Corona-Lage | 22. Januar 2022 Geschäfte in Halle planen 2G-Bändchen

Die Händler in Halles Innenstadt planen, 2G-Kontrollen ab Mittwoch mit Zugangsbändchen zu erleichtern. Landes- und bundesweit steigt die 7-Tage-Inzidenz. PCR-Tests sollen künftig priorisiert werden.

In einer Fußgängerzone in Halle laufen mehrere Menschen mit Einkaufstaschen.
Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

  • Ab Mittwoch will die Stadt Halle nach der 2G-Kontrolle Zugangsbändchen für Geschäfte verteilen.
  • Die 7-Tage-Inzidenz ist in Sachsen-Anhalt erneut auf über 400 gestiegen.
  • PCR-Tests sollen künftig priorisiert und Krankenhäuser in den kommenden Monaten entlastet werden, teilte das Sozialministerium nach einer Besprechung der Gesundheitsminister mit.

Zugangsbändchen sollen künftig die 2G-Kontrollen beim Einkaufen in Halles Innenstadt erleichtern. Die City-Gemeinschaft teilte am Freitag mit, dass die Einkaufsbändchen voraussichtlich ab Mittwoch zum Einsatz kommen sollen.

Kundinnen und Kunden könnten dann beim Stadtbummel zunächst in vier Kaufhäusern am Markt und in der Leipziger Straße einchecken und nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Anschließend würden sie ein Bändchen erhalten, das den gesamten Tag lang in anderen Geschäften und Restaurants als 2G-Nachweis gelte.

In diesen Geschäften sollen die 2G-Bändchen erhältlich sein:

  • Saturn
  • Peek & Cloppenburg
  • Galeria Kaufhof
  • Modehaus Fischer

Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt erneut über 400

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Samstagmorgen eine 7-Tage-Inzidenz von 409,7 in Sachsen-Anhalt gemeldet. Am Freitag lag die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen noch bei 365,8. Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 1.897 neue Corona-Infektionen gemeldet, teilte das RKI mit.

Den höchsten Inzidenzwert im Land meldete das RKI für die Stadt Halle: 569,2 Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in sieben Tagen. Die niedrigste Inzidenz habe dagegen der Landkreis Harz mit 263,1.

Deutschlandweit neuer Höchstwert der Inzidenz

Für die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz meldete das RKI einen neuen Höchstwert von 773. Innerhalb des vergangenen Tages seien 135.461 neue Infektionsfälle gemeldet worden.

Keine PCR-Tests mehr für alle

Künftig sollen in Deutschland nicht mehr alle, bei denen ein Schnelltest das Coronavirus nachweist oder die Corona-Warn-App einen roten Alarm anzeigt, einen PCR-Test bekommen. Darauf einigten sich die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Samstag in einer Vorbereitungsrunde des Bund-Länder-Treffens am Montag.

Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Menschen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, sollen nach wie vor PCR-Tests erhalten, teilte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) mit. Für alle anderen symptomfreien Personen solle auf "qualitativ hochwertige" überwachte Antigentests zurückgegriffen werden.

Entlastungen für Krankenhäuser

Ein weiterer Beschluss des Treffens sei, Krankenhäuser in den kommenden Monaten zu entlasten. Medizinisch nicht notwendige Dokumentationspflichten sollen entfallen, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Zudem solle der Bund Regelungen zu Ausgleichszahlungen, Versorgungsaufschlägen und Ersatzkrankenhäusern verlängern.

Für die Impfpflicht, die ab dem 15. März bundesweit für Beschäftigte im Gesundheitswesen gilt, sollen die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern rechtssichere Kriterien entwickeln. Betroffene, die Vorbehalte gegenüber der Impfung haben, sollen demnach bevorzugt die Möglichkeit haben, sich mit dem proteinbasierten "Novavax"-Vakzin impfen zu lassen.

dpa, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. Januar 2022 | 10:00 Uhr

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