

14. Januar: Das Robert Koch-Institut hält eine Verschärfung der Lockdown-Regelungen in Deutschland für sinnvoll. Thüringen verschiebt wegen der Corona-Pandemie seinen Termin für die Landtagswahl vom 25. April auf den 26. September.

13. Januar: Bundesgesundheitsminister Spahn verteidigt im Bundestag seine Impfstrategie und betont, bis zum Sommer erhalte jeder ein Impfangebot. In Thüringen starten die ersten Impfzentren.

12. Januar: In Deutschland wird der erste Impfstoff des US-Herstellers Moderna ausgeliefert. Nach Verzögerung beginnt die Auszahlung der Corona-November-Hilfen beginnen. Eine in Südafrika entdeckte Mutation des Coronavirus wird erstmals in Deutschland nachgewiesen. Bayern führt eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im Nahverkehr und beim Einkaufen ein.

9. Januar: In Deutschland sind Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

8. Januar: Die EU vereinbart mit dem Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Impfdosen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert einen harten Lockdown, auch mit einem Herunterfahren der Wirtschaft.

6. Januar: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) empfiehlt den Einsatz des Impfstoffes der US-Firma Moderna, die EU-Kommission erteilt noch am gleich Tag die Zulassung. Es ist die zweite Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der EU.

5. Januar: Bund und Länder einigen sich auf eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Neu ist, dass man sich nur noch mit einer weiteren Person treffen darf, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. In Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 wird der erlaubte Bewegungsradius auf 15 Kilometer begrenzt.

3. Januar: Mehr als 238.000 Menschen in Deutschland werden in der ersten Woche nach dem Impfstart geimpft. Laut Robert Koch-Institut (RKI) erhielten fast 104.000 Bewohner von Pflegeheimen den Impfstoff. Gut 107.000 Impfdosen gingen an Personal in der Altenpflege sowie medizinisches Personal.

1. Januar: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erteilt dem Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung. Die Einstufung ermöglicht unter anderem dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, den Impfstoff für die Verteilung an bedürftige Länder zu beschaffen.

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