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Kretschmermer stellt Bedingungen für Öl-Embargo

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat Bedingungen für ein Öl-Embargo gegen Russland genannt. Der CDU-Politiker sagte nach Beratungen in Berlin, ein Embargo könne es nur geben, wenn die wegfallenden Mengen durch andere Quellen zu 100 Prozent ersetz würden. Das müsse auch zu vernünftigen und wettbewerbsfähigen Preisen geschehen. Die Sorgen seien groß. Deshalb hätten die ostdeutschen Ministerpräsidenten dringend um ein Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Habeck gebeten. Ostdeutschland wäre von einem Öl-Embargo besonders betroffen. Die beiden großen Raffinerien in Leuna und Schwedt verarbeiten bisher russisches Öl.


Ukraine erhält erste Gepard-Panzer aus Deutschland

Die Ukraine erhält im Juli die ersten 15 Gepard-Panzer aus Deutschland. Darauf haben sich Verteidigungsministerin Lambrecht und ihr ukrainischer Amtskollege Resnikow verständigt. Zu dem Paket gehören auch knapp 60.000 Schuss Munition sowie die Lieferung von weiteren 15 Panzern im Sommer. Außerdem soll die Ukraine Unterstützung bei der Ausbildung erhalten. Das Kriegsgerät stammt aus früheren Bundeswehr-Beständen, das vom Hersteller technisch aufgearbeitet wurde. Der Gepard kann zur Flugabwehr aber auch im Kampf gegen Bodenziele eingesetzt werden.


Schröder gibt Posten bei Rosneft auf

Altkanzler Schröder gibt seinen Posten als Aufsichtsratschef bei Rosneft auf. Das teilte der russische Ölkonzern mit. Schröder habe erklärt, ihm sei es unmöglich, sein Mandat in dem Gremium zu verlängern. Details wurden nicht genannt. Schröder steht wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Putin und wegen seiner Aktivitäten im russischen Energiesektor in der Kritik. Gestern hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages dem SPD-Mitglied das staatlich finanzierte Büro samt Mitarbeiterstellen gestrichen. Schröder will das juristisch prüfen lassen. Die SPD teilte nun mit, der zuständige Parteibezirk Hannover wolle am 15. Juni über die Anträge zum Parteiausschluss verhandeln.


Kulturetat des Bundes steigt auf 2,3 Milliarden Euro

Der Bund will in diesem Jahr für Kultur und Medien rund 2,3 Milliarden Euro ausgeben. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen. Die Summe ist um rund 150 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Kulturstaatsministerin Roth begrüßte die Steigerung. Man brauche mehr denn je offene Diskursräume und vielseitige Denkanstöße aus Kunst und Kultur. Ein Großteil der Summe soll in Erhalt und Sanierung von Gebäuden und Denkmalen fließen. Mit Blick auf neue Corona-Risiken im Herbst und Winter wird das Programm Neustart Kultur fortgesetzt. Geld gibt es auch für den Erhalt von Kinos sowie Einzelprojekte in den Bereichen Film, Musik und Tanz.


Frühe Hitzewelle mit über 40 Grad in Spanien

Der Süden Spaniens stöhnt unter einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle. In der Stadt Andújar wurden heute 41 Grad gemessen. Die andalusischen Großstädte Sevilla und Córdoba meldeten 39 Grad. Auch im Inneren der Ferieninsel Mallorca wurden 35 Grad erreicht. Die spanische Meteorologie-Behörde meldete, die Temperaturen lägen 15 Grad über den Durchschnittswerten für diese Jahreszeit. Dieser Monat könne der heißeste Mai des 21. Jahrhunderts werden.

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Eine Collage aus eine Klimademo-Schild, einem 9 Euro Monatsticket und Menschen auf einem Christopher Street Day. 1 min
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1 min 20.05.2022 | 18:15 Uhr

Die drei wichtigsten Themen vom 20. Mai aus Sachsen-Anhalt erfahren Sie hier kurz und knapp in nur 60 Sekunden. Präsentiert von MDR-Redakteurin Viktoria Schackow.

MDR S-ANHALT Fr 20.05.2022 18:00Uhr 01:00 min

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