MDR AKTUELL - Meldungen um 22:30 Uhr


Wissing gegen weitere Finanzzusagen für 49-Euro-Ticket

Bundesverkehrsminister Wissing will noch keine Zusage zur Finanzierung möglicher Mehrkosten für das 49-Euro-Ticket machen. Der FDP-Politiker sagte der "Welt am Sonntag", wieviel die Einführung dieses Angebots genau koste, werde man erst 2024 wissen. Dann wolle man ohnehin mit den Ländern über die weitere Entwicklung reden. Deshalb sollten sich alle Seiten jetzt erst einmal an die Arbeit machen, meinte Wissing. Die Verkehrsminister der Länder verlangen vom Bund eine klare Zusage, dass er eventuelle Mehrkosten für das sogenannte Deutschland-Ticket zur Hälfte übernimmt. Das Nahverkehrsangebot soll im nächsten Jahr eingeführt werden, wahrscheinlich im April.


Selenskyj enttäuscht über westlichen Ölpreisdeckel

Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigt sich enttäuscht über den westlichen Preisdeckel für russisches Öl. In einer Videoansprache kritisierte der die Beschlüsse der EU und der G7 als völlig unzureichend. Eine Obergrenze von 60 Dollar pro Barrel sei nicht ernst zu nehmen. Für Russland sei das immer noch ein recht komfortabler Preis. Damit werde man Moskau kaum davon abhalten können, Krieg gegen die Ukraine zu führen. Selenskyj forderte einen deutlich niedrigeren Preisdeckel. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis zu stärkeren Mitteln gegriffen werden müsse. Bis dahin gehe wertvolle Zeit verloren.


Estland kauft Himars-Raketensysteme

Estland hat sein bislang größtes Rüstungsgeschäft getätigt. Wie das baltische Nato-Mitglied mitteilte, hat es den Kauf von sechs US-Mehrfachraketenwerfern vom Typ Himars vereinbart. Der Vertrag im Wert von umgerechnet 190 Millionen Euro sei gestern unterzeichnet worden. Die Auslieferung der ersten Raketensysteme solle 2024 erfolgen. Der russische Angriffskrieg in der Ukrainr wird in Estland als direkte Gefahr für das eigene Land gesehen. Deshalb hat Estland seine Militärausgaben deutlich erhöht. Auch die beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Litauen wollen sich mit Himars-Raketensystemen ausrüsten.


Südafrikas Präsident schließt Rücktritt aus

Südafrikas Präsident Ramaphosa schließt trotz eines möglichen Amtsenthebungs-Verfahrens einen Rücktritt aus. Sein Sprecher erkärte, der Präsident werde nicht auf der Grundlage eines fehlerhaften Berichts sein Amt niederlegen. Gegen ein Amtsenthebungs-Verfahren werde er sich auch juristisch wehren. Ein unabhängiges Gremium hatte zuvor in einem Untersuchungsbericht Geldwäsche-Vorwürfe gegen Ramaphosa erhärtet. Darin ist von ernsthaften Rechtsbrüchen die Rede. So habe der Präsident gegen Anti-Korruptions-Gesetze verstoßen. Das Parlament will am Dienstag über Konsequenzen aus dem Bericht beraten.


Rakete aus Gazastreifen auf Israel abgefeuert

Im Gazastreifen haben militante Palästinenser erstmals seit Monaten wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das israelische Militär teilte mit, die Raketenabwehr sei nicht aktiviert worden. Berichte über Verletzte oder Schäden gibt es nicht. - Anfang August hatte das israelische Militär eine großangelegte Aktion gegen den Islamischen Dschihad gestartet. Die militanten Palästinenser feuerten daraufhin Hunderte Raketen auf israelische Ortschaften. Nach dreitägigen Kämpfen wurde eine Waffenruhe vereinbart.


Iran überprüft strenge Kopftuchregeln

Im Iran überprüfen Parlament und Justiz das Gesetz, das Frauen zum Kopftuchtragen verpflichtet. Das teilte Generalstaatsanwalt Montaseri mit. Er kündigte Ergebnisse in ein oder zwei Wochen an. Der iranische Präsident Raisi erklärte, in der Verfassung der islamischen Republik gebe es starke und unveränderliche Werte und Prinzipien. Die Methoden zur Umsetzung könnten aber geändert werden. Im September war eine junge Iranerin in Polizeigewahrsam gestorben, die gegen die strenge Kleiderordnung verstoßen haben soll. Der Fall löste landesweit Proteste aus, bei denen hunderte Menschen getötet wurden.


London verhandelt offenbar über Rückgabe von Parthenon-Funden

Das Britische Museum verhandelt offenbar mit der griechischen Regierung über die Rückgabe von Skulpturen und Fries-Teilen aus dem Parthenon. Die griechische Zeitung "Ta Nea" berichtete, die Geheimgespräche seien in einem fortgeschrittenen Stadium. Sie würden vom Kuratoriumsvorsitzenden des Londoner Museums, Osborne, und Ministerpräsident Mitsotakis geleitet. Den Angaben zufolge ist ein Scheitern aber noch nicht ausgeschlossen. Die antiken Marmor-Kunstwerke waren im frühen 19. Jahrhundert auf der Akropolis abgetragen und nach Großbritannien gebracht worden. Sie gehören heute zu den wertvollsten Ausstellungsstücken des Britischen Museums.


3.000 Menschen besuchen Thüringer Buchtage

Die Thüringer Buchtage in Erfurt haben in diesem Jahr rund 3.000 Menschen besucht. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte, konnte die das Branchentreffen damit an den Zuspruch vor der Corona-Pandemie anknüpfen. In der Arena Erfurt hatten sich 30 Verlage und 15 Autoren vorgestellt. Vor Ort waren auch Vereine wie der Thüringer Schriftstellerverband und der Verein Erfurter Herbstlese. - Laut Thüringer Wirtschaftsministerium sind im Freistaat 90 Verlage ansässig.


Fußball-WM: Argentinien im Viertelfinale

Bei der Fußball-WM in Katar hat Argentinien das Viertelfinale erreicht. Die Südamerikaner besiegten am Abend Australien mit 2:1. Zuvor waren bereits die Niederlande durch einen 3:1-Erfolg gegen die USA ins Viertelfinale eingezogen.

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Aktuelle Meldungen

Männer schippen Schnee im Erfurter Steigerwaldstadion 1 min
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1 min 03.12.2022 | 17:20 Uhr

Rund 150 Fans griffen am Samstag zur Schneeschaufel und beräumten das Erfurter Steigerwaldstadion. Dank der Beteiligung kann das Topspiel des FC Rot-Weiß Erfurt gegen Energie Cottbus am Sonntag wohl stattfinden.

Sa 03.12.2022 16:00Uhr 00:38 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/video-schnee-stadion-rot-weiss-cottbus-fussball-fans-100.html

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